Nonnenfelsen - Lausche - Lauschemoor - Felsenstadt Jonsdorf im Zittauer Gebirge

Wanderung • Zittauer Gebirge
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Schwierigkeit
mittel
Strecke
16,7 km
Dauer
5:30 Std
Aufstieg
571 hm
Abstieg
571 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich geologische Highlights Gipfel-Tour botanische Highlights faunistische Highlights

Eine äußerst facettenreiche Wanderung mit vielen geologischen und landschaftlichen Höhepunkten im deutsch-tschechischen Grenzgebiet des Zittauer Gebirges.

Zittauer Gebirge: Aussichtsreicher Rundwanderweg

Diese Tour bietet neben den Aussichtspunkten Nonnenfelsen, Lausche, Albertfelsen sowie dem Carolafelsen malerische Landschaften inmitten von Sandsteinfelsen und Steinbrüchen.

So schön die Panoramen von diesen Punkten sind, so unterschiedlich sind sie doch im Charakter. Der Nonnenfelsen ist der höchste Aussichtspunkt einer wild anmutenden Felskette aus Sandsteinformationen - die Lausche hingegen ist ein "klassischer" Berg und gleichzeitig mit knapp 793 Metern die höchste Erhebung im Zittauer Gebirge. Der beliebte Gipfel befindet sich genau auf der deutsch-tschechischen Grenze und hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Der Albertfelsen und der Carolafelsen in der Felsenstadt Jonsdorf wirken eher unscheinbar, lassen aber dennoch weit ins Land blicken.

Skurrile Sandsteinformationen wie die Orgelsteine in der Felsenstadt Jonsdorf und die Mausefalle in den Mühlsteinbrüchen oder aber der völlig einsam stehende mächtige Falkenstein an der Grenze zu Tschechien geben uns einen weiteren interessanten Einblick in die Erdgeschichte.

Das Lausche-Hochmoor mit dem Lehrpfad sowie die schönen kleinen Ortschaften in Tschechien mit ihren pitoresken Umgebindehäusern bilden einen netten Kontrast zur märchenhaften Felsenlandschaft.

Diese aufgrund ihrer Länge mittelschwere Wanderung ist geprägt von Abwechslungsreichtum und Kurzweiligkeit. Dabei gestaltet sich Wanderung technisch nie schwierig. Die Gipfel und Aussichtsfelsen sind mit kleinem Aufwand zu erreichen.

Diverse Einkehrmöglichkeiten auf deutscher und auf tschechischer Seite runden das Programm kulinarisch ab, so dass die Tour zu einem entspannten Tagesunternehmen wird.

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Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
793 m
436 m
Höchster Punkt
Lausche (Luz) (793 m)
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Luzická Bouda (Lausitzer Bergbaude)

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • feste, am besten knöchelhohe Wanderschuhe (Kategorie A/B)

Weitere Infos und Links

Einkehrmöglichkeiten:

  • Gaststätte Nonnenfelsen
  • Rübezahlbaude
  • Chata Luz in Myslivny (Jägerdörfel/Tschechien) - urig, sehr gut und günstig (auch Übernachtung)
  • Luzická Bouda in Myslivny (Jägerdörfel/Tschechien) - mit schönem Biergarten (auch Übernachtung)
  • weitere Gaststätten in den Dörfern Horni Svetla und Dolni Svetla (Tschechien) - teilweise nur Getränkeausschank
  • Ausflugsgaststätte Gondelfahrt am Anfang/Ende der Tour

Variante:

  • Die Wanderung lässt sich auch gut abkürzen, wenn wir in Myslivny am Gasthof Chata Luz links abbiegen und der Straße durch den wunderschönen Ort und im Verlauf dem breiten Forstweg bis zum alten Zollhaus folgen. Dort halten wir uns auf breitem Weg rechts in Richtung Lausche-Hochmoor, welches wir dann umrunden und wieder zum Zollhaus zurück gelangen. Von dort dann wie beschrieben am Grenzpfad entlang.

Start

Jonsdorf Wanderparkplatz/Haltestelle "Gondelfahrt" nahe der Ausflugsgaststätte Gondelfahrt (439 hm)
Koordinaten:
Geographisch
50.850225 N 14.691017 E
UTM
33U 478249 5633215

Ziel

wie Start

Wegbeschreibung

Wir laufen die Großschönauer Str. zunächst westwärts in Richtung Gondelfahrt/-teich und in der Rechtskurve diese nochmals 200 Meter nordwärts und biegen dann auf einen ausgeschilderten Wanderweg links ab. Nach 30 Metern verlassen wir diesen schon wieder und begeben uns auf einem Wurzelpfad und in der Folge über ein paar Stufen aufwärts. Der Nonnenfelsen ist unten bereits ausgeschildert. In wenigen Minuten ist die wunderschöne "Kleine Felsengasse" erreicht, die wir dann durchschreiten. In einigem Auf und Ab erreichen wir den Privatparkplatz der Gaststätte Nonnenfelsen. Wir laufen die paar Treppenstufen aufwärts, steigen an der Rückseite der Gaststätte noch eine Metalltreppe aufwärts, überschreiten eine Brücke über die kleine Schlucht und haben unser erstes Tagesziel nach insgesamt 20 bis 25 Minuten seit dem Start erklommen. Wir genießen die herrliche Aussicht vom Nonnenfelsen.

Wir steigen wieder ab, halten uns nach der Metalltreppe links und wandern am Picknickplatz für Wanderer (kleines Häuschen) nochmals links weiter. Der idyllische Pfad führt uns vorbei an einigen schönen Sandsteingebilden (Naturdenkmal) und führt uns nach einer Linkskurve zum Wanderweg durch die "Große Felsengasse". Durch diese steigen wir über einige Sandsteinstufen ab, bis das Ende der Schlucht erreicht ist. Jetzt noch ein paar Serpentinen über eine Treppe und wir stehen an einem Hauptwanderweg.

Diesem folgen wir nach rechts. Es geht wieder über einige Stufen aufwärts und wir passieren den malerischen Sandsteinfelsen "Waltersdorfer Turm" (Viertelstunde seit dem Nonnenfelsen).

Keine zwei Minuten später halten wir uns an der Wegkreuzung links (Wegmarkierung/Wm. blauer Querstrich). Diesem bleiben wir, auf breitem Forstweg geradeaus wandernd, treu bis zur Rübezahlbaude und dem alten Zollhaus, die wir nach etwa einer halben Stunde seit dem Waltersdorfer Turm erblicken.

Auch ab hier folgen wir der Wm. mit dem blauen Querstrich. Unser nächstes Etappenziel, die Lausche, ist bereits ausgeschildert. Wir passieren noch die Hubertusbaude und die Skilift-Anlagen, bevor wir links abbiegen und uns nach der Wm. mit dem grünen Querstrich richten (Viertelstunde seit der Rübezahlbaude).

Es geht auf breitem Waldweg stetig bergan, weil wir auf zwei langgezogenen Serpentinen rund 110 Höhenmeter überwinden müssen. Der Aufstieg dauert ungefähr eine Viertelstunde, dann haben wir den Gipfel mit der Gaststättenruine erreicht. Vorher statten wir noch der Aussicht an der "Kleinen Lausche" einen Besuch ab. Der unscheinbare Pfad geht an der letzten Kehre unmittelbar vor dem Gipfel rechts ab und führt in einer Minute zur Aussicht an dem kleinen Vorgipfel.

Oben auf dem Lausche-Gipfel gibt es eine kleine Kuriosität. Der Grenz-Gipfel der Lausche hat keinen offiziellen Grenzübergang. Dennoch ist es wegen fehlender Grenzsicherungen selbstverständlich praktisch möglich, auf dessen tschechischer Seite nach Süden hin abzusteigen. Wir machen das und folgen der roten Dreiecks-Wegmarkierung. Der schöne Pfad schlängelt sich in einigen Serpentinen abwärts. Nach 10 bis 15 Minuten machen wir am windgeschützten Lauschebrunnen eine Rast und genießen an diesem tollen Picknickplatz den schönen Wald.

Zehn Minuten später wandern wir an der Gaststätte Chata Luz vorbei (jetzt Wm. roter Querstrich) und halten Kurs auf das tschechische Dorf Horni Svetla (Oberlichtenwalde) - etwa eine weitere Viertelstunde später über sehr verkehrsarme asphaltierte Fahrwege.

In Horni Svetla biegen wir links ab und wandern weiter der Wm. mit dem roten Querstrich folgend nach Dolni Svetla (Niederlichtenwalde). Auf dieser Verbindungsstraße von Westen nach Osten können wir bereits beim genauern Hinschauen in einiger Entfernung den markanten Felsen Falkenstein sehen (auf etwa zehn bis elf Uhr). An diesem werden wir später noch vorbeiwandern und uns erinnern.

Kurz vor Dolni Svetla biegen wir nach links auf einen landwirtschaftlichen Weg ab und kürzen sozusagen etwas ab. Kurz hinter ein paar Höfen halten wir uns an der Straße links und laufen in nördlicher Richtung durch das kleine Dorf, in dem es gefühlt so viele Gaststätten wie Wohnhäuser gibt. Hinter der kleinen Dorfkirche halten wir uns links und wandern den landwirtschaftlichen (Betonplatten)Weg mit Alleecharakter in nordwestlicher Richtung entlang (eine gute Stunde seit dem Lauschegipfel/weiterhin roter Querstrich).

Nach einer Viertelstunde ändert sich der Landschaftscharakter, als wir rechts auf den Lehrpfad durch das Lausche-Hochmoor abbiegen. Wir umlaufen in einer Viertelstunde auf schmalem Pfad bzw. später über einen Holzsteg das Lauschemoor in einem Rechteck und haben von hier einen schönen Blick auf die Lausche.

Nachdem wir dieses wunderbare Naturreservat nach rechts verlassen, erreichen wir aus ostsüdöstlicher Richtung kommend eine alte "Bekannte", die Rübezahlbaude. Wir tangieren nur kurz unseren Hinweg nach rechts und verlassen ihn bereits nach wenigen Schritten rechtsseitig, denn wir werden eine dreiviertel Stunde lang den Grenzpfad entlanglaufen (Wm. roter Querstrich).

Dabei wandern wir gleich zum Anfang in Höhe des sich parallel neben uns befindlichen Lauschemoors auf zu einer Seite minimal abschüssigen Holzplanken, die bei Nässe und mit Blättern darauf ausgesprochen rutschig sind!

Landschaftlich verläuft dieser schmale Pfad ausgesprochen schön. Nach etwa einer halben Stunde erreichen wir den Falkenstein, den wir jetzt aus der Nähe betrachten können. Gleich nebenan befindet sich auf tschechischer Seite etwas im Wald versteckt der Kleine Falkenstein (Sokolik) mit seinen Mauerresten einer ehemailgen Gaststätte.

Wir laufen weiterhin den Grenzpfad entlang, bis links ein Wanderpfad (weiter Wm. roter Querstrich) abgeht, der uns in die Felsenstadt Jonsdorf bringt. 

Der nächste Höhepunkt der Wanderung ist in gut einer Viertelstunde erlaufen, die Aussicht auf dem Albertfelsen. Zu dieser müssen wir kurz linksseitig aufsteigen. Auf gleichem Weg wieder zurück zum Ursprungsweg kommen wir in einer Minute zum nächsten Naturdenkmal, den Orgelsteinen mit einem Aussichtsplateau. Von hier erkennen wir die in unserer Nachbarschaft befindliche Hennigsäule, eine markante und fragil wirkende Sandsteinnadel (ehemaliger Klettergipfel).

Kurz darauf folgt auf dem gleichen Wanderweg der ehemalige Steinbruch "Schwarzes Loch" in den so genannten "Mühlsteinbrüchen", zu dem wir links abbiegen und unsere Wm. roter Querstrich verlassen. Wir laufen durch den von Menschenhand in mühevoller Klöpfelarbeit geschaffenen Felsengang und umrunden den Steinbruch im Uhrzeigersinn, wobei wir alle drei Aussichtsmöglichkeiten mitnehmen (Wm. grüner Diagonalstrich).

Anschließend laufen wir an einem überdachten Picknickplatz vorbei. Bereits eine Minute später befindet sich zu unserer Linken die alte Steinbruchschmiede, hinter der wir links in Richtung Carolafelsen (569 m ü. NN) abbiegen. Auf schmalem Pfad umrunden wir im Uhrzeigersinn einen Felsen und überwinden nach zwei Minuten eine harmlose Steiganlage, die uns zum linksseitigen Aufstieg auf unseren letzten Aussichtspunkt führt.

Wir verlassen den Carolafelsen wieder und gehen links weiter. Zunächst über einige Stufen absteigend halten wir uns unten weiterhin links (Wm. grüner Diagonalstrich) und durchwandern die Felsen des Bärlochs (ehemaliger Steinbruch). Hier erkennen wir linksseitig die Felsblöcke der "Mausefalle", die ihren Namen trägt, weil das Gebilde subjektiv einzustürzen droht.

Einige markante und beeindruckende Felsen auf der rechten Seite bilden den schönen Abschluss der Felsenstadt bzw. der Mühlsteinbrüche. Ein ehemaliger Sportplatz wird diagonal in nordwestliche Richtung überquert und am Ende dieses Weges, wenn die ersten Häuser Jonsdorfs sichtbar werden, biegen wir scharf links ab.

Die Wm. blauer Querstrich bringt uns in zehn Minuten zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

  • mit der Bahn ab Dresden Hauptbahnhof bis Bahnhof Zittau (knapp 2 Stunden)
  • vom Bahnhof Zittau mit der Buslinie 6 i. V. m. der Buslinie 13 nach Jonsdorf/Kurort Gondelfahrt
  • optional weitere Verbindungen möglich u. a. unter Kraftverkehrsgesellschaft Drei-Länder-Eck (www.kvg-zittau.de)

Anfahrt

  • Autobahn A4 in Richtung Görlitz/Bautzen
  • Ausfahrt 91/Weißenberg Richtung Weißenberg/Zittau/Löbau bis Zittau
  • über die B178/B178n bis Ausfahrt Ninive
  • über Ninive, Oberoderwitz und Großschönau nach Jonsdorf

Parken

  • großer Wanderparkplatz Großschönauer Straße nahe der Ausflugsgaststätte Gondelfahrt (gebührenpflichtig)
  • kleiner Wanderparkplatz direkt gegenüber der Ausflugsgaststäte "Gondelfahrt" (gebührenpflichtig/10 Plätze)
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

  • Wander- & Naturführer "Zittauer Gebirge" (Von der Lausche durch die Mühlsteinbrüche über den Hochwald zum Berg Oybin), Berg- und Naturverlag Rölke, ISBN 3-934514-17-0-
  • Klettersteigführer "Sachsen und Nachbarländer" (Sachsen mit Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Franken und Böhmen) - Die schönsten Steiganlagen in Mitteldeutschland und Böhmen vom Heimatbuchverlag, Michael Bellmann, ISBN 978-3-937537-41-2

Kartenempfehlungen des Autors

  • Wanderkarte Zittauer Gebirge "Westlicher Teil - Jonsdorf - Lausche - Waltersdorf", 1 : 10.000, von Dr.-Ing. Rolf Böhm, Bad Schandau

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Verantwortlich für diesen Inhalt
DAV Sektion AlpinClub Berlin
outdooractive.com User
Autor
Lars Reichenberg
Aktualisierung: 22.09.2018

Zum Reiseführer: Wanderungen im Zittauer Gebirge

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