Reiseführer Estland

  • Sonnenuntergang in Estland Foto: CC0, Pixabay
  • Ruhige Stimmung am Pühajärv Foto: CC0, Pixabay
  • Blick auf die Altstadt von Tallinn Foto: CC0, Pixabay

Estland

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Estland – viel Zeit solle man sich nehmen, um den baltischen Staat am Knotenpunkt zwischen Osteuropa, Mitteleuropa und Skandinavien kennenzulernen. Man wird auf eine wilde, ursprüngliche, vom Wasser geprägte Naturlandschaft und eine ebenso eigenwillige wie sympathische Bevölkerung treffen, deren Liebe zum eigenen Land sich einfach auf Besucher übertragen muss.  

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Im Land des Wassers

Estland bildet den Norden des Baltikums und grenzt im Norden an den Finnischen Meerbusen, im Osten an Russland, im Süden an Lettland und im Westen an die Rigaer Bucht. Die Oberfläche ist eiszeitlich geprägt und zeigt sich flach bis hügelig. Im Osten sind Moore vorherrschend, während sich im Südosten Endmoränen auf bis zu 318 m am Suur Munamägi erheben.

Wasser ist in Estland charakteristisches Element: Mehr als 1500 Inseln machen beinahe zehn Prozent der Fläche aus, über 1400 Seen und mehr als 7000 Flüsse prägen das Land. Der größte See ist der Peipussee, den sich Estland mit Russland teilt. Die größten Inseln sind Saaremaa und Hiiumaa. Bedeutende Flüsse sind Narva und Pärnu. Beinahe die Hälfte Estlands ist mit Wald – besonders Kiefern, Fichten und Birken – bedeckt.

Outdoor-Aktivitäten in Estland

Estland ist flächenmäßig etwas größer als die Schweiz, beheimatet jedoch nur 1,3 Millionen Einwohner. In dem dünn besiedelten Land mit seiner ursprünglichen Natur finden Gäste wie Einheimische Ruhe und Erholung.

Die tiefen Wälder und die Moorlandschaften in den zahlreichen Nationalparks üben eine hohe Anziehungskraft aus und verleihen neue Kraft. Zu Fuß, auf zwei Rädern, zu Pferd oder auf dem Wasser – das Aktivsein ist immer mit eindrücklichen Erlebnissen verbunden.

Eine wechselvolle Geschichte

Nicht nur geografisch, sondern auch kulturell liegt Estland zwischen Mitteleuropa, Osteuropa und Skandinavien. Über Jahrhunderte hinweg unterlag die Bevölkerung der Herrschaft unterschiedlicher Machten: Deutsche, Dänen, Schweden, Polen und Russen waren es, die über Estland regierten und versuchten, dem Land fremde Sprachen und Kulturen aufzuerlegen. Erst im Jahr 1991 wurde Estland eigenständig, entwickelte sich dann jedoch umso schneller zum wirtschaftlich und politisch stabilen Staat.

Ihr Nationalbewusstsein haben die Einwohner nie verloren und Traditionen wie Volkslieder, Tänze und Trachten werden noch immer zelebriert. Sinnbild dafür ist das estnische Sänger- und Tänzerfest, zu dem alle fünf Jahre tausende zusammenkommen und gemeinsam singen. Kulturelles Herz der Nation ist die Hauptstadt Tallinn, deren sehr gut erhaltener mittelalterlicher Stadtkern zum UNESCO-Kulturerbe zählt.