Bodetal - von Thale bis Treseburg und zum Hexentanzplatz im Harz

Wanderung · Harz
In App öffnen
Teilen
Merken
Meine Karte
Tour hierher planen Tour kopieren
Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
18,2 km
Dauer
5:30h
Aufstieg
517 hm
Abstieg
517 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich geologische Highlights
Eine landschaftlich beeindruckende Tour durch die tiefe Schlucht des Bodetals sowie mit schönen Aussichten von den Felsen am Hexentanzplatz

Harz: Beliebter Rundwanderweg

Das Bodetal mit dem Geologischen Lehrpfad zwischen Thale und Treseburg ist eine wahre Perle der Natur, das sich über rund zehn Kilometer erstreckt und sich mehrfach durch die Landschaft windet. Es ist der wildeste und spannendste Teilabschnitt des insgesamt 97 km langen Harzer Hexenstiegs. Zerklüftete und bis zu 250 m hohe Felsen aus Granit ragen links und rechts der Bode beeindruckend steil empor.

Einsamkeit darf man auf dieser Wanderung freilich nicht erwarten, vor allem nicht im Nahbereich von Thale und rund um den Hexentanzplatz - zu beliebt ist dieses Tal, schon allein wegen der Erlebnisparks und Ausflugslokale, der Kabinenseilbahn sowie der kurzen Zustiege von den Parkplätzen. Je mehr wir uns aber dem kleinen Ort Treseburg nähern, desto weniger Menschen treffen wir an.

Einige schöne Aussichten hat die Tour natürlich auch zu bieten. Gleich mehrere Male können wir auf dem Hexenstieg den Blick in das wilde Tal genießen. Der Aussichtspunkt "Weißer Hirsch" bei Treseburg oder aber die hohen Felsen rund um den berühmten Hexentanzplatz bieten indes wunderbare Aussichten in die weitere Umgebung. In der Nähe des Hexentanzplatzes gibt es derer gleich mehrere, so dass die lange Wanderung perfekt mit schönen Panoramen abgerundet wird.

Autorentipp

  • Es lohnt sich auch auf jeden Fall, die Tour bei Regenwetter zu laufen. Dann nämlich wird der Wanderweg weniger durch Menschen als durch zahllose Feuersalamander bevölkert. 
Weiterlesen
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
478 m
Tiefster Punkt
180 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

  • Im Bodetal besteht an einigen Stellen Steinschlaggefahr (Hinweisschilder beachten).
  • Der Weg zwischen Thale und Treseburg durch das Bodetal kann bei Schnee und Eis evtl. gesperrt sein.

Weitere Infos und Links

Es befinden sich folgende Stempelstellen der Harzer Wandernadel auf der Route (in der Reihenfolge der Begehungsrichtung):

178 - Hirschgrund (am Gasthaus Königsruh)

69 - Sonnenklippe Bodetal

67 - Weißer Hirsch (Aussichtspunkt)

68 - "Pfeil"-Denkmal

Informationen über die Harzer Wandernadel sowie Spielregeln und Stempelstellen unter                          www.harzer-wandernadel.de - Stempelpass erhältlich in den Tourismusbüros oder über Online-Bestellung.

Start

Großer Parkplatz nahe des Bahnhofs in Thale (171 m)
Koordinaten:
DG
51.746170, 11.027517
GMS
51°44'46.2"N 11°01'39.1"E
UTM
32U 639969 5734752
w3w 
///wohnzimmer.zahlend.trinke

Ziel

wie Start

Wegbeschreibung

Wir verlassen den Parkplatz und laufen die Steinbachstraße entlang in südliche Richtung. Die Wegfindung bereitet auch keinerlei Probleme - wir richten uns immer nach den Seilbahnen. An der Walther-Rathenau-Straße müssen wir rechts abbiegen und nach wenigen Metern nach links in den Goetheweg. Wir passieren den Hochseilgarten mit dem angrenzenden Funpark sowie das unübersehbare Gebäude der Seilbahn-Talstation und laufen geradeaus weiter. Nach wenigen Schritten tauchen wir in das Bodetal ein, anfangs noch auf breitem Weg.

Gleich zu Beginn befindet sich auf der rechten Seite eine große Höhle, die wir unschwierig erkunden können.

Nach etwa fünf Minuten erreichen wir die auf der anderen Seite liegende Jugendherberge Thale mit dem angrenzenden Lokal "Kleiner Waldkater". 

Der schmaler werdende teils felsige Weiterweg verläuft an schroffen Felswänden entlang, unter anderem am "Goethefelsen" vorbei, benannt nach dem bekannten Dichter.

Wir bleiben auf unserer Seite und haben nach weiteren fünf bis zehn Minuten die vorläufig letzte Gelegenheit, uns zu versorgen. Hier befindet sich das "Gasthaus Königsruhe" mit dem einladenden Biergarten, der an schönen Wochenenden gut besucht ist. Wir befinden uns hier direkt unterhalb des Aussichtspunktes "Roßtrappe", den wir aber von diesem Standort natürlich nicht sehen können. Der nahegelegene steile Serpentinen-Aufstieg dorthin (zwischen Gasthaus Königsruhe und Teufelsbrücke) über die "Schurre" ist seit mehreren Jahren aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil der Weg durch einen Felssturz zugeschüttet ist und weiterhin erhebliche Stein-und Felssturzgefahr besteht (Stand: September 2017). Der Weg soll aber wieder eventuell begradigt und wieder begehbar gemacht werden.

Hinter dem Gasthaus Königsruhe wird es übrigens spürbar einsamer, weil viele Besucher von hier wieder den direkten Rückweg nach Thale antreten.

Wir wandern weiter, wechseln die Bachseite über die sagenumworbene "Teufelsbrücke", der engsten Stelle des Bodetals, und erreichen den "Bodekessel" nach insgesamt etwa 45 Minuten. Dieser Wasserfall, der vom Wanderweg aus gut zu sehen ist, war ursprünglich mal höher, aber im Zuge von Sprengungen zum Zwecke der Befahrbarkeit der Bode wurde diese natürliche Hürde entschärft.

Der Weg verläuft weiterhin wunderschön, anfangs noch hoch über der Bode, später dann, allerdings nur subjektiv an Höhe verlierend, bis wir neben dem Bach entlang wandern.

Wir erreichen Treseburg nach gut drei Stunden und halten uns hinter der Touristeninformation an der Ortsstraße links.

Kurz hinter einer Rechtskurve, unmittelbar nach der Gaststätte "Zur Luppbode", geht links ein kleiner Pfad ab, dem wir folgen müssen. Unsere Wandermarkierung ist fortan der rote Punkt, dem wir bis zum Hexentanzplatz folgen.

Aber zunächst erfolgt ein kurzer knackiger Aufstieg, für dessen Mühen wir aber an der Aussicht "Weißer Hirsch" (414 m ü. NN) belohnt werden (20 Minuten ab der Straße).

Der schöne Pfad durch den Wald mündet schon bald auf einen breiten Weg, an dem wir links abbiegen. Wir wandern diesen aber nur fünf Minuten entlang, weil wir dann einem linksseitigen Abzweig folgen, der uns in einer Viertelstunde zum Pfeil-Denkmal (Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil / Forstwissenschaftler / 1783 - 1859) mit Picknickplatz führt (480 m ü. NN).

Bei unserem Weiterweg haben wir nach gut 20 Minuten einmal kurz Straßenkontakt, tangieren diese aber nur und biegen links ab.

Dieser Weg führt uns in gut zehn Minuten zum Tierpark Thale, wo wir auch wieder mehr Menschen treffen. Denn der Hexentanzplatz ist bereits in greifbarer Nähe (weitere 10 - 15 Minuten).

Insgesamt verläuft der Wanderweg hinter dem Aussichtspunkt "Weißer Hirsch" bis zum Hexentanzplatz leider etwas unspektakulär und größtenteils über breite Forstwege.

Vom Trubel des Hexentanzplatzes wandern wir an der Seilbahn-Bergstation vorbei in Richtung Bergtheater. Von dort wählen wir den Abstieg nach Thale über die zahlreichen Serpentinen mit der Wandermarkierung blauer Punkt. Nach einer guten halben Stunde tauchen wir wieder in den Rummel des Erlebnisparks an der Talstation ein, was uns das nahende Ende der Wanderung signalisiert. Nach dem Überqueren der Brücke über die Bode wandern wir die letzten Meter wie auf dem Hinweg.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

  • mit der Deutschen Bahn bis Magdeburg Hbf.

  • vom Magdeburg Hbf. weiter mit dem HEX (Harz-Elbe-Express) bis Thale Hbf.

  • Besonderheit in Berlin: Hier fährt der HEX zum supergünstigen Tarif von diversen Bahnhöfen Berlins über Potsdam Hbf. und Magdeburg Hbf. direkt nach Thale und zurück (ab 15,00 Euro) - Informationen und PDF-Broschüre unter www.harz-berlin-express.de

Anfahrt

aus Richtung Braunschweig:

  • Autobahn A 395 bis Dreieck Vienenburg - weiter über die Bundesstraße B 6 bis Blankenburg, weiter südlich auf B 81, über Timmenrode nach Thale

aus Richtung Magdeburg:

  • Autobahn A 14 in Richtung Leipzig, Ausfahrt Bernburg, weiter die Bundesstraße B 6 bis Quedlinburg, weiter über Quedlinburg nach Thale

aus Richtung Leipzig:

  • Autobahn A 14 in Richtung Magdeburg, Ausfahrt Bernburg, weiter die Bundesstraße B 6 bis Quedlinburg, weiter über Quedlinburg nach Thale

aus Richtung Kassel:

  • Autobahn A 7 bis Dreieck Drammetal, Autobahn A 38 bis Ausfahrt Werther, B 4/B 81 bis Ortseingang Blankenburg, rechts über Timmenrode nach Thale

Parken

  • großer Wanderparkplatz "Am Bodeufer" nahe des Bahnhofs/Wegweiser in Thale "Bodetal/Seilbahnen" (Parkplatz gebührenpflichtig)

Koordinaten

DG
51.746170, 11.027517
GMS
51°44'46.2"N 11°01'39.1"E
UTM
32U 639969 5734752
w3w 
///wohnzimmer.zahlend.trinke
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

  • Hikeline Wanderführer "Harz" (die 51 schönsten Touren im Harz), GPS-Download, wasserfest, 1:50.000, ISBN 978-3-85000-558-6

Kartenempfehlungen des Autors

  • Rad- & Wanderkarte "Selketal - Bodetal", 1 : 25.000, mit Höhenlinien und UTM-Gitter, mit Selketal-Stieg von Stiege bis Quedlinburg, Wanderarena Bodetal, Teufelsmauer-Stieg, regionalen und überregionalen Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen, Herausgeber Kartographische Kommunale Verlagsgesellschaft mbH, www.kk-verlag.de , ISBN 978-3-86973-115-5

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Kartentipps für die Region

mehr zeigen

Ausrüstung

  • normale Wanderausstattung für eine Tagestour
  • feste Wanderschuhe (Kategorie A/B oder B)
Verantwortlich für diesen Inhalt
DAV Sektion AlpinClub Berlin 
outdooractive.com User
Autor
Lars Reichenberg 
Aktualisierung: 22.09.2018

Zum Reiseführer: Wanderungen im Harz


Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

4,6
(12)
Thomas Fenner
24.07.2020 · Community
Eine wirklich traumhaft schöne Tour die man mindestens einmal im Leben gemacht haben sollte
Weiterlesen
  • Video: Thomas Fenner, Wandern mit Herz - Pilgern Via Francigena
Torben Bauer
07.06.2020 · Community
Hallo Zusammen, Wir (3 erfahrende Wanderer) sind gestern diese Tour gelaufen. Zuerst das positive, die Strecke von Thale nach Treseburg ist unglaublich schön, wenn auch sehr anspruchsvoll. Unsere Anmerkungen zu der Tour. Die wichtigste zuerst, man sollte die Tour andersherum laufen! Erst den nicht so schönen Teil (Borkenkäfer und Trockenheit haben dem Baumbestand so sehr zugesetzt, dass man in manchen Bereichen nur noch an gefällten Bäumen vorbeiläuft) und nach einer Pause in Treseburg dann den tollen Teil. Der Aufstieg über die Serpentinen in Thale scheint zuerst nur steil, ist aber in 40min (mit Fotos und Videos machen + Aufenthalt auf den Felsvorsprüngen und Aussichtspunkten) gut zu stemmen. Bereits vor dem Hexentanzplatz, der wie beschrieben auch am Wochenende sehr überlaufen ist, kann man dem blauen Weg folgen. Leider ist es hier, wie auch in Ilsenburg oder auf dem Brocken - der Weg ist oftmals nicht ausgeschildert, man muss per Karte und GPS den Kurs halten. Der Ausblick vom Weißen Hirsch ist überragend, der Abstieg (wenn man wie gesagt die Tour andersherum läuft) ist relativ einfach, nach 15min ist man in Treseburg. Dort können wir die Jagdstuben empfehlen; Alt-deutsches Restaurant mit Charme und Sitzmöglichkeiten draußen. Zugegeben ist das Essen nur TK, aber dennoch lecker und preislich okay. Nach der Pause kam dann der schönere Teil, der aufgrund der ersten Wegbeschaffenheit und der Nähe zur Bode wirklich ein Highlight ist. Der Abschnitt, der auch als Perle des Harzer Hexenstieg beschrieben wird, Brauch sich vor dem Elbsandsteingebirge oder den Voralpen in keinster Weise verstecken. Allerdings zieht sich dieser Weg, der durch seine Wellenform extrem viele Höhenmeter hat und das erste Wegschild kommt erst nach 5,2km. Die Wegbeschaffenheit ist an manchen Stellen, wie auch ein Warnschild andeutet, nur auf eigene Gefahr zu betreten. Die Geländer wurden gefühlt nach Belieben aufgestellt, an sehr vielen Stellen wo es deutlich gefährlicher ist abzustürzen, weil es 4-6m in die Tiefe geht bei einer Breite von einem Meter, gibt es keine Geländer. Wir haben uns oftmals nach dem Sinn gefragt. Durch 2-3kleine Schauer wurde es rutschig, daher können wir die Anmerkung, diese Tour auch bei Regen zu laufen, wirklich jedem nur abraten, da Lebensgefahr besteht! Nach dem Wasserfall haben wir lange gesucht und haben ihn nicht gefunden. Auch kamen wir mit 5,5 Stunden nicht hin, ohne Pause waren es 7. Der Biergarten bei der Königsruh ist sehr zu empfehlen, toller Blick und freundlicher Service. 4/5 Sternen für die Tour! Übereinstimmend empfehlen wir die Tour andersherum zu gehen als hier angeboten,einfach weil man A) in Thale den Aufstieg auch per Seilbahn nehmen könnte und wir niemanden den langen Aufstieg zumuten möchten. Festes Schuhwerk ist ein Muss, Spaziergänger mit Slipern oder Sneakern haben sich zum Teil schwer verletzt. Auch würden wir die Tour als anspruchsvoll und nicht mittelmäßig beschreiben. Als Tipp noch, ladet euch die App und die Tour mit GPS Daten vorher runter! Unterwegs hatten wir mit Telekom und Vodafone oftmals kein Netz und kein Internet.
Weiterlesen
Gemacht am 06.06.2020
  • Foto: Torben Bauer, Community
  • Foto: Torben Bauer, Community
  • Foto: Torben Bauer, Community
  • Foto: Torben Bauer, Community
  • Foto: Torben Bauer, Community
  • Foto: Torben Bauer, Community
  • Foto: Torben Bauer, Community
Michaela Scheel
03.08.2019 · Community
Gemacht am 03.08.2019
Alle Bewertungen anzeigen

Fotos von anderen

+ 12

  • 2D 3D
  • Meine Karte
  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden