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Winterwanderungen

Winterwandern

Leise rieselt der Schnee. Schneeflocken verwandeln die Landschaft in glitzerndes Weiß. Ist damit die Wandersaison wirklich beendet? Nein, denn zu Fuß durch die tief verschneite Winterlandschaft zu laufen, ist ein großartiges Erlebnis für Jung und Alt. 


Mit warmen Stiefeln geht es auf Winterwanderwegen durch verschneite Wiesen und Wälder. Die kalte Luft färbt die Backen und Nasen, während der Schnee unter den Füßen knirscht. Und am Ende der Tour warten zahlreiche Hütten und Gasthöfe mit einer warmen Stube und deftigen oder süßen Stärkungen.

Was genau ist denn nun Winterwandern eigentlich?

Foto: Outdooractive-Redaktion
Beim Winterwandern wird zumeist auf ebenen, präparierten Flächen gelaufen, wobei diese planierten Wanderwege sowohl im Tal als auch hoch oben in Skigebieten zu finden sind. Die Vorteile des Winterwanderns liegen auf der Hand: Es bedarf keiner großen Erfahrung, um die winterliche Landschaft in Ruhe und zu Fuß genießen zu können, alpine Gefahren spielen nur in Ausnahmefällen eine Rolle und auch die benötigte Ausrüstung hat man normalerweise schnell zur Hand.

Was muss man beachten?

Foto: Outdooractive-Redaktion
Wie bei jeder anderen Sportart muss man natürlich auch beim Winterwandern einige Dinge beachten. So ist beispielsweise die Begehung von Wanderwegen im Winter ein ganzes Stück anstrengender, als wenn man die gleiche Strecke im Sommer zurücklegt – besonders wenn der Weg nicht frisch geräumt und gestreut ist. Deswegen sollte eine Tour im Winter auch sehr sorgfältig geplant werden.

Außerdem macht der Schnee die Orientierung schwierig. Selbst vom Sommer bekannte Wanderwege sind im Winter in der einen oder anderen Kurve nicht mehr zu erkennen und man kann sich schnell verlaufen – gerade in den Bergen wird dies schnell gefährlich, wenn man so an steile, rutschige Hänge gelangt. Nicht jeder Wanderweg eignet sich daher auch zum Winterwandern.

Was beim Sommerwandern gilt, ist beim Winterwandern mindestens genauso wichtig: Man sollte auf einer Winterwanderung nicht alleine unterwegs sein und im mindesten Fall ein Handy dabei haben. Denn auf dem gefrorenen oder schneebedeckten Boden kann man leicht ausrutschen und sich verletzen.

Am gefährlichsten ist aber tatsächlich das Risiko der Unterkühlung! Gerade wer nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs ist, oder eine lange Strecke gemeistert hat, unterschätzt leicht, wie sehr die Kälte unserem Körper zusetzen kann. Gute Ausrüstung ist beim Winterwandern also Pflicht.

Die richtige Ausrüstung...

Foto: Outdooractive-Redaktion
...fürs Winterwandern erklärt sich in großen Teilen von selbst. Warme, wasserdichte Schuhe mit gutem Profil, eine warme Jacke, Schal, Mütze und Handschuhe sollte man immer im Gepäck haben. Dabei gilt: lieber eine Schicht mehr einpacken, denn es gibt nichts schlimmeres, als auf einer Winterwanderung zu frieren. Ein beliebtes Stichwort ist das "Zwiebelprinzip". Mehrere wärmende Schichten werden übereinander gezogen, können aber bei Bedarf auch wieder im Rucksack verschwinden.

Wer in der Dämmerung oder Dunkelheit wandert, braucht auf alle Fälle eine Stirnlampe. Vorher lieber nochmal die Batterie checken, denn steht man erst im Dunkeln, wird der Rückweg unter Umständen sehr beschwerlich. Außerdem sind Reflektoren an der Kleidung nicht von Nachteil – gerade wenn man einige Stellen des Weges entlang einer Straße zurücklegen muss. 

Am schönsten ist eine Winterwanderung, wenn die Landschaft von der Sonne bestrahlt wird und die weiten Schneeflächen wie ein glitzerndes Meer vor den Wanderern liegen. Aber Achtung: der viele Schnee reflektiert die Sonne zu großen Teilen. Deswegen darf man nicht darauf verzichten, die Haut vor der Strahlung zu schützen. Und so gehören Sonnenbrille und Sonnencreme unbedingt ins Gepäck. 

Viele Winterwanderer sind gern mit Stöcken unterwegs. Zusätzlich zu den Beinen werden dabei die Rumpf- und Armmuskulatur gekräftigt und beim Bergabgehen die Knie entlastet. Dabei hat man die Wahl zwischen verschiedensten Arten von Stöcken. Besonders leicht ist die Carbonvariante, etwas stabiler und somit für den Gebrauch im Winter besser geeignet sind schwerere Materialien. Stöcke fürs Winterwandern sollten etwas länger sein, als die Sommervariante, denn man muss davon ausgehen, dass der untere Teil des Stocks im Schnee versinkt. Ist ein Stock höhenverstellbar und die Teller austauschbar, spricht aber nichts dagegen, ihn auch für Wanderungen im Sommer zu nutzen. Generell ist wichtig, dass man immer mal wieder kurze Strecken ohne Stock läuft, denn so wird das Gleichgewicht geschult.

Wo kann man Winterwandern?

Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich ganz einfach: überall, wo Schnee liegt. Mittlerweile werden in nahezu allen Wintersportgemeinden speziell präparierte und ausgeschilderte Winterwanderwege gepflegt. Einige Geheimtipps, wo es sich besonders schön wandern lässt, haben wir natürlich trotzdem.
Das Allgäu ist neben Ski Alpin und Ski Nordisch auch zum Winterwandern hervorragend geeignet. Dabei hat man stets die Wahl zwischen ebenen Wanderwegen im Tal oder anspruchsvollen Routen durch bergiges Gelände, auf denen man schon einmal ins Schwitzen gerät. Hier bietet sich zum Beispiel die Kleine Hörnertour oder die Route über die Siedelalpe an. Einen ganz besonderen Reiz strahlt die Breitachklamm im Winter aus.

Schneeschuh Kleine Hörnertour mit Schneeschuhen

Kleine Hörnertour
13.11.14
Schneeschuh Schneeschuh • Allgäu
14,4 km
5:52 Std.
1.133 m
1.074 m
von Micha Schott,  Community

Winterwandern Durch die Breitachklamm nach Oberstdorf

Die Klamm ist stellenweise nur 2 Meter breit.
21.02.10
Winterwandern Winterwandern • Allgäu – Kleinwalsertal – Tannheimer Tal
leicht
7,2 km
3:00 Std.
232 m
413 m
(1)
von Martin Lässig,  Outdooractive Redaktion

Winterwandern Premium-Winterwanderweg Schneewalzer

Wanderer am Heersberg
19.02.13
Winterwandern Winterwandern • Schwäbische Alb
leicht
5,2 km
2:30 Std.
97 m
97 m
von Ursula Teufel,  Stadt Albstadt
 

Die Schwäbische Alb ist zum Wandern immer wunderschön – und im Winter hat sie einen ganz besonderen Reiz. Auf dem Premiumwanderweg Schneewalzer kann man die Mittelgebirgslandschaft rund um Albstadt und die malerische Hochfläche des Heersberges erkunden.

Das Berchtesgadener Land ist perfekt für Wanderungen mit der ganzen Familie. Auf der Tour vom Zauberwald zum Hintersee kann man bizarre Eisgebilde bestaunen und auf dem Hintersee geht mit und ohne Schlittschuhe die Post ab. Der Maximiliansreitweg ist Teil des Alpenweitwanderweges Berchtesgaden – Salzburg und bietet unvergessliche Alpenblicke.

Winterwandern Märchenhafte Wintertour: Zauberwald - Hintersee

Die Kirche Ramsau im Winter
13.08.12
Winterwandern Winterwandern • Berchtesgadener Land
mittel
9,4 km
3:00 Std.
225 m
155 m
(1)
von Berchtesgadener Land Tourismus GmbH,  Berchtesgadener Land

Winterwandern Auf dem Maximiliansreitweg nach Winkl

Feldkreuz mit Lattenberg
05.11.14
Winterwandern Winterwandern • Berchtesgadener Land
leicht
11,5 km
3:00 Std.
237 m
237 m
von Berchtesgadener Land Tourismus GmbH,  Berchtesgadener Land

Winterwandern Panoramawandern rund um Altenilpe: Winterwanderung auf dem Sauerland-Höhenflug

Ausblick vom Gelsterhagen
19.11.13
Winterwandern Winterwandern • Sauerland
mittel
9,5 km
3:47 Std.
254 m
254 m
von Kerstin Berens,  Sauerland-Tourismus e.V.
Es muss nicht immer alpin sein: Im Sauerland finden wir wunderschöne Wanderrouten, um abseits von den großen Touristenströmen die Natur zu genießen. Zahlreiche Abschnitte des Fernwanderweges Sauerland-Höhenflug sind auch im Winter zu empfehlen. Und auf dem Grenzweg Kahler Asten geht es mitten durch das Naturschutzgebiet am Rothaarkamm.

Winterwandern Von Wildewiese nach Faulebutter: Winterwanderung auf dem Sauerland-Höhenflug

Schombergturm
19.11.13
Winterwandern Winterwandern • Sauerland
mittel
8,5 km
3:37 Std.
218 m
218 m
(1)
von Kerstin Berens,  Sauerland-Tourismus e.V.

Winterwandern Sauerland-Höhenflug Winterwanderung: Rund um Düdinghausen

Sonnenuntergang
19.11.13
Winterwandern Winterwandern • Sauerland
leicht
5 km
2:15 Std.
180 m
180 m
von Kerstin Berens,  Sauerland-Tourismus e.V.

Winterwandern mit Kindern...

Foto: Outdooractive-Redaktion
...macht viel Spaß und gute Laune. Wichtig ist, dass man sich keine zu schwere Tour aussucht, und auf jeden Fall genügend Pausen zum Schneemann Bauen, Rutschen und Toben mit einplant. Auch eine Schneeballschlacht ist ein Muss auf jeder Winterwanderung mit Kindern. Bei vielen Wanderungen lohnt sich außerdem eine gute Vorbereitung. Oft können Fahrwege auf dem Rückweg mit dem Schlitten gemeistert werden, gefrorene Seen bieten sich für eine Schlittschuhrunde an – was übrigens auch hervorragend ganz ohne Ausrüstung in Gummistiefeln funktioniert. 

Eltern sollten darauf achten, dass die Kinder warm genug angezogen und nicht über längere Zeit direktem Wind ausgesetzt sind – vor allem nicht nach dem Toben. Eine Entdeckungstour abseits präparierter Wege macht viel Spaß, man darf allerdings nicht vergessen, dass unter der Schneedecke eventuell Spalten und Bäche lauern können, die den Kleinen schnell zum Verhängnis werden. Auch wenn man sich aufs Eis wagt, müssen Erwachsene unbedingt vorher prüfen, ob die Eisschicht auch dick genug ist.

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