Friedrich Fröbel Wanderweg - Wanderung - Thüringer Wald

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Wanderung

Friedrich Fröbel Wanderweg

Wanderung • Thüringer Wald
  • Wandergruppe am Fröbelblick
    / Wandergruppe am Fröbelblick
    Foto: Erich Krauß, Regionalverbund Thüringer Wald e. V.
  • Muschelkalkbruch am Weg
    / Muschelkalkbruch am Weg
    Foto: Erich Krauß, Regionalverbund Thüringer Wald e. V.
  • Blick vom Fröbelweg auf Großgölitz
    / Blick vom Fröbelweg auf Großgölitz
    Foto: Erich Krauß, Regionalverbund Thüringer Wald e. V.
  • Herbst am Fröbelweg
    / Herbst am Fröbelweg
    Foto: Erich Krauß, Regionalverbund Thüringer Wald e. V.
  • Blick vom Kirschberg auf Keilhau
    / Blick vom Kirschberg auf Keilhau
    Foto: Erich Krauß, Regionalverbund Thüringer Wald e. V.
  • In der Freien Fröbelschule Keilhau.
    / In der Freien Fröbelschule Keilhau.
    Foto: Erich Krauß, Regionalverbund Thüringer Wald e. V.
Karte / Friedrich Fröbel Wanderweg
150 300 450 600 750 m km 2 4 6 8 10 12 14
Wetter

Der Fröbelweg ist ein äußerst lohnender Wanderweg, der die Wirkungsstätten des großen deutschen Pädagogen, Friedrich Fröbel, in Bad Blankenburg und in Keilhau miteinander verbindet.  Die Landschaft ist durch die steilen Abbrüche der Muschelkalkhänge am Nordrand des Thüringer Waldes geprägt und bietet nicht nur eine besondere Vegetation, sondern auch weite Ausblicke ins Thüringer Schiefergebirge und zu den Höhen des Thüringer Waldes. Einer dieser Aussichtspunkte ist als Fröbelblick bekannt. Hier soll Fröbel angesichts der gartenähnlichen Landschaft zu seinen Füßen den Ausdruck Kindergarten geprägt haben.

Thüringer Wald: Aussichtsreicher Rundwanderweg

mittel
14,6 km
5:30 Std
520 m
520 m
alle Details

Der Friedrich-Fröbel-Wanderweg gehört mit Sicherheit zu den kulturgeschichtlich interessantesten und landschaftlich schönsten Wanderwegen des Thüringer Waldes. Er ist dem großen deutschen Pädagogen Friedrich Fröbel gewidmet, der im 19. Jahrhundert in Keilhau und Bad Blankenburg wirkte. Der Weg verbindet beide Orte und der Wanderer kann unterwegs an mehreren Informationstafeln des Thüringerwald-Vereins Bad Blankenburg viel vom Leben und Wirken des großen Pädagogen erfahren.

Vom  Rathaus in Bad Blankenburg - hier wurde 1840 von Friedrich Fröbel der 1. Kindergarten gegründet - führt der Weg, an den Gebäuden der Evangelischen Allianz und an der Burg Greifenstein vorbei,  auf den Kamm des Steigers. Der Steiger  gehört zu den Muschelkalkhängen, die den Thüringer Wald/das Thüringer Schiefergebirge von dem nördlich davon gelegenem Thüringer Becken trennen. Am steilen Südhang des Kesselberges führt der Weg langsam bergan und der Wanderer kann hier besonders attraktive Vertreter der  typische Vegetation des Muschelkalks erleben: Seidelbast, Kuhschelle, Enzian, verschiedene Orchideenarten, Akelai und Silberdistel. In unmittelbarer Nähe zum Weg sind auch noch Bestände der ältesten Baumart Europas, der Eibe zu finden. 

Am  Bergkamm angekommen, ist es nicht nur die freie Sicht auf die Berge des Thüringer Schiefergebirges und Thüringer Waldes, die zum Verweilen einlädt, sondern auch das hier stehende Denkmal, gestaltet aus Kugel, Walze und Würfel, den Spielgaben Friedrich Fröbels, gibt den Platz etwas Besonderes. Hier soll Friedrich Fröbel die Idee gehabt haben, seine Pflege-, Spiel- und Beschäftigungsanstalt für Kleinkinder, die er 1837 in Bad Blankenburg gegründet hatte, zum Kindergarten weiter zu entwickeln.

Der Weg führt nun abwärts nach Keilhau, einem kleinen Ort, der heute zur Stadt Rudolstadt gehört. 1817 verlegte Fröbel seine 1816 im Griesheim bei Arnstadt gegründete "Allgemeine Deutsche Erziehungsanstalt" hierher. Hier verwirklichte er gemeinsam mit anderen bedeutenden Pädagogen viele seiner Ideen zur  Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen und hier veröffentlichte er 1826 sein pädagogisches Hauptwerk "Die Menschenerziehung". 

Heute wird, nach wechselvoller Vergangenheit, die Einrichtung vom JugendSozialwerk Nordhausen e.V. als private "Freie Fröbelschule Keilhau " - sprachheiltherapeutisches Zentrum mit heilpädagigischem Wohnheim - betrieben. Unweit vom Komplex der Sprachheilschule befindet sich der historische Friedhof von Keilhau, auf dem man  die Gräber von Mitstreitern von Friedrich Fröbel, Barop, Langenthal und Middendorf, finden kann.

Nach Rückkehr zur Schule führt der Weg, am Fröbel-Denkmal vorbei, als steiler Pfad zur  Bismarck-Feuersäule auf dem Kolmberg.  Diese 1945 beschädigte Feuersäule wurde vom Bund ehemaliger Keilhauer durch Spenden finanziert und innerhalb von nur 5 Monaten errichtet. Sie wurde am 30. Juli 1899 zum 1. Todestag von Bismarck eingeweiht. 

Entlang eines Naturschutzgebietes führt der Weg nun  wieder hinauf zum Steiger, dessen Kamm am Baropturm erreicht wird. Der Baropturm wurde 1878 von ehemaligen Schülern der Keilhauer Anstalt zum 50. Dienstjubiläum des langjährigen Direktors Johannes Arnod Barop gebaut. In der Schule in Keilhau kann man den Schlüssel für diesen Turm erhalten und vom Turm hat man einen weiten Rundblick über die Gipfel der Nadelbäume auf dem Berg hinweg ins gesamte Thüringer Land und bei besonders klarer Sicht bis hin zum Brocken im Harz.

Der Weg führt nun zum Fröbelblick zurück, dann weiter entlang des Kammes des Steigers und des Kesselberges bis zur Kesselwarte, einer Schutzhütte direkt über Bad Blankenburg.  Ab hier geht es abwärts, an der Herberge des Pfadfinderzentrums  und am Jesusborn vorbei, zurück nach Bad Blankenburg.

Der Weg vom Rathaus in Bad Blankenburg über den Fröbelblick bis zur Fröbelschule Keilhau  und zurück zum Fröbelblick ist mit den Spielgaben Fröbels -  Kugel, Walze, Würfel in roter Farbe -  markiert. Am Kamm von Steiger und Kesselberg  bis zur Kesselwarte  folgt er dem roten Querstrich auf weißem Grund und ab  Kesselwarte abwärts dem roten Punkt auf weißem Grund bis ins Stadtzentrum Bad Blankenburg. Über die Untere Marktstraße wird wieder das Rathaus von Bad Blankenburg erreicht.

Autorentipp

Der Weg kann zwar das ganze Jahr erwandert werden, aber am schönsten ist es im Frühjahr und im Herbst. Im zeitigen Frühjahr kann man auch wenn es noch frostig ist, bei Sonnenschein den herannahenden Frühling erahnen und beide Jahreszeiten erlauben es, viele der botanischen Raritäten , wie Orchidee oder Siberdistel, in der Natur zu entdecken.

outdooractive.com User
Autor
Erich Krauß
Aktualisierung: 01.03.2017

Schwierigkeit mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
518 m
223 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Rundtour Rundtour
aussichtsreich
kulturell / historisch
geologische Highlights
botanische Highlights

Sicherheitshinweise

Mit ca. 500 m in An- und Abstieg  erfordert der Weg, zumal einige Abschnitten recht steil verlaufen, eine gute Kondition. Ist diese eingeschränkt, sollte man sich auf einfachere Abschnitte des Weges beschränken, z.B. auf den Abschnitt vom Parkplatz an der Burg Greifenstein bis zur Fröbeldenkmal und zurück.


Ausrüstung

Auch für diese Wanderung gilt, dass  gutes Schuhwerk mit Profilsohle  und Regenbekleidung im Rucksack Pflicht sein sollten.

Start

Marktplatz in Bad Blankenburg (223 m)
Koordinaten:
Geogr. 50.684125 N 11.263812 E
UTM 32U 659918 5617144

Ziel

Marktplatz in Bad Blankenburg

Wegbeschreibung

Start und Ziel sind mit dem Pkw auf der B 88 von Rudolstadt bzw. Ilmenau kommend, gut erreichbar. Ein an der B 88 im Zentrum von Bad Blankenburg gelegener Parkplatz befindet sich in 2oo m Entfernung zum Marktpkatz.

Mit dem Zug ist Bad Blankenburg von Erfurt und Saalfeld aus gut erreichbar. Züge verkehren ganztägig im Stundentackt. Der Bahnhof ist vom Markplatz ca. 500 m entfernt.

Ebenfalls  gut erreichbar von Saalfeld oder Rudolstadt aus ist Bad Blankenburg mit dem Bus, Linie S 2. Haltepunkt in Bad Blankenburg ist der Bahnhof bzw. Haltestelle Blankom.

Anfahrt:


Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Verlag grünes herz, 2012: Saalfeld, Rudolstadt, Bad Blankenburg am Saalebogen, 1:30.000, ISBN 978-3-935621-16-8

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Schwierigkeit mittel
Strecke 14,6 km
Dauer 5:30 Std
Aufstieg 520 m
Abstieg 520 m

Eigenschaften

Rundtour aussichtsreich

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