Colorado Provençal de Rustrel in der Provence

Wanderung • Provence-Alpes-Côte d'Azur
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Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
5,6 km
Dauer
1:35 Std
Aufstieg
89 hm
Abstieg
88 hm
Rundtour aussichtsreich familienfreundlich geologische Highlights
prächtiger, farbenfroher Spaziergang durch die Ockerbrüche bei Rustrel

Provence-Alpes-Côte d'Azur: Beliebter Rundwanderweg

eindrucksvolle Rundwanderung (eher ein Spaziergang) durch die verschiedenen Teile der Ockerbrüche mit immer wieder wechselnden Farben und mit klangvollen Namen wie "Cheminées-des-Fées" oder "Sahara".

Autorentipp

Man sollte sich deutlich mehr Zeit lassen als die veranschlagte Zeit, über die Farbenpracht staunen und wo es möglich ist, durch die Ockerbrüche stromern.

Eine Einkehrmöglichkeit gibt es beim Parkplatz.

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Schwierigkeit
leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
431 m
355 m
Höchster Punkt
"Cirque-de-Barriès" (431 m)
Tiefster Punkt
Bücke über den Bach La Doa (355 m)
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Vorsicht ist an den Abbruchkanten geboten, denn der Untergrund ist relativ weich. Menschen mit Höhenangst sollten etwas Abstand halten; es geht teilweise sehr steil abwärts.

Ausrüstung

Sportschuhe, der Witterung entsprechend

Bei starker Sonneneinstrahlung auf Sonnenschutz achten und ausreichend Getränke mitnehmen.

Weitere Infos und Links

http://www.colorado-provencal.com/

Start

Parkplatz an der D 22 bei den Ockerbrüchen (377 hm)
Koordinaten:
Geographisch
43.919945 N 5.499505 E
UTM
31T 700667 4866018

Ziel

siehe Start

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz laufen wir den Fahrweg hinab und überqueren den Bach. Wir wandern auf dem Weg weiter geradeaus und folgen den Wanderwegen GR 6 und GR 97. Wir kommen an einem Lavendelfeld vorbei, sehen erste ockerfarbene Erde und fragen uns schließlich, wann wir die Ockerbrüche erreichen.

Plötzlich stehen wir an deren Rand, denn wir haben den "Cirque-de-Barriès" erreicht. Wir bleiben jetzt alle paar Meter stehen und haben immer wieder wechselnde Perspektiven und Farbschattierungen. Es handelt sich dabei überwiegend um eher helle Ockertöne.

Am Ende der Bruchzone verlassen wir den breiten weg und folgen rechts einem kleineren. Ein kurzes Stück geht es durch leichten Wald und wir stehen vor einem weiteren Highlight, dem "Désert-Blanc". Die Farbe hat jetzt Weiß-Töne angenommen, die mehr oder weniger hell strahlen. Einen besonders schönen Kontrast bilden die grünen Bäume vor den weißen Hängen.

Es folgt ein etwas längeres Waldstück und wir schauen von oben auf den nächsten Ockerbruch mit dem klangvollen Namen "Cheminées-des-Fées". Wir sehen tatsächliche einzelnen Feenkamine, wie man sie aus Göreme in Ostanatolien kennt. Es sind zwar nicht so viele, doch die steilen Flanken mit den schillernden Farben sind eindrucksvoll. Jetzt überwiegt ein etwas dunklerer Ockerton, der schon ins Rötliche geht.

Auf dem weiteren Weg sehen wir hinab auf rot-weiß schimmernde Wände, unserem nächsten Ziel. Wir laufen jetzt ein längeres Stück durch Wald und erreichen die "Sahara", den zuvor von oben gesehenen Ockerbruch. Gleich zu Beginn sehen wir rostige Rohre in der Nähe der Wände, Relikte aus der Zeit, als die Ockerbrüche noch kommerziell genutzt wurden. Gleich danach links sind wir fasziniert von der rot-weißen Pracht der Abbruchkante. Steigen wir auf der rechten Seite etwas aufwärts, haben wir einen tollen Blick über das Gelände. Die Farben reichen von der Weiß-roten Wand über Ockertöne in allen Schattierungen bis hin zu fast tief roter Farbe.

Nach der Farbexplosion für unsere Augen haben wir bald das Ende unseres Spazierganges erreicht. Wir laufen noch ein wenig durch den grünen Wald, kommen wieder an den Bach und folgen auf der anderen Seite nach rechts der Strasse und haben kurz darauf den Parkplatz erreicht. Wenn wir wollen, können wir hier noch zum Abschluss einkehren.

Ergänzung nach der Wanderung am 10.02.2017:

Die Wanderung lohnt auch im Winter bei bedecktem Himmel, denn die Farben sind auch dann eindrucksvoll. Die Kennzeichnung des Weges ist nicht mehr ganz so einwandfrei wie früher, aber wir können eigentlich nicht auf Abwege geraten, wenn wir der Beschreibung folgen. Die Aussichtspunkte oberhalb der Ockerfelsen sind jetzt häufiger durch Geländer gesichert, so dass wir nicht mehr so nah an die Kante treten können, was der Aussicht aber wenig Abbruch tut.

Wenn wir uns den „Cirque-de-Barries“ von unten anschauen möchten, müssen wir beim „Désert-Blanc“ dem kleinen Tal nach rechts abwärts folgen (nicht das Tal mit dem Tunnel!) und dann durch das nächste Tal nach rechts aufwärts laufen. Wir müssen dann auf dem gleichen Weg wieder zurückkehren.

Die „Cheminées-des-Fées“ sind von unten wegen einer Absperrung nicht richtig erreichbar. Diese Maßnahme ist durchaus hilfreich, denn die Türme dort sind besonders filigran und anfällig für Zerstörung durch Begehung.

Anfahrt

Von Apt über die D 22 Richtung Rustrel fahren. Vor dem Ort im Kreisverkehr rechts abbiegen und weiter auf der D 22 Richtung Simiane-la-Rotonde fahren. Der Parkplatz befindet sich bei der 3. Strasse rechts.

Parken

gebührenpflichtiger Parkplatz an der D 22 bei Rustrel
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Institut Geographique National (IGN), Carte de Rondonnée Nr. 3242 OT, Apt - Parc Naturel Régional du Luberon, 1:25.000

Digitale Karte Frankreich: http://www.geoportail.gouv.fr/donnee/51/cartes-ign?c=

Oben in der Mitte auf "Déplier la carte" drücken. Dann erscheint eine Landkarte. Dort links auf "Cartes IGN" drücken. Dann erscheint beim Heranzoomen die Wanderkarte mit den gekennzeichneten Wanderwegen.

Buchtipps für die Region

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Verantwortlich für diesen Inhalt
Jürgen Kaluzny

Zum Reiseführer: Wanderungen in Provence-Alpes-Côte d'Azur

Kommentare und Bewertungen (5)

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Christina Harkamp
18.10.2018
Very beautiful and very different from other landscapes. Some parts light and sandy like the beaches on the west coast of Denmark, some parts are really red and rocky. We made the hike with three boys aged between 9 and 12 years old without any problems. They had very much fun and liked especially the last part of the trip.
Bewertung
Gemacht am
13.10.2018

Christiani Kanthani
16.06.2018
Bewertung
Samstag, 16. Juni 2018 20:37:19
Samstag, 16. Juni 2018 20:37:19
Foto: Christiani Kanthani, Community

Joh.-Heinrich Kruse
24.09.2017
Sehr tolle und beindruckende gemütliche Wanderroute. Da wir an einem Samstag gewandert sind, waren wir nicht ganz alleine. Die Beschilderung war unzureichend, so dass die Navigation über das Handy sehr wertvoll war.
Bewertung
Gemacht am
23.09.2017

150 300 450 600 750 m km 1 2 3 4 5