• Panoramaaufnahme der Großen Sultan-Qabus-Moschee Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Redaktion
  • Panoramablick vom Fort von Mutrah Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Redaktion
  • Kamele in der Wahiba Wüste Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Redaktion
  • Atemberaubender Blick über das al-Dschabal al-Achdar Gebirge (W18) Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Redaktion

Oman

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Das "Norwegen des Mittleren Ostens", das "sagenumwobene Weihrauchland" - oder - die "Karibik des Orients".

Das Sultanat auf der Arabischen Halbinsel geschmückt mit Wüsten, Flussbetten und Oasen blickt auf eine nicht weniger als 5000 Jahre andauernde Geschichte im Seehandel zurück. Die lange Küste des Omans ersteckte sich über den Persischen Golf, das Arabischen Meer und den Golf von Oman. Touristen verzaubert ein kristallklares Meer und bietet sowohl Wassersport- als auch Tauchbegeisterten perfekte Bedingungen. Aktivurlauber sollten sich die spektakuläre Bergwelt im Norden des faszinierenden und bezaubernden Landes nicht entgehen lassen.

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Highlights


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Reisezeit, Klima & Wetter

Der Oman ist grundsätzlich ein Ganzjahresziel, es gibt jedoch unterschiedliche klimatische Bedingungen je nachdem wo man im Sultanat seinen Urlaub verbringen möchte. Während es in den Bergregionen am Abend und in der Nacht eher kühler ist, ist es am Arabischen Meer heiß und trocken.

In der Region rund um Muscat im Norden sind die Monate im November bis April zu empfehlen, denn dort herrscht dann ein mildes Klima mit angenehmen Temperaturen zwischen 15 und 25 °C. Von einer starken Hitze und heißen Temperaturen ist die Region von Mai bis Oktober geprägt.

In Salalah, dem Badeparadies Omans, herrschen ganzjährig Temperaturen zwischen 25 und 33°C. In der Monsunzeit von Juni bis September kommt es hier vermehrt zu Niederschlägen.

In diesem Sinne gibt es nicht die „perfekte Reisezeit“ für den Oman, sondern sollte seine Planungen abhängig von den bevorzugten Unternehmungen und Vorlieben machen.

Religion

Im Oman leben mehrere Religionen friedlich und ohne Auseinandersetzungen zusammen. Die Mehrheit der Einwohner (ca. 86 %) gehört dem Islam an . Die restlichen ca. 14 % sind Christen oder Hindus. In jedem noch so abgelegenden Dorf bestehend aus Lehmhäusern, bewohnt von Hirten und ihren Ziegen steht eine Moschee.

Bevor man in den Oman reist, empfiehlt es sich, sich etwas mit dem Islam auseinanderzusetzen und die fünf Säulen des Islams zu kennen. Kurz erklärt weisen die fünf Säulen folgende Merkmale auf:

Der Begründer des Islams ist der Prophet Mohammed. Das "Salât" (Pflichtgebet) soll fünfmal am Tag nach Stand der Sonne im Laufe des Tages verrichtet werden. Die Almosengabe "Zakat" wird diskret gemacht und ist für Bedürftige bestimmt. Einmal im Leben sollte jeder Muslim einmal nach Mekka gepilgert sein, man nennt es "Haddsch". Der Fastenmonat "Ramadan", in dem mit Einschränkungen im öffentlichen Leben zu rechnen ist. Das Glaubensbekenntnis "Shahada" wird vor jedem Gebet rezitiert.

Zusätzlich zählt auch die Beschneidung, die rituelle Waschung vor den Gebeten oder das Verbot Schweinefleisch zu verzehren als weitere Praktiken dazu.

Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem

Auf der Arabischen Halbinsel ist Oman nicht nur wegen der entspannten Atmosphäre ein beliebtes Reiseziel, sondern auch, weil es ein feuchteres Klima als etwa Saudi-Arabien hat und im Spätsommer grüner und kühler ist als der Rest. Wandert man durch die Berge, zeigt sich das an den Spuren der Bewirtschaftung. Selbst an schwer zugänglichen Steillagen wurden Terrassen geformt, die ihre einzigartige Architektur aufweisen.

Kleine Erdwälle werden um jeden Rosenstrauch und jeden Granatapfelbaum errichtet. Jede Pflanze hat quasi ihre eigene Miniparzelle, sodass kein Wasser ungenutzt ablaufen kann. Das ist Teil eines uralten, weitverzweigten, ebenso einfachen wie ausgeklügelten Bewässerungssystems. So entstanden blühende Oasen, der Kontrast zur kargen Landschaft macht diese noch märchenhafter.

Das wenige Wasser, das bei Regen gesammelt werden kann, wird durch ein Kanalsystem geleitet und je nach Bedarf durch zu öffnende Tore auf das jeweilige Stück Land geleitet. Das Ergebnis ist eine wie von Venen und Adern durchzogene Bergwelt, die Zeugnis davon abgibt, mit welcher Entschlossenheit der Natur hier jeder Tropfen abgetrotzt wurde. 

Auf den Spuren des Weihrauchs aus dem Oman

Der Oman ist eines der wenigen Länder, in denen der Weihrauchbaum wächst. Dessen Harz wurde schon im alten Ägypten zur Mumifizierung verwendet und spielt bis heute eine elementare Rolle in der katholischen Kirche. Seine desinfizierende und betäubende Wirkung hat ihn zu einem seit Jahrtausenden begehrten Handelsgut gemacht. Wenn man sehen möchte, woher der Weihrauch kommt, muss man in den Südwesten des  Omans reisen. In keiner anderen Region auf der Welt gedeihen Weihrauchbäume so gut wie in Dhofar: Hier, in 300 bis 800 Metern Höhe, ist die Luft warm und vom Monsun feucht.

Bei der Ernte des Weihrauchbaumes werden mit einem speziellen Messer Schnitte in die Rinde gesetzt somit das Harz des Baumes entweichen kann. Das Harz verfestigt sich sehr schnell und muss ca. 14 Tage trocknen bevor es geerntet werden kann. Während die erste Ernte minderwertige Qualität darstellt, wird mit jedem Durchgang  das Harz klarer und heller. Die beste grünlich-weiße Qualität erreicht der Weihrauch erst zum Ende der Erntesaison im Herbst. Weihrauch wird auf Märkten im ganzen Land in allen erdenklichen Mengen und Qualitäten angeboten. Je heller die Bröckchen, desto besser die Qualität und umso höher der Preis (40 bis 50 Euro pro Pfund, Handeln ist im Basar unbedingt erforderlich).

Somit ist der Weihrauch eine schöne Erinnerung und ein typisches Mitbringsel von dem Aufenthalt im Oman.