Biosphäre Schaalsee. Zarrentin: Vom »Ort des Schwarzen« zur »Himmelpforte« - Wanderung - Mecklenburg-Schwerin

Start Touren Biosphäre Schaalsee. Zarrentin: Vom »Ort des Schwarzen« zur »Himmelpforte«
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Wanderung

Biosphäre Schaalsee. Zarrentin: Vom »Ort des Schwarzen« zur »Himmelpforte«

(1) Wanderung • Mecklenburg-Schwerin
  • Gotische spitzbogige Fenster am Ostflügel des Klosters
    / Gotische spitzbogige Fenster am Ostflügel des Klosters
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
  • Die Klosterkirche
    / Die Klosterkirche
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
  • Uferweg am Kirchensee
    / Uferweg am Kirchensee
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
  • Aussicht vom Sprungturm der Badestelle in Zarrentin
    / Aussicht vom Sprungturm der Badestelle in Zarrentin
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
  • Blick auf Zarrentin
    / Blick auf Zarrentin
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
  • Der südliche Schaalsee in Zarrentin
    / Der südliche Schaalsee in Zarrentin
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
  • Herbstlicher Schilfgürtel in Zarrentin
    / Herbstlicher Schilfgürtel in Zarrentin
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
  • Der Ostflügel des Klosters
    / Der Ostflügel des Klosters
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
  • Blick auf den Promenadenweg unterhalb des Klosters
    / Blick auf den Promenadenweg unterhalb des Klosters
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
  • Bootshaus am Promenadenweg in Zarrentin
    / Bootshaus am Promenadenweg in Zarrentin
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
  • Blick von der Ostseite des Schaalsees auf Zarrentin
    / Blick von der Ostseite des Schaalsees auf Zarrentin
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
  • Kirchensee, im Hintergrund die Holzbrücke, dahinter der Schaalsee
    / Kirchensee, im Hintergrund die Holzbrücke, dahinter der Schaalsee
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
Karte / Biosphäre Schaalsee. Zarrentin: Vom »Ort des Schwarzen« zur »Himmelpforte«
0 150 300 m km 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Wetter

Wer die Zisterzienserinnen nicht ein wenig um die sensationelle Lage ihres Klosters beneidet, hier am Steilhang oberhalb des Schaalsees, dem ist nicht zu helfen. Mehr See(blick) geht nicht! Starten Sie unseren persönlichen »Nonnenweg« am »Pahlhuus«, dem Informationszentrum des Biosphärenreservats Schaalsee, und nähern sich im Flaniermodus längst des Uferweges dem Kloster, den seeseitigen Ostflügel und die Klosterkirche stets vor Augen und umrunden anschließend noch, mit Gottes Segen, den Kirchensee

Mecklenburg-Schwerin: Beliebter Rundwanderweg

leicht
9,1km
2:15
12 m
12 m
alle Details

Autorentipp

Jeden 1. Sonntag im Monat von April - November bieten regionale Erzeuger der Schaalseeregion ihre biologischen Produkte am Pahlhuus an, ansonsten finden Sie im Regionalwarenladen in der Hauptstraße 15 ein ähnlich gutes Sortiment. Die ansprechend aufbereitete Ausstellung im Informationszentrum des Biosphärenreservats Schaalsee vermittelt einen guten Eindruck über den außergewöhnlichen Naturreichtum der Region
outdooractive.com User
Autor
Frank Strauß & Familie
Aktualisierung: 31.05.2017

Schwierigkeit leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
41 m
33 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Rundtour Rundtour
Einkehrmöglichkeit Einkehrmöglichkeit
familienfreundlich familienfreundlich
barrierefrei barrierefrei
aussichtsreich
kulturell / historisch
geologische Highlights
botanische Highlights
faunistische Highlights
Geheimtipp
kinderwagengerecht

Weitere Infos und Links

Übernachten: Wer möchte, kann gerne bei uns hier im Biosphärenreservat Schaalsee, in schönster Natur eine ruhige Unterkunft finden, wir vermieten in einer denkmalgeschützten, ehemaligen Landarbeiterkate, zwei mit historischen Möbeln eingerichtete Ferienwohnungen. In der benachbarten Fachwerkscheune erwartet Sie, neben einem weiteren Apartment, auch ein kleines Heuhostel und B&B. www.bauernkate-klein-thurow.de

Bewerten und kommentieren Sie gerne die Touren, wir sind für alle Hinweise dankbar!

 

Start

Pahlhuus, Informationszentrum des Biosphärenreservats Schaalsee (41 m)
Koordinaten:
Geogr. 53.544069 N 10.928484 E
UTM 32U 627781 5934526

Wegbeschreibung

Unterhalb des Informationszentrums geht es, der Beschilderung des »Moorlehrpfades« folgend, über Plankenwege in ein ursprüngliches Feuchtgebiet des Kalkmoores. Verschiedene Infotafeln geben Auskunft über Entstehung, Nutzung, Flora und Fauna des Biotops. Am Ende des informativen Lehrpfades passieren Sie das Strandbad und folgen westwärts entlang des Uferweges mit großartigem Blick über den großflächigen südlichen Teil des Schaalsees.

Das Kloster. Auf der ehemaligen slawischen Siedlung »Zarnethin«, hier wahrscheinlich Kultstätte, die übersetzt etwa »Ort des Bösen« oder »Ort des Schwarzen« benannt wurde, siedeln sich nach deren Vertreibung deutsche Bauern aus westlichen Nachbargebieten Mitte des 12. Jh. hier an, es gehört anfänglich zum Bistum Ratzeburg, später fällt der Ort an die Grafschaft Schwerin. 1246 ist das Gründungsjahr des Zisterzienserinnenklosters, Papst Alexander IV. nannte es dann in einem Schutzbrief »Himmelpforte«. Es war den Töchtern der mecklenburgischen Fürsten und des Adels sowie Lübecker Patrizierfamilien vorbehalten, es unterhielt klostereigenen Mühlen, eine Klosterbrauerei, betrieb Küchen- und Obstgärten, wirkte als Bildungs- und Erziehungsstätte. Ursprünglich bildete die Klosteranlage zusammen mit der Kirche ein geschlossenes, Rechteck mit einem vierseitigen Kreuzgang um den Innenhof, der als Nonnenfriedhof diente. Das Kloster wurde 1552 aufgelöst. Erhalten blieb bis heute der Ostflügel, dessen Längsseite parallel zum Ufer des Schaalsees verläuft. Es beherbergte das Refektorium (Speisesaal), der neben Kirche und Kapitelsaal zu den wichtigsten Räumen des Klosters gehörte. Architektonisch besonders interessant sind die kunstvoll gestalteten gotischen Kreuzrippengewölbe des Erdgeschosses, der Kreuzgang (heute Dauerausstellung zur Geschichte des Kloster) und der nachträglich eingebaute Barocksaal im Obergeschoss, alles heute denkmalgerecht liebevollst restauriert. Die Nonnen hätten ihre Freude daran! (Veranstaltungen, Führungen, Öffnungszeiten unter: www.kloster-zarrentin.de)

Die Kirche. Als romanische Feldstein- und Backsteinkirche im Bistum Ratzeburg in der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert als Dorfkirche erbaut, dann als Klosterkirche schrittweise vergrößert. Um 1300 wurde der Chor mit Backsteinmauerwerk erhöht, dann 1460 das Langhaus (langgestreckter Hauptraum) unter Verwendung von Teilen der alten Kirche mit Ablassmitteln aus Backsteinen errichtet. Ein steiles Satteldach schließt die Kirche. Obwohl im Turm Teile aus dem 13. Jh. enthalten sind wurde das Obergeschoss des Westturms erst im 18. Jh., bestehend aus einer Fachwerkkonstruktion, die an der Westseite mit Brettern verschalt ist, fertiggestellt. Der kleine, quadratische Uhren-Turmaufsatz wurde durch einen achteckigen Turmhelm abgeschlossen. Erfreuen Sie sich im Innenraum an der vorzüglich gearbeiteten hölzernen Kanzel aus der Werkstatt Benedikt Dreyers von 1533/34, es ist eines der ältesten und bedeutendsten (Bild)Werke der Reformationszeit in Norddeutschland, in Auftrag gegeben für die berühmte Lübecker Marienkirche, fand sie 1699 Eingang in die vergleichsweise sehr kleine Zarrentiner Pfarrkirche.

Wenn Sie nun zum Uferweg zurückkehren und in nördliche Richtung gehen, erreichen Sie bald, unter dem schützenden Dach einer romantischen Lindenallee erste einen Beobachtungsstand (Ausblick!) dann eine hölzernen Brücke (Rundumblick!) zwischen Schaalsee und Kirchensee die im weiteren Verlauf durch eine  zum Naturschutzgebiet Strangen führt. An dessen Ende, hinter dem Parkplatz geht es an der Südseite des Kirchensees zum Kloster zurück. Nun gilt es zu entscheiden, ob Sie den selben Uferweg wieder zum Ausgangpunkt zurückkehren, oder ob der über die »Klostertwiete« schnell erreichte parallel verlaufende »Amtsstraße« mit seinen schlichten Fachwerk- und Backsteinhäusern aus dem 18.-19. Jh., einige, wie das Pfarrhaus mit Scheune (Amtsstraße 9) unter Denkmalschutz stehend.

(Quellen: Wikipedia, Dehio, offizielles Stadtportal)

Anfahrt:

Parken:

Auf dem kostenpflichtigen Parkplatz am »Pahlhuus«, dem Informationszentrum des Biosphärenreservats Schaalsee

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Schaalsee, offizielle Rad und Wanderkarte, Maßstab 1:50.000, Maiwald-Verlag
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Udo Müller
25.02.2017
Schöne Tour! Parkplatz am Pahlhuus bzw. restliche öffentliche Parkplatze gebührenpflichtig. Zwischen 9:00 und 18:00 Uhr fallen pro Stunde 1 Euro an.
Gemacht am
25.02.2017

outdooractive.com User
Community
17.04.2014
Hallo Frank, deine Bilder und deine Beschreibung haben mir so gut gefallen, dass ich deine Tour zur Top-Tour gemacht habe. Weiter so! Marco aus der outdooractive.com Redaktion.
Bewertung
Gemacht am
17.04.2014

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Keine aktuellen Bedingungen in der Umgebung gefunden.
Schwierigkeit leicht
Strecke 9,1 km
Dauer 2:15 Std.
Aufstieg 12 m
Abstieg 12 m

Eigenschaften

Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich barrierefrei

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