Wanderritt Kleine Riesblick- u. Kratertour Leiheim- Alerheim-Reimlingen-Leiheim - Reiten - Bayerisch-Schwaben

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Wanderritt Kleine Riesblick- u. Kratertour Leiheim- Alerheim-Reimlingen-Leiheim

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    Foto: Elke Ganser-Braun
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    Foto: Elke Ganser-Braun, WANDERREITEN RUND UMS RIES
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Karte / Wanderritt Kleine Riesblick- u. Kratertour Leiheim- Alerheim-Reimlingen-Leiheim
150 300 450 600 750 m km 10 20 30 40 50 60 70 80
Wetter

3 Tage Wanderreiten am und im Meteoritenkrater Nördlinger Ries.

Landschaftlich reizvolle Route. Mit Unterkünften für Roß und Reiter auf Wanderreitstationen.

Bayerisch-Schwaben: Aussichtsreiche Reitrunde

mittel
84,4 km
18:08 Std
814 m
802 m
alle Details

Der Rieskrater entstand durch den Einschlag eines riesigen Meteoriten vor etwa 15 Millionen Jahren. Dank einer Naturkatastrophe entstand also diese reizvolle Landschaft, ein im Durchmesser ca. 25 km großer Kessel mit einzigartiger Geologie und seltener Flora und Fauna. Er ist umgeben von bewaldeten Hügelketten, der die Hochflächen der Schwäbischen Alb von denen der Fränkischen Alb trennt.

Bei diesem Tourenvorschlag als RundRitt über drei Reitstationen wird für jeden Geschmack etwas geboten:

Schattige Wälder, weite Blicke über die Felder der Riesebene, karge, landschaftstypische Wacholderheiden und felsige Jurahänge, ebene Feld- und Wiesenwege, die zum Traben und Galoppieren einladen. Außerdem Mittelalter zum Anfassen in einer Perle der Romantischen Straße – dem Marktflecken Wallerstein – sowie die idyllisch gelegene Burgruine Niederhaus.

In diesem Beispiel beginnen und enden wir mit der Reitstation 160 in Leiheim, natürlich ist auch jede der beiden anderen Stationen als Ausgangspunkt und Ziel geeignet.

Autorentipp

Unterkunftsmöglichkeit für Ross und Reiter:

Wanderreitstationen "Reiten zwischen Main und Donau"

  • - Station 121 Reimlingen
  • - Station 160 Leiheim
  • - Station 157 Alerheim
outdooractive.com User
Autor
Elke Ganser-Braun
Aktualisierung: 06.03.2015

Schwierigkeit mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
585 m
408 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Rundtour Rundtour
Einkehrmöglichkeit Einkehrmöglichkeit
Etappentour
aussichtsreich
kulturell / historisch
geologische Highlights
botanische Highlights
Geheimtipp

Start

WanderReitbetrieb Hof Kranichaue (484 m)
Koordinaten:
Geogr. 48.722694 N 10.530691 E
UTM 32U 612577 5397760

Ziel

WanderReitbetrieb Hof Kranichaue

Wegbeschreibung

Leiheim – Alerheim, 4 – 5 Reitstunden, 24 Kartenkilometer – hügeliges und flaches Gelände

Nach kräftigem Frühstück frisch gestärkt verlasst ihr unsere Station in Leiheim entlang dem Körlesbach, ein Stück dem renaturierten Lauf der Kessel folgend. Im Sommer begleiten euch hier Libellen, musikalisch untermalt von einem „Froschkonzert“.

Durch hügelige Felder und Wiesen erreicht ihr bald den kleinen Ort Thalheim, in dem ihr euch nach Norden wendet. Euer Weg führt entlang dem Kamm eines Jurahanges, von wo aus ihr einen herrlichen Blick über das Kesseltal mit der Hohenburger Mühle, dem Burgberg und dem Michelsberg mit seiner einsam aus dem Wald ragenden Kirchturmspitze habt.

Ab hier wird die Gegend menschenleer. Durch Felder und Wiesen haltet ihr auf die bewaldeten Hügel des Rieskraterrandes zu, die ihr zu durchqueren habt.

Im Wald finden ihr schliesslich eine mächtige, separat stehende uralte Eiche. Auch der Prälatenweiher liegt hier inmitten des Waldes. Er befindet sich im Besitz des Fürsten zu Oettingen-Wallerstein. Der Name Prälatenweiher, im Volksmund auch Fürstenweiher genannt, geht wohl auf die Mönche des Klosters Mönchsdeggingen zurück, die früher hier eine Fischzucht betrieben. Am westlichen Rand führt ein mit Eichen gesäumter Weg in Richtung Mönchsdeggingen den, wie berichtet wird, die höhere Gesellschaft zu Pferde benutzte um zum Weiher zu gelangen und hier dem Badevergnügen nachzugehen. Die Wasseroberfläche ist heute zu einem grossen Teil malerisch von Seerosen bedeckt.

Nach kurzer Verschnaufpause geht es weiter durch den Wald, bis ihr die vorläufig letzte Erhebung des äußeren Kraterringes passiert habt. Interessant ist ein kurzer Halt am Hungerbrunnen. Auf einer Holztafel ist die Besonderheit dieser periodisch schüttenden Karstquelle erläutert. Bald darauf ist der Waldrand erreicht.

Nur bei trockenem Boden sollte man von hier aus einen Abstecher zum Kühsteinfelsen, einer Jurascholle, machen und selbstverständlich mit dem Pferd den Weg im Naturschutzgebiet nicht verlassen. Hier finden sich auf Kalkmagerrasen und Wacholderheide seltene Pflanzenarten wie Silberdistel und Küchenschelle.

Rund um Mönchsdeggingen mit seiner sehenswerten Klosteranlage und von den Anhöhen aus wunderschönem Blick übers Ries gibt es einige schöne Rastplätze für Reiter und Pferd.

Richtung Möttingen reitet ihr schliesslich weiter, auf weichen Wiesenwegen durch die Felder. In der Ferne kann man schon die bewaldeten Spitzen des Hahnenberges, des Wennenberges und des Steinberges sehen.

Um als Reiter sicher über die B 25 zu kommen, haltet ihr am besten in Möttingen auf die Untere Mühle zu. Auch die Bahnlinie und die Eger ist hier leicht zu überqueren.

Nachden Brücken über Eger und Sulzgraben ersteigt ihr darauf hin den Hahnenberg. Hier kommt schon Schloss Alerheim und dahinter der heutige Zielort, Alerheim mit Station 157, in Sicht.

Alerheim – Reimlingen, 5 – 6 Reitstunden, 29 Kartenkilometer – flaches Gelände  

Gut versorgt und ausgeruht brecht ihr am nächsten Morgen wieder auf. Nach einem letzten Blick auf Schloss Alerheim zieht ihr Richtung Westen, bis ihr nach flottem Tempo auf weichen Wiesenwegen den Ort Grosselfingen erreicht. Hier führt eine Brücke über die Eger, auf deren Wasserlauf ihr am heutigen Tage noch öfter stossen werdet. Nach der Ortsdurchquerung biegt ihr nach Süden ab, dem Verlauf der Eger nordwärts entgegen. Über die stillen Orte Deiningen und Löpsingen, wo ihr auch die B 466 gut überqueren könnt, geht es weiter durch Felder und Wiesen.

Rundum habt ihr einen weiten Blick über die Riesebene. Deutlich zu erkennen ist bei klarem Wetter ringsum der Kraterrand und in der Ebene einzelne Erhebungen. Eine davon visiert ihr nun an, den Burgfelsen des Marktfleckens Wallerstein. Im Ort gibt es einiges zu sehen, z.B. diesen Burgfelsen, wo einst eine mittelalterliche Stauferburg thronte und wo man heute in den „Fürstlichen Keller“ einkehren kann.

Sehenswert sind auch die verbliebenen Gebäude des Alten Schlosses und im Ortskern die Pestsäule (von 1720) an der Pfarrkirche (von 1613). Leider ist das Neue Schloss mit Park und Fürstlicher Reitschule nicht immer für die Öffentlichkeit zugänglich.

Nach der Erkundung Wallersteins reitet ihr weiter durch die Felder, im weiten Bogen um Nördlingen herum, das bereits 1215 als Freie Reichsstadt Erwähnung fand. Getreu dem Motto der Nördlinger „Die schönsten Ecken sind rund“ ist der kreisförmige mittelalterliche Ring der Stadtmauer mit seinen Wehrgängen und Stadttoren vollständig erhalten geblieben. Weithin sichtbar erhebt sich aus dem Zentrum der Altstadt der 90m hohe Turm der St.-Georgs-Kirche. Er besteht aus Suevitgestein, das duch die Gesteinsschmelze bei der Ries-Katastrophe entstanden ist. Er wird von den Einheimischen liebevoll „Daniel“ genannt.

Über Nähermemmingen, abermals entlang der Eger, und Kleinerdlingen mit seinem Deutschordensschloss, habt ih bald darauf den Adlerberg und damit euer heutiges Tagesziel, Station 121 in Reimlingen erreicht.

Reimlingen – Leiheim, 4 – 5 Reitstunden, 21 Kartenkilometer - hügeliges Gelände

Auch heute wartet nach ausgiebigem Frühstück wieder ein herrlicher Reittag auf euch.

Über den Adlerberg verlasst ihr Reimlingen und ziehen entlang ausgedehnter Kalkmagerrasenflächen nach Südwesten auf die Höhe über dem Ort Herkheim zu. Hier habt ihr bei klarem Wetter noch einmal einen herrlichen Blick übers Ries. Danach macht ihr euch an die Ersteigung des Albuchs, einer Anhöhe, an deren Hängen im 30-jährigen Krieg eine blutige Schlacht tobte. Ein Gedenkstein erinnert heute noch an ihre Opfer. Hier bitte schön auf den Pfaden bleiben, um die empfindliche Pflanzenwelt zu schützen.

Friedvoll und still liegt auf der anderen Talseite die Burgruine Niederhaus vor euch. Ein Besuch dieser Burgruine aus der Stauferzeit lohnt sich immer. Im Tal des Forellenbaches zu Füssen der Burg gibt es  Gras und Wasser für die Pferde, die später im Schatten alter Bäume angebunden gerne auf euch warten werden, während ihr die Ruine besichtigt.

Nach Rast und Burgerkundung steht nun wieder die Überwindung des Ries-Randes an. Vorbei am Waldrand und dem Naturschutzgebiet Ganzenberg reitet ihr weiter und ersteiget die Rauhe Wanne, mit 614m über N.N. die höchste Erhebung des Riesrandes. Der auf ihrer Höhe stehende Sendeturm ist nicht unbedingt schön, aber für uns Wanderreiter als Orientierungspunkt auf grosse Entfernungen nützlich.

Der anstrengendste Steigung des Tages ist nun geschafft. Bald darauf verlasst ihr den Wald und seht inmitten von Feldern und Wiesen den Ort Bollstadt schräg vor euch liegen. Weiter Richtung Süden geht euer Ritt, immer dem offenen Gelände zwischen zwei Waldstücken folgend. Kurz reiten ihr noch einmal in den Wald hinein, um ihn bald darauf in Richtung Oberringingen zu verlassen. Durch Felder und Wiesen zieht ihr vorbei an der Ortschaft Oberringingen und durch Unterringingen, dann habt ihr euren Ausgangspunkt und das Ziel der Rundtour, Reitstation 160 in Leiheim, wieder erreicht.

Anfahrt:


Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

UK 50-21 Ries Hesselberg 1 : 50.000 (Landesamt f. Vermessung u. Geoinformation Bayern)

Schwäbischer Albverein Blatt 16 1:35.000 Nördlingen Donauwörth

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Schwierigkeit mittel
Strecke 84,4 km
Dauer 18:08 Std
Aufstieg 814 m
Abstieg 802 m

Eigenschaften

Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit

Wetter Heute

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