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Reportage

Höhenrausch mal anders – mit dem Zipfelbob vom höchsten Berg der Welt

von Andreas Heiß • 03.05.2013 • Reportage
  • Das Video gibt es demnächst exklusiv bei outdooractive.com zu sehen.
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    Foto: © Viktor Levpist
Mount Everest - der höchste Berg der Welt. Den meisten Menschen treibt allein der Gedanke an die Besteigung dieses Giganten Angstschweiß auf die Stirn. Jede Expedition auf seinen Gipfel ist ein unvorstellbares Abenteuer. Es gibt aber auch jene, die Achttausender wie den Everest nicht nur hinaufsteigen, sondern sogar mit Ski hinabfahren. Nun ist dies aber den ganz, ganz harten Jungs noch nicht genug. Laut Pavlek Levpist, einem slowenischen Extrem-Bergsteiger, sind Skier „etwas für Weicheier“.

Der erste Zipfelbob auf dem Mount Everest

Der erste Zipfelbob auf dem Mount Everest
Foto: © Viktor Levpist
Er hat es tatsächlich als erster Mensch geschafft, den höchsten Berg der Welt mit einem so genannten Zipfelbob hinunter zu fahren. Was sich anhört wie ein schlechter Scherz, war für Levpist die Herausforderung seines Lebens. „Mit Spaß hat das nichts mehr zu tun“, so der 32-jährige Zimmermann aus Briga in Slowenien.

Am Sonntag dem 22. März brachen Levpist und seine Begleiter vom vorgeschobenen Basislager (ABC) des Everest auf 6400 Meter zum Gipfel auf. Leider war es ihnen aufgrund des sich schnell verschlechternden Wetters nicht möglich, den Hillary Step zu überwinden und so den Gipfel zu erreichen.

Mit High-Tech-Bob den Berg hinab.

Mit High-Tech-Bob den Berg hinab.
Foto: © Viktor Levpist
Die Abfahrt mit dem teflonbeschichteten Zipfelbob startete also ungefähr in einer Höhe von 8760 Meter über die Süd-Route „Lirpa 1“. Die ersten über 40 Grad steilen Passagen konnte Pavlek Levpist ohne größere Schwierigkeiten “abrodeln”, jedoch zwangen ihn die vom Wind freigelegten Eisfelder knapp über der Todeszone zu teilweise lebensgefährlichen Fußmärschen.

Das Video gibt es demnächst exklusiv bei outdooractive.com zu sehen.

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Foto: © Viktor Levpist
Die Leistung des jüngeren Bruders Viktor Levpist ist hierbei nicht zu unterschätzen, der seinen Bruder bei der gesamten Abfahrt auf Skiern begleitet und die spektakulären Szenen auf Bildern und Film festgehalten hat. Nach knapp neun Stunden erreichten die beiden wieder das Basislager.

Ein Abenteuer – das Ergebnis einer Wette.

Ein Abenteuer – das Ergebnis einer Wette.
Foto: © Viktor Levpist
Was treibt einen Menschen zu solch einer Unternehmung? Laut Anton Viller, einem langjährigen Freund von Viktor und Pavlek Levpist, entstand die Idee bei einem Streit über Sinn und Unsinn alpiner Extremleistungen. Pavlek habe zum Beispiel im Gegensatz zu seinem Bruder kein Verständnis für das “Skiing the Seven Summits-Projekt” gehabt. “Die brauchen sich nichts darauf einzubilden, wenn sie da mit den Skiern abfahren!” 

Viktor forderte seinen Bruder heraus, ihm dies zu beweisen. Daraufhin hatte Pavlek Levpist bereits in den vergangenen Jahren ähnliche Versuche am Mont Blanc in Frankreich und am Annapurna im Himalaja unternommen, die Fahrten bisher aber immer vorzeitig abbrechen müssen. Nun gelang ihm der Streich.

Der Rest ist Zipfelbob-Geschichte. Und darüber hinaus wohl auf lange Zeit eine der außergewöhnlichsten Geschichten, die sich am Mount Everest zugetragen haben.

P.S.: Der „Zipfybob“-Hersteller hat für die nächste Saison ein neues Freestylemodell namens “Everest”  angekündigt, das die Leistung der beiden Levpist Brüder ehren soll.

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Autor
Andreas Heiß
Aktualisierung: 03.05.2013

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