Westalpenroute von Susa nach Zermatt

Mountainbike Transalp · Torino
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Schwierigkeit
schwer
Strecke
306 km
Dauer
45:00 h
Aufstieg
14805 hm
Abstieg
13691 hm
Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights

Konditionell und fahrtechnisch extrem anspruchsvolle Transalp von Susa nach Zermatt. Auf hochalpinen Pfaden durchqueren wir in sechs Etappen die herrliche Landschaft der Westalpen. Erfahrung im hochalpinen Gelände und ausreichend Trittsicherheit sind Voraussetzung für diese Route.

Torino: Aussichtsreiche MTB-Transalp-Tour

Diese Transalp verläuft nicht in der meist üblichen Nord-Süd-Richtung, sondern beginnt im italienischen Susa und endet im Schweizer Ort Zermatt, das am Fuße des meistfotografierten Berges der Welt liegt – dem Matterhorn. Fantastische Trails in einer atemberaubenden 4000er-Bergkulisse erwarten uns auf der Route. Die Höhepunkte der Tour sind der Plattenweg zum Lago Malciaussia, die Bergstraße zum Lago Monastero, der Trail in die Valsavarenche mit dem Gran Paradiso im Hintergrund, die Fahrt auf den über 3300 m hohen Col de Lauson mit der anschließenden Trail-Abfahrt und der Theodul-Gletscher, um nur einige zu nennen. Diese Alpenroute ist konditionell und fahrtechnisch sehr anspruchsvoll und verlangt vom Fahrer einiges an Kraft und Ausdauer ab. Diese Tour ist ein ganz besonderes Naturerlebnis, während dem man die Schönheit und Imposanz des Hochgebirges Meter für Meter hautnah erlebt.

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Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
3293 m
477 m
Höchster Punkt
Theodulpass (3293 m)
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start

Bahnhof Susa (497 m)
Koordinaten:
Geographisch
45.138010, 7.051640
UTM
32T 346808 5000128

Wegbeschreibung

Etappe 1: Von Susa über den Lago di Malciaussia nach Usseglio

Vom Bahnhof in Susa starten wir unsere Tour, orientieren uns in Richtung Urbiano und folgen von dort der Beschilderung „Rocciamelone“. Wir radeln zunächst auf Asphalt bergauf, dann wechselt der Belag zu Schotter und wir halten uns in Richtung Alpe Arcella. Auf einer Höhe von etwa 2000 m beginnt ein Pfad, der nicht mehr fahrbar ist. Wir bewältigen jetzt mehrere Kilometer zu Fuß. Auf einer Höhe von etwa 2540 m erreichen wir eine bewirtschaftete Hütte, die uns zur Rast einlädt. Nun geht es weiter in Richtung Colle Croce di Ferro, wo wir bald wieder aufs Bike steigen können und die fantastische Trail-Abfahrt in Richtung Lago di Malciaussia beginnt. Der Trail ist ein Steinplattenweg, der unseren Fahrwerken und Gliedmaßen einiges abverlangt. Unten am See fahren wir auf eine Asphaltstraße, genießen die herrliche Bergseenlandschaft, radeln weiter auf der schönen Straße in Richtung Margone und rollen bald in unserem Etappenzielort Usseglio ein.

Etappe 2: Von Usseglio über den Colle di Giavetta nach Noasca

Wir radeln auf der Talstraße weiter bergab und passieren mehrere Ortschaften, bis wir Versino erreichen. Hier verlassen wir die Hauptstraße nach rechts und biken in Richtung Polpresa bergauf. Wir folgen dem Hauptweg bis Asciutti, radeln hinter dem kleinen Örtchen nach rechts in Richtung Monti und gelangen auf einer feinen Schotterpiste in den Ort. Weiter geht es in Richtung Mezzenile, wir überqueren dort den Fluss und radeln auf der Hauptstraße bis nach Fè. Dort biegen wir nach rechts ab und radeln in den Ort Cemesio. Wir halten uns am Ortseingang rechts und pedalieren hinauf nach Benale. An den folgenden Abzweigen fahren wir nach links und radeln auf die Strada Fontana, die uns hinauf zum Passo Forchetta führt. Wir passieren den Lago di Monastero, gelangen zur Alpe di Coassolo und biken hinauf zum Colle di Giavetta. Nachdem wir uns auf der Schotterstraße die Höhenmeter erkämpft haben, beginnt jetzt ein Steig, der nur zu Fuß zu bewältigen ist. Von der Alpe Gavietta schieben wir auf dem schmalen Pfad weiter in Richtung Alpe Bianetto. Schließlich geht es auf dem verblockten Trail bergab zum Weiler Molera. Auch hier wird der Weg nicht besser und ist nur teilweise fahrbar. Am Weiler gelangen wir auf eine Asphaltstraße, auf der wir hinab nach Locana rollen. Im Tal biegen wir nach links auf die Talstraße ab. Schließlich erreichen wir nach rund 13 km auf der Asphaltstraße Noasca und suchen uns unser Nachtquartier.

Etappe 3: Von Noasca über den Colle del Nivolet nach Eau Rousse

Wir bleiben auf der Talstraße, radeln stetig weiter durch das herrliche Tal und umgehen die kommenden Tunnels, indem wir auf die alte Straße ausweichen. Wir fahren am rechten Ufer des Lago di Cerelose Reale entlang und folgen weiter dem Talverlauf zum Lago Serrù. Vor der Staumauer halten wir uns rechts, biken zum Lago Agnel und dann weiter hinauf zum Colle del Nivolet. Wir machen Rast am Rifugio Citta di Chivasso, bevor wir unsere Fahrt, bald auf Schotter, fortsetzen. Nach rund 6 km geht es für uns nach links steil bergauf und wir steigen hier vom Rad ab. Auf Höhe der Casa Aouillie gelangen wir auf einen Reitweg, dem wir nach Norden folgen. Nun steigen wir des Öfteren vom Rad und gelangen schließlich zum Lago Dujan. Wir halten uns weiter auf dem Hauptweg, erreichen Casa Orvieille und biken auf dem Trail bergab nach Valsavarenche. Vor dem Ort überqueren wir die Brücke und halten uns dann im Ort rechts in Richtung „Maisonasse, Eau Rousse“. In Eau Rousse, am Fuße des Gran Paradiso, endet unsere Tagesetappe.

Etappe 4: Von Eau Rousse über den Col Lauson nach Valnontey

In Eau Rousse überqueren wir die Brücke und radeln nach Osten in Richtung der Alpe Leviona. Der alte Reitweg in Richtung Lauson ist zunächst sehr steil und nicht fahrbar. Nach der rund zwanzigminütigen Schiebepassage zieht sich der Weg nun nicht mehr so steil am Hang entlang und wir erreichen bald die Alpe. Unser nächstes Ziel ist der Pass Col Lauson auf einer Höhe von 3296 m. Der Weg ist stellenweise nicht fahrbar und etwa 1 km vor dem Pass dann gänzlich unfahrbar. Nach der Passhöhe fällt der Pfad teilweise sehr steil bergab und ist verblockt. Hier empfiehlt es sich, das Rad zu schieben. Später wird der Pfad dann die reinste Abfahrtsfreude und wir biken hinab zum Refugio Vittorio Sella. Im Schatten des Gran Paradiso fahren wir dann auf dem Trail hinunter ins Tal und erreichen unser Etappenziel Valnontey.

Etappe 5: Von Valnontey über den Col di Fenis nach Cheresoulaz

Auf der Talstraße gelangen wir nach Cogne, fahren nach rechts auf die Hauptstraße und radeln auf der Cogne Talstraße nach Lillaz. Am Ortseingang halten wir uns links und biegen auf die Vallon de Urtier Straße. Der Belag wechselt bald von Asphalt zu Schotter und wir schrauben uns hinauf in Richtung Alpe Ponton. Kurz vor der Alpe verlassen wir die Schotterpiste nach links auf einen Trail und erkämpfen uns den Weg hinauf zum Colle Pontonnet, nicht immer im Sattel sitzend. Dann geht es weiter zum Col di Fenis, auch hier ist der Weg gut verblockt und teilweise nicht fahrbar. Der Gebirgspfad zieht sich entlang des Talbodens und wir erreichen bald den Ort Barche am Talende. Wir radeln zur Hauptstraße, biegen nach rechts und erreichen den Ort Miserègne. Wir bleiben auf der Fahrstraße, gelangen nach Septumian, fahren hinter dem Ort unter der Autobahn hindurch, überqueren den Fluss und fahren schließlich in Chambave ein. Jetzt radeln wir bergauf nach Saint-Denis und von dort weiter in den Ort Petit-Bruson. Wir durchqueren den Ort, ignorieren den Abzweig in der folgenden Linksserpentine und pedalieren über die Orte Del und Semon nach Cheresoulaz, unserem Etappenziel. 

Etappe 6: Von Cheresoulaz über den Theodulpass nach Zermatt

Die Etappe führt uns zunächst auf einer Schotterpiste nach St. Pantaleone, bevor es für uns in Richtung Col de Bornes weiter geht. Wir biken über die Pista da Fonda und halten uns auf dem herrlichen Schotterweg in Richtung Lago Cignana. Nach der gemächlichen Auffahrt zum See gibt es erstmal eine zünftige Brotzeit, bevor es für uns weiter bergan zum Finestra di Cignana geht. Der Schotterweg verjüngt sich nach rund 2 km zu einem unfahrbaren Trail und wir schieben für etwa eine Viertelstunde unsere Bikes. Danach erwartet uns eine geniale Abfahrt ins Tal, wir gelangen auf die Hauptstraße SR46 und fahren nach links in Richtung Breuil-Cervinia. Auf steilen Schotterwegen gelangen wir von Breuil-Cervinia zum Plan Maison und weiter zur Petit Bar auf einer Höhe von 3040 m. Zu Fuß erreichen wir den Theodulpass. Die kommende Gletscherpassage ab der Passhöhe zum Trockenen Steg ist bei gutem Wetter fahrbar. Nun biken wir hinab nach Furi und radeln von dort auf einer schönen Schotterpiste in Richtung Zermatt, unserem Etappen- und Transalpziel.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Susa

Anfahrt

Auf der A4 nach Turin, dann A32 bis Susa

Parken

Freier Parkplatz am Ortsrand von Susa
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad
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Outdooractive Redaktion 
outdooractive.com User
Autor
Thomas
Aktualisierung: 10.08.2018

Zum Reiseführer: MTB Transalptouren in Torino

Kommentare und Bewertungen (1)

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G. E.
13.09.2018
Wie beschrieben, gehört die Tour in die Kategorie schwer. Eine Sache möchte ich unbedingt anmerken: Der Wanderweg (Tag2) vom Colle Gavietta runter bis zur Alpe di Pratofiorito wird anscheinend schon seit längerem nicht mehr unterhalten. Er ist total zugewachsen und nur mittels gps lassen sich noch die Spuren des alten Weges aufspüren. Dabei gilt es, sich in schwierigem und teils sehr steilem Gelände auf Kurs zu halten, es besteht Absturzgefahr. Eine Machete wäre empfehlenswert, das Durchkommen ist ein harter Kampf durchs Dickicht! Ab Alpe die Pratofiorito besteht westlich eine grobe Schotterstrasse, die für die Abfahrt genutzt werden kann.
Gelände mit zugewachsenem Wanderweg
Gelände mit zugewachsenem Wanderweg
Foto: G. E., Community
Spuren des Wanderwegs hin- und wieder erkennbar
Spuren des Wanderwegs hin- und wieder erkennbar
Foto: G. E., Community

500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 4000 m km 50 100 150 200 250 300 Croce di Ferro Colle di Gavietta Colle del Nivolet Col Lauson Col di Pontonnet Lago Cignana