Auf dem karstkundlichen Wanderpfad

Wanderung · Nürnberger Land
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Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
12 km
Dauer
3:30 h
Aufstieg
344 hm
Abstieg
344 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich geologische Highlights
Die Wanderung führt uns von Neuhaus a.d. Pegnitz zu einer der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands, der Maximilianshöhle.

Nürnberger Land: Beliebter Rundwanderweg

Im oberen Pegnitztal finden wir eine abwechslungsreiche und sehr idyllische Landschaft vor. Speziell bei Freunden bizarrer Steinformationen ist diese Gegend sehr beliebt. Der karst- und höhlenkundliche Wanderpfad führt uns vorbei an Höhle, Dolinen und skurrilen Felsformationen. Der gesamte Weg ist mit einem "grünen Punkt" markiert.
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Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
524 m
Tiefster Punkt
380 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

Start

Am Bahnhof in Neuhaus (390 m)
Koordinaten:
Geographisch
49.627739, 11.551931
UTM
32U 684288 5500370

Wegbeschreibung

Wir starten unsere Wanderung am Bahnhof in Neuhaus. Zu Beginn folgt man der Bahnhofs- und Auerbachstraße in Richtung Norden. Nachdem wir die Bahntrasse passiert haben, biegen wir in die Postheimstraße nach rechts ab. Schon nach wenigen Metern hat man die Möglichkeit, rechter Hand zur Pegnitz hinab zu steigen und ihrem Verlauf südwärts zu folgen. Anschließend queren wir die Landstraße und befinden uns dann an der Einmündung des Hasellohetales in das Pegnitztal. Das Hasellohetal ist ein Trockental, eine typische Karsterscheinung der Frankenalb. Bereits nach wenigen hundert Metern können wir auf der linken Seite etwas versteckt die Distlergrotte (1) entdecken. Die ehemalige Schaugrotte ist etwa 90 m lang. Hier wurde eine eiszeitliche Fauna gefunden. In den Wintermonaten ist die Distlergrotte aufgrund des Fledermausschutzes geschlossen. Danach folgen wir der Markierung des karstkundlichen Wanderweges, „grüner Punkt“, weiter durch das felsige Trockental. Über Felder und Wiesen führt uns der Weg zur Mysteriengrotte (2), deren Namen auf einer Sage beruht.  Von hier gehen wir in Richtung Norden – vorbei an der Schlieraukapelle – zur Maximiliansgrotte (3). Die Tropfsteinhöhle im Krottenseer Forst hat eine Länge von 1,2 km. Ihr tiefster Punkt liegt 70 m unter der Erde. Dorthin führt ein verzweigtes Gangsystem mit kleineren und größeren Hallen. Die Hallen bekamen Namen, die an ihre äußere Form erinnern sollen. So gibt es eine Orgelgrotte und eine Schatzkammer. In der Grotte befindet sich ein sechs Meter hoher Tropfstein, der so genannte Eisberg. Er gilt als größter Tropfstein in Deutschland. Früher war die Maximiliansgrotte unter dem Namen Windloch bekannt, weil sie mehrere Ausgänge hat und infolge der dynamischen Bewetterung an diesen Ausgängen deutliche Luftbewegungen wahrzunehmen sind. Unterhalb der Grotte befindet sich auch der gleichnamige Biergarten, in dem es sich vor allem im Sommer unter den schattigen Bäumen gut rasten lässt. Anschließend wandern wir zwischen bizarren Felsformationen hindurch zur Weißingkuppe und umrunden sie. Über Steinstufen steigt man wieder hinab und passiert im flacheren Gelände eine Doline. Wir treffen nun auf eine Forststraße, folgen ihr ein Stück nach rechts und wandern dann auf dem Pfad durch den Wald und über die Fahrstraße zur Steinernen Stadt (4). Mächtige Felsen, die von Klüften untergliedert sind, lassen den Eindruck entstehen, hier sei eine Stadt mit Türmen zu sehen. Danach steigen wir hinunter zum Gunzesloch, einem felsigen Trockental, queren dieses und steigen wieder bergauf zu einer Forststraße. Von dort weist uns der „grüne Punkt“ den Weg zur Vogelherdgrotte (5), durch die man hindurch laufen kann. In den großzügigen Räumen wurden Bruchstücke von Gefäßen aus der späten Eisenzeit gefunden. Wir folgen wieder dem Weg und treffen am Waldrand auf eine Asphaltstraße. Man wendet sich nun nach rechts, etwa 700 m weiter biegt die Route nach rechts ab und führt uns auf Feldwegen nach Krottensee. Von dort wandern wir in westlicher Richtung zurück nach Neuhaus. In Neuhaus kann man noch einen Abstecher zur mittelalterlichen Burg Veldenstein machen, die nicht weit vom Bahnhof entfernt ist. Das Jahr der Entstehung der Burg Veldenstein sowie der Name des Erbauers sind nicht bekannt. Vieles deutet jedoch auf den Bischof von Eichstätt hin, der im Jahr 1008 im Auftrag Konrads II. Grenzbefestigungen an der Nordgrenze seines Bistums erbauen ließ. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel wurde 1950 der Freistaat Bayern Eigentümer der Burg und stellte sie unter Denkmalschutz. Ab 1968 wurde die Anlage von einer Falknerei genutzt, bevor 1972 die örtliche Kaiser-Bräu Pächterin der Burg wurde. Das einstige Herrenhaus wurde zum Hotel-Restaurant umgebaut und seit 1974  ist die Burganlage der Öffentlichkeit zugänglich.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug über Nürnberg nach Neuhaus a.d. Pegnitz

Anfahrt

A9 bis zur Ausfahrt bis Plech, weiter über Plech nach Neuhaus

Parken

Am Bahnhof in Neuhaus
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Zum Reiseführer: Wanderungen auf der Frankenalb


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4,6
(7)
Melanie Büchi
07.01.2018 · Community
Wunderschöne Wanderung durch Wälder in denen Bäume und Felsen mit fast nein grünem Moos bewachsen sind. Wir haben allerdings 5,5 Stunden für die Tour gebraucht, wenn man gemütlich läuft und hier und da einen Blick in die Höhlen wirft.
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  • Samstag 6. Januar 2018
    Samstag 6. Januar 2018
    Foto: Melanie Büchi, Community
  • Samstag 6. Januar 2018-2
    Samstag 6. Januar 2018-2
    Foto: Melanie Büchi, Community
  • Samstag 6. Januar 2018-3
    Samstag 6. Januar 2018-3
    Foto: Melanie Büchi, Community
Traudel Caspari
29.03.2017 · Community
Schöne Tour, besonders die Felspassagen um Hirschlecke und Weissingkuppe. Einen Punkt ziehe ich ab, weil die Tour oft ziemlich überlaufen ist, besonders das bequeme Stück von Neuhaus zur Schlieraukapelle und über Mysterien- und Distlergrotte zurück.
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Julian Spulian
12.09.2016 · Community
Sehr schöne tour. Wenn man trittsicher und Höhlenerfahren ist bietet die Distelhöhle ein nettes Abenteuer. Stirnlampe und Helm wären dafür gut.
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???contribution.reviews.info???

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150 300 450 600 750 m km 2 4 6 8 10 Distlergrotte Mysteriengrotte Maximiliansgrotte Vogelherdgrotte