Etappentour

Hardangervidda mit Søtefossen, Hårteigen und Hardangerjøkulen

Fernwanderweg · Norwegen
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Schwierigkeit
schwer
Strecke
164 km
Dauer
49:02h
Aufstieg
4871 hm
Abstieg
4639 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour aussichtsreich geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights
Die klassische Süd-Nord-Durchquerung von Haukeliseter nach Finse mit den Höhepunkten des Hårteigen (Wahrzeichen der Hochebene), dem Søtefossen (Wasserfall) und dem Hardangerjøkulen (Gletscher).

Norwegen: Aussichtsreicher Fernwanderweg

Die Hardangervidda ist die größte Hochebene Europas und der größte Nationalpark Norwegens. Mit einer Fläche von rund 8.000 km² liegt sie zwischen 1200 Hm und 1400 Hm. Das Wahrzeichen ist der Berg Hårteigen mit 1690 Hm. Die Wanderung führt an Gebirgslandschaften und den berühmten Gletscher Hardangerjøkulen vorbei. Im westlichen Teil sehen wir den Sørfjord und den Eidfjord. Dort fällt die Hochebene unvermittelt 1.000 Meter zum Meer hin ab. Der eindrucksvolle Søtefossen stürzt sich nahe der Hütte Stavali zudem 500 Meter in die Tiefe. Zahlreiche Vogelarten lassen sich beobachten und für süße Abwechslung sorgt u.a. die Moltebeere.

In der Hardangervidda als berühmtes Fjell und auf der Route der klassischen Durchquerung ist man nicht alleine unterwegs. Für norwegische Verhältnisse kann es mitunter voll werden. Das heißt man trifft am Tag schon mal ein paar Wanderer. Durch die Lage an Seen und Bächen mit fantastischen Ausblicken auf die umliegende Landschaft sollten ein paar Ruhetage mit eingeplant werden. Der überwiegende Teil der Wanderung hat gut erkennbare Wege. Die Markierungen sind gepflegt und auch bei Wolkenlage mit geringer Sicht kann man sich ausreichend orientieren.

Autorentipp

  • Der Einkauf von Verpflegung ist zwischendurch auf dem Campingplatz Garen (SO von Liseth) möglich. Es gibt dort einen kleinen Supermarkt. Dort erhält man auch Gaskartuschen mit Schraubverschluss fürs Zelten.
  • Die Hütte Stavali ist eine Selbstversorgerhütte. Es besteht in den Sommermonaten zudem die Möglichkeit, Abendessen und Frühstück vom Hüttenpaar zu erhalten.

  • In den beiden DNT-Hütten Haukeliseter und Finse können teilentleerte Gaskartuschen abgegeben werden. Sie werden auf Nachfrage weiterverschenkt.
  • Die gesamte Route weist gute Angelmöglichkeiten auf.
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Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Hardangerjøkulen, 1506 m
Tiefster Punkt
Liseth, 697 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

  • Kompass und Karte müssen mitgeführt und beherrscht werden.
  • Im Sommer können die Wetterbedingungen sehr stark schwanken. Darum für alle Witterungsbedingungen Kleidung vorsehen.
  • Die Böden können nach Regen sumpfig sein. Gamaschen oder kniehohe Wanderschuhe sind empfehlenswert.
  • Zum Queren von Furten empfehlen sich wassertaugliche Sandalen und Wanderstöcke.

Start

Haukeliseter (986 m)
Koordinaten:
DG
59.823840, 7.194208
GMS
59°49'25.8"N 7°11'39.1"E
UTM
32V 398750 6633172
w3w 
///berufsbild.alte.feststellen

Ziel

Finse

Wegbeschreibung

Die Wegzeiten liegen bei fünf bis acht Stunden.

Die Etappen sind:

  1. Haukeliseter - Hellevassbu (8 Stunden)
  2. Hellevassbu - Litlos (5,5 Stunden)
  3. Litlos - Torehytten (6 Stunden)
  4. Torehytten - Stavali (7 Stunden)
  5. Stavali – Søtefossen - Stavali (6 Stunden)
  6. Stavali - Hedlo (5 Stunden)
  7. Hedlo - Liseth (5,5 Stunden)
  8. Liseth - Rembesdalseter (8 Stunden)
  9. Rembesdalseter - Finsehytta (8 Stunden)

Die Wegbeschreibung zu den einzelnen Etappen findet sich in der jeweiligen Etappe. Aktuelle und detaillierte Informationen zum Weg und zu den Hütten finden sich zudem auf der Seite www.ut.no.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit dem Bus bis Haukeliseter

Anfahrt

  • Die Anreise erfolgt mit dem Bus bis Haukeliseter. Von Oslo kommend verkehrt die Buslinie NW 180.
  • Von Finse nimmt man die Bahn nach Oslo. Infos unter: NSB.

Parken

Es gibt kostenfreie Parkzonen in Haukaliseter. Eine Anreise mit dem PKW nach Finse ist nicht möglich.

Koordinaten

DG
59.823840, 7.194208
GMS
59°49'25.8"N 7°11'39.1"E
UTM
32V 398750 6633172
w3w 
///berufsbild.alte.feststellen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

  • Tonia Körner. Norwegen: Hardangervidda. Outdoor Handbuch Band 41. Conrad Stein Verlag
  • Zahlreiche detaillierte Informationen zur Tour und zu den Hütten gibt es unter www.ut.no
  • Allgemeine Informationen zum Wandern in Norwegen unter www.dnt.no

Kartenempfehlungen des Autors

  • Haukeli 1:50.000 Norge-serien Varennr.: 10024. Nordeca
  • Nordmannslågen 1:50.000 Norge-serien Varennr.: 10031. Nordeca
  • Hardangerjøkulen 1:50.000 Norge-serien Varennr.: 10039. Nordeca

oder

  • Hardangervidda 1:100.000 Turkart. Best.nr. 2557

Ausrüstung

  • Gamaschen oder kniehohe Wanderschuhe sind empfehlenswert.
  • Für die Hütten wird ein Schlafsack oder Hüttenschlafsack benötigt. Einige Hütten sind für Selbstversorger. Das bedeutet, das Grundnahrungsmittel vorhanden sind. Eine Liste der maximal möglichen Nahrungsmittel findet man auf er Seite des DNT. Die Bezahlung erfolgt mit Kreditkarte.
Verantwortlich für diesen Inhalt
DAV Sektion Duisburg 
outdooractive.com User
Autor
Thomas Schwindt 
Aktualisierung: 03.11.2018

Zum Reiseführer: Fernwanderwege in Norwegen


Fragen & Antworten

Frage von Tim Köpke · 20.07.2020 · Community
Hallo, ist es problemlos möglich die Route auch in Finse zu starten? Dann würde es besser mit den Zug/Bus Verbindungen klappen. Mit freundlichen Grüßen Tim
Weiterlesen
Antwort von Thomas Schwindt  · 20.07.2020 · alpenvereinaktiv.com
Hallo Tim, ja das ist kein Problem. Die Tour kann auch von Nord nach Süd gewandert werden. Gruß Thomas
Frage von Stefan Kochinke  · 27.10.2019 · Community
lieber Thomas was macht die Tour technisch so anspruchsvoll ,8. oder 9. Täglich?
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Antwort von Thomas Schwindt  · 27.10.2019 · alpenvereinaktiv.com
Hallo Stefan, danke für deine Nachfrage. Man denkt ja man hätte in der Wegbeschreibung alles gesagt, doch dem ist nicht so. Darum hier noch ein paar klärende Ergänzungen zur technischen Bewertung der 8. und 9. Etappe: In der achten Etappe gibt es ab dem Tal Simadalen ausgesetzte Passagen und steile Auf- bzw. Abstiege in grasigem Gelände. Daher ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefordert. Nachdem die Brücke am Gletscherfuß repariert wurde, ist der Übergang zu ihr je nach Witterung mitunter vereist bzw. mit Firn durchsetzt. In der 9. Etappe ist der Aufstieg nach der Hütte trittechnisch anspruchsvoll, da er ausgesetzt, glatt und nicht immer eindeutig zu erkennen ist. Der Bach wird zudem gequert und macht durch seine Gischt bzw. Nebenläufe alles in seiner Umgebung noch glitschiger. Danach erwartet uns eine recht glatte Felsplatte bis zum Gipfel des Lureggane (1306 Hm). Hier ist aufgrund des Flechtenbewucheses mitunter Seifenqualität vorhanden. Also sehr vorsichtig zu begehen. Am Ende der Umrundung muss der Abfluss überquert werden. Altschneefelder werden mitunter betreten ohne das von oben eingesehen werden kann, wie stark die Schneebrücke ist. Erfahrung und Vorsicht sind hier geboten. Wenn man den o.g. Ansprüchen gewachsen ist, so sind beide Etappen wunderschön und ein unvergessliches Erlebnis. Ich wünsche dir eine schöne Tour und hoffe mit den Erläuterungen Klarheit in die Bewertung gebracht zu haben. Gruß Thomas

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