Oberharzer-Wasserwirtschaft-Wanderung - Wanderung - Harz

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Wanderung

Oberharzer-Wasserwirtschaft-Wanderung

(1) Wanderung • Harz
  • Bald sprudelt das Wasser von der Eisenquelle kräftig und färbt aufgrund des Eisengehaltes die Steine des Bachbettes braun.
    / Bald sprudelt das Wasser von der Eisenquelle kräftig und färbt aufgrund des Eisengehaltes die Steine des Bachbettes braun.
    Foto: Jens Steinbeißer, Jens Steinbeißer
  • Die Eisenquelle.
    / Die Eisenquelle.
    Foto: Gertud Wohlrab, Gertud Wohlrab
Karte / Oberharzer-Wasserwirtschaft-Wanderung
300 450 600 750 900 m km 2 4 6 8 10 12 14 Damm Jägersbleeker Teich Polsterberger Hubhaus Sperberhaier Damm Eisenquelle Hotel Drei Bären
Wetter

Diese Streckenwanderung folgt dem "Oberharzer Wasserregal" von Clausthal-Zellerfeld nach Altenau - entgegengesetzt dem Lauf. Ein Teilstück führt dabei auf dem Harzer-Hexenstieg entlang und ist mit Informationstafeln zum Wasserregal bestückt.

 

Harz: Beliebter Wanderweg

mittel
14,7 km
4:00 Std
259 m
351 m
alle Details
Vom Ostbahnhof in Clausthal-Zellerfeld biegen wir links in die Altenauer Straße ab (Bundesstraße B241) und verlassen auf ihr die Stadt. Auf der Höhe des Unteren Pfauenteichs zweigt die Altenauer Straße nach links ab, man bleibt aber weiterhin auf der B241, die nun „An den Pfauenteichen“ heißt, kommt dann zu zwei Gebäuden auf der Höhe des Mittleren Pfauenteiches und verlässt dort die B241 auf dem links abzweigenden Feldweg. Dieser führt uns unterhalb des Mittleren Pfauenteichs zum Damm (1) zwischen diesem und dem Oberen Pfauenteich. Der Mittlere Pfauenteich wurde erstmals 1298 unter dem Namen „Banedick“ erwähnt. Zusammen mit dem Oberen und dem Unteren Pfauenteich ist er die älteste Stauanlage im Oberharz. Jetzt wandert man durch den Mischwald weiter zum Jägersbleeker Teich (2) und folgt dabei dem Wegweiser „10H“. Der Jägersbleeker Teich wurde im Rahmen des Oberharzer Wasserregals ca. 1670 künstlich angelegt, um Wasser für den Bergbau bereitzustellen. Schautafeln informieren hier über das Wasserregal. Wir queren den 13,65 m hohen Staudamm und folgen weiterhin der Markierung „10H“ zum Polsterberger Hubhaus (3). Dieses wurde im Jahr 1801 gebaut und sollte das Wasser aus dem Dammgraben in den 18 m höher gelegenen Tränkegraben befördern. Die für die Hubpumpe erforderliche Antriebskraft lieferten zwei Wasserräder des Polstertaler Zechenhauses, das etwas weiter nördlich im Polstertal liegt. Heute können wir im idyllisch im von einer Wiese umgebenen Polsterberger Hubhaus einkehren. Auf der Straße „Im Polstertal“ wandert man nun in südlicher Richtung zur B242. Noch vor der Bundesstraße biegt jedoch an der Schutzhütte ein Forstweg links ab, auf dem man ein Stück parallel der Straße wandert, ehe man sich an der Gabelung rechts hält. An der ersten Kreuzung wandern wir geradeaus und an der zweiten wenige Schritte nach rechts, um danach gleich nach links auf einen Pfad abzubiegen. Nun erreicht man den Dammgraben und wandert an seinem Ufer entlang zum Sperberhaier Damm (TopTipp/4). Das unter Denkmalschutz stehende Aquädukt des Oberharzer Wasserregals leitet das Wasser des Dammgrabens über die Senke des Sperberhaies nach Clausthal, um den dort gestiegenen Bedarf an Kraftwasser der Bergwerke Genüge zu tun. Der Damm wurde zwar bereits im 17. Jahrhundert angedacht, aber erst 1732–1734 gebaut. Wir steigen hinauf zur 12,5 m hohen Krone des Damms und genießen die etwas andere Aussicht von hier oben, biegen nun links in die B498 ein und verlassen diese wenige Meter später auf einem links abzweigenden Weg. Wiederum ein kurzes Stück weiter nimmt man den rechts abzweigenden Pfad, trifft bald erneut auf die B498, kreuzt diese und wandert weiter auf dem Harzer-Hexen-Stieg entlang des Dammgrabens zur Eisenquelle (5). Hier kann man an einer Schutzhütte Rast machen, danach wandert man immer entlang des Dammgrabens auf dem Harzer-Hexen-Stieg nach Altenau. Kurz vor der Siedlung, am Grabenhaus Rose, verlässt man den Dammgraben linkerhand auf der Straße „Auf der Rose“ und passiert das Forsthaus Rose sowie die Jugendherberge Altenau (6). Auf der „Oberen Straße“ wandern wir zu unserem letzten Ziel, der hübschen St.-Nicolai-Kirche. Mit dem Bus 840 geht es zurück zu unserem Ausgangspunkt, dem Ostbahnhof in Clausthal-Zellerfeld.

 

 

outdooractive.com User
Autor
Katrin Kranz
Aktualisierung: 14.05.2014

Schwierigkeit mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
624 m
465 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit Einkehrmöglichkeit
Streckentour
aussichtsreich
kulturell / historisch

Weitere Infos und Links

Die kleine Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld ist das ehemalige Zentrum des Oberharzer Bergbaus und Startpunkt unserer Wanderung. Neben dem Oberharzer Bergwerksmuseum ist die Marktkirche Zum Heiligen Geist unbedingt sehenswert. Sie ist Deutschlands größte Holzkirche und wurde im barocken Stil errichtet. Auch der urige Kunsthandwerkerhof lohnt einen Besuch - hier lassen sich die Künstler über die Schulter schauen. Mittel gegen müde Wanderbeine sind in der Bergapotheke erhältlich. Doch Vorsicht, das auch "Fratzenhaus" genannte Gebäude macht seinem Namen alle Ehre. Bei unserer Wanderung entdecken wir die physischen Hinterlassenschaften des Oberharzer Wasserregals. Im 16. Jahrhundert wurde dieses komplexe System aus Stauteichen, unterirdischen Wasserwegen und Gräben angelegt, um insbesondere in den energieintensiven tieferen Schichten Stollen zu entwässern, Erze zu transportieren und das Gestein auszuwaschen. Das Wasser wurde zumeist in parallel zu den Hängen verlaufenden Gräben gesammelt und von dort zu den Wasserrädern weitergeleitet. Diese wiederum betrieben die Fördereinrichtungen und Pochwerke und wurden genutzt, um Grubenwasser zu heben. Für trockene Perioden staute man es in den künstlich angelegten Teichen. Insgesamt wurden über 100 Teiche, Gräben mit einer Gesamtlänge von gut 500 km und Wasserüberleitungstunnel von rund 30 km Länge angelegt. Der Begriff Regal (Pl. Regalien) bezeichnete früher übrigens das hoheitliche Recht, zumeist das des Königs oder des Kaisers. In diesem speziellen Fall verlieh die Landesherrschaft sowohl das „Bergregal“ als auch das Recht Wasser nutzen zu dürfen, das „Wasserregal“. Heute versteht man unter dem „Oberharzer Wasserregal“ eher die physischen Hinterlassenschaften. Das System steht seit 1978 unter Denkmalschutz und zählt weltweit zu den bedeutendsten historischen Wasserwirtschaftssystemen im Bergbau.

 

Weitere Infos zur Tour liefern Euch die Tourist-Informationen Oberharz unter www.oberharz.de!

Start

Ostbahnhof in Clausthal-Zellerfeld (556 m)
Koordinaten:
Geogr. 51.804409 N 10.348606 E
UTM 32U 592983 5740144

Öffentliche Verkehrsmittel:

Mit dem Zug nach Goslar Hbf, hier vom ZOB weiter mit dem Bus 830 nach Clausthal-Zellerfeld

 

Anfahrt:

A7, Ausfahrt Seesen, weiter auf der B248/243/B242 nach Clausthal-Zellerfeld

 

Parken:

Parkplatz am Ostbahnhof in Clausthal-Zellerfeld

 


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Annette Herbst-Lehnhoff
21.08.2017
Ich habe die Strecke locker in drei Stunden geschafft und würde sie als "leicht klassifizieren". Außer leichten Steigungen und einigen Wurzeln gibt es kaum Herausforderungen. Das letzte Stück wollte ich ohne begleitende Führung gehen und verlor prompt den Hexenstieg. Also: aufgepasst. Ich habe meine Tour dadurch etwas verlängert und war leider nicht bei der Eisenquelle. Trotzdem: eine schöne Tour als Einstieg in das Thema "Oberharzer Wasserregal".
Bewertung
Polsterberger Hubhaus
Polsterberger Hubhaus
Foto: Annette Herbst-Lehnhoff , Community

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Schwierigkeit mittel
Strecke 14,7 km
Dauer 4:00 Std
Aufstieg 259 m
Abstieg 351 m

Eigenschaften

aussichtsreich Einkehrmöglichkeit

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