• Natur ist grenzenlos - Grünes Band Thüringen Foto: Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz
  • Original Grenzzaun Abschnitt Foto: ADAC Hessen-Thüringen e.V.
  • Rennsteigpark in Steinbach Foto: Thüringer Tourismus GmbH
  • Alter Grenzstein am Rennsteig Foto: Thüringer Tourismus GmbH
  • Malerischer Ausblick über die Rhön Foto: Rasmus Schübel, Thüringer Tourismus GmbH
  • Der Plattenweg im Eichsfeld an der ehemaligen innerdeutschen Grenze Foto: Thüringer Tourismus GmbH
  • Kalte Küche im Thüringer Wald Foto: Thüringer Tourismus GmbH
  • Flora im Grünen Band Foto: Steffi Schweizer, Mödlareuth
  • Die Wartburg im Thüringer Wald Foto: D. Ketz, Regionalverbund Thüringer Wald e.V.
  • Burg Hohnstein in Neustadt, Südharz Foto: Thüringer Tourismus GmbH

Thüringen

Teilen
168 168

Thüringens Städte vereinen Charme und Geschichte! Im Sommer sind sie perfektes Pflaster zum Draußensitzen, für Open-Air-Kultur und Kunstgenuss. Und die Natur ist nie weit: Der Thüringer Wald, der Nationalpark Hainich, das Eichsfeld oder die Rhön laden zum Wandern und Radeln ein. Ein besonderer Tipp in der Region ist das „Grüne Band“. Entlang der Grenze, die einst Ost von West trennte, warten geschichtsträchtige Orte und Landschaftszüge voll artenreicher Natur.

Verantwortlich für diesen Inhalt
Thüringer Tourismus GmbH 


Highlights


Die Region entdecken

Aufenthalt buchen

Finde eine passende Unterkunft in Thüringen

Unterkünfte in Thüringen

Geschichte

Das Grüne Band – Ein geschichtsträchtiges Naturmonument in Thüringen. Es ist der größte Biotopverbund Deutschlands und durchquert den Naturpark „Eichsfeld-Hainich-Werratal“ im Nordwesten Thüringens und im Süden den Thüringer Wald sowie das Thüringer Schiefergebirge. Einst verlief hier die Grenze, die Deutschlands Osten vom Westen trennte, heute verbindet das sogenannte Grüne Band idyllische Landschaften und artenreiche Naturschutzgebiete mit historischen Orten voller Erinnerungen.

Natur ist grenzenlos - Das Grüne Band Thüringen
Video: Thüringen entdecken

Little Berlin – Aus Nachbarn werden Fremde

Mödlareuth ist ein beschauliches Dorf, das an der Grenze zwischen Thüringen und Bayern liegt. 1949 wird hier in Folge der Teilung Deutschlands in Ost und West ein Grenzzaun errichtet. Der Tannbach, der mitten durch den Ort fließt, wird für die Bewohner zur unüberwindbaren Grenze. Aus einstigen Nachbarn werden Fremde.

1966 weicht der Grenzzaun einer 700 Meter langen und dreieinhalb Meter hohen Betonmauer. Wie auch Berlin, wird der kleine Ort geteilt, was ihm den Namen „Little Berlin“ einbrachte. Noch heute sind hier die Ausmaße der deutschen Teilung spürbar.

Die Bewohner sprachen sich nach der Wende jedoch gegen eine einheitliche Zuteilung des Dorfes zu einem Bundesland aus. Und so sind die beiden Teile des Ortes nach wie vor dem jeweiligen Bundesland zugeteilt. Gelebt, gelacht und gefeiert wird hier natürlich trotzdem gemeinsam, ganz ohne Mauer.

Innerdeutsche Grenze entlang des Tannbachs

Den Feind stets im Blick haben

Point Alpha: Beobachtungsturm US-Camp und DDR-Wachturm Foto: Point Alpha Stiftung

Wäre es zu einem dritten Weltkrieg gekommen, wären die Rhön und die Fulda Gap wohl die wahrscheinlichsten Angriffspunkte zwischen Ost und West gewesen. Noch heute zeugen meterhohe Wachtürme und eindrucksvolle Befestigungsanlagen von der angespannten Situation entlang des Grenzzaunes.

An keinem anderen Ort der innerdeutschen Grenze kamen sich die Soldaten aus Ost und West näher als am sogenannten Point Alpha. Er war einer der wichtigsten Beobachtungsposten der US-Amerikaner.

Wer den Ereignissen der deutschen Geschichte auf die Spur gehen möchte, begibt sich auf den "Weg der Hoffnung". Das Kunstprojekt erinnert an den Widerstand gegen die kommunistische Diktatur und lässt seine Besucher auf der Grenze zwischen Freiheit und Unfreiheit wandeln.

Stille Zeitzeugen

Im Grenzbahnhofmuseum Probstzella lassen Künstler die Deutsche Geschichte in ihren Werken neu aufleben.

An dem Ort, wo einst rund 20 Millionen Zugreisende von der Grenzpolizei und dem Zoll kontrolliert wurden, stellen nun lokale Künstler ihre Gemälde, Fotos und Objekte aus. Alle Werke haben dabei eines gemeinsam: Das Grüne Band, das Natur und Geschichte der Region verbindet. Auch die Erlebnisse und Eindrücke der Bürger, die zur Zeit der deutsch-deutschen Teilung in der Umgebung gelebt haben, lassen sich in den ausgestellten Schriften nachempfinden.


Natur

Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale

Foto: Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale

Mittelgebirgslandschaft mit viel Geschichte – Tief eingeschnittene Täler, dicht bewaldete Hänge und panoramareiche Hochflächen formen die Landschaft des Naturparks Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale.

Die Berge im Süden des Naturparks erreichen knapp 800 Meter und sind sowohl bei Wanderern als auch bei Skifahrern sehr beliebt. Durchzogen sind die felsigen Hänge von zahlreichen Teichen, Flüssen und Seen und machen den Naturpark im Süden Thüringens zur größten Stauseeregion Deutschlands.

Historische Grenzsteine entlang des Rennsteigs und der Saale zeugen noch heute von der territorialen Zersplitterung bis ins 19. Jahrhundert hinein. Grenztürme und Mauerreste wiederum erinnern an die überwundene deutsche Teilung des 20. Jahrhunderts.

Heute gehört die Region zum Biotop-Verbund "Grünes Band" und beheimatet seltene Tier- und Pflanzenarten.

Naturpark Südharz

Mit zahlreichen Wanderwegen und Mountainbike-Touren ist der Südharz das ideale Ziel für alle Entdecker und Genießer. Besonderes Highlight im Naturpark ist die abenteuerliche Karstlandschaft mit weißen Felsformationen, dichten Buchenwäldern, mittelalterlichen Burgruinen und versteckten Höhlen. Gut ausgeschilderte Wanderwege führen direkt hinein in die einzigartige Kulturlandschaft.

Nicht nur durch beeindruckende Naturlandschaften, sondern auch durch die Deutsche Geschichte wandert man auf dem Harzer Grenzweg am Grünen Band. Der knapp hundert Kilometer lange Fernwanderweg verbindet auf einzigartige Weise die Natur, Kultur und Geschichte des Harzes. Durch das Tal der Ecker, dem ehemaligen Grenzfluss, vorbei am historischen Dreiländerstein führt der Weg zum Brocken hinauf. Informationstafeln am Wegesrand klären Interessierte über schützenswerte Biotope und die historischen Stätten auf.

Eichsfeld - Werratal

Ideal für den Aktivurlaub ist das Werratal. Beim gemütlichen Werra Wasser Wandern auf dem ehemaligen Grenzfluss nach Vacha kommen Kanufahrer und Besucher vorbei an der historischen Werrabrücke Vacha. Die 225 Meter lange Steinbogenbrücke verbindet die Länder Thüringen und Hessen und war zu Zeiten der Deutschen Teilung gesperrt. Erst 1989 zur Grenzöffnung war die Brücke wieder zu begehen und wird deshalb auch "Brücke der Einheit" genannt.

Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, begibt sich auf die EntdeckerTour P6 Heldrastein von Wanfried-Heldra über die Werra zum Aussichtsturm auf dem Heldrastein. Die Hüneburg mit Grenzinformationen und der "Turm der Einheit" erinnern an die ehemalige innerdeutsche Grenze.

Weitere Erinnerungen an die Teilung Deutschlands warten auf dem Premiumwanderweg „P16“. Am Grünen Band vorbei führt die knapp 14 Kilometer lange Wanderung durch das hessisch-thüringische Grenzgebiet und verlangt seinen Bewanderern mit steilen, felsigen Anstiegen einiges ab. Vorbei an blühenden Orchideen und duftenden Wildkräutern geht es durch dichte Eibenwälder bergan. Belohnt wird man für die Anstrengungen mit einem herrlichen Ausblick und den alten Gemäuern der Burgruine Altenstein.

Zurück in Asbach-Sickenberg lohnt sich ein Besuch im Grenzmuseum Schifflersgrund. Mit Original-Grenzkontrollhäuschen, dem Beobachtungsturm BT-9 und etwa 1.000 Metern Grenzzaun mit Kontrollstreifen liefert das Museum spannende Einblicke in die Zeit vor der Wiedervereinigung.

Heldburger Unterland

Das Rodachtal und das Heldburger Unterland sind geprägt von den Erinnerungen an die einstige Grenzsituation zwischen Ost- und Westdeutschland. Über die Hügel des Fränkischen Keuperlandes, durch artenreiche Mischwälder verläuft hier das Grüne Band. Neben den Bergkuppen einstiger Vulkane erheben sich hier die Burgruine Straufhain und die Veste Heldburg.

Als Auswirkung des Kalten Krieges begann die russische Besatzung 1952 die Bewohner des Grenzgebiets systematisch umzusiedeln und die Dörfer dem Erdboden gleich zu machen. Zurück geblieben ist die "Schlechsarter Schweiz" mit Gedenktafeln und -steinen, die die Besucher auf die Spur der verschwunden Dörfer bringen.

Eindrucksvolle Veste Heldburg im Heldburger Unterland Foto: Burgen und Schlösser, Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten

Sehenswert

Radeln mit Geschichte im Ohr

Zwischen 1945 und 1989 waren die beiden Bundesländer Thüringen und Hessen durch die innerdeutsche Grenze voneinander getrennt. Heute führt der Ulstertalradweg entlang des ehemaligen Grenzgebiets durch die Rhön und bietet neben Einblicken in die deutsche Geschichte auch eine malerische Naturlandschaft.

An keinem anderen Punkt in Deutschland reichte das Refugium des einstigen Ostens soweit in den Westen hinein wie hier. Während des Kalten Kriegs galt die Rhön deshalb als gefährlichster Ort der Welt. Heute ist sie Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats und Symbol der deutschen Einheit.

Wer mehr erfahren möchte, nutzt die Audio-Points und Schautafeln entlang der Touren 4 und 5. Einfach mit dem Smartphone den QR-Code gescannt, die Audio-Datei geöffnet und schon befindet man sich auch akustisch auf der Reise vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Das Grüne Band

Das Grüne Band ist nicht nur ein einzigartiger Naturraum voller facettenreicher Pflanzen und seltener Tierarten, sondern auch die Verbindung zwischen dem einst getrennten Osten und Westen Deutschlands.

Ob Wanderkurztrip übers Wochenende oder eine mehrtägige Entspannungsreise – das spürbare Band der Region und die vielfältige Natur machen den Aufenthalt in Thüringen zum ganz besonderen Erlebnis.

Beim Biken, Paddeln oder Laufen können sich Aktivurlauber so richtig verausgaben. Genussurlauber hingegen kommen in den endlosen Wäldern und tiefen Seen zur Ruhe. Kein anderer Ort verbindet Geschichte und Natur so eindrucksvoll.

 

Weitere Informationen unter gruenes-band.thueringen-entdecken.de

Alle Regionen im Überblick

Schloss Windischleuba mit Wassergraben

Altenburger Land

Im Osten Thüringens liegt das sehenswerte Altenburger Land. So ist die Stadt Greiz die ehemalige Residenzstadt des Fürstentums Reuß. In Gera befindet sich das 1000 Jahre alte Schloss Altenburg. Auch die vielen Gärten und imposanten Kirchen der Stadt laden zum Durchstreifen ein.
Premiumweg P4 Hessische Schweiz

Eichsfeld

Malerische Dörfer, traditionelle Volksfeste, barocke Kapellen und eine idyllische Naturlandschaft – das ist das thüringische Eichsfeld. Ohmgebirge, Dün, der Lauf von Werra und Unstrut prägen den von Tradition geprägten Landstrich.
Wandern im Erfurter Land

Erfurter Land

Die Region rund um die thüringische Landeshauptstadt Erfurt lockt sowohl Kulturinteressierte als auch Aktivurlauber an. Die Metropole Mitteldeutschlands zieht mit bedeutenden Bauwerken wie dem Erfurter Dom, der Krämerbrücke oder der Zitadelle Peterburg jedes Jahr zahllose Touristen an.
Wald und Wiesen im Fichtelgebirge

Fichtelgebirge

Mit Schneeberg und Ochsenkopf, den Tausendern des Fichtelgebirges, weiteren Höhenzügen und bewaldeten Hochflächen bietet das Mittelgebirge im Nordosten Bayerns zahllose Möglichkeiten für Sport-Begeisterte, sowohl im Sommer als auch im Winter.
Burg Lauenstein

Frankenwald

Das waldreiche Mittelgebirge zwischen Thüringer Wald und Fichtelgebirge zieht mit einer Vielzahl an schmalen Tälern und bewaldeten Hängen Urlauber in die Region. Durch das Gebiet führt das „Grüne Band“, ein Streifen unberührter Natur entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze.
Im romantischen Bodetal im Harz

Harz

Das Mittelgebirge ist schon von Literaten wie Goethe und Heine für seine abwechslungsreichen Naturschönheiten gerühmt worden. Der Harz zählt zu den besterschlossenen und abwechslungsreichsten Wanderregionen Europas.
Blick auf das Kyffhäuser Denkmal

Kyffhäuser

Der Norden Thüringens ist geprägt von sanften Wiesen, Äckern und Wäldern sowie dem Kyffhäusergebirge. Auf einem Bergvorsprung im Nordosten stehen die Ruinen der Reichsburg und das Kyffhäuserdenkmal zu Ehren Kaiser Wilhelms I.
Dreistelz, Metternich, Schildeck.

Rhön

Vom nördlichsten Bayern reicht die Rhön bis nach Thüringen und Hessen. Den Kern der Rhön bildet ein Biosphärenreservat, in dem sich Rotes und Schwarzes Moor befinden. Unbewaldete Hänge zeichnen die Wasserkuppe, den Berg der Flieger, aus und auf dem Kreuzberg wird seit 1620 ein Kloster betrieben.
Tourismusregion Saaleland

Saaleland

An „der Saale hellem Strande” lässt sich Natur entdecken, Kultur erleben, die freie Zeit genießen und ganz nach Lust und Laune zwischen Entspannung beim Wellness oder aktiver Erholung beim Wandern, Wasser- oder Radwandern wählen.
Blick auf die Ausgrabungsstätte Steinrinne

Sömmerda-Region

Die Sömmerda-Region erstreckt sich von den Ausläufern der Hainleite im Norden bis zur Stadtgrenze der Landeshauptstadt Erfurt im Süden. Nicht nur die Funde aus der Steinzeit bei Bilzingsleben machten die Region bekannt.
Thüringer Wald

Thüringer Wald

Unverwechselbare Natur, eine sagenhafte Dichte an Burgen und Schlössern, unvergleichliche architektonische und kulturelle Vielfalt, vorzügliche Küche und Tradition zum Anfassen laden ein, im Thüringer Wald Gast zu sein. 
Der Sauteich bei Muldenberg

Vogtland

Die Vögte, mächtige Landverwalter des Mittelalters, gaben dem Vogtland einst seinen Namen. Heute zieht es nicht nur Freunde alter Burgen und Schlösser, sondern vor allem Naturliebhaber in die Region.
Waldhessen

Waldhessen

Waldhessen liegt innerhalb der Grenzen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg und überschneidet sich im nördlichen Teil mit der „Erlebnisregion Mittleres Fuldatal“ sowie im Südwesten mit dem „Rotkäppchenland“.
Luftaufnahme aus Osten - Stadtschloss - Weimar

Weimarer Land

Das Weimarer Land erstreckt sich rund um die berühmte Kulturstadt, begrenzt durch die Stadtgrenzen Erfurts im Westen und Jenas im Osten. Nach Weimar zog es in der Vergangenheit berühmte Persönlichkeiten wie Schiller, Goethe und Bach.
Wartburg Eisenach Palas

Welterberegion Wartburg-Hainich

Die Welterberegion Wartburg-Hainich in Deutschlands Mitte trägt ihren Namen nicht umsonst: Sowohl die Weltkulturerbestätte Wartburg als auch das Naturerbe Nationalpark Hainich kann die Region ihr Eigen nennen. Dies lässt bereits vermuten, dass Kultur und Natur hier auf engstem Raum zusammenwirken.
Werra

Werratal

Das Werratal südöstlich von Kassel lässt sich am besten beim Wandern, in den vier Nordic-Walking Parks oder mit dem Rad auf dem Werratal-Radweg erkunden. Das Wegenetz bietet zahlreiche verschiedene Routen.

Naturparks und Schutzgebiete