Von Hondarribia nach Elizonda

Radtour · Baskenland
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Schwierigkeit
schwer
Strecke
62,3 km
Dauer
9:00 h
Aufstieg
1720 hm
Abstieg
1548 hm
Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Geheimtipp
Auf kleinsten Wegen durch die Pyrenäen

Baskenland: Aussichtsreiche Radtour

Die erste von zwei Pyrenäenetappen führt durch eine herrliche Mittelgebirgslandschaft. Unsere Variante belohnt - abgesehen von einem 7 Km langen Teilstück auf der N121A - mit wenig Verkehr und wunderschönen waldreichen Strassen mit grandiosen Ausblicken. Und nach 1500 anstrengenden Höhenmetern Auf und Ab ist da ja auch noch die Schlussabfahrt hinunter nach Elizondo. Dies ist die einzige wirklich in allen Belangen schwierige Etappe unserer Runde, doch mit guten Rädern und Orientierungssinn - oder am besten GPS-Unterstützung - ist sie durchaus gut zu bewältigen.

Autorentipp

  • Kleine, abgelegene Pyrenäenstrassen
  • Mehrere Pässe
  • Wunderschöne Mittelgebirgslandschaft
  • Das sehenswerte Pyrenäendorf Elizondo
  • Als Alternative: Die Via Verde del Bidasoa
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Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
673 m
Tiefster Punkt
-1 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Ausrüstung

Wegbeschreibung

Durch Irun
Von Hondarribia nach Irun folgen wir dem Radweg an der Strandpromenade, um dann am Flughafen vorbei nach Irun zu gelangen. Dort radeln wir geradeaus in die Stadt hinein. Nun immer den Wegweisern Richtung Hendaye/Frankreich durch Irun hindurch folgen. Am Ende der Stadt gelangen wir auf die vierspurige und stark befahrene N1, auf der wir bis zum nächsten Verkehrskreisel fahren.

Weiter nach Bera de Bidasoa
Dort biegen wir auf die N121A Richtung Pamplona ab. Auf der N121A bis Endarlatza herrscht auf 7 km extremer Verkehr. Die Landstraße wird von Lastwagenfahrern als Rennstrecke genutzt, wobei auf Radfahrer keine Rücksicht genommen wird. Wir mussten mehrere Male in den Strassengraben ausweichen, weil die Lastwagenfahrer so knapp an uns vorbei donnerten! Nach 7 Kilometern kann man ab Endarlatza Gott-sei-Dank auf den Radweg „Via Verde del Bidasoa“ ausweichen. Dieser Fahrradweg führt auf der alten Bahntrasse der Bidasoa-Eisenbahn über 29 Kilometer und acht Tunnel über Bera de Bidasoa bis nach Santesteban/Doneztebe. Von dort kann man auf einer Nebenstrasse über Narbarte, Oieregi nach Mugairi fahren und weiter auf der N121B über Irurita nach Elizondo fahren. Diese Tal-Variante bietet sich als einfache Variante zu der folgenden Bergtour an.

Wer findet den Weg zum Col de Lizarrieta?
In Bera de Bidasoa hat man zwei Möglichkeiten. Entweder weiter auf dem oben beschriebenen Fahrradweg „Via Verde de Bidasoa“ oder durch die Berge zum Col de Lizarrieta. Da der Weg zum Col de Lizarrieta nicht angeschrieben ist, sollte man sich im Ort nach dem genauen Weg erkundigen oder am besten ein GPS-Gerät mitführen. In Bera biegen wir rechts ab in die Calle de Ilekueta. Dieser folgen wir immer auf dem Hauptweg bleibend aufwärts bis zu einem Sattel. Dort halten wir uns auf einen Feldweg nach Links, dem wir einige hundert Meter folgen. Dann geht es rechts und wieder links, wo wir auf den Weg zum Col de Lizarrieta stoßen.

Kurze Abfahrt und erneuter Aufstieg nach Gorra
Wer den Col de Lizarrieta gefunden hat, kann sich im Laden des Pass-Restaurants mit allerlei Leckereien verwöhnen. Rotwein, Würste, Käse und vieles mehr. Vom Pass fahren wir ein gutes Stück talabwärts in Richtung Etxalar. Die erste Abzweigung nach links führt in Richtung Palomeras und in eine Sackgasse. Die zweite Abzweigung nach links (ohne Wegweiser) ist die Richtige! Ein geteertes Strässchen führt hier wieder aufwärts in Richtung Gorra. Wer diese Abzweigung verpasst, hat bei der dritten Abzweigung nach links in einer Haarnadelkurve nochmals eine Chance (Casa Rural angeschrieben). Hier ein kurzes Stück in Richtung Casa Rural, dann auf einem kleinen Schotterweg im 270°-Winkel links hinauf, wo man wieder auf die erwähnte Teerstrasse trifft.

Dieser Strasse folgen wir aufwärts, immer die drei Gehöfte oben am Berg im Visier. Kurz vor dem ersten Haus teilt sich die Strasse. Wir nehmen die rechte Abzweigung, die uns weiter bergauf führt. Wenig später biegen wir auf eine Schotterstrasse nach links in Richtung Pass hinauf ab. Nach wenigen hundert Metern gelangen wir zu einem kleinen Wäldchen mit grasiger Lichtung und einem Felsen an dessen Rand aus einem Schlauch herrlich frisches Wasser sprudelt. Hier muss man einfach ein Pause einlegen und die herrliche Landschaft geniessen!

Über den Col de Trois Bornes
Wer nun gedacht hat, den höchsten Punkt bereits erreicht zu haben, der sieht sich getäuscht. Es geht weiter aufwärts. Nach jeder Wegbiegung tut sich ein neuer Ausblick auf weitere Kuppen auf. Doch bald haben wir es geschafft. Der Col de Trois Bornes ist eigentlich nur daran zu erkennen, dass es danach auf einer holprigen Schotterpiste steil bergab geht. Dafür können wir vom Pass aus noch kurz einen letzten Blick auf das Meer erhaschen. Der Weg führt an einem Bauernhaus vorbei, bis wir zu einem freien Platz gelangen, wo sich mehrere Wege kreuzen. Hier ist Vorsicht geboten, denn der Weg geradeaus führt wieder hinunter ins Tal nach Etxalar! Wir biegen stattdessen wieder im 270° Winkel nach links ab. Nach wenigen Metern müssen wir ein kurzes Stück schieben, da der Weg hinauf nicht befahrbar ist. Am höchsten Punkt angekommen, geht es ein kleines Stück hinunter, wo wir endlich, für den Rest des Tages, auf eine Teerstraße gelangen. Dies ist übrigens die Strasse, die von Etxalar das Tal herauf führt.

Auf und Ab durch die Pyrenäen
Auf der Teerstrasse geradeaus haben wir nun eine nette 2 km lange Abfahrt, wo wir die Beine kurz baumeln lassen können. An der nächsten Kreuzung führt eine Strasse links hinunter ins Tal nach Zugarramurdi, für uns geht es jedoch schon wieder aufwärts (Restaurant angeschrieben). Die schmale, kurvige Strasse windet sich schön am Hang entlang hinauf zu einem weiteren Sattel, dem Collado Also. Wer nun auf eine Abfahrt gehofft hat, wird nur kurz befriedigt. Die Strasse führt am Hang entlang an ein paar Gehöften vorbei und schlängelt sich dann ein ums andere Mal um weitere Talkessel herum. Immer wieder gibt es kurze Anstiege, die allerdings durch herrlichen Eichen-, Buchen- und Kastanienwald führen. Endlich haben wir den letzten Sattel überquert, doch Vorsicht: Bevor die Hauptstrasse steil ins Tal hinabführt, müssen wir an einer unscheinbaren Kreuzung wieder steil links hinauf. Leider steht auch hier nichts angeschrieben. Es ist jedoch die einzige Teerstrasse, die, bevor es ins Tal geht, wieder steil links hinauf führt.

Es folgt also ein erneuter steiler Aufstieg zu einer Lichtung, wo wir nun einen ersten Blick auf das Baztan-Tal werfen können. Die Strasse schlängelt sich nochmals um einen Talkessel herum, und ein allerletzter steiler Anstieg leitet uns zu einem Felssporn hinauf. Wir haben mittlerweile eine Höhe von 670 m erreicht und haben uns die rasante, sehr steile Abfahrt ins 200 m hoch gelegene Elizondo wirklich redlich verdient. Während der Abfahrt geniessen wir noch den herrlichen Ausblick ins Baztan-Tal und auf Elizondo. Im unteren Abschnitt der Abfahrt müssen wir in den steilen Serpentinen nochmals Vorsicht walten lassen. Dann rollen wir ins Dorf und biegen nach rechts ab, um ins Zentrum zu gelangen. Elizondo, der Hauptort des Baztan-Tals empfängt uns mit schönen, wappengeschmückten Häusern.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad
Verantwortlich für diesen Inhalt
Outdooractive Redaktion 
outdooractive.com User
Autor
Armin Brunner
Aktualisierung: 12.02.2015

Zum Reiseführer: Radtouren im Baskenland


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