Mount Elbrus 5642m, Kaukasus 4

Hochtour
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Bewertung
Schwierigkeit
35° schwer
Strecke
10,7 km
Dauer
8:45 h
Aufstieg
1100 hm
Abstieg
1600 hm
Streckentour aussichtsreich Gipfel-Tour Bergbahnauf-/-abstieg

Anspruchsvolle Tour auf einen der "seven summits", den Mt. Elbrus, der höchste Gipfel Europas.

Von der Diesel Hut mit Radtrak Unterstützung fährt man noch im Dunkeln unter die Pastukhov-Felsen und steigt bis zum Sedlowina Sattel 5360 m an. Über die bis zu 35° steile Ostflanke wir schließlich der Elbrus-Westgipfel erreicht. Abstieg am Anstiegsweg und vom Startpunkt noch weiter hinunter bis zur Diesel Hut. Von hier erfolgt der Abstieg zur Seilbahnstation.

Die Strecke von der Diesel-Hut zum Umkehrplatz Radtrak (4590 m) und zu den Pastukhov Felsen 4690 m wurde am Vortag begangen.

Autorentipp

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Schwierigkeit
35° schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höhenlage
5642 m
4050 m
Höchster Punkt
Elbrus Westgipfel (5642 m)
Tiefster Punkt
Diesel Hut (4050 m)
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Achtung, bei Wind Gefahr von Erfrierungen, immer Handschuhe anlassen!

Ausrüstung

Hochtourenausrüstung, Steigeisen, Teleskopstecken, Thermosflasche.

Weitere Infos und Links

Die Fotos sind von Dias übertragen und haben daher keine so hohe Qualität wie mit einer Digitalkamera.

Start

Unter den Pastukhov-Felsen 4590m (4013 hm)
Koordinaten:
Geographisch
43.313454, 42.458950
UTM
38T 293934 4798760

Ziel

Diesel Hut 4090m

Wegbeschreibung

Wegbeschreibung:   Siehe auch detailliertes "Zeit-Weg-Diagramm in der Bildergalerie".

ANSTIEG: Von der Diesel Hut fahren wir um 3:00 Morgens mit dem Radtrak auf 4590 m und starten im Dunkeln um 3:30 Uhr. Wir passieren die Pastukhov Felsen, die wir am Vortag erstiegen haben (4720 m) und legen die Steigeisen an. Langsam erreichen wir die 5000 m Marke und hier beginnt der Weg nach links zu queren. Der Wind hat hier eine gute Angriffsfläche und der Anstieg etwas über  dem Sedlowina Sattel auf~ 5350 m zieht sich in die Länge. Der Weg wird kurz flacher ehe man steil in der Ostflanke ansteigt und im oberen Bereich wieder flacher dem Gipfel des Elbrus (5642 m) zustrebt. 1060 HM und 6 1/2 Std. bei eher langsamen Tempo.

ABSTIEG: Etwa dem Anstiegsweg folgen und zu den Hüttenruinen 5350 m. Weiter am Anstiegsweg bergab, queren, bei den Felsen vorbei und vom Anstiegsbeginn um 4590 m auf der Radtrakspur zurück zur verfallenen Priut 11 Hütte und zur Diesel Hut.

Insgesamt: 1060 HM im Anstieg und 1560 HM im Abstieg und 8 3/4 Std. Gehzeit. Tempo der Gruppe eher langsam.

Von der Hütte 4090 m ist noch der eher kurze Abstieg zu den Garabashi Biwaktonnen 3750 m, also 340 HM im Abstieg einzurechnen. Von dort wurden wir mit dem Radtrak zur Bergstation "Mir" der Azau-Seilbahn (~3470 m) gebracht.

Öffentliche Verkehrsmittel

Flug nach Moskau, Innlandflug Mineralny-Vody, Fahrt ins Baksan-Tal und nach Cheget (2100 m) bei Terskol.

Anfahrt

Die Anreise wird normalerweise über eine Argentur (Alpinschule odgl.) organisiert.

Parken

Talstation der Seilbahn in Terskol, etwa 4 km von Cheget.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Beiliegende Outdoorkarte.

Freytag & Berndt, Verlag: Climbing Map, EAN: 9783952329436 Elbrus.

Verantwortlich für diesen Inhalt
ÖAV Sektion Linz
outdooractive.com User
Autor
Karl Linecker 
Aktualisierung: 24.11.2018

Zum Reiseführer: Russland

Kommentare und Bewertungen (1)

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MR mountainrescue
03.06.2015
Tag 1 (16.5.2009) Auffahrt mit einem urtümlichen Sessellift, von Cheget aus, auf knapp 2700m Höhe und Besteigung des gleichnamigen Berg auf 3400m Höhe. Die Rundumsicht auf diesem Berg - einfach unbeschreiblich - vor allem auch, weil das Wetter sich von seiner schönsten Seite zeigte. Der Schnee - Firn feinster Qualität! Tag 2 (17.5.2009) Auffahrt mit der modernen Gondelbahn auf knapp 2900m und anschließender Aufstieg über die Stadion Eislager mit den berühmten Wohntonnen (Barrels) zur Dieselhut auf 4087m Höhe. Nach kurzer Pause erfolgte die Abfahrt zurück zum Ausgangspunkt der Tour. Tag 3 (18.5.2009) Mit vollem Gepäck bzw. Ausrüstung geht es heute zum knapp über der Dieselhut gelegenene Basislager. Den Transport des Gepäcks übernimmt der Ratrac und wir steigen mit unserem Tagesrucksack von knapp 3470m, nach Auffahrt mit der abenteuerlichen Seilbahn, zum Lager wo wir Quartier beziehen. Das Wetter ist sehr schön, jedoch weht ein eiskalter Sturm. Ich bin froh meine komplette Daunenausrüstung mitgenommen zu haben, auch wenn ich von einigen doch belächelt werde. Insgeheim beneiden sie mich jedoch um diese ;-) Die Lager sind "abenteuerlich", aber es lässt sich ganz gut darin "aushalten". Tag 4 (19.5.2009) Nach dem der Sturm die ganze Nacht an den Verankerungen unserer "Schachtel" gezerrt hat und den ganzen Tag über weiter bläst, erfolgt eine Akklimatisierungstour erst ab 10.30 Uhr. Wie sagt Pavel, unser russischer Bergführer "slow, slow, slow" bis zu den Pastuchow-Felsen auf 4687m Höhe. Es zeigt sich schon, dass der Anstieg mit den Schiern nicht mehr weiter möglich wird sein, also heißt es morgen die restlichen Höhenmeter mit Steigeisen auf den Berg zu steigen. Tag 5 (20.5.2009) Gipfeltag Der Tag beginnt sehr früh, nämlich knapp vor 3.00 Uhr morgens. Ich habe eigentlich ganz gut geschlafen, habe keine Kopfschmerzen und bin sehr gut akklimatisiert. Allerdings bringe ich beim Frühstück, als ich Müsli mit lauwarmer Milch rieche, nichts hinunter. Nur 4 Tassen Tee genehmige ich mir, das geht gerade noch. Es weht noch immer ein kalter Sturm, jedoch hat die Intensität nachgelassen. Im Schein der Stirnlampen starten wir knapp vor 4.00 Uhr morgens - slow - slow - slow ;-) Mit Harscheisen an den Schiern geht es bis zu den Pastuchow-Felsen. Unterwegs überholen uns 3 Ratracs mit "Bergsteigern" die sich bis zu den Felsen bringen lassen. Naja, wir wollen ihn jedenfalls "by fair means" besteigen. Es ist eiskalt, sternenklar, ein steifer Sturm bläst und aus dem Osten steigt langsam die Sonne empor - es wird ein herrlicher Gipfeltag werden! Vor uns eine lange Schlange von Ratrac-Bergsteigern, die sich das schmale Schneeband, dass sich im Eisfeld steil nach oben schwingt, hinaufquälen. Ich konzentriere mich nur auf die Schritte meines Vordermannes - slow - slow - slow - Pavel du hast recht - und es geht sehr gut - ich fühle mich wohl! Langsam beginnen wir die Kolonne der vor uns gehenden Bergsteiger von hinten "aufzurollen". Der Weg zieht sich in die Länge. Von unten sieht es zwar aus, als würde sich der Weg zum Sedlowina-Sattel (5376m) verflachen, leider täuscht der Eindruck, denn es geht ständig steil bergauf. Die letzten 100m in den Sattel sind dann wirklich flach. Nach kurzer Rast im Sattel, geht es nochmals einen Steilaufschwung von fast 250 Höhenmeter hinauf. Nun beginne ich die Höhe zu spüren. Unsere Gruppe hat sich nun etwas auseinandergezogen. Ich befinde mich genau in der Mitte der Gruppe. Von nun an geht es nur slow - slow - slow. Die Markierungsfahnen sind ungefähr 50m auseinander. Ich konzentriere mich die Hälfte des Weges von Fahne zu Fahne in einem zu schaffen - danach niederbeugen 6 Mal tief "schnaufen" - und weiter. Endlich ich biege um die Kante und vor mir öffnet sich ein flaches Plateau auf dem bis zum Gipfel nochmals ca. 400m zu überwinden sind. slow - slow - slow Unglaublich - ich habe es geschafft - kurz nach 11.00 Uhr habe ich den Gipfel des Elbrus erreicht. Müde - Überglücklich - Froh am Gipfel angelangt zu sein! Ich setze mich nach den obligatorischen Gipfelfotos auf meinen Rucksack und geniesse eine unbeschreibliche Rundumsicht. Der Wind ist nun fast komplett eingeschlafen und es ist angenehm "warm". Der weitere Verlauf der Tour Abstieg in knapp 3 Stunden zu den Schiern bei den Felsen - Abfahrt in unser Basislager - weitere Abfahrt (nun jedoch mit dem Ratrac) ins Tal zum Hotel und nur mehr relaxen (naja und ein bissi den Gipfelsieg feiern - haben wir uns ja schließlich auch verdient :-)
Bewertung
Das Ziel: Einer der 7Summits
Das Ziel: Einer der 7Summits
Foto: MR mountainrescue, Community
Aklimatisierung
Aklimatisierung
Foto: MR mountainrescue, Community
Ohne Worte!
Ohne Worte!
Foto: MR mountainrescue, Community
Starker Sturm tobt um den Gipfel
Starker Sturm tobt um den Gipfel
Foto: MR mountainrescue, Community
Höhensturm am Elbrus
Höhensturm am Elbrus
Foto: MR mountainrescue, Community
Ein Tag neigt sich dem Ende zu
Ein Tag neigt sich dem Ende zu
Foto: MR mountainrescue, Community
Anstieg auf den Elbrus
Anstieg auf den Elbrus
Foto: MR mountainrescue, Community
Sedlowinasattel
Sedlowinasattel
Foto: MR mountainrescue, Community
Weiterer Steilaufschwung vom Sedlowinasattel auf den Elbrus
Weiterer Steilaufschwung vom Sedlowinasattel auf den Elbrus
Foto: MR mountainrescue, Community
...Gipfel endlich in Sicht!
...Gipfel endlich in Sicht!
Foto: MR mountainrescue, Community
Elbrus
Elbrus
Foto: MR mountainrescue, Community
Abstieg zurück ins Tal
Abstieg zurück ins Tal
Foto: MR mountainrescue, Community

4500 5000 5500 6000 m km 2 4 6 8 10 Pastukhov-Felsen 4720m, Kaukasus 3 Mt. Elbrus 5642m, das Militär spurt uns den Weg!