Karwendel-Höhenweg Variante mit Karwendelhauptkamm-Überschreitung

Long-Distance Hiking · Seefeld
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Difficulty
difficult
Distance
90.4 km
Duration
45:20h
Ascent
8007 m
Descent
8259 m
Public transport friendly Multi-stage route Scenic Refreshment stops available Geological highlights Botanical highlights Cableway ascent/descent Summit route Loop Round trip

Eine etwas ausgedehntere und gipfelreichere Variante des Karwendel-Höhenwegs von West nach Ost.

Ab dem Hallerangerhaus trennt sich der Weg von der klassischen Route und führt über den Karwendelhauptkamm zum Karwendelhaus. Eine zusätzliche Etappe führt von dort über den Toni-Gaugg-Höhenweg zur Pleisenhütte und zurück nach Scharnitz.

Diese Variante ähnelt vor allem in den Etappen bis zum Hallerangerhaus dem klassischen Karwendel-Höhenweg stark. Abweichungen in der Routenführung:

  • Freiunger Höhenweg (Klettersteigausrüstung empfohlen)
  • Überschreitung der Speckkarspitze über Süd-West-Grat (UIAA I-II)

Ab dem Hallerangerhaus zweigt der Weg an der Kastenalm von der Route des klassischen Karwendel-Höhenwegs ab und führt über Birkkarspitze, die drei Ödkarspitzen und den Brendelsteig zum Karwendelhaus.

Von dort geht es in einer zusätzlichen Etappe über den Toni-Gaugg-Höhenweg zur Pleisenhütte und zurück nach Scharnitz.

Die Route ist besonders gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und kann als Rundtour geplant werden, da Scharnitz in Seefeld(Tirol) nur eine Station mit dem Zug auseinander liegen.

Die Tour bietet reinen Wandergenuss, abseits der beliebten Mountainbikerouten im Karwendel. Somit werden lange Märsche vermieden und ein deutlich alpinistischer Charakter erreicht. 

Die Tour umfasst sieben teils sehr stark ausgedehnte Etappen und führt zu großen Teilen über schwarze Wanderwege und ausgesetzte Passagen. Es sollten daher folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Schwindelfreiheit
  • absolute Trittsicherheit
  • ausgezeichnete Kondition
  • bergsteigerische Erfahrung

Author’s recommendation

Ich empfehle die Anreise mit dem Zug. Die Regoin rund um den Naturpark Karwendel ist sehr fortschrittlich und bersteigerfreundlich mit Angeboten rund um die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
more
Difficulty
difficult
Technique
Stamina
Experience
Landscape
Highest point
2746 m
Lowest point
962 m
Best time of year
Jan
Feb
Mar
Apr
May
Jun
Jul
Aug
Sep
Oct
Nov
Dec

Safety information

Aufgrund der Länge der Tour und der Schwierigkeit zahlreicher Passagen sind

  • Schwindelfreiheit
  • absolute Trittsicherheit
  • ausgezeichnete Kondition
  • bergsteigerische Erfahrung

Vor allem auf den Klettersteigen und den Höhenwegen ist mit Steinschlag zu rechnen, die Benutzung eines Steinschlaghelms ist daher unerlässlich.

Tips, hints and links

Start

Seefeld(Tirol) Bahnhof (1181 m)
Coordinates:
Geographic
47.328916, 11.189661
UTM
32T 665442 5244041
what3words 
///mimics.improve.conversions

Destination

Scharnitz Bahnhof

Turn-by-turn directions

Etappe 1: Seefeld Bahnhof - Nördlinger Hütte (4h, 9km, 1375hm)

Von Seefeld erfolgt zunächst der Anstieg zur Rosshütte an der Bergstation der Rösshütte-Standseilbahn. Dieser Teil kann mit einer Fahrt der Standseilbahn übersprungen werden. 

Von der Rosshütte zum Seefelder Joch, über der oberen Schönanger-Steig zur Seefelder Spitze (2221m), weiter zum Reither Joch und über die Reither Spitze (2374m) zur Nördlinger Hütte.

Etappe 2: Nördlinger Hütte - Solsteinhaus über Freiunger Höhenweg (4h, 7km, 500hm)

Von der Nördlinger Hütte zum Ursprungsattel, dem Freiunger-Höhenweg folgend auf die westliche Freiungspitze (2332m) und über die mittlere und östliche Freiungspitze weiter zur Kuhljochscharte. Hier kann eine Besteigung der Kuhljochspitze (2297m) eingelegt werden (Auf- und Abstieg von der Kuhljochscharte ca. 45min, teilweise ausgesetzt und seilversichert). Von der Kuhljochscharte führt der Weg durch das Höllkar und unterhalb der Eppzirler Scharte zweigt man in süd-östliche Richtung hinunter zum Solsteinhaus ab.

Vom Solsteinhaus besteht die Möglichkeit nachmittags einen der umliegenden Gipfel zu besteigen: großer Solstein (2541m)(Auf- und Abstieg vom Solsteinhaus: 3-4h), kleiner Solstein (2637m)(Auf- und Abstieg vom Solsteinhaus: ca. 6h), Erlspitze (2341m)(Auf- und Abstieg vom Solsteinhaus: 3-4h)

Etappe 3: Solsteinhaus - Pfeishütte (9h, 17km, 1450hm)

Eine der kräftezehrendsten Etappen führt vom Solstein Haus zunächst hinab Richtung Möslalm, an der "Wilden Iss" zweigt man auf den Gipfelstürmer-Weg (Nr. 215) ab, an der Jadghütte zum "Hippen" und zum Frau-Hitt-Sattel, wo man auf den Schmidhubersteig abzweigt, der schließlich zur Alpenlounge Seegrube führt. Hier besteht neben einer Einkehr die Möglichkeit, nach Innsbruck abzusteigen bzw. mit den Nordkettenbahnen hinunterzufahren.

Im zweiten Teil folgt zunächst der Anstieg zum Hafelekarhaus, der mit der Hafelekarbahn übersprungen werden kann. Nach dem Hafelekarhaus kann zudem die Hafelekarspitze (2334m), die einen schönen Rundumblick bietet, bestiegen werden (Auf- und Abstieg vom Hafelekarhaus ca. 20min). 

Anschließend auf dem Goethe-Weg (Nr. 219) zum Gleirschjöchl, über die Gleirschspitze (2317m) zur Mühlkarscharte und über die Mandlscharte zur Pfeishütte.

Etappe 4: Pfeishütte - Bettelwurfhütte (4h, 9km, 500hm)

Von der Pfeishütte auf der Via Alpina (Nr. 221) über das Stempeljoch auf den Wilde-Bande-Steig, über Lafatscher Joch zur Bettelwurfhütte

Von der Bettelwurfhütte besteht die Möglichkeit der Bettelwurfüberschreitung, die sehr zu empfehlen ist, bei der aber Klettersteige bis zum Schwierigkeitsgrad D zu bewältigen sind. Die Rundtour führt zunächst von der Bettelwurfhütte über einen Klettersteig (B/C) auf den kleinen Bettelwurf (2650m). Vom kleinen Bettelwurf führt ein Klettersteig (überwiegend C, eine Verschneidung D) auf den großen Bettelwurf (2725m). Der wunderbare Panoramablick auf das Vomper Loch lädt zum Verweilen ein, ehe man den teilweise seilversicherten Abstieg über den Eisengattergrat zurück zur Bettelwurfhütte wagt.

Etappe 5: Bettelwurfhütte - Hallerangerhaus (4-5h, 8.5km, 700hm)

Von der Bettelwurfhütte am Weg des Vortages zurück zum Lafatscher Joch. Die Besteigung der Speckkarspitze (2621m) kann ausgelassen werden und vom Lafatscher Joch wählt man in diesem Fall einfach den direkten Weg zum Hallerangerhaus.

Besteigung der Speckkarspitze:

  1. über Süd-West-Grat (UIAA I-II): Vom Lafatscher Joch in Richtung Süd-West-Grat aufsteigen und an der Weggabelung (Steinmandl) in süd-östliche Richtung zum Süd-West-Grat abzweigen.
  2. über Nord-West-Grat: einfachere Variante, vom Lafatscher Joch in Richtung Süd-West-Grat aufsteigen, an der Weggabelung (Steinmandl) in nord-östliche Richtung abzweigen, unterhalb der Spackkarspitze entlang zum Nord-West-Grat.

Abstieg von der Speckkarspitze über den Nord-West-Grad, an der Abzweigung Speckkarspitze wieder auf den direkten Weg einmünden und zum Hallerangerhaus.

Vom Hallerangerhaus aus besteht die Möglichkeit die Sunntigerspitze (2322m) und die Hallerangerspitze (2398m) zu besteigen (Auf- und Abstieg vom Hallerangerhaus: 2-3h)

Etappe 6: Hallerangerhaus - Karwendelhaus (9h, 17km, 1750hm)

Bei dieser Etappe wird der Karwendelhauptkamm überschritten: Falls die letzten Etappen sehr kräfteraubend waren, empfiehlt es sich einen Pausentag im Hallerangerhaus einzulegen oder in besonders schlimmen Fällen den Abstieg (die Abfahrt mit an der Kastenalm ausgeliehenem Fahrrad) ins Tal zu wählen.

Vom Hallerangerhaus vorei an Kohleralm und Lafatscher Niederleger zur Kastenalm. Ab hier beginnt der steile und anstrengende Aufstieg zum Schlauchkarsattel direkt unterhalb der Birkkarspitze. Nach einer Besteigung der Birkkarspitze (2749m) führt der Weg zurück zum Schlauchkarsattel und über die drei Ödspitzen auf den Brendelsteig, der über die nördliche Ödkarscharte hinunter zum Karwendelhaus führt.

Etappe 7a: Karwendelhaus - Scharnitz (10-11h, 22km, 1570hm)

Bei dieser Etappe wird der Karwendelhauptkamm überschritten: Falls die letzten Etappen sehr kräfteraubend waren, empfiehlt es sich einen Pausentag im Karwendelhaus einzulegen oder in besonders schlimmen Fällen den Abstieg ins Tal zu wählen.

Vom Karwendelhaus wieder den Weg vom Vortag zurück auf den Brendelsteig zur nördlichen Ödkarscharte, auf dem Toni-Gaugg-Höhenweg zur Seekarscharte, über den Seekarsattel auf die große Seekarspitze (2677m), zurück auf den Seekarsattel, über die Breitgrieskarscharte auf die Breitgrieskarspitze (2585m), weiter auf dem Toni-Gaugg-Höhenweg vorbei an der Kuchl und der Voderkarhöhle zur Pleisenhütte.

Nach einer Stärkung an der Pleisenhütte weiter talwärts, zum Karwendelsteg abzweigen und dem Forstweg nach Scharnitz ins Tal folgen.

Von Scharnitz kann die Tour mit dem Zug zurück nach Seefeld(Tirol) zu einer Rundtour geschlossen werden.

Etappe 7b: Karwendelhaus - Pleisenhütte (7-8h, 14km, 1500h)

Gleich wie Etappe 7a, nur Nächtigung auf der Pleisenhütte und am nächsten Tag Etappe 8.

Etappe 8: Pleisenhütte - Scharnitz (3h, 8km, 70hm)

Von der Pleisenhütte weiter talwärts, zum Karwendelsteg abzweigen und dem Forstweg nach Scharnitz ins Tal folgen.

Von Scharnitz kann die Tour mit dem Zug zurück nach Seefeld(Tirol) zu einer Rundtour geschlossen werden.

Public transport

Public transport friendly

mit dem Zug aus Deutschland oder Österreich zum Bahnhof Seefeld(Tirol)

Coordinates

Geographic
47.328916, 11.189661
UTM
32T 665442 5244041
what3words 
///mimics.improve.conversions
Arrival by train, car, foot or bike

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Equipment

  • typische Ausrüstung zum Bersteigen (die Alpenvereine bieten dazu im Internet Packlisten an)
  • Klettersteigset
  • Kletterhelm
  • evtl. Handschuhe zum Schutz vor scharfkantigen Drahtseilen
outdooractive.com User
Responsible for this content
Phillip Rohrmeier

Travel Guide: Long-distance hikes in Seefeld


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