Durch die wildromantische Schelmenklinge und vorbei an der aus Sandstein ... - Wanderung - Schwäbische Alb

Start Touren Durch die wildromantische Schelmenklinge und vorbei an der aus Sandstein gemeißelten Schillergrotte
Zu Liste hinzufügen
 Gemeinsam planen
 Teilen
Wanderung

Durch die wildromantische Schelmenklinge und vorbei an der aus Sandstein gemeißelten Schillergrotte

(7) Wanderung • Schwäbische Alb
  • Römischer Wachturm
    / Römischer Wachturm
    Foto: Tourismusverein Remstal-Route e. V.
  • Wasserspiele Schelmenklinge
    / Wasserspiele Schelmenklinge
    Foto: Tourismusverein Remstal-Route e. V.
  • Schillergrotte
    / Schillergrotte
    Foto: Tourismusverein Remstal-Route e. V.
  • Kloster Lorch
    / Kloster Lorch
    Foto: Tourismusverein Remstal-Route e. V.
Karte / Durch die wildromantische Schelmenklinge und vorbei an der aus Sandstein gemeißelten Schillergrotte
0 150 300 450 600 m km 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Wetter

Die Schelmenklinge, eine urwüchsige, schmale Waldschlucht, in der es vielfach rinnt und plätschert, und deren Wasserspiele, die von Mai bis Oktober vom Schwäbischen Albverein Lorch aufgebaut werden, verleihen der Klinge besonders für kleine Besucher eine zusätzliche Anziehungskraft. Aber auch die zerklüftete, fast verwunschen anmutende Schillergrotte zieht ihren Besucher in Bann.

Schwäbische Alb: Beliebter Rundwanderweg

mittel
9,1 km
3:30 Std
268 m
268 m
Vom Parkplatz (ca. 250 m oberhalb des Klosters neben der Straße nach Alfdorf - Welzheim) wandern wir zunächst links auf dem Gehweg neben der Straße im Zeichen des Limeswanderweges HW 6 Richtung Kloster. Beim Limesstein überqueren wir die Straße (die Klosterzufahrt bleibt links) und folgen den Markierungen des Wanderweges Baden-Württemberg HW 3 bzw. des Limeswanderweges HW 6. In Kürze erreichen wir die Zufahrtsstraße zum Schäfersfeld und schreiten ihr entlang links aufwärts (rechts die Tennisplätze). Gleich passieren wir das Schul- und Sportgelände Schäfersfeld sowie die Gaststätte „Echo“ und gehen geradeaus Richtung Hollenhof. Links im kleinen Wäldchen die Reste des ehemaligen römischen Wachtpostens Nr. 12/13. Vermutlich stand hier nicht bloß ein gewöhnlicher Römerturm, sondern ein großes Steinhaus, wahrscheinlich eine römische Feldwache. Dann folgen wir rechts dem „Hollenhofweg“ mit den beiden Markierungen für HW 3 und HW 6.

Eindrucksvoll der Blick links zum dunkel ansteigenden Schurwald sowie hinab ins Remstal und zum Hohberg in westlicher Richtung. Im Wald verlässt uns dann bald der Limeswanderweg links Richtung Pfahlbronn-Welzheim. Wir aber wandern auf dem HW 3 geradeaus weiter Richtung Schelmenklinge. Durch den prächtigen Wald gelangen wir hinab in die von Lorch herankommende Götzentalstraße und folgen ihr nach rechts. Dort, wo die Talwiesen vom Wald verdrängt werden, öffnet sich rechts der Eingang zur Schelmenklinge (Landschaftsschutzgebiet, Markierung Rotstrich). Die Schelmenklinge ist eine urwüchsige, schmale Waldschlucht, in der es vielfach rinnt und plätschert. An vielen Stellen, vor allem im hinteren Bereich, tritt der in der engen Schlucht abgelagerte Stubensandstein deutlich zutage. Reichlich Immergrün und Moos bekleiden die Schluchtwände. Die zur Sommerzeit vom Schwäbischen Albverein Lorch aufgebauten und betreuen Wasserspiele verleihen der Klinge eine zusätzliche Anziehungskraft. Während der kalten Jahreszeit haben die Geräte allerdings Winterruhe.

Immer wilder wird die Szenerie, je tiefer wir in die Schlucht eindringen. Links stäubt über mächtige, zerfurchte und abgeschliffene Sandsteinfelsen ein schmaler Wasserfall herab. Während winterlicher Frostperioden ist die Schelmenklinge oftmals vom Eis verzaubert (Vorsicht bei Begehung). Kaum hörbar murmelt dann das erfrorene Bächlein unter einem dicken Eisbelag, während der kleine Wasserfall die hohe Felswand in einen kleinen, silbern im müden Sonnenlicht schimmernden Gletscher verwandelt hat. Da ein starker Erdrutsch in jüngster Vergangenheit den früheren Weg vom Schluchtgrund zur Höhe verworfen hat, steigen wir heute über eine Treppe und danach über Stufen zur Höhe empor. Von dort zeigt sich nochmals ein interessanter Blick in die tiefe Felsschlucht.

Dann verlassen wir den Wald und erreichen die Straße, welche wir überqueren. Wir folgen weiter der Markierung Rotstrich und wandern links auf dem Asphaltweg in den aussichtsschön gelegenen Lorcher Stadtteil Bruck (465 m). Sehr reizvoll der Blick rechts ins waldüberworfene Mühlbachtal und hinüber nach Alfdorf. Interessant auch der Blick nach Lorch, ins Remstal, zum Schurwald und hinüber zum aufragenden Albpanorama mit seinen bekannten Berggestalten. Hinter Bruck, beim Wanderparkplatz zur Linken, bekommen wir einen prächtigen Blick ins Götzental und auf dunkle, schweigende Wälder, zum Klotzenhof und zum sich emporwölbenden Hohberg. Südlich und südöstlich – noch breiter gelagert als zuvor – der Nordalbtrauf bis zum Braunenberg mit dem dortigen Fernsehturm. Nach dem Wanderparkplatz weist uns die Markierung Rotstrich rechts auf den Fahrweg in
Richtung Schillergrotte-Alfdorf.

Wir wandern über den sanften Knollenmergelhang abwärts zum Wald und erreichen in Kürze in einem zerklüfteten Bergwinkel die vom Wasser aus dem Sandstein
herausgemeißelte Schillergrotte. Bei der Wegegabel, wo ein mit Blaupunkt markierter Weg nach Alfdorf zieht, wandern wir rechts mit Rotstrich abwärts Richtung Hohler Stein - Brucker Tal. Wir gelangen hinab ins stille, abgeschiedene Mühlbachtal, wo die Einsamkeit fast körperlich spürbar wird. Auf einem breiten Fahrweg gehen wir kurz nach links und gleich im Rechtsbogen talabwärts. Wir passieren den Moltenwaldbrunnen und bald verlässt uns der Wanderweg Baden-Württemberg im Linksbogen Richtung Hohler Stein. Wir aber folgen hier dem Talweg geradeaus (Rundweg Nr. 6) entlang des Mühlbachs.

Wir erreichen die Handvoll Häuser der Brucker Sägmühle im idyllischen Tal. Hier gehen wir zunächst auf dem Fahrsträßchen rechts mit der Markierung Blaupunkt weiter. Gleich nach der Bachbrücke zieht der Blaupunkt rechts aufwärts nach Bruck. Wir aber gehen auf dem Sträßchen noch weiterhin geradeaus (unmarkiert) durch das Tal des Schweizerbachs. Das prächtige Tal mit seinen erlengesäumten Bachschleifen präsentiert sich in wunderschönen Bildern. Bald verlassen wir das Tal und biegen rechts ein auf den „Hermann-Löns-Weg“, wobei uns nun der Limeswanderweg von Kleindeinbach herkommend begleitet. Vielfach gewunden zieht der Weg durch prächtige Wälder dahin und erreicht schließlich die Höhe beim Wanderparkplatz an der Klosterhalde neben der Straße nach Bruck - Alfdorf, wo die abwechslungsreiche Tour endet.

Autorentipp

Vor oder nach der Wanderung lohnt sich ein Abstecher ins Kloster Lorch oder ein Besuch der Stauferfalknerei.

 

outdooractive.com User
Autor
Curt Blessing
Schwäbischer Albverein Ortsgruppe Lorch
Aktualisierung: 25.11.2014

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
460 m
304 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Geteerte Wege, Schotterstraßen, überwiegend unbefestigte, teilweise steile Waldwege.

Ausrüstung

Festes Schuhwerk ist zu empfehlen, nicht für Kinderwägen geeignet.

Start

Parkplatz Klosterhalde, Lorch (339 m)
Koordinaten:
Geographisch
48.799720 N 9.704960 E
UTM
32U 551768 5405431

Ziel

Parkplatz Klosterhalde, Lorch

Wegbeschreibung

Parkplatz Klosterhalde  -  Schäfersfeld  -  Götzental  -  Schelmenklinge  -  Bruck  -  Schillergrotte  -  Brucker Sägmühle  -  Hermann-Löns-Weg  -  Parkplatz Klosterhalde

Öffentliche Verkehrsmittel

RB oder RE aus Stuttgart bzw. Aalen kommend bis Haltestelle Lorch(Württ.) Bahnhof.

Eine genaue Fahrplanauskunft für Ihren Abfahrtsort erhalten Sie z.B. auf der Internetseite des VVS (Region Stuttgart) oder beim 3-Löwen-Takt (Baden-Württemberg).

Anfahrt

B29 aus Richtung Stuttgart/ Aalen kommend Ausfahrt Welzheim Lorch Göppingen B297 in Richtung Welzheim. Nach dem Ortsausgang rechts abbiegen zum Kloster Lorch.

Parken

Parkplatz Klosterhalde
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Die Wanderkarte Nr. 13 für Göppingen/ Schorndorf (1:35.000) oder Freizeitkarte F521 Göppingen/ Remstal/ Filstal (1:50.000) sind beim Tourismusverein Remstal-Route e.V., beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg oder im Buchhandel erhältlich.

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Kartentipps für die Region

mehr zeigen

Community

 Kommentar
 Aktuelle Bedingung
Veröffentlichen
  Zurück zur Eingabe
Punkt auf Karte setzen
(Klick auf Karte)
oder
Tipp:
Der Punkt ist direkt auf der Karte verschiebbar
Löschen X
Bearbeiten
Abbrechen X
Bearbeiten
Punkt auf Karte ändern
Videos
*Pflichtfeld
Veröffentlichen
Bitte einen Titel eingeben.
Bitte einen Beschreibungstext unter "Aktuelle Bedingung" eingeben.
Peter Schaub
12.09.2017
Anfangs sehr schöne Wanderung durch die Schelmenklinge mit den vielen, originellen Wasserspielen. Nach dem Schluchtende hinauf nach Buck und eine schöne Fernsicht von hier oben. Schön auch der Abstieg hinunter ins Mühlbachtal, dann ohne Höhepunkte auf Straße und breite Forststraßen zurück nach Lorch.
Bewertung
Gemacht am
04.09.2017

Jonas Herrlich
02.06.2017
Bewertung
Gemacht am
21.05.2016

Daniel Ripandelli
03.10.2016
Wir sind die Tour gelaufen und waren echt begeistert.
Bewertung
Gemacht am
03.10.2016

Weiterlesen

Keine aktuellen Bedingungen in der Umgebung gefunden.
Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
9,1 km
Dauer
3:30 Std
Aufstieg
268 m
Abstieg
268 m
Rundtour aussichtsreich familienfreundlich geologische Highlights

Wetter Heute

Statistik

: Std
 km
 m
 m
Höchster Punkt
 m
Tiefster Punkt
 m
Höhenprofil anzeigen Höhenprofil verbergen
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.
Gewinne 2x2 WinterCARDs des Skigebiets Saas-Fee
Zum Gewinnspiel