Soria, Tal der Tränen und Korkenzieher

Rennrad · Gran Canaria
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Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
138,4 km
Dauer
7:00 h
Aufstieg
3350 hm
Abstieg
3350 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights botanische Highlights Geheimtipp Gipfel-Tour

Die anspruchsvolle und aussichtsreiche Tour durch die schroffe Berglandschaft Gran Canarias bietet landschaftliche Highlights, erfordert  jedoch ordentlich Kraft und Ausdauer. 

Gran Canaria: Beliebte Rennradrunde

Diese Tour führt uns über einige markante Anstiege der Insel sowie durch das Tal der Tränen, welches seinen Namen alle Ehre macht. Hier trifft skurrile Landschaft auf Einsamkeit und welliges Terrain. Ein schmales Sträßchen windet sich in einem ständigen Auf und Ab durch die atemberaubende Felsschlucht. Wer an der Orangenstation oder in Aldea seine Getränke nicht aufgefüllt, könnte bei Hitze in akute Flüssigkeitnot geraten. Andererseits kann hier der Passatwind zu ungemütlichen Wetterlagen führen, obwohl im Süden der Insel bestes Wetter herrscht. 

Die Eigentliche Schwierigkeit folgt jedoch erst. Ein kleines Sträßchen nach El Carrizal windet sich über zahlreiche Serpentinen den Hang hinauf und erinnert an einen Korkenzieher. Die Landschaft ist weiterhin reizvoll, jedoch fehlt möglicherweise aufgrund der hohen Durchschnittssteigung und der Länge des Anstieges der Blick für diese Schönheiten. Glücklicherweise führt uns der Weg nach der Überwindung des Gipfels tendenziell bergab zum Ziel.

Autorentipp

Kehrt bei aufkommender Wolkenfront inklusive Sturm lieber um. Im Süden scheint wahrscheinlich weiterhin die Sonne. Versucht es morgen nochmal.

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Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Degollada de la Hoya de la Vieja, 1426 m
Tiefster Punkt
Küstenstraße, 0 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Orangenverkäufer an den Bunten Felsen
Café in Ayacata
Rast bei San Bartolomé

Sicherheitshinweise

  • Das Tragen eines Fahrradhelmes wird empfohlen, nicht nur, weil auf Gran Canaria außerhalb geschlossener Ortschaften eine Helmpflicht besteht.
  • Auf fordernde Abfahrten folgen rasante Abfahrten. Vergewissert euch über die einwandfreie Funktion eurer Bremsen
  • insbesondere auf kleineren Straßen ist der Belag zum Teil schlecht. Das gilt insbesondere für den Aufstieg nach El Carrizal. Daher ist von einer entgegengesetzten Fahrtrichtung abzuraten.
  • Wetter beobachten, die Nordseite der Insel kann aufgrund der tückischen Passatwinde ungemütlich werden

  • solide Kondition und Kletterfähigkeiten sollen vorhanden sein

Ausrüstung

  • Bei unsicherer Wetterlage ist die Mitnahme einer leichten Regenjacke oder Windweste zu empfehlen.
  • 34/32 als Klettergang sinnvoll

  • Wir sind insbesondere im Tal der Tränen in einem siedlungsarmen Gebiet unterwegs. Die Mitnahme von Ersatzschlauch, Minipumpe und Multitool, sowie eines Snacks sollten euch vor den meisten Eventualitäten bewahren. Geld für Proviant oder Notfalltaxi sollte dabei sein.
  • diese Strecke ist nicht ausgeschildert. Die Nutzung eines Navigationssystems oder einer App ist zu empfehlen.

Weitere Infos und Links

Start

Am großen Kreisel der Avendia De La Union Europea in Maspalomas (55 m)
Koordinaten:
Geographisch
27.762351, -15.578936
UTM
28R 442952 3071011

Ziel

Am großen Kreisel der Avendia De La Union Europea in Maspalomas

Wegbeschreibung

Als Startpunkt ist der große Kreisel der Avendia De La Union Europea in Maspalomas angegeben. Grundsätzlich gilt jedoch, dass wir uns in Richtung Küstenstraße nach Playa de Mogan aufmachen. Diese führt uns zunächst wellig bis zum Kreisverkehr vor Arguineguin. Hier verlassen wir die Küstenstraße und nehmen die erste Ausfahrt Richtung Soria. Eine gut ausgebaute Straße bis La Fillipina führt uns kaum sprübar talaufwärts.

Mit den Einsetzen der ersten Serpetinen zieht die Steigung jedoch merklich an und führt uns nach Barranquillo Andrés. Die meisten Radler fahren innerhalb diese kleinen Dorfes geradeaus weiter nach Soria, wir halten uns jedoch links und nehmen eine steile, holprige Stichstraße. Hier ist der Straßenzustand recht schlecht, aufgrund der niedrigen Geschwindikeit jedoch kaum ein Problem. Lediglich kurz vor dem Ende hat sich ein ca. 5m grobes Schotterstück gebildet, welches mit etwas Geschick im Sattel bewältigt werden kann.

Es folgt die erste rasante, kurvenreiche Abfahrt auf besten Asphalt hinab Richtung Mogan bis zur GC-200. An der Gabel halten wir uns rechts Richtung Aldea de San Nicolas. An der Orangenstation bei den bunten Felsen sollte ein kurze Pause zum nachtanken eingelegt werden, bevor es weiterhin wellig bis zur Abfahrt nach Aldea geht. Bei aufkommender Wolkenfront und starkem Wind sollte man hier über eine Umkehr nachdenken.

Der Asphalt ist hier deutlich rauer, aber immernoch gut fahrbar. Unten angekommen biegen wir rechts auf die GC-210 ab und fahren durch Aldea, für die nächsten 2 Stunden die letzte größere Ortschaft. Dierekt nach dem Ort fahren wir in das Tal der Tränen ein, wobei Tal der Qualen besser passen würde. Landschaftlich ein Traum, sorgt der stetige Wechsel von giftigen Rampen und Abfahrten zu kaum signifikanten Höhengewinn (in Aldea fast Meeresniveau erreicht). Mit dem Wissen, dass es noch auf 1400m in die Höhe geht, lässt sich erahnen, was noch kommen mag.

Im Tal werden über enge Sepentinenpassagen mehrere Stauseen passiert. Kurz vor einem Tunnel führt rechts das steile Sträßen nach El Carrizal ab. Auch hier ist die Asphaltdecke in einem eher schlechten Zustand, aber bergauf geht es. Für die nächsten gut 12km geht es mit einer durchschnittlichen Steigung von 8% Bergauf, wobei zwischendurch Flachpassagen und kleinere Abfahrten den Durchschnitt drücken.

Dieser Anstieg zählt zu den härtesten der Insel. Bereits der Anfang hat es in sich. In Kehren, die an das Gewinde eines Korkenziehers erinnern, schrauben wir uns langsam den Berg hinauf, 3km mit 12%. Es folgt ein kurzes Flachstück, in dessen Folge jedoch ein weiteres Steilstück über 4km mit 10% Steigung folgt. Dabei kommen vereinzelt Passagen mit bis zu 20% vor. Schatten fehlanzeige. Bis zur Einmündung auf die GC-60 wird die Steigung nun des Öfteren zweistellig, ist aber weiterhin unregelmäßig, sodass die eine oder andere fieße Rampe mit bereits übersäuterter Muskulatur weggedrückt werden muss.

Das Schlimmste ist nun geschaft. Es folgt die mehr oder weniger durchgängige Abfahft nach Maspalomas über Ayacata (Kaffeepause), San Bartolomé und Fataga. Aufgrund der Länge der Tour und den bereits absolvierten Höhenmeter, werden die Gegenhänge jedoch als besonders unnötig angesehen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Maspalomas ist eine Hotelburg. Man kann quasi überall Starten, insofern man die jeweilige Route zur Küstenstraße kennt. 

Anfahrt

In der Regel ist man als Besucher der Insel ohne Auto unterwegs. Falls doch sollte Maspalomas als Tourismuszentrum innerhalb des Südens weiträumig ausgeschildert sein und ist gut über die Autobahn zu erreichen. Wer dirket am Ortsausgang auf der Küstenstraße starten will, nimmt die Avendia Da La Union Europea.

Parken

Selbiges gilt für das Parken. 

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Gran Canaria (All)Bike Guide,  Rother:  ISBN-13: 978-3763350193

Kartenempfehlungen des Autors

Gran Canaria 1 : 50 000, KOMPASS-Karten GmbH: ISBN-13: 9783854911142

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Verantwortlich für diesen Inhalt
Outdooractive Redaktion 
outdooractive.com User
Autor
Robert Busch
Aktualisierung: 13.08.2018

Zum Reiseführer: Rennradtouren auf Gran Canaria


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Bewertungen

5,0
(3)
Harald Glanzer
02.03.2019 · Community
Wunderschöne Rennradtour auf einsamen Straßen inmitten einer grandiosen Landschaft. Der Anstieg über den "Korkenzieher" mit seinen engen Serpentinen ist sehr eindrucksvoll, hat aber einen recht groben Asphaltbelag. Radfahrer mit guter Grundlage werden mit dieser Tour viel Freude haben. Grüße Harald
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Gemacht am 07.01.2019
Gerhard Koppermann
11.08.2018 · Community
Das stimmt lieber Robert,was die Fahrt durch das Tal der Tränen anbelangt.Wir haben die Tour schon gemacht und richtig ist wie Du schreibst,wer nicht genügend Flüssigkeit bei sich hat,für den wird es gefährlich.An der Ortseinfahrt von Carrizal,befindet sich gleich rechts eine Quelle und das ist nach Aldea erst wieder die erste Möglichkeit Wasser zu tanken.Wir empfehlen 2 Flaschen am Fahrrad und eine im Rucksack. Wir sind im September 2015 am Hotel Riu Vistamar,welches hoch über dem Strand von Amadores thront gestartet und über Puerto de Mogan,San Nicolas-Aldea durch das Tal der Tränen gefahren,dann nach Ayacata und über Puerto de Mogan wieder zurück zum Hotel,das war eine mörderische,aber sehr schöne Tour. In diesem Jahr fahren wir die Bergstrecke von Ingenio zum Pico de las Nieves,weiter nach Ayacata und dann über den Soria Richtung Arguineguin und weiter Richtung Puerto Rico hoch zum Hotel Riu Vistamar.Wir werden dann wieder berichten. Liebe Radsportgrüße die Gerlinger Radrowdies Thomas und Gerhard www.verdientes-radfahren.de
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Gemacht am 15.09.2015
Mario Damm
18.03.2018 · Community
Servus. Ich habe mir diese Tour gestern (17.03.2018) einmal "angetan". Die Steigungen sind hart. Allerdings tut der schlechte Asphalt noch sein Übriges dazu. Um eine Erfahrung reicher bin ich nun, immerhin. Gruss, Mario
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Gemacht am 17.03.2018
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0 500 1000 1500 2000 m km 20 40 60 80 100 120 Mirador el Mulato Orangenverkäufer an den Bunten Felsen Tal der Tränen Café in Ayacata Rast bei San Bartolomé