Heringen-Kleinensee, Rundwanderweg - Seulingssee - Wanderung - Waldhessen

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Wanderung

Heringen-Kleinensee, Rundwanderweg - Seulingssee

Wanderung • Waldhessen
  • Zum Startpunkt der Wandertour
    / Zum Startpunkt der Wandertour
    Foto: HVV-Kleinensee, P. Schäfer
  • Gegenüber dem Startpunkt Reste u. Mahnmal der ehemaligen Zonengrenze zwischen Kleiensee u. Großensee
    / Gegenüber dem Startpunkt Reste u. Mahnmal der ehemaligen Zonengrenze zwischen Kleiensee u. Großensee
    Foto: HVV-Kleinensee, P. Schäfer
  • Reste des um 1764 gebauten Entwässerungsstollens zur ersten trockenlegung des Seulingssees
    / Reste des um 1764 gebauten Entwässerungsstollens zur ersten trockenlegung des Seulingssees
    Foto: HVV-Kleinensee, P. Schäfer
  • Zuweg zur Rundwanderweg und FFH-Gebiet
    / Zuweg zur Rundwanderweg und FFH-Gebiet
    Foto: HVV-Kleinensee, P. Schäfer
  • Wasserbüffel und imHintergrund der Monte-Kali
    / Wasserbüffel und imHintergrund der Monte-Kali
    Foto: HVV-Kleinensee, P. Schäfer
  • Extensive Beweidung mit Wasserbüffeln zur Pflege von Flora und Fauna
    / Extensive Beweidung mit Wasserbüffeln zur Pflege von Flora und Fauna
    Foto: HVV-Kleinensee, P. Schäfer
  • Suhlbach mit
    / Suhlbach mit "Weiden-Urwald"
    Foto: HVV-Kleinensee, P. Schäfer
  • Wasservögel auf einem Flachwasserteich
    / Wasservögel auf einem Flachwasserteich
    Foto: HVV-Kleinensee, P. Schäfer
  • Schwan mit Nachwuchs
    / Schwan mit Nachwuchs
    Foto: HVV-Kleinensee, P. Schäfer
  • Graugänse
    / Graugänse
    Foto: HVV-Kleinensee, P. Schäfer
  • Weichholzaue
    / Weichholzaue
    Foto: HVV-Kleinensee, P. Schäfer
Karte / Heringen-Kleinensee, Rundwanderweg - Seulingssee
0 150 300 450 m km 0.2 0.4 0.6 0.8 1 1.2 1.4 1.6 1.8 2
Wetter

Beliebter Kurz-Rundwanderweg, der auch sehr gut mit Kindern oder sogar mit Kinderwagen zu bewältigen ist.

Auf einem geschotterten Zuweg, der parallel zum Suhlbach und dem gegenüberliegenden ehemaligen Grenzstreifen (dem heutigen grünen Band) verläuft, kommt man auf einen überwiegend naturbelassenen Weg. Dieser führt vorbei an der Umzäunung der Weiden für die Wasserbüffel bis zu einer Sitzbank mit Tisch.

Hier verläuft der Weg nach links Richtung Kleinensee mit den Flachwasserteichen auf beiden Seiten des Weges.

Vor dem alten Dreschschuppen, an der Ecke des Sportplatzes, biegt man nach links ab und nach ca. 30 m am Ende des Weidezaunes wieder links ab.

Hier läuft man zwischen den Weidezäunen der Büffelweide entlang und stößt wieder auf den Zuweg.

Waldhessen: Rundwanderweg

2 km
0:24 Std
6 m
6 m

Aufgezeichnete Tour

Mittwoch, 9. November 2016 13:58

Strecke: 2,0 km
Zeit insgesamt: 24 Minuten
Zeit in Bewegung: 23 Minuten

Gesamtgeschwindigkeit: 5,0 km/h
Geschwindigkeit in Bewegung: 5,3 km/h
Geschwindigkeit max.: 7,2 km/h

Aufstieg: 31 m
Abstieg: 24 m
Niedrigster Punkt: 224 m
Höchster Punkt: 240 m

outdooractive.com User
Autor
Roland Vogt
Aktualisierung: 30.07.2017

Rundtour familienfreundlich botanische Highlights kinderwagengerecht barrierefrei
Höhenlage
236 m
230 m

Sicherheitshinweise

Achtung: Der Weidezaun führt Spannung und sollte nicht berührt werden.

Ausrüstung

Dem Wetter angepasstes Schuhwerk wird empfohlen.

Start

In der Seestraße direkt an dem Bruchsteinkanal (232 m)
Koordinaten:
Geographisch
50.931793 N 9.972639 E
UTM
32U 568349 5642690

Ziel

Wie Start

Wegbeschreibung

Das heutige Naturschutzgebiet liegt an der hessisch-thüringischen Landesgrenze zwischen den Ortschaften Kleinensee (Hessen) und Großensee (Wartburgkreis, Thüringen).

Bei dem Seulingssee handelt es sich um eine natürliche Senke. Der See wurde vom Suhlbach gespeist und war mit einer Größe von ca. 30 ha deutlich größer als das heutige Naturschutzgebiet mit ca. 21 ha.

Der Seulingssee (ehemals Seulingssehe) wurde erstmals im „Codex Eberhardi“ (erfasste Besitztümer des Reichsklosters Fulda von dem Mönch Eberhard um 1155) als Fischgut erwähnt.

Die hessischen Landgrafen erwarben in einer Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs der Ritterschaft von den kleinen bisherigen Dienstadligen deren Eigenbesitz, aber auch deren Verwaltungs-, Jagd-, Fischerei- und Gerichtsbarkeit als Vögte des Fuldaer Klosterlehen. So kamen Anfang des 15. Jahrhunderts Schloss Wildeck mit Rasdorf, Hönebach, der Seulingssee mit dem gleichnamigen  Ort (heute Großensee) und Cleinen Sehe (Kleinensee) sowie das Gericht Heringen unter die Verwaltung der hessischen Landgrafen.

Kleinensee am südöstlichen Ufer des Seulingssees war damals mit mehreren Kleinhöfen ein boyneburgisches Gut  der Linie Gerstungen - Kleinensee. Der Seulingssee mit seinen 2 Fischgütern und dem Ort Kleinensee war eine hessische Exklave im thüringisch – boyneburgischen Territorium, das bis 1562 zu häufigen Streitereien zwischen den beiden Landgraf-schaften führte. Danach wurde die heutige Landesgrenze im Eise-nacher Vertrag durch eine sorg-fältige Grenzversteinung endgültig festgelegt.

Die beiden Fischgüter hatten im Jahre 1471 Apel Holtz und Heinrich Zinn zu Lehen. Sie zahlten dafür einen Goldgulden pro Jahr. Zuvor hatten die Fischer statt der jährlichen Geldsumme einen wöchentlichen Frischdienst (= Naturalabgaben) im Wert von 4 alten Groschen bei ihrem Lehnsherrn abliefern müssen.

Es wurden hauptsächlich Karpfen und Hechte in großer Anzahl gefangen.

Der Fischreichtum des Seulingssees erhielt eine große Bedeutung, als die Burg Friedewald nach 1476 zum befestigten Jagdschloss umgebaut wurde. Der Landgraf und seine Gäste verweilten jetzt längere Zeit dort, was vor allem in der Fastenzeit zu einem erhöhten Fischverzehr führte. So gab es einen direkten Pfad nach Friedewald, den die Fischer benutzten, um den Fang im Schloss abzuliefern.

Nachdem das Friedewalder Schloss 1762 zerstört war und Fisch als Fastenspeise in der ev. Kirche nicht mehr so beachtet wurde wie zur Reformationszeit, verlor der Fisch als unentbehrliche Nahrung an Bedeutung. Der Seulingssee wurde ab 1760 bis 1764 durch Verlegung der randlichen Zuflüsse und einem Abzugsstollen aus gehauenen Bruchsteinen (siehe nebenstehende Reste des Stollens) trockengelegt und als Weidefläche genutzt.

Im laufe der Jahre versandete der Stollen jedoch wieder und es bildete sich erneut ein See, der in den Jahren 1931 – 32 mit dem Bau einer 700 Meter langen Entwässerungsleitung sowie das Anlegen eines engen Drainagenetzes erneut trockengelegt wurde, um die Fläche wieder landwirtschaftlich zu nutzen. In den ersten Jahren der Nutzung waren überdurchschnittliche Ernten zu verzeichnen.

Auch nach dem 2. Weltkrieg wurde die Seefläche intensiv landwirtschaftlich genutzt. Durch mangelnde Pflege der Drainage sowie durch eine Beschädigung der Entwässerungsleitung durch Bombenabwürfe zum Ende des Krieges vernässte das Gebiet in den Folgejahren zunehmend und es stellten sich öfter Überschwemmungen ein, die oft die gesamte Ernte vernichtete.

So wurde die landwirtschaftliche Nutzung sukzessive eingestellt.

Im Jahre 1980 wurde die alte Entwässerungsleitung stillgelegt und durch eine Leitung mit einer Pumpe zum Suhlbach ersetzt.

In dieser Zeit begannen die ersten Planungen für die Ausweisung als Naturschutzgebiet.

Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Säulingssee bei Kleinensee:

Das FFH-Gebiet ist durch Feuchtlebensräume geprägt: Feuchtgrünland und brachgefallene Flächen, Gehölze wechseln sich kleinflächig ab. Eingestreut liegen Kleingewässer mit Uferröhricht und ihren typischen Verlandungszonen, die zum Schutz und Erhalt von Amphibien und weiteren gefährdeten Arten der Kleingewässer angelegt wurden. Umgeben ist das Schutzgebiet vollständig von landwirtschaftlich ungenutztem Brachland und einem umlaufenden Graben.

 Die Schutzwürdigkeit des FFH-Gebiets „Säulingssee bei Kleinensee“ liegt in der bedeutenden Aus-prägung von natürlichen eutrophen Seen. In diesen Wasserflächen sind bemerkenswerte Vorkommen stark gefährdeter, regional verschollener oder vom Aussterben bedrohter Wasserpflanzen festgestellt worden. Auch ihre Übergangszonen zum Feuchtgrünland mit Röhricht, Hochstaudenfluren und Gehölzen der Weichholzaue sind wichtiger Lebensräume für charakteristische Arten der Feuchtgebiete, wie z. Bsp. Amphibien (Kammmolch und Kleiner Wasserfrosch mit großen Bestandszahlen), Röhrichtbrüter, Wiesenvögel (Bekassine, Blaukehlchen) und Wasservögel (Wasserralle, verschiedene Entenarten) und auch für die charakteristischen Insektenarten der Kleingewässer und des Feuchtgrünlands.

Das Schutzgebiet liegt in einer der osthessischen Subrosionssenken, entstand also durch Auslaugung von Zechsteinsalzen und anschließende Absenkung der darüber liegenden Gesteinsschichten. Der See wurde durch Trockenlegung in landwirtschaftliche Nutzfläche umgewandelt. Im ehemaligen Seebecken herrschen lehmige bis sandige Sedimente aus dem Erdmittelalter (Pliozän) vor. Die Fläche ist von Nord nach Süd leicht geneigt. Im tiefer liegenden Südwestteil treten schlammige Seeablagerungen auf. Der Nordwestteil wird durch anmoorige bis torfige Substrate charakterisiert, die besonders im Umfeld von Sickerquellen vorkommen. Am Nordostrand des Gebietes fängt ein tiefer, gut ausgebauter Graben das von den nördlichen Höhenzügen eindringende Wasser ab und leitet es am Gebiet vorbei zum „Rhäden von Obersuhl“.

In den 80zigern wurden 10 Flachwasserteiche angelegt, von denen heute noch 7 erhalten sind. Davon hatten in 2003 drei der Tümpel mehr als 50 % ihrer ursprünglichen Wasserfläche verloren. Auch die Verbuschung war stark fortgeschritten. Waren 1986 erst ca. 10 % (1,5 ha) der Gebietsfläche mit Gehölzen bedeckt, so betrug der Anteil in 2003 etwa 20 % (ca. 3 ha) der Gebietsfläche. Die Gehölze siedelten sich bevorzugt an den neu geschaffenen Kleingewässern und in deren Umfeld an. Die nordöstliche Hälfte des Gebiets wird seit 2006 extensiv mit Wasserbüffeln beweidet.

 Durch Pflegemaßnahmen, wie z. Bsp. der Beweidung mit Wasserbüffeln sollen folgende Naturschutzziele erreicht werden:

 Erhalt von Kleingewässern in allen Entwicklungsstadien

Erhalt des extensiv genutzten Feucht- und Frischgrünlandes

Erhalt von überlebensfähigen Vorkommen der landes- und bundesweit gefährdeten Wasser-pflanzen (Pillenfarn, Wasserfeder und Efeu-Hahnenfuss)

Erhalt und Förderung sämtlicher bemerkenswerter und gebietstypischer Tierarten (insbesondere Kammmolch, Laubfrosch, Bekassine, Wasserralle, Glänzende Binsenjungfer)

 Neben der Beweidung mit Wasserbüffeln werden die vorhandenen Gewässer unterhalten und weitere Kleingewässer werden neu angelegt. Weiterhin sind Pflegemaßnahmen an den vorhandenen Gehölzbeständen vorgesehen.

Anfahrt

Von Bad Hersfeld kommend über die A 4 an der Abfahrt Wildeck-Hönebach über Hönebach, Großensee nach Kleinensee

Von Eisenach kommend über die A 4 an der Abfahrt Wildeck in Richtung Heringen und in Höhe des Naturschutzgebietes Rhäden  rechts abbiegen nach Kleinensee.

Parken

Unmittelbar am Beginn der Tour in der Seestraße
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
Strecke
2 km
Dauer
0:24 Std
Aufstieg
6 m
Abstieg
6 m
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