Zur "Küssenden Sau" und "Schönen Lau" - Wanderung - Schwäbische Alb

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Wanderung

Zur "Küssenden Sau" und "Schönen Lau"

(2) Wanderung • Schwäbische Alb
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    Foto: Alb-Donau-Kreis Tourismus
  • Bergfried der Burg Hohenschelklingen
    / Bergfried der Burg Hohenschelklingen
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Ruine Günzelburg
    / Ruine Günzelburg
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Felsenbrücke
    / Felsenbrücke "Küssende Sau"
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Brillenhöhle
    / Brillenhöhle
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
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    Foto: Alb-Donau-Kreis Tourismus
  • Kleine Höhle unterhalb des Rusenschlosses
    / Kleine Höhle unterhalb des Rusenschlosses
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Rusenschloss
    / Rusenschloss
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Rusenschloss
    / Rusenschloss
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Rusenschloss
    / Rusenschloss
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
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  • Kloster Blaubeuren und Blautopf
    / Kloster Blaubeuren und Blautopf
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Historische Hammerschmiede
    / Historische Hammerschmiede
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Die Schöne Lau
    / Die Schöne Lau
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Das
    / Das "Klötzle Blei"
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
Karte / Zur "Küssenden Sau" und "Schönen Lau"
300 450 600 750 900 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 18 Burgruine Hohenschelklingen Schlossberg Ruine Günzelburg Felsen "Küssende Sau" Rusenschloss Blaubeuren Blautopf
Wetter

Die aussichtsreiche Wanderung im Ur-Donautal führt von der Ruine Hohenschelklingen durch ein Felsenlabyrinth, zum Rusenschloss oberhalb von Blaubeuren und wieder hinab zum Blautopf. Durch Eduard Mörikes Sage von der „Schönen Lau“ ging er in die Literatur ein.

Schwäbische Alb: Beliebter Wanderweg

mittel
18,4 km
6:00 Std
650 m
670 m

Die Burg Hohenschelklingen (erstmals erwähnt 1127) war einst der Stammsitz der Grafen von Berg-Schelklingen. 1633 wurde die beachtliche Anlage (130 m Länge, 60 m Breite) zerstört und anschließend abgerissen.

Von der Ruine Günzelburg (13. Jahrhundert) sind noch Mauerreste erhalten. Ihre Lage gewährt einen schönen Ausblick ins Achtal.

Im Felsenlabyrinth der Weilerhalde steht ein Felsentor mit der Naturbrücke „Küssende Sau".

Das Rusenschloss ist ein hervorragender Aussichtspunkt auf Blaubeuren und das Blautal.

Der Blautopf ist die schönste und nach dem Aachtopf die zweitgrößte Karstquelle Deutschlands. Sein Einzugsgebiet erstreckt sich über ca. 160 km². Aus dem 21 m tiefen trichterförmigen Quelltopf entspringt die Blau. Ihre Schüttung beträgt im Durchschnitt 2.270 Liter pro Sekunde, kann aber bis zu.32.000 l/s erreichen. Unter dem Blautopf wird das größte Karsthöhlensystem der Schwäbischen Alb vermutet.

Direkt am Blautopf sollte man auch die Historische Hammerschmiede sowie das ehemalige Benediktiner-Kloster mit spätgotischem Hochaltar und Chorgestühl besichtigen.

Autorentipp

Das sehenswerte Urgeschichtliche Museum in der Karlstrasse zeigt die aus der Eiszeit gemachten Funde der Region.

outdooractive.com User
Autor
Walter Biselli
Aktualisierung: 24.08.2017

mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
706 m
504 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Für diese Wanderung ist Trittsicherheit erforderlich.

1.6.2017: Die Burgruine Rusenschloss ist gesperrt

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe. Die Mitnahme von Teleskopstöcken wird für die teils steilen Waldwege empfohlen

Weitere Infos und Links

Tourist Information Blaubeuren

Kirchplatz 10, 89143 Blaubeuren

Tel.: 0 73 44 / 96 69 90

tourist@blaubeuren.de

www.blaubeuren.de

 

Das Stuttgarter Hutzelmännlein" mit der "Historie von der schönen Lau" von Eduard Mörike bei Wikipedia

"Die Schöne Lau" in Kurzfassung

Start

Bahnhof Schelklingen (534 m)
Koordinaten:
Geographisch
48.371769 N 9.734916 E
UTM
32U 554426 5357883

Ziel

Bahnhof Blaubeuren

Wegbeschreibung

Vom Bahnhof in Schelklingen gehen wir durch die Bahnhofstraße nach Norden und folgen dem Alb-Südrand-Weg (HW2) des Schwäbischen Albvereins (Markierung: rotes Dreieck). Weithin ist bereits das erste Ziel zu sehen: die Ruine Hohenschelklingen. Dann überqueren wir die Ach. Anstatt weiter geradeaus in die Schulstraße zu gehen, lohnt sich ein kurzer Abstecher zu schönen Fachwerkhäusern am Marktplatz. An der Stadtpfarrkirche St. Konrad vorbei, geht es zurück in die Schulstrasse, über die Blaubeurer Straße und geradeaus weiter in die Straße "Im Längental", wo der Aufstieg zur Burgruine Hohenschelklingen beginnt, während der HW2 weiter dem Längental folgt. Die heutigen Mauerreste stammen überwiegend aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Gut erhalten ist der Bergfried. Durch die Lage auf einem Bergsporn bietet er jedoch keine Aussicht zur Schwäbischen Alb, dagegen in das Schelklinger Tal und seine Seitentäler. Nach Süden hin wird der Blick durch das große Zementwerk geprägt.

Von der Ruine gehen wir ohne Markierung weiter auf dem Grat hinauf zum Schlossberg, immer parallel zum Längental. An der Waldecke führt der Weg im Zickzack nach rechts hinunter ins Mutental. Dem Forstweg im Tal folgen wir nach rechts bis zur Einmündung der Strasse im Längental, wo wir wieder auf die Wegmarkierung „rotes Dreieck“ stossen. Nach 570 m haben wir den Asphalt wieder verlassen und treten aus dem Wald.

Der HW2 führt nun nach Norden, zunächst am Waldrand entlang, dann in diesen hinein und 120 m abwärts ins Tiefental, dem wir ca. 300 m nach NW folgen. Der sich rechts anschließende Aufstieg von 150 Hm über die Betteltelle zur Bettelbuche kann vor allem im Sommer schweißtreibend sein. Auf der Hochfläche wandern wir weiter nach Osten zum Wachtfels und machen einen Abstecher zur Ruine Günzelburg, von der sich eine weite Aussicht ins Achtal bietet.

Auf weichen Waldwegen kommen wir hinunter zum Felsenlabyrinth der Weilerhalde mit einem Felstor und der Felsformation „Küssende Sau". Oberhalb davon liegt die Brillenhöhle, eine bis zu 6 m hohe Höhlenhalle mit ca. 17 m Durchmesser. In ihr wurden bedeutende Funde aus der jüngeren Altsteinzeit (vor 12000 - 29000 Jahren) gemacht. Zu ihrem weiteren Schutz ist sie durch ein Gitter verschlossen.

An Kletterfelsen vorbei, steigen wir sanft ab zum Bahnhof von Blaubeuren. Hier kann man die Wanderung abbrechen oder abkürzen, indem man den direkten Weg zum Blautopf nimmt (ca. 1,5 km).

Wir wollen weiter zum Rusenschloss. Vom Bahnhof aus gehen wir nach Osten bis zur Brücke der Bundesstraße und steigen auf der anderen Seite zum Achkanal hinunter (Markierung: rote Gabel). Er dient der Umleitung der Ach bei Hochwasser und mündet direkt in die Blau. Parallel zur Eisenbahn überqueren wir den Fluss auf dem 1904 vom Schwäbischen Albverein errichteten Rusensteg, der an den Fuß des Frauenbergs führt. Von hier geht es auf dem HW2 in Serpentinen steil hinauf zu den Ruinen des Rusenschlosses, das wir durch das Südtor mit Spitzbogen betreten. Das Rusenschloss geht auf Graf Hartmann von Gerhausen zurück (1090 urkundlich erwähnt). Im 13. Jh. bauten die Pfalzgrafen von Tübingen die Anlage weiter aus. Der Name Rusenschloss leitet sich vermutlich vom Forstknecht Ruoss ab, der hier um 1590 lebte. 1768 begann der Abbruch. Von der einst imposanten Anlage sind noch Reste des Torturms auf der Südseite, eines Kellers und des „Donjon" erhalten geblieben. Der Wohnturm ist ein hervorragender Aussichtspunkt auf Blaubeuren und das Blautal.

Über eine Holztreppe gelangen wir hinauf zum ehemaligen Wohnturm mit Aussichtsterrasse. Nach der Besichtigung verlassen wir die Burganlage durch das nördliche Burgtor auf einem breiten Forstweg, der parallel zur Straße nach Sonderbuch verläuft. An einer Wegkreuzung verlassen wir den HW2 und biegen mit der roten Gabel nach links in Richtung Sonderbuch ab.

Beim Kriegerdenkmal der Gemeinde lohnt ein kurzer Abstecher zu einem Aussichtsfelsen, bevor wir die Biegung der Kreisstraße erreichen. Auf der gegenüberliegenden Seite geht es vor dem Haus links weiter zum Segelflugplatz und dort nach Westen durch den großen Grillplatz Landsitzle.

An der Waldecke angelangt, kann man mit der roten Gabel auf dem „Ascher Steig“ direkt zum Blautopf absteigen.

Alternativ folgt man der gelben Gabel weiter auf der Höhe zum Blaufels. Der Aussichtsfelsen oberhalb des Blautopfs bietet eine weite Sicht auf Blaubeuren und die Umgebung – der Blick auf den Blautopf ist jedoch durch Bäume versperrt. Eine Besteigung ist nur für Schwindelfreie zu empfehlen, da der Felsen ungesichert ist und steil abfällt.

In steilen Serpentinen gelangt man anschließend auch zum Blautopf hinunter.

Der direkte Weg zum Bahnhof führt von der Blautopfstraße durch die Klosterstraße und die Karlstraße. Zuvor machen wir noch einen kleinen Umweg in Richtung des Ruckenbergs über die Ulmer Strasse. Hier sehen wir links den markanten Metzgerfelsen mit der Tafel „Klötzle Blei“ zur bleibenden Erinnerung an Blaubeuren: "Glei bei Blaubeura leit a Klötzle Blei".

Öffentliche Verkehrsmittel

Diese Tour ist gut mit Bahn und Bus erreichbar.

Start am Bahnhof Schelklingen; Rückfahrt ab Bahnhof Blaubeuren; beide an der Strecke Neustadt (Schwarzwald) - Ulm

Anfahrt

Auf der B492 (Ehingen - Blauberuren) bis Bahnhofstraße in Schelklingen

Parken

Parkplätze am Bahnhof Schelklingen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Willi Siehler: Schwäbische Alb – Wanderungen auf dem Nordrand- und Südrand-Weg (HW 1 + 2). Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2203-6

Kartenempfehlungen des Autors

WGB Wanderkarte Geislingen Blaubeuren, Maßstab 1:35 000, Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Ausgabe 2009, ISBN 978-3-89021-741-3

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Uwe Maurer
01.10.2017
Sehr schöne Tour. Viel schmale Pfade, abwechslungsreich, schöne Ausblicke. Wir waren mit einer Gruppe von 10 Erwachsenen und 9 Kindern (8-15 Jahre) unterwegs. Am Anfang ist die Orientierung schwierig da kaum Wegzeichen. GPS Navigation empfehlenswert. Das Ende der Tour haben wir abgekürzt und sind vom Rusenschloss zum Naturfreundehaus abgestiegen.
Bewertung
Blick von der Günzelburg
Blick von der Günzelburg
Foto: Uwe Maurer, Community
Blick vom Knoblauchfelsen auf Blaubeuren
Blick vom Knoblauchfelsen auf Blaubeuren
Foto: Uwe Maurer, Community
Die Blau
Die Blau
Foto: Uwe Maurer, Community
Rusenschloss
Rusenschloss
Foto: Uwe Maurer, Community

outdooractive.com User
01.06.2017 • Wanderung • Zur "Küssenden Sau" und "Schönen Lau", Schwäbische Alb
Die Besucherplattform der Burgruine Rusenschloss sowie die unterhalb der Ruine verlaufenden Wanderwege sind gesperrt. Eine Sanierung der Burgruine Hohengerhausen, im Volksmund Rusenschloss genannt, wird vom Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ulm, federführend durchgeführt. Im Zuge von näheren Untersuchungen an der Burgruine und den tragenden Gesteinsformationen wurde erkannt, dass auch die Besucherplattform aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss. Die Arbeiten wurden im Sommer 2016 begonnen. Die Dauer der Sanierungsarbeiten können noch nicht abschließend festgelegt werden, sie dauern jedoch mindestens bis Ende 2018 an.

Hartmut Wimmer
03.06.2009
Echt super Tourenbeschreibung. Da hat sich ja jemand richtig viel Arbeit gemacht.
Bewertung

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Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
18,4 km
Dauer
6:00 Std
Aufstieg
650 m
Abstieg
670 m
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights

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