Umrundung der Tofana di Rozes - Wanderung - Dolomiti d'Ampezzo, Dolomiti Bellunesi

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Wanderung

Umrundung der Tofana di Rozes

Wanderung • Dolomiti d'Ampezzo, Dolomiti Bellunesi
  • Die beeindruckende, 800 m hohe Südwand der Tofana di Rozes.
    / Die beeindruckende, 800 m hohe Südwand der Tofana di Rozes.
    Foto: Silke Hertel, Silke Hertel
  • Die Giusanni Hütte in der Fontananegra-Scharte ist umringt von gewaltigen Felswänden.
    / Die Giusanni Hütte in der Fontananegra-Scharte ist umringt von gewaltigen Felswänden.
    Foto: Silke Hertel, Silke Hertel
Karte / Umrundung der Tofana di Rozes
2000 2200 2400 2600 2800 m km 2 4 6 8 10 ehemaliges Rifugio Cantore Rifugio Giussani Abzweig zur Scala del Menighel Forcella Col dei Bos
Wetter

Spektakuläre Landschaftseindrücke machen die Runde um den Dolomiten­riesen der Tofana di Rozes mit seiner 800 Meter senkrecht in den Himmel ragenden Südwand zu Recht zu einem Wanderklassiker in den Ampezzaner Dolomiten.

Dolomiti d'Ampezzo, Dolomiti Bellunesi: Aussichtsreicher Rundwanderweg

mittel
10,4 km
5:30 Std
1169 m
1169 m
Auf der landschaftlich grandiosen Umrundung der Tofana di Rozes gegen den Uhrzeigersinn lernen wir diesen mächtigen Dolomitengipfel von allen Seiten kennen. Vom Rifugio Dibona führt unser  Weg zunächst durch das weite Geröllkar des Valon de Tofana hinauf zum Rifugio Giussani, wo wir rasten und die prächtige Felsszenerie der Tofane-Gipfel auf uns wirken lassen können. Dann geht es durch das von steilen Felswänden eingefasste Masare-Kar und über Felsstufen abwärts in den Talboden des Val Travenanzes. Dort folgen wir dem Tal zu Füßen der gebänderten Westflanke der Tofana di Rozes bergauf zum Sattel der Forcella Col dei Bos. Ein Pfad, der direkt am Wandfuß der eindrucksvollen, 800 Meter hohen Südwand des Berges verläuft, bringt uns schließlich vorbei an Stollenlöchern aus dem Ersten Weltkrieg zum Rifugio Dibona zurück. Unterwegs können schwindelfreie und trittsichere Wanderer noch einen Abstecher zur großen, natürlichen Höhle der Grotta di Tofana unternehmen.
outdooractive.com User
Autor
Silke Hertel
Aktualisierung: 03.03.2016

Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
2579 m
1936 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Im Juli und August ist die Zufahrt zur Hütte Rifugio A. Dibona von 8:30 - 16:30 Uhr gesperrt.

Start

Rifugio A. Dibona (2031 m)
Koordinaten:
Geogr. 46.532240 N 12.070050 E
UTM 33T 275317 5157357

Ziel

Rifugio A. Dibona

Wegbeschreibung

Am Rifugio Angelo Dibona (2083 m) startet diese herrliche Bergtour. Wir folgen der gesperrten Schotterpiste, einer alten Kriegsstraße, bergauf. Kurz vor der Talstation der Materialseilbahn zum Rifugio Giussani kommen wir zu einem Wegkreuz, halten uns rechts und gewinnen auf der Militärstraße an Höhe. Später ignoriert man den Linksabzweig des Weges 404 zur Via Ferrata Lipella.

Der Weg zieht zuerst in weiten Schleifen durch das mächtige Geröllkar des Valòn de Tofana bergwärts, dann wird er schmaler und führt in einem Zick-Zack-Kurs zwischen Felsen hindurch in ein breites Schuttkar hinauf. Man passiert das halb verfallene ehemalige Rifugio Cantore (2542 m). Dieses wurde nach einem 1915 hier von den Österreichern erschossenen Alpinigeneral benannt, dessen Denkmal sich rechts in der Karmulde befindet. Anschließend wandert man hinauf in die Senke zwischen der Tofana di Rozes (3225 m) und der Tofana di Mezzo (3224 m). Am Rand einer großen Trümmerzone steht im Joch das Rifugio Giussani (2580 m). Auf der Terrasse der Hütte, die 1972 anstelle des Rifugio Cantore erbaut wurde, können wir die gewaltige Felskulisse des imposanten Tofane-Dreigestirns auf uns wirken lassen, ehe wir den Abstieg auf dem Steig Nr. 403 ins Val Travenanzes antreten.

Der gut markierte Steig führt uns nun mit Blick auf die Fanisspitzen in das steile, von Geröll übersäte und von hohen Felswänden eingerahmte Masarè-Kar unterhalb der Nordabdachung der Tofana di Rozes hinab. An der Weggabelung auf etwa 2200 m Höhe hält man sich rechts, da die linke, kürzere Variante über die Scala del ­Menighel durch eine 50 m hohe, senk­rechte Wand führt, die nur mit Selbst­sicherung begangen werden sollte. Unser Steig überwindet mehrere Felsstufen, bevor er uns dann hinunter zur ehemaligen Malga Travenanzes (1970 m) im gleichnamigen Tal bringt.

Nun steht der größte Gegenanstieg der Runde an. Dazu nehmen wir den Weg Nr. 404 und folgen – umgeben von den Fanisspitzen und dem Großen Lagazuoi (2835 m) zur Rechten sowie der gebänderten Westwand der Tofana di Rozes zur Linken – der von zahlreichen großen Felsblöcken übersäten Talsohle des Val Travenanzes in südliche Richtung bergauf zum Wegkreuz in der Senke der Forcella Col dei Bos (2331 m).

Man biegt auf den Weg Nr. 404 nach links ab und steigt kurz in Richtung Castelletto-Südwand empor. Im Ersten Weltkrieg zündeten die Italiener dort 35 000 kg Sprengstoff am Ende eines fast 400 m langen Stollens und töteten durch die ­Explosion 13 österreichische Soldaten. Noch heute zeugen Löcher im Berg von dieser Zeit, durch eines davon taucht wenig später der Klettersteig Via Ferrata ­Lipella nach links in das Berginnere ein.

Wir wandern nun in leichtem Auf und Ab direkt unter dem riesigen Bollwerk der ­Tofana di Rozes-Südwand entlang – einer der ganz großen ­Dolomitenwände, in ­denen Klettergeschichte geschrieben wurde. Dabei begleitet uns ein herrlicher Ausblick nach Süden über die Cinque Torri und den Monte Nuvolau hinweg zur Civetta (3220 m) und zum Monte Pelmo (3168 m). Nach einer Weile kommt man zum Linksabzweig zur Grotta di ­Tofana, knapp oberhalb des Wandfußes gelegen. Schwindelfreie Wanderer können in insgesamt 20 Minuten einen Abstecher in die 10 bis 30 m hohe und mehr als 300 m lange, natürliche Höhle machen.

Kurz darauf verlässt man den Weg auf den rechts abwärts führenden Pfad Nr. 442, der im Zickzack über einen Schuttfächer hinab in die Latschen und zur Talstation der Materialseilbahn des Rifugio Giussani führt. Von hier kehren wir auf der bereits bekannten Militärstraße zum Rifugio Angelo Dibona zurück.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Toblach und dem Bus 445 nach Cortina d'Ampezzo, weiter mit dem Dolomitibus Cortina-Falzarego zur Haltestelle Bar Ra Nona an der Falzaregopassstraße. Auf dem Weg 412 zur Forc. Col dei Bos und dort in die Tour einsteigen. Zusätzlich 1 Std.

Anfahrt

A22 Ausfahrt Brixen, auf der SS49/SS51 nach Cortina d'Ampezzo und der SS48 Richtung Falzaregopass. Etwa vier Kilometer oberhalb von Pocol zweigt rechts die teils steile Schotterstraße zum Rifugio A. Dibona ab. Im Juli und August ist die Zufahrt zur Hütte von 8:30 - 16:30 Uhr gesperrt.

 

 

Parken

Großer Parkplatz beim Rifugio A. Dibona

Koordinaten

Geogr.:46.532240 N 12.070050 E
UTM:33T 275317 5157357
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
10,4 km
Dauer
5:30 Std
Aufstieg
1169 m
Abstieg
1169 m
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights

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