Aussichtsreiche Felsen und dunkle Höhlen im Donaubergland bei Beuron

Wanderung · Obere Donau
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Schwierigkeit
mittel
Strecke
16,6 km
Dauer
5:00h
Aufstieg
600 hm
Abstieg
600 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights Geheimtipp

Abwechslungsreiche Rundwanderung vom Kloster Beuron auf dem Donauberglandweg über Schloss Bronnen zum Jägerhaus, zurück auf teils einsamen Wegen über den Knopfmacherfelsen und den Soldatenfriedhof

Obere Donau: Aussichtsreicher Rundwanderweg

Der Donauberglandweg führt uns zur Wallfahrtskapelle im Liebfrauental und zur „Bronner Wiese“ unterhalb von Schloss Bronnen. Das ehemalige Jagdschloss der Herren von Enzberg in Mühlheim ist verpachtet und kann nicht besichtigt werden. Nach der Jägerhaushöhle balancieren wir auf Trittsteinen über die Donau beim Jägerhaus und besichtigen die geräumige Sperberhöhle. Vom aussichtsreichen Höhenweg geht es wieder auf wenig begangenen Wegen hinab zum idyllischen Donauufer am Fuß des Stiegelesfelsens, zu dem wir gleich wieder hinaufsteigen, um das Panorama der Donauschleife von oben zu genießen. Der Knopfmacherfelsen gewährt nochmals einen faszinierender Talblick zur Donauschleife, in den Beuroner Talkessel und über das Jägerhaus zum Schloss Bronnen. Ein einsamer alter Grenzweg führt zum Soldatenfriedhof von 1814 mit schönem Ausblick vom Rundtempel auf das Kloster Beuron am Ziel der Rundwanderung.

Autorentipp

Im Sommer kann die Wanderung auf schattigen Pfaden mit einem erfrischenden Bad in der Donau kombiniert werden.

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Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Mattheiser Kapelle, 786 m
Tiefster Punkt
Donaufurt beim Jägerhaus, 606 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Jägerhaus
Vesperstube Ziegelhütte
Pelikan Hotel & Restaurant
Cafe Härtl
Berghaus Knopfmacher

Sicherheitshinweise

Den Donausteg beim Jägerhaus gibt es nicht mehr! Die Donau kann nur noch über die erneuerten Trittsteine auf eigene Verantwortung passiert werden. Es gibt eine Umleitung.

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe, ggf. Teleskopstöcke. Taschenlampe für das Sperberloch

Weitere Infos und Links

Naturpark Obere Donau: www.naturpark-obere-donau.de

Donaubergland: www.donaubergland.de (mit aktuellen Wegeinformationen)

 

Dies ist keine offizielle Tourenbeschreibung des Wegebetreibers, vielmehr der rein private Wandervorschlag des Autors. Für die Aktualität der Informationen kann daher keine Gewähr übernommen werden.

Start

Parkplatz beim Kloster oder Bahnhof Beuron (612 m)
Koordinaten:
Geographisch
48.051829, 8.967672
UTM
32U 497590 5322061

Ziel

Ausgangspunkt

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz unterhalb des Klosters folgen wir dem Donauberglandweg an der Donau entlang ins Liebfrauental. Auf der gegenüberliegenden Donauseite ist im SW auf halber Höhe der kleine Rundtempel des Soldatenfriedhofs zu erkennen. Bei der Wallfahrtskapelle im Liebfrauental befindet sich in einer Felswand die Lourdes-Grotte mit einer Marienstatue. Am Ausgang des wildromantischen Tals führt uns ein Feldweg über die Weiden zur „Bronner Wiese“ unterhalb von Schloss Bronnen. Beim Abstieg zum Jägerhaus kommen wir rechts auf einem steinigen Pfad zwischen Felsen hindurch zur Jägerhaushöhle. In ihr wurden in den 1970er Jahren zahlreiche Knochenwerkzeuge und Jagdwaffen aus der Mittelsteinzeit (8000-5000 v.Chr.) gefunden, welche die Besiedlung des Oberen Donautals in dieser Zeit belegen. Die Funde zeigten die in Mitteleuropa umfassendste Kulturabfolge der Mittelsteinzeit auf. Diese Epoche wird daher auch als Beuronien bezeichnet, obwohl die Höhle auf der Gemarkung der Stadt Fridingen und nicht der nahegelegenen Gemeinde Beuron liegt.

Links aufwärts zweigt der Donauberglandweg als steiler Pfad über die Bronner Höhlen zum Schloss Bronnen ab.

Wir folgen dem Wegweiser „Gasthaus Jägerhaus“ geradeaus wenige Meter talwärts und biegen dann auf dem mit der Nr. 4 markierten Wiesenweg nach rechts zum Jägerhaus ab. Bei Niedrigwasser können wir dort die Donau barfuß queren oder trockenen Fußes auf neuen Trittsteinen balancieren. Sollten diese überflutet sein, müssen wir den Weg auf dem Donauradweg fortsetzen. Den bequemen Jägerhaussteg hat die Donau selbst im Jahr 2019 beseitigt.

Nach der geglückten Überquerung der Donau führt der Weg kurz aufwärts und gleich links weiter aufsteigend zum sehenswerten Sperberloch. Mit einer Taschenlampe aus dem Rucksack können wir die ca. 10 m tiefe Höhle erkunden. Sie zeigt Ansätze von Tropfsteinbildung.

Im weiteren Aufstieg bietet sich ein schöner Ausblick zum gegenüberliegenden Schloss Bronnen. Nach 600m auf dem breiten Weg verlassen wir diesen ohne Markierung nach links hinab ins Tal und folgen der Donau flußaufwärts am Fuß des Stiegelesfelsens. Bei der Gabelung Ziegelsteg ließe sich die Tour nach links zur Einkehr in der Vesperstube Ziegelhütte unterbrechen. Rechts geht es dann von der Donau wieder ins Bergland hinauf: über den Aussichtspunkt Lugen zum Laibfelsen und zur Mattheiser Kapelle. Einen weiteren großartigen Aussichtspunkt bietet der Stiegelesfelsen von oben bevor wie die Runde am Ottentäle zurück zum Berghaus Knopfmacher schließen. Hier bietet sich nicht nur eine aussichtsreiche Einkehrmöglichkeit. Besonders nachmittags gewährt der Knopfmacherfelsen einen faszinierenden Talblick zur Donauschleife, in den Beuroner Talkessel und über das Jägerhaus zum Schloss Bronnen. Der Sage nach war am 4. April 1823 der Knopfmacher Fidelis Martin auf dem Weg nach Beuron. Bei Einbruch der Nacht traf er hier das "Hardtfräulein", das ihn hinaus auf den Felsen führte. Da stürzte der Mann mit samt seinem Pferd hinunter. So kam der Felsen zu seinen Namen.

Hoch über dem Durchbruchstal der Donau führt der Weg weiter zu einem Rastplatz bei einer ehemaligen Schanzanlage aus dem spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714). Kurz nach einem Aussichtspunkt gabelt sich der Weg beim Standort "Schanze". Anstatt dem markierten Weg nach Beuron zu folgen, wählen wir den einsamen Pfad halb links. Entlang der ehemaligen Landesgrenze zwischen den damaligen Königreichen Preussen und Württemberg wandern wir zunächst in stiller Natur. Der zunehmende Lärm der Biker passt gar nicht zum Soldatenfriedhof. Im Koalitionskrieg gegen Frankreich wurde 1814 im säkularisierten Kloster Beuron ein österreichisches Lazarett eingerichtet, in dem 37 Soldaten gestorben sind. Auf einem Felsvorsprung oberhalb der Donau steht weithin sichtbar ein kleiner Rundtempel. Er wurde 1913 im Beuroner Kunststil errichtet, zum Gedenken an die seit 1813 umgekommenen Soldaten und Einwohner Beurons. Von hier genießen wir die Aussicht zum Kloster. Anschließend gehen wir ein kurzes Wegstück zurück und dann die Eichhalde steil abwärts auf den asphaltierten Weg nach Beuron. Links oben wurde 1988 die Bruder Klaus Grotte errichtet mit einer Doppelstatue des heiligen Klaus von der Flüe und seiner Frau.

Die Donau passieren wir auf der 73 m langen historischen Holzbrücke von 1801. Eine Tafel von 1830 listet den gestaffelten "Brückengeld-Tarif" für die Benutzung auf, der noch im 19. Jahrhundert zu entrichten war.

Vor der Rückfahrt lohnt sich der Besuch der Benediktiner-Erzabtei Beuron. Direkt gegenüber befinden sich Einkehrmöglichkeiten.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Der Bahnhof Beuron liegt an der Strecke Neustadt (Schwarzwald) – Ulm und wird im 2-Stundentakt von der Deutschen Bahn bedient. An den Wochenenden und Feiertagen verkehrt von Mai bis Mitte Oktober der Naturpark-Express

Anfahrt

  • aus Richtung Reutlingen über die B32 nach Sigmaringen
  • aus Richtung Ulm über die B311 / B32 nach Sigmaringen

weiter auf der L277 in Richtung Tuttlingen bis Beuron

auf der B14 / B311 nach Tuttlingen und weiter auf der L277 in Richtung Sigmaringen bis Beuron

Parken

kostenlose Parkplätze direkt unterhalb des Klosters und beim Bahnhof

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Verantwortlich für diesen Inhalt
Schwarzwaldverein Radolfzell 
outdooractive.com User
Autor
Walter Biselli
Aktualisierung: 23.05.2020


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