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Von Hobbingen zum Schicksalsberg – die schönsten Seiten Neuseelands

Reisebericht · Nordinsel
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Neuseeland ist ein Zauberwort für alle, die wilde Landschaften, Einsamkeit und Abenteuer lieben. Spätestens seit der Jahrtausendwende ist der Pazifikstaat allen Mittelerde-Fans als Heimat der Hobbits, Zwerge und Elben bekannt. Meine vierwöchige Reise führte mich zu den bekanntesten Drehorten der Herr-der-Ringe-Trilogie.

Zugegeben: Ich bin ein Fan. Ich wollte die steilen Pfade am Mount Ngauruhoe erklimmen, weil Frodo und Sam das auch geschafft haben. Ich schaute ehrfurchtsvoll zu den Putangirua Pinnacles auf, die den Eingang zu den Pfaden der Toten markieren. Und ich blickte auf die verschneiten Südalpen und stellte mir vor, wie ein Leuchtfeuer nach dem anderen in Brand gesetzt wird.

Meine Reisebegleiterin konnte mit Hobbits, Elben und Zwergen nichts anfangen, von meiner geplanten Route konnte ich sie aber trotzdem überzeugen – mit einer simplen Theorie: Die Filmemacher haben für ihr Meisterwerk bestimmt die allerschönsten Flecken des Landes ausgesucht. 

Church of the Good Shepherd, Lake Tekapo

– Von der Ordnung im Auenland –

Die vier Viertel des Auenlandes liegen in der grünen Hügellandschaft südwestlich der Kleinstadt Matamata. Das eigentlich landwirtschaftlich genutzte Anwesen zählt heute zu den beliebtesten Filmschauplätzen überhaupt. Eine geführte Tour brachte uns unmittelbar zu den Originalkulissen – für Fans ein absolutes Muss.

Ortschaft · Rotorua / Hamilton

Hobbingen

Rotorua / Hamilton
Drehort der Herr-der-Ringe- und der Hobbit-Trilogie auf der neuseeländischen Nordinsel
von Svenja Rödig,   Outdooractive Redaktion

Nach dem Dreh des Herrn der Ringe wurden viele Teile des Filmsets abgebaut. Dem großen öffentlichen Interesse und den beginnenden Vorbereitungen zum Dreh der Hobbit-Trilogie hatten wir es zu verdanken, dass wir 2010 einige hübsch gestaltete Hobbit-Höhlen am Beutelhaldenweg bestaunen und den Ausblick von Beutelsend über die Festwiese genießen konnten.

– Das Land des Schattens –

Trotz Boromirs eindringlicher Warnung „nicht einfach nach Mordor zu spazieren“, taten wir genau das. Der Tongariro-Nationalpark erstreckt sich rund um die aktiven Vulkane Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu im Zentrum der Nordinsel. Wir brachen zu einer der berühmtesten Wanderungen Neuseelands auf – dem Tongariro Crossing – um die ebenso unwirtliche wie farbenprächtige Landschaft hautnah zu erkunden.

Wir meisterten den Aufstieg zum Red Crater und bestaunten von dort den einmaligen Blick auf die Emerald Lakes, die wie türkisblaue Edelsteine im grauen Fels liegen. Dann schlug innerhalb von wenigen Minuten das Wetter um. Wir beobachteten, wie sich dunkle Gewitterwolken um den Gipfel des Schicksalsberges zogen – und weil man sich bei diesem Anblick unmöglich noch vor Saurons Zorn sicher fühlen konnte, traten wir den Rückweg an.

Berggipfel · Nordinsel

Mount Ngauruhoe

Nordinsel
Aktiver Vulkan im Zentrum der neuseeländischen Nordinsel
von Svenja Rödig,   Outdooractive Redaktion
Wanderung · Nordinsel

Tongariro Crossing

18.04.2017
mittel
19,1 km
5:45 h
840 hm
1201 hm
Rother Bergverlag
Emerald Lakes im Tongariro Nationalpark

– Der Weg der Grauen Schar –

Im Film wirkt sie riesengroß: die Felslandschaft am Eingang zum Pfad der Toten. In Wirklichkeit liegen die Putangirua Pinnacles sehr versteckt und auf kleinstem Raum an der Südküste der Nordinsel – sind deswegen aber nicht weniger eindrucksvoll.

Naturdenkmal · Nordinsel

Putangirua Pinnacles

Nordinsel
Landschaft aus tausenden Felsnadeln im Süden der neuseeländischen Nordinsel
von Svenja Rödig,   Outdooractive Redaktion

Wir unternahmen eine kleine Wanderung, die uns vom Zeltplatz teils entlang, teils durch ein steiniges Bachbett zu den Pinnacles führte. Wir erreichten die Steinnadeln bei Einbruch der Dämmerung und konnten einfach nur staunen, wie das schwindende Licht die Felslandschaft scheinbar lebendig machte.

– Der König der Goldenen Halle –

Die Kulisse für König Theodens Thronhalle liegt in der Region Canterbury im Zentrum der Südinsel. Der felsige Gipfel des Mount Sunday befindet sich nur rund 150 m über der weiten Ebene, trotzdem bietet er eine gigantische Aussicht.

Berggipfel · Südinsel

Mount Sunday

Südinsel
Kleiner, wenngleich markanter Gipfel in den neuseeländischen Südalpen
von Svenja Rödig,   Outdooractive Redaktion

Ein bisschen Glück braucht man, um die Zufahrt zum einsamen Tal zu finden – wobei die Anbindung heute wohl weit besser sein dürfte als vor rund 10 Jahren. Wir fanden eine lange Schotterstraße und zwei ramponierte Blechschilder vor, die uns in Rohan’s unberührte Welt entführten.

Straße durchs Mackenzie Country, im Hintergrund die verschneiten Südalpen

Bergriesen und Milliarden von Sternen: Neuseeland abseits von Hobbits und Zwergen

Das Besondere an Neuseeland ist ohne Frage der natürliche Reichtum und die Tatsache, dass sich die Landschaft innerhalb von nur einer halben Autostunde komplett verändern kann: vom Regenwald zum weißen Sandstrand, von idyllischen, grünen Weiden zu einer rot-schwarzen Vulkanlandschaft.

Wer mich nach meinem Lieblingsort fragt, muss sich wohl auf einen längeren Bericht gefasst machen. Einer meiner ganz großen Favoriten ist allerdings klar: das Mackenzie Country.

Dort, wo sich das goldene Tussock-Gras von den türkisblauen Seen Tekapo und Pukaki abhebt. Dort, wo der Blick auf die schneebedeckten Südalpen fällt, die an ihrem höchsten Punkt über 3700 m in den Himmel ragen. Dort, wo man nur die Augen schließen muss, um die Reiter von Rohan über die Ebene galoppieren zu sehen.

Dort, wo die Nächte manchmal so kalt sind, dass man einfach nicht schlafen kann. Aber muss man auch nicht unbedingt – denn wer schläft, verpasst eine vollkommene Dunkelheit und Ruhe – und den beeindruckendsten Sternenhimmel, den ich in meinem Leben jemals gesehen habe.


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outdooractive.com User
Autor
Svenja Rödig 
Aktualisierung: 07.02.2020

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