Der Goldsteig – Die Südroute

Fernwanderweg · Fichtelgebirge
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Schwierigkeit
schwer
Strecke
367,1 km
Dauer
105:00 h
Aufstieg
7654 hm
Abstieg
7894 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour aussichtsreich Etappentour Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights

Der Goldsteig erstreckt sich bis an den Rand des Oberpfälzer Waldes und teilt sich dann in zwei Varianten. Die Südroute verläuft über die reizvollen Höhenzüge des Vorderen Bayerischen Waldes bis nach Passau. Die hier beschriebene Südroute reiht Gipfel an Gipfel, führt durch den Nationalpark, entlang der böhmischen Grenze, zum Dreisessel und von da weiter nach Passau.

Fichtelgebirge: Aussichtsreicher Fernwanderweg

Wer den Goldsteig wandern möchte, hat die Qual der Wahl: Nach Oberviechtach gabelt er sich in eine Nord- und eine Südroute. Anstrengend und landschaftlich wunderschön sind beide. Auf der Südroute dominieren aber, im Gegensatz zu den schroffen Felsgipfeln der Nordvariante, schattige Waldpfade und Wiesenwege. An klaren Tagen kann man sogar die Alpenkette vom Dachstein bis zur Zugspitze am Horizont sehen. Der Goldsteig führt durch den Sonnenwald zu den Berghängen des Brotjacklriegels und dann entlang der „Schwarzen Perle“ Ilz bis nach Passau.

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Qualitätsweg Wanderbares Deutschland Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
1087 m
295 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start

In Marktredwitz (519 hm)
Koordinaten:
Geographisch
49.993428, 12.084519
UTM
33U 291042 5541973

Wegbeschreibung

1. Etappe: Marktredwitz - Friedenfels
Der Goldsteig beginnt in Marktredwitz, einem idyllischen Städtchen mit einer schönen Altstadt, zwei sehenswerten Rathäusern und verschiedenen Kirchen. Schon kurz hinter Marktredwitz verlassen wir die Teerstraße und wandern auf Wiesen- und Waldwegen in südlicher Richtung an Waldershof vorbei. Dabei passieren wir Rosenhammer und Neumühle, bevor wir den Mascher Berg besteigen. Von hier aus haben wir eine weite Sicht auf die umgebende Landschaft. Weiter geht es über Walbenreuth und Kaltenlohe zum Marktredwitzer Haus. Danach geht es durch den Naturpark Steinwald zur Burgruine Weißenstein. Bei guter Sicht kann der Blick bis ins Fichtelgebirge, den Erzgebirge-Kaiserwald, den Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald schweifen. Wir gehen nun in Richtung Süden, am Felsentor Kiebitzstein vorbei, bis wir zum Freibach von Friedenfels gelangen.

 

2. Etappe: Friedenfels - Neuhaus
Die Ortschaft Friedenfels liegt unmittelbar am Steinwald mit dem gleichnamigen Naturpark, der an das größte zusammenhängende Teichgebiet Bayerns grenzt. Bizarre Felsformationen, abwechslungsreiche Berg- und Talabschnitte und die Möglichkeit zu herrlichen Rundblicken bieten sich hier den Wanderern. 
Der Goldsteig führt uns aus dem Steinwald hinaus und hinein in das Teichgebiet östlich von Friedenfels. Dabei gehen wir zwischen Leinberg und dem Muckenthaler Berg hindurch nach Muckenthal und ins Tirschenreuther Teichgebiet. So verlockend die vielen Teiche an heißen Tagen auch sein mögen, sind sie auch der Grund für viele Stechmücken, die Wanderer vor allem im Sommer und Frühherbst plagen.
Die Ortschaft Falkenberg liegt etwa auf halber Strecke dieser Etappe. Ein unbedingtes Muss ist ein kleiner Stadtspaziergang, um die 1000jährige Burg, den Wackelstein und das historische Zoiglbierbrauhaus zu bestaunen. Wir durchqueren das Naturschutzgebiet Waldnaabtal, einen 12 Kilometer langen Canyon, der von bis zu 40 m hohen Granitfelsen begrenzt wird, während in der Mitte ein wilder Fluß über Schwellen, Natursteinwehren und Strudellöcher tost. Über die geologischen Grundlagen der Region informiert der Geopark von Windischeschenbach, ganz in der Nähe des Stadtteils Neuhaus. Nachdem wir die Waldfriedenhütte passiert haben, muss nur noch ein kleiner steiler Anstieg bewältigt werden und wir sind in der Zoiglhauptstadt Neuhaus/Windischeschenbach.

3. Etappe: Neuhaus - Letzau/Oberhöll
Durch den Innenhof des restaurierten Schafferhofes geht es zur Burg mit dem markanten Butterfassturm. Wir verlassen nun Neuhaus und passieren die Hutzlmühle, die Islandpferde-Passstrecke und die Eisenbahnbrücke. Anschließend kommen wir zur Waldnaab, die uns auf naturbelassenen Wegen zur Radschinmühle unterhalb von Mühlberg bringt. Ab dem Ortseingang von Neustadt folgt der Goldsteig dem Waldnaabufer weiter bis zum Campingplatz. Von hier führt die Allee hinauf zur Altstadt. Dort können wir die Lobkowitz-Schlösser auf dem mittelalterlichen Stadtplatz, die barocke Klosterkirche St. Felix oder die Altbayerische Krystall-Glashütte bestaunen. Über Wilchenreuth und Theisseil führen naturbelassene Wege hinauf zum Fischerberg mit dem „Vierlingsturm“, einem Aussichtsturm und der zeitweise bewirtschafteten Strobelhütte. Danach führt der Weg wieder bergab ins Hölltal.

 

4. Etappe: Letzau/Oberhöll - Leuchtenberg
Die Etappe von Letzau nach Leuchtenberg beginnt mit einem kleinen Anstieg und zieht sich meist am Waldrand entlang zum Dreifaltigkeitsberg bei Muglhof und weiter nach Oedenthal, das bereits aus der Ferne zu sehen ist. Vor Roggenstein steht eine beeindruckende Rotbuche mit einem Feldkreuz. Nun gehen wir hinunter ins Luhe-Tal zur Oberschleif, einer ehemaligen Glasschleife. Danach erreichen wir das Waldgebiet „ Elm“ mit den „Drei Hand kreuzen“. Das sind markante Grenzkreuze, die bereits im Jahr 1361 erwähnt wurden. Naturbelassene Wege führen uns an der Mördergrube, der Sargmühle und dem Schafsteg vorbei. Durch das Naturschutzgebiet Wolfslohklamm im Lerautal führt der Goldsteig weiter zum Wolfslohfelsen, weiter über eine kleine Lerau- Brücke und vorbei an der Felsformation „Teufelsbutterfaß“. Die imposante Landgrafenburg von Leuchtenberg ist schon von weitem zu sehen und führt uns zu unserem Etappenziel.

 

5. Etappe: Leuchtenberg - Tännesberg
Die Landgrafenburg war über Jahrhunderte der Stammsitz der Landgrafen von Leuchtenberg. Immer von Mai bis August finden hier die „Burgfestspiele Leuchtenberg“ statt. Zunächst geht es bergab und bergauf über Wittschau auf den „Roten Bühl“ und ins Dorf Döllnitz. Hier betreten wir das Pfreimdtal. An der Pfreimd entlang erreichen wir Trausnitz, wo sich vom Kalvarienberg aus ein traumhafter Ausblick auf den Ort mit seiner Kirche und Burg bietet. Auf unserem Weg gelangen wir auch zur Staumauer des Pfreimdtal-Stausees. Von hier führt ein Hohlweg zum Ortsteil Bierlhof und Oberbierlhof. Auf  Forstwegen gelangen wir dann über Kaufnitz weiter auf den Schlossberg von Tännesberg, auf dem früher eine Burg stand. Heute genießen wir den herrlichen Panoramablick.

 

6. Etappe: Tännesberg - Oberviechtach
Unmittelbar nach dem Abstieg vom Schlossberg führt uns die Route auf den „Geologischen Lehrpfad“. Ganz in der Nähe befindet sich auch die Wallfahrtskirche St. Jodok: Jedes Jahrfindet hier am vierten Sonntag im Juli die Pferdewallfahrt „St. Jodok-Ritt“ mit über 200 Pferden statt. Der Goldsteig bringt uns in den Tännesberger Wald, weiter auf den Gipfel des Wildensteins und an den Rand von Oberviechtach. Die Festspielstadt bietet sich als Etappenziel an: Hier können wir uns beim Goldwaschen das Geld für die Übernachtung verdienen, uns bei der Goldwanderung vom Goldfieber anstecken lassen oder uns auf dem Goldlehrpfad über die historischen Abbaugebiete informieren.


7. Etappe: Oberviechtach - Neunburg vorm Wald
Kurz hinter Kulz und dem Prackendorfer Moos stoßen wir auf die Gabelung des Goldsteigs. An einer Kreuzung mitten im Wald teilt sich der Goldsteig in die Nord- und in die Südroute. Vom Schwierigkeitsgrad sind beide ungefähr gleich. Die Strecke über den südlichen Vorwald ist von vielen Auf- und Abstiegen geprägt.  Dadurch hat sie aber auch herrliche Fernblicke. Über Dautersdorf geht es gemächlich und landschaftlich äußerst reizvoll zur Wallfahrtskapelle Schönbuchen. Von hier wandern wir stetig bergab auf schönen Waldpfaden bis nach Kröblitz. Ohne nennenswerte Anstrengungen führt der Goldsteig weiter, bis zu einem Wegweiser, der uns zu einem kleinen Abstecher zum sagenhaften Druidenstein verführt. Wieder auf dem Weg zurück, ist schon bald die Pfalzgrafen-Residenz Neunburg vorm Wald mit ihrem historischen Altstadtkern erreicht.

8. Etappe: Neunburg vorm Wald - Mappach
Über die ehemalige Bahntrasse und eine kleine Brücke, die nochmals einen schönen Blick zurück auf die Kirche von Neunburg vorm Wald gestattet, verlassen wir die historische Stadt. Nun wandern wir durch eine leicht hügelige Wald- und Wiesenlandschaft nach Fuchsenhof, Neuhartelshof und Poggersdorf. Anschließend geht es auf einem Waldweg weiter bis nach Haselhof und damit in den Bodenwohrer Forst. Es folgt ein schönes Stück naturbelassenen Lehrpfades, der mit Infotafeln ausgestattet ist. Entlang des Warbruckerweihers gehen wir auf leicht moorigen Pfaden bis zum nördlichen Rand von Blechhammer. Wer möchte, kann hier auch einen Abstecher nach Bodenwöhr, wo sich der Kunst- und Wasserweg um den Hammersee schlängelt, einplanen. Vorbei am Birkhof führen uns Wiesen- und Feldwege dann in Richtung Mappach, dem heutigen Tagesziel.

9. Etappe: Mappach - Walderbach
Der Mappacher Hof, unser Startpunkt, liegt direkt am Goldsteig. Heute führt unser Weg erst mal durch ein größeres Waldgebiet, den Einsiedler Forst, rauf zur Magdalenen-Kapelle. Dort folgen wir dem Waldlehrpfad bis zur idyllischen Gaststätte Waldhaus Einsiedel. Nach der verdienten Pause geht es wieder leicht bergab zum Regental mit dem Klosterort Reichenbach. Die Klosteranlage ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Region. Nach etwa 2 Kilometern, die wir vom Goldsteig abweichen, haben wir unseren heutigen Zielort, Walderbach, erreicht.

10. Etappe: Walderbach – Falkenstein
Über Reichenbach gelangen wir wieder zurück auf den Goldsteig. Unterhalb des Klosters folgen wir einem wunderschönen Pfad immer tiefer in den Wald. Der traumhafte Gipfel des Pfaffensteins ist der erste Zwischenstopp. An Krottenthal und an den Resten eines alten Steinbruches vorbei kommen wir zu der sehenswerten Burgruine Lobenstein. Die Treppen den Turm hinauf sollten in Angriff genommen werden, denn die Aussicht über die Landschaft ist herrlich. Über Zell, Woppmansberg und Mantelberg gelangen wir nach Birkenau. Hier lohnt sich ein Abstecher zur Hohenkammer, einer Felsbastion und ein Naturdenkmal. Die markante Kirche Marienstein ist schon von der Burg Falkenstein aus zu sehen. Kurz vor unserem heutigen Ziel, Falkenstein, passieren wir den Lauberberg.  Für diese Umgebung sollten wir uns ein wenig Zeit nehmen. Scheinbar wahllos verstreute Findlinge, bizarr geformte Granit- und Felsblöcke sowie vorchristliche Kultstätten vermitteln eine zauberhafte Atmosphäre.

11. Etappe: Falkenstein – Wiesenfelden
Zwischen dem hiesigen Wanderparkplatz und dem Ort Falkenstein befindet sich ein Pavillon, von wo uns die Route zu der Wallfahrtskapelle Tannerl auf einer beschaulichen Waldlichtung führt. Nachdem wir den See von Postfelden umrundet haben, beginnt das Naturschutzgebiet Hölle. Im Anschluss an den hölzernen Wegweiser folgt eine etwa 4 Kilometer lange, naturbelassene Strecke entlang des Höllbaches, eine außergewöhnliche Naturlandschaft. Kurz vor der Fahnmühle verlässt der Goldsteig das Höllbachtal, um gleich darauf den Aufstieg zum Leiblberg anzugehen. In Aumbach ist dann Zeit für eine verdiente Pause in einem typischen Wirtshaus. Dann geht´s durch weite Wälder und eine herrliche Wiesenlandschaft ab- und aufwärts, übers Perlbachtal zum Gasthaus am See, über die Hubmühle zum Schiederhof, einem möglichen Etappenort. Die Alternative hierzu, der „Naturlaubsort“ Wiesenfelden, liegt weitere 4 Kilometer entfernt.

12. Etappe: Wiesenfelden – Haunkenzell
Der Naturbeobachtungssteg von Wiesenfelden ist unser heutiger Ausgangspunkt. Zum Aufwachen geht es auf flachen Feld-, Wald- und Wiesenwegen über Utzenzell und Kragenroth nach Kleinneundling. Anschließend laufen wir bergauf nach Pilgramsberg, unsere erste Anhöhe bei dieser Etappe. In Pilgramsberg erwartet den Wanderer die Wallfahrtskirche St. Ursula. Von hier aus öffnet sich der Blick in die Donauebene und bei sehr guten Wetterlagen sogar bis in die Alpen. Über zahlreiche Treppen und einen herrlichen Waldweg führt dann der Abstieg in das Haunkenzeller Tal. In Haunkenzell endet schließlich die heutige Etappe.

13. Etappe: Haunkenzell - Konzell
Von Haunkenzell führen uns idyllische Waldwege und offene Wiesenlandschaften bis nach Stubenhof, dem östlichen Ortsrand von Stallwang. Von dort folgen wir dem Wegweiser zum Gipfel des Gallners. Nach etwa zwei Dritteln der Strecke kommen wir an einem Bauernhof mit eigener Kirche vorbei. Auf dem Gipfel angekommen, belohnt uns der Ausblick für die Anstrengungen. Die Kirche auf dem Gallner, St. Sixtus, hat übrigens der Legende nach Glocken, die besonders vor einem Gewitter, helfen sollen. Über Wiesenwege wandern wir über Forsting nach Denkzell, dem Golddorf: Der Ort wurde sowohl im Landes- als auch im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ zwei mal mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Ein Dorfweiher, alte renovierte Bauernhöfe, Heuschober und Getreidehäuser machen den malerischen Ortskern aus. Anschließend gehen wir auf Wald- und Wiesenwegen nach Konzell.
     
14. Etappe: Konzell - St. Englmar
Wir verlassen Konzell durch den Talgrund. Nach Zierling und Sicklasberg bietet sich uns im Kreuzhaus die erste Rastmöglichkeit. Bei dieser kurzweiligen und landschaftlich bezaubernden Strecke kann man die wunderbare Aussicht in die Cham-Further-Senke genießen. Vom Kreuzhaus auf 887 m wandern wir vorbei an der „Hansl Hüttn“ über Riedelswald, Vornwald und Redlmühl bis zur Käsplatte (979 m).  Auf einem schönen Waldweg laufen wir zunächst nach Kolmberg. Um den Käsplattengipfel zu erklimmen, müssen wir einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, da er etwas abseits der Goldsteig-Route liegt. Die Hauptroute führt uns weiter nach Hinterwies und am Waldrand entlang bis hoch zum Berglifthäuschen und zum Gipfel des Prollers. Danach beginnt der Abstieg nach Sankt Englmar, dem heutigen Tagesziel.

15. Etappe: St. Englmar – Mühlen/Gotteszell
Die heutige Goldsteig-Tour führt über den Höhenrücken des Vorwaldzuges. Am Skilift von Markbuchen vorbei, verläuft der Weg zum Gipfel des Predigtstuhls auf einem Wiesenweg über die sommerliche Skipiste. Nach einer kleinen Verschnaufpause bei der Felsformation laufen wir zur sogenannten Kuddernhütte, einer Wetterschutzhütte. Hier beginnt nun der nächste Aufstieg zum Gipfel des Knogl. Über das „Pfarrerwoidl“ mit einer Rastbank wandern wir zu der großen Lichtung von Odwies mit einem alten Forsthaus. Der Weg steigt weiter bergan bis zum Aussichtsturm des Hirschensteins. Von hier oben überblicken wir auf der linken Seite den Goldsteig bis zum Rauhen Kulm, unserem nächsten Gipfel. Im Osten erheben sich noch Lusen, Rachel, Falkenstein und Arber. Bevor wir uns an den Abstieg machen, erklimmen wir noch den Gipfel des Rauhen Kulm (1050 m). Anschließend gehen wir zuerst nach Kalteck und danach zum „Regensburger Stein“. Von hier geht es bergab bis nach Mühlen.

16. Etappe: Mühlen/Gotteszell - Lalling
Über Grub führt der Goldsteig nach Wühnried, dem Beginn des nächsten Anstieges. Vor der kleinen Kapelle in Wühnried biegen wir nach links ab und machen uns an den Anstieg zum Einödriegel, den wir aber nicht komplett erklimmen. Wir wandern nun über den Bohlenweg durch das Moor und weiter auf naturbelassenen Waldwegen zur „Hölzernen Hand“. Diese liegt direkt an einer großen Gabelung mit einem Rastplatz. Vom Parkplatz nebenan bietet sich ein herrlicher Blick nach Süden. Auch die weitere Waldstrecke ist äußerst reizvoll und bringt den Wanderer in den Ort Datting im Lallinger Winkel. Hier scheint die Zeit still zu stehen: Alte Bauernhäuser, dörfliches Landleben, wie man es anderswo kaum mehr findet. Und auch im nächsten Ort Gerholling erstaunt nochmals ein Kleinod typisch alter Bauernhofarchitektur.  Fast ausschließlich bergab führt der Goldsteig den Wanderer anschließend nach Lalling: Er ist im Lallinger Winkel, der „Obstschüssel“ Ostbayerns, angekommen.

17. Etappe: Lalling - Zenting
Wir verlassen Lalling in Richtung Panholling, wo wir den Obstlehrpfad erkunden. Am Ende des Lehrpfades biegt der Weg in den Wald ab, wo uns recht bald der recht steile Anstieg zum Brotjacklriegel erwartet. Padling und das „Goldgraberdorf“ Hunding liegen auf der Strecke. Von hier bis Langfurth müssen wir uns die Kräfte auf der anstrengenden Strecke gut einteilen. Bevor wir das letzte Stück zum Gipfel des Brotjacklriegels erklimmen, können wir uns in Langfurth noch eine Pause gönnen. Auf dem Gipfel finden wir eine Sendeanlage des Bayerischen Rundfunks, einen Aussichtsturm und Rastplätze. Beim Abstieg über den Steilweg am östlichen Berghang passieren wir zuerst das Bergdorf Daxstein, danach Fradlberg und Lina und erreichen schließlich Zenting.

18. Etappe: Zenting - Schrottenbaummühle
Heute erwarten uns einige Highlights des Goldsteigs beispielsweise der Weg hinunter zur Ilz, der Schwarzen Perle des Bayerischen Waldes. Dabei passieren wir den Bauernhof von Manzenreuth, die kleine Kapelle von Eizersdorf, die Ginghartinger Mühle und schließlich Thurmansbang. Auf schattigen Waldpfaden wandern wir an den Saldenburger See. Hier bietet sich uns der ideale Rastplatz. Wer möchte, kann die Füße in das erfrischende Nass halten, bevor es erneut ein Stück bergauf geht. Wir nähern uns über Preying auf gemütlichen Wald- und Wiesenwegen dem Ilztal. Dort führt uns der Weg in Richtung Schneidermühle, wo sich eine weitere Rastmöglichkeit bietet. Dann geht es bis zur Schrottenbaummühle immer an dem wildromantischen Fluss entlang.

19. Etappe: Schrottenbaummühle - Ruderting
Die Schrottenbaummühle ist ein beliebtes Ausflugsziel – kein Wunder bei der wunderschönen Lage inmitten des Ilztals. Von hier aus gelangen wir über Aumühle und Fürsteneck nach Kalteneck und Fischhaus. Kurz zuvor kommen wir an einem ausgewiesenen Badeplatz vorbei. Ab Fischhaus haben wir nun zwei Wander-Möglichkeiten: Auf der einen Strecke liegen ein alter Steinbruch mit Infotafeln und der Klettergarten. Die andere Route führt auf dem Ge(h)schichtenweg von Fischhaus nach Ruderting. Unser Etappenort liegt etwa 2 Kilometer abseits vom Goldsteig.

20. Etappe: Ruderting - Passau
Die letzte Goldsteig-Etappe beginnen wir in Ruderting. Auf Waldpfaden gelangen wir über viele Bäche zur Ilz und anschließend zum ehemaligen Standort der Mausmühle. Weiter geht es entlang des IIztalstausees, bis kurz vor der großen Staumauer ein Badeplatz kommt, den der Goldsteig überquert.  Die nächste Station ist das Gasthaus bei der Triftsperre. Die Sperrpfeiler und der dunkle Trifttunnel, den der Wanderer gleich durchschreitet, sind Zeitzeugen der gefährlichen Holztrift. Ein imposanter Steg führt im Zickzack zum Tunnel. Der Goldsteig kürzt mit Begehen des Tunnels die Ilzschleife ab und führt innerhalb des Ilzbogens nach Hals. Kurz vor Hals thront auf einem Berg die Burgruine Hals. Über eine allerletzte Anhöhe gelangt der Wanderer schließlich zur Veste Oberhaus, einem grandiosen Aussichtspunkt auf Passau. An dieser Burg vor dem Nordtor schließt sich der Kreis des Goldsteiges: Hier treffen Nord- und Südtour des Goldsteiges aufeinander.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit dem Zug nach Marktredwitz

Anfahrt

A93 bis Marktredwitz

Parken

In Marktredwitz

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Verantwortlich für diesen Inhalt
Outdooractive Redaktion
outdooractive.com User
Autor
Miriam Frietsch
Aktualisierung: 24.04.2017

Zum Reiseführer: Fernwanderwege im Fichtelgebirge

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