Reiseführer Ungarn Wandertouren
  • Wandern in Ungarn Foto: Tobias Trachte, Outdooractive Redaktion

Wandern in Ungarn

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Ungarn ist zwar ein kleines Land. Was aber beispielsweise die aktive Freizeitgestaltung angeht, gibt es viele Möglichkeiten.
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Highlights



Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, dem bieten die Gebirgs- und Hügellandschaften im Westen und Nordosten, aber auch die Tiefebenen ein breites Spektrum an: Vom erholsamen Spaziergang durch Laubwälder bis hin zu Tagestouren samt sportlichen Höhenunterschieden. Sicher ist: Wer dem Trubel der Großstädte in die Natur entkommen will, ist hier genau richtig.

 

Natur in ihrer usprünglisten Form

Wussten Sie, dass im Land der Magyaren mehr als 20% der Landesfläche mit Wäldern bedeckt ist? Das ist in Europa ein herausragendes Ergebnis. 10% des Landes, dessen Fläche 93.000 km2 beträgt, steht zudem unter Naturschutz.

Mittelgebirge mit dichten Wäldern, sanft wellige Hügellandschaften, wildromantische Flussauen und Karstgebiete mit verborgenen, einzigartigen Schätzen warten nur darauf, erkundet zu werden. Bei der Organisation der Touren helfen Besucherzentren, Lehrpfade und geführten Touren Naturliebhabern dabei, mehr über die Wunder im Land der Magyaren zu erfahren.

 

Ein gut gepflegtes Routennetz

Die unterschiedlichen ungarischen Landschaften verbindet ein Wanderroutennetz von mehr als 11.000 markierten Wanderwegen. Der bekannteste Weg ist wohl die Blaue Tour, die am Fluss Duna startet und in den äußersten Osten des Landes führt. Diese ist die längste und älteste Wanderroute in Ungarn.

Sehr beliebt sind auch die waldreichen Soproner und die Kőszeger Berge direkt an der österreichischen Grenze. Der höchste Gipfel ist der 884 m hohe Geschriebenstein/Írottkő bei Kőszeg.

Weiter im Landesinneren gibt es schöne Mittelgebirgszüge für Wanderer: der Nationalpark Balaton Oberland und nördlich davon das Hoch-Bakony mit seinen stillen Tälern. Als Naherholungsgebiet der Hauptstädter sind die Mittelgebirge rechts und links der Donau im Donauknie sehr beliebt. Empfehlenswert sind dort die Wanderungen auf die geschichtsträchtige Hochburg von Visegrád, in die Rám-Schlucht bei Dömös oder über den Bergrücken von Nagymaros nach Zebegény.

Auch für die Ungarn ist eine Wanderung auf den höchsten Gipfel des Landes, den 1014 m hohen Kékes im Nordosten natürlich etwas ganz Besonderes. Das „Dach Ungarns“ ist vom Luftkurort Mátrafüred gut zu Fuß zu erreichen. Bei schönem Wetter hat man vom Fernsehturm auf dem Gipfel ein fantastisches Panorama vor sich. Das naheliegende Bükk-Gebirge ist bei Wanderern wegen seiner schattigen Wege und klarer Bergluft sehr beliebt. Auf der Hochebene des Gebirges leben die berühmten Lippizaner-Pferde. Eine sehr nette Wanderung führt über die Karstfläche des Nationalparks Aggtelek nach Jósvafő und verbindet die beiden größten Höhleneingänge der UNESCO-Weltkulturerbe-Höhlen von Aggtelek.

 

Wanderer und Höhlenforscher

Im sonnenreichen Ungarn geht das Wandererlebnis unter Tage weiter. In mehreren großen Höhlen werden Touren für die ganze Familie angeboten – auf  unterirdischen aber gut ausgebauten Pfaden. Ein besonderes Highlight ist die Baradla-Höhle in Aggtelek. Die Tour führt durch Grotten und geheimnisvolle Gänge. Auch in Budapest gibt es öffentlich zugängliche Höhlen: Die Pálvölgyi- und Szemlőhegyi-Höhle sind sehr familienfreundlich. In der Pálvölgyi-Höhle werden aber auch Abenteuer-Touren angeboten.

Kleinere Höhlen sind in Abaliget bei Pécs, in Lillafüred bei Miskolc und in der Nähe von Balatonederics am Balaton zur Besichtigung freigegeben. Spektakulär ist dort auch die Seehöhle in Tapolca, die man mit einem Stocherkahn erkunden kann.

Ambitionierten Höhlenforschern steht die gesamte Bandbreite an professionellen Touren zur Verfügung. Allein das Baradla-Höhlensystem in Aggtelek ist an die 25 Kilometer lang.

Hier geht's zum Land Ungarn.


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