Höfeweg: Enger - Bielefeld - Wanderung - Teutoburger Wald

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Wanderung

Höfeweg: Enger - Bielefeld

(1) Wanderung • Teutoburger Wald
  • Hof
    / Hof
    Foto: Manuela Eckhardt, Community
  • Höfeweg-Wegmarkierung
    / Höfeweg-Wegmarkierung
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  • Teich
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  • alter Bahnhof Enger - Startpunkt
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  • Scheunentor
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  • Naturdenkmal
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  • Erholungslandschaft - Obersee
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  • Obersee mit Viadukt
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  • alter Bahnhof Bielefeld-Schildesche
    / alter Bahnhof Bielefeld-Schildesche
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Karte / Höfeweg: Enger - Bielefeld
0 150 300 450 m km 2 4 6 8 10 12 14
Wetter

Enger – Bielefeld

Nach Schildesche über den Höfeweg

Teutoburger Wald: Beliebter Wanderweg

leicht
15,3 km
4:16 Std
87 m
74 m
alle Details

Der Höfeweg von Enger nach Bielefeld-Schildesche ist ein sog. Bezirks-Wanderweg, der seinem Namen alle Ehre macht. Vom Barmeierplatz im Zentrum von Enger folgt man den nächsten 15 km dem Symbol eines Fachwerkhauses und passiert dabei so manchen stattlichen und geschichtsträchtigen Bauernhof.

Zuerst geht es Stadtauswärts, vorbei am "Elsternbusch-Denkmal" und an mehreren Sattelmeier-Höfe gelangt man zum Elisabeth-See. Dann folgen weitere Höfe am Wegesrand bis hinein ins Jölletal, wo man immer wieder den Flußlauf der Jölle und deren Seitenbäche quert und schließlich am Obersee zum Hof "Meyer zu Altenschidesche" (Seekrug) kommt. Von hier geht es entlang des Johannesbachs und nur noch ein kleines Stück durch Schildesche bis man schließlich das Ziel, die Stadtbahn-Endstation 1 „Schildesche“ erreicht.

Autorentipp

Kombinationsmöglichkeit:

zu einer ca. 30 km langen Rundwanderung mit dem Hasenpatt (Hp-Markierung)

outdooractive.com User
Autor
Manuela Eckhardt
Aktualisierung: 30.04.2015

Schwierigkeit leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
134 m
81 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit Einkehrmöglichkeit
Streckentour
kulturell / historisch

Sicherheitshinweise

Ein sehr gut markierter Wanderweg mit keinen echten Steigungen und unterschiedlichen Weguntergründen.


Ausrüstung

Bei schlechtem Wetter ist festes Schuhwerk empfehlenswert.


Weitere Infos und Links

Einkehr:

  • PizzeriaZum Weißen Stein“ (Markstraße 144, Oldinger Mark),
  • Gasthaus am Campingplatz „Elisabeth-See“,
  • „Seekrug“ am Obersee

Start

Enger, Barmeierplatz (94 m)
Koordinaten:
Geogr. 52.139300 N 8.557942 E
UTM 32U 469746 5776623

Ziel

Bielefeld, Stadtbahn-Endstation 1 „Schildesche“

Wegbeschreibung

Wir starten auf dem Barmeierplatz im Ortszentrum Enger, das im Ravensberger Hügelland beziehungsweise im Ravensberger Land zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge liegt. Die Stadt Enger führt offiziell den Beinamen Widukindstadt, weil in der Stadt der Sachsenherzog Widukind begraben sein soll (für Interessierte gibt es hier das Widukind-Museum, sowie ein Gerberei- und Kleinbahn-Museum).

Richtung Süden folgen wir Stadtauswärts der Beschilderung mit dem Fachwerkhaus, das den Höfeweg-Wanderer stets begleitet, in die Burgstraße, die später zur Bielefelder Str. wird. An der neue Umgehungsstraße biegen wir halb links in die Seelbornstraße, die uns weiter aus der Stadt führt. Geradewegs kommen wir zum Elsternbuschdenkmal, das 1913 zur Erinnerung an die französische Besatzungszeit 1813 entstand. Der Volksmund prägte hierzu eine Widukindsage. Im Elsternbusch, einem nicht mehr vorhandenen Wäldchen, soll Widukind einen Vogelherd (Beobachtungsplatz) besessen haben. In der mittelalterlichen Symbolik besteht der Vogelherd im übertragenen Sinn für die besondere Volksnähe des Herrschers. Wir folgen in einer Rechtskurve dem weiteren Verlauf der Seelbornstraße, wo uns schon ein Radwege-Schild auf unseren ersten Hof „ Meier-Johann-Hof“ hinweist.

Dort, wo die Gemeinden Enger, Pödinghausen und Oldinghausen zusammenstoßen, liegt das dreieckige Grundstück des Sattelmeiers Meier-Johann. Die Sattelmeier der Stadt Enger sind der Sage nach auf die Getreuen des Sachsenherzogs Wittekind zurückzuführen. Anderen Überlieferungen nach hatten die Sattelmeier eine besonders herausgehobene soziale Stellung in Mittelalter und Früher Neuzeit, die über ihre ohnehin bedeutende wirtschaftliche und rechtliche Stellung als Großgrundbesitzer hinausging. Der Begriff „Sattelmeier“ taucht zum ersten Mal im 17. Jahrhundert auf und bezeichnet eine großbäuerliche Schicht, die verpflichtet war, dem Landesherrn im Kriegsfall und bei Besuchen ein gesatteltes Pferd zur Verfügung zu stellen. Die Sattelmeier-Höfe sind prächtige Denkmäler bäuerlicher Baukunst und gehören zu den größten Höfen im Ravensberger Land.

Der Höfeweg führt uns im Uhrzeigersinn um den Hof herum, wonach wir zur großen „Bismark-Eiche“ kommen, an der wir nach links abbiegen und schon nach wenigen Hundert Metern den zweiten Sattelmeier-Hof „Ebmeyer“ erreichen. Das Haupthaus des Ebmeyerhofes ist in der Form der niederdeutschen Hallenhäuser errichtet. Charakteristisch für diese Bauform ist das mittig in der Giebelseite angeordnete Eingangstor, das Deelentor und die, die innere Aufteilung dominierende, Diele (Deele) die den Hauptraum des Hauses bildet. Das stattliche Gebäude ist als Vierständer-Fachwerkbau ausgeführt. Bei dieser Form des Hallenhauses tragen vier Reihen von Holzständern die Dachkonstruktion, zwei Reihen davon im Innern des Hauses. Die Vierständerbauweise stellt eine Weiterentwicklung des Zweiständerhauses dar und wurde von wohlhabenden Bauern errichtet. Eine Inschrift am Deelentor datiert den Bau auf 1812. Um das Haupthaus gruppieren sich mehrere Gebäude unterschiedlichen Alters und bilden ein betriebswirtschaftliches Ensemble.

Hinter den Biogas-Anlagen des Hofes geht es rechts in den Wald. Vorbei an den Ebmeyer-Teichen erhalten wir einen idyllischen Blick auf die Rückseite des Hofes. Weiter geht es links nach Oldinger Mark, vorbei an einem Strommast biegen wir am Ortseingang rechts in die Chemiestraße, die uns zu einem „modernen“ Hof einer Farbfabrik lenkt. Weiter rechts folgen wir der Marktstraße bis wir kurz vor Ortsausgang links in die Bäckerstraße biegen. Wer eine Einkehrmöglichkeit benötigt, kann an dieser Stelle einen Abstecher zur Pizzeria „Zum Weißen Stein“ (Markstraße 144) machen.

In der Bäckerstraße verlassen wir bald den Asphalt und gehen weiter geradeaus auf dem Feldweg weiter und gelangen an eine Landstraße. Dieser folgen wir etwa nur für ca. 20 m nach rechts in Richtung Pödinghausen und gehen dann links auf der gegenüberliegenden Straßenseite in den Fuchsweg, der wir folgen und hinter einer Häuserreihe rechts in den Berkenbrinkweg abbiegen. Dieser führt uns zum zum Elisabethsee. Direkt vor dem See biegen wir in den kleinen Waldweg rechts ab. Vorbei an einem Campingplatz gehen wir links in den Reitweg. Auf dem Campingplatz gibt es während der Camping-Saison eine Einkehrmöglichkeit. Dem Reitweg folgend kommen wir an zwei Reit-Höfen vorbei. Vor der großen Landstraße biegen wir rechts in die kleine Diebrocker Straße ein. Hinter den Reit-Hof laden Tisch und Bank unter einem großen Baum zu einer schattigen Rast ein.

Die folgende große Ampelkreuzung Lübbecker Straße und Eickumer / Diebrocker Straße umgehen wir, indem der Weg uns weiter zur Lübecker Straße führt, die wir überqueren. Dahinter geht es links in einen kleinen Weg hinein, der uns zur Eickumer Straße bring. Damit haben wir die stark befahrenen Kreuzung geschickt umgangen, folgen für nur etwa 100 m der Landstraße nach rechts und biegen dann links in die Diebrocker Straße. Der Stein 591 weist uns links den Weg zum nächsten Hof. Vorbei an Ponys und einem kleinen Teich geht es in den Wald. Dort überqueren wir einen kleinen Seitenbach der Jölle, kommen auf das Feld, wo wir am Waldrand dem Weg nach rechts weiter folgen. Vorbei an einem riesigen Solarfeld gelangen wir zur Kreisstraße Vildsendorfer Straße, die wir überqueren. Die Talstraße führt uns zum nächsten Hof von Jobst Storck in den wir rechts einbiegen. Die Inschrift an dem Scheunentor weist uns auf das Erbauungsjahr 1820 hin. Hinter dem Hof lädt ein schattiger Rastplatz am Teich zum verweilen ein.

Noch vor dem nächsten Hof biegen wir rechts in den Wald ein. Ein Blick nach hinten lässt im Wald das schöne Fachwerk des Hofes erkennen. Wir überqueren erneut einen Seitenbach der Jölle, verlassen den Wald und erhalten einen idyllischen Blick auf den „Hof Winter“ aus dem Jahr 1819. In einer Linkskurve geht es vorbei an weiteren Höfen bis wir auf die Bleichstraße stoßen, der wir nach rechts folgen. Vorbei an Wohnhäusern und einem weiteren Hof gelangen wir zur stark befahrenen Engerschen Straße, der wir am Fahrbahnrand für ca. 500 m folgen müssen. Danach gehen wir die zweite rechts in den Jölleweg.

Zusammen mit der Beschilderung des Jakobswegs geht es links um ein Bauernhaus herum hinunter in das bewaldete Jölletal. Dort überqueren wir mit einer Holzbrücke die Jölle. Direkt dahinter ist ein weiteres Fachwerk-Bauernhaus aus der Ferne zu entdecken. Ein Wegweiser „Naturdenkmal mit Ruhebank, ca. 140 m“ lädt zu einem Abstecher als Pause ein. Im weiteren Tallauf links haltend unterquert der Höfeweg die Engersche Straße und wir erreichen das 1982 entstandene Naherholungsgebiet Obersee. Das Jölletal hat sich mit dem Obersee zu einem Refugium der Vogelwelt entwickelt, aber auch viele Spaziergänger genießen die Landschaft. An der zweiten Abbiegung rechts führt uns der Weg direkt an den See, wo man einen schönen Blick auf den Viadukt erhält. Eine Krise im heimischen Leinengewerbe verursachte im 18 Jahrhundert Kummer und Not. Die Köln-Mindener Eisenbahn wurde 1845 gebaut und damit auch der Viadukt bei Schildesche.

Am Obersee rechts entdecken wir mit dem Seekrug den letzten Fachwerk-Hof "Meyer zu Altenschidesche", der gleichzeitig zur Einkehr in die dortige Gastronomie einlädt. Die Schildesche Bauerschaft, auch Altenschildesche genannt, war bis 1930 eine Gemeinde im damaligen Landkreis Bielefeld in der preußischen Provinz Westfalen. Das ehemalige Gemeindegebiet gehört heute vollständig zur Stadt Bielefeld. Neben der Gemeinde Schildesche Bauerschaft existierte bis 1930 auch die Gemeinde Schildesche, auch Schildesche Dorf genannt, die das eigentliche Kirchdorf Schildesche umfasste.
Der Weg folgt vom Obersee weiter geradeaus dem Johannisbach. Wir überqueren erneut die Engersche Straße und fogen auf der gegenüberliegenden Seite des Bachlaufs weiter dem Weg. Hinter dem Waldorf-Kindergarten verlassen wir den Johannesbach und gehen links nach Schildesche. Bereits 50 m später geht es erneut nach links in ein schmales Gässchen, wo wir schon den Kirchturm der nahe gelegenen Stiftskirche entdecken. Rechts und gleich wieder links kommen wir auf die Westerfeldstraße. Diese überqueren wir, folgen ihr für ca. 100 m nach rechts und biegen nach dem Denkmalgeschützten Bachsteinhaus des Kanu-Clubs Bielefeld links in einen schmalen Weg ein und erreichen gemeinsam mit Schildweg und Hasenpatt das Ziel an der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 1 „Schildesche“.

Öffentliche Verkehrsmittel:

  • Bielefelder Stadtbahn 3 bis Endstation „Babenhausen Süd“
  • Bus 54 bis „Enger, Kleinbahnhof“
  • ca. 6 min Fußweg in Richtung Zentrum von Enger auf dem „A1“

Anfahrt:


Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarten Nordrhein-Westfalen, Bl.57 : Bielefeld und das Ravensberger Hügelland (1:25000)

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Gerd Owi
26.02.2017
Am 25. Februar mit dem Bus 54 Babenhausen Süd nach Enger ZOB gefahren. Dann 16 km gewandert (mit Umweg) Zuerst geflucht über die Asphalt Wege, dann aber mich danach gesehnt. Denn Trecker und Reiter hatten manchen Waldweg zur Schlamm-Wüste gemacht. Der Bullsieksbach führte Hochwasser. Die Steine in der Furt hatte ich (fast) übersehen. War schon abenteuerlich. Festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich. Sonnenschein wünschenswert.
Bewertung
Gemacht am
25.02.2017
Die Furt über den Bullsieksbach
Die Furt über den Bullsieksbach
Foto: Gerd Owi, Community
Die Steine sind von oben kaum zu erkennen, beantworten aber schnell die Frage: wie soll ich denn diesen bach queren?
Die Steine sind von oben kaum zu erkennen, beantworten aber schnell die Frage: wie soll ich denn diesen bach queren?
Foto: Gerd Owi, Community
Reiter, Regen und Biker haben diese Schlamm-Wüste geschaffen.
Reiter, Regen und Biker haben diese Schlamm-Wüste geschaffen.
Foto: Gerd Owi, Community

outdooractive.com User
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30.04.2015
Hallo Manuela, vielen Dank für die ausführliche Tourenbeschreibung! Wir haben sie als TOP-Tour gekennzeichnet.

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Keine aktuellen Bedingungen in der Umgebung gefunden.
Schwierigkeit leicht
Strecke 15,3 km
Dauer 4:16 Std
Aufstieg 87 m
Abstieg 74 m

Eigenschaften

Einkehrmöglichkeit

Wetter Heute

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