Jakobusweg Ansbach - Ulm / Oberdischingen "Zwischen Städten und Klöstern " - Pilgerweg - Frankenhöhe

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Pilgerweg

Jakobusweg Ansbach - Ulm / Oberdischingen "Zwischen Städten und Klöstern "

(1) Pilgerweg • Frankenhöhe
  • Ansbach, St. Johannes,
    / Ansbach, St. Johannes, "Mann mit Koffer" von Kurt Laurenz Metzler (2002)
    Foto: Martin Kreder, Landratsamt Heidenheim
  • Ellwangen Schönenberg, Marienwallfahrts-Kirche
    / Ellwangen Schönenberg, Marienwallfahrts-Kirche
    Foto: Martin Kreder, Landratsamt Heidenheim
  • Kirche im Kloster Königsbronn
    / Kirche im Kloster Königsbronn
    Foto: Martin Kreder, Landratsamt Heidenheim
  • Pilgerherberge
    / Pilgerherberge "Cursillo-Haus St. Jakobus" in Oberdischingen
    Foto: Michael Dillmann, Landratsamt Heidenheim
Karte / Jakobusweg Ansbach - Ulm / Oberdischingen  "Zwischen Städten und Klöstern "
300 450 600 750 900 m km 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200
Wetter

Jakobswege verfolgen ein Ziel: Santiago de Compostela. Frühe Pilger begannen den Weg vor Ihrer Haustüre und benutzten dann ein Wegenetz, das sie so schnell wie möglich dorthin führen sollte. Das waren in der Regel heutige "Altwege" wie Römerstraßen, Handels-, Heer- oder Geleitwege. Sichere Herbergen waren in Klöstern oder Städten. Dieser mit dem internationalen blau-gelben Strahlenmuschel markierte Weg führt über genau 200 Kilometer vom fränkischen Ansbach/St. Gumbertus ins heute württembergische Ellwangen und weiter südlich durchs Kocher- und Brenztal nach Ulm bzw. Oberdischingen, dem Sitz der Schwäbischen Jakobusgesellschaft. Die Strecke durchquert die Schwäbische Alb in 450 - 650 Meter Höhe ohne besondere Anforderungen in Tagesetappen von 14,2 bis 29,9 Kilometern. Besonders die langen Tage lassen sich durch frühere Übernachtungsmöglichkeiten kürzen. Bestmöglich wird das bestehende Wanderwegenetz benutzt und die Tage haben für sich typische Bezeichnungen:
1. Ansbach - Leutershausen: Im Zeichen der Eyb'schen Muschel (16,9 km)
2. Leutershausen - Feuchtwangen: Auf Altwegen unterwegs (23,3 km)
3. Feuchtwangen - Dinkelsbühl: Zur Drehscheibe des Pilgerns (14,2 km)
4. Dinkelsbühl - Ellwangen: Einsamkeit pur im Grenzland (26,7 km)
5. Ellwangen - Unterkochen: Der Schwäbischen Alb zu (26,3 km)
6. Unterkochen - Heidenheim: Durchs Kocher- und Brenztal (22,7 km)
7. Heidenheim - Langenau: Der Klösterliche (29,9 km)
8. Langenau - Ulm: Donauried und Donautal (20,1 km)
9. Ulm - Oberdischingen: Auf dem Hochsträß (20,8km)
Fast alle Orte waren frühere Reichsstädte oder besaßen klösterliche Einrichtungen oder haben durch Ablassbriefe Nah- und Fernpilger angezogen. Die heutige Infrastruktur der "modernen Herbergen" und des Wegenetzes verbessert selbstverständlich die Situation der Pilger und Wanderer. Trotzdem empfiehlt es sich, besonders in den Tagen 4, 5 und 7 ein Rucksackvesper einzupacken, weil mittags keine Einkehr zur Verfügung steht. Pilgergruppen finden bei telefonischer Voranmeldung in den entsprechenden Pfarreien morgendliche Andachten. Unsere Markierung endet in Oberelchingen und geht in die mit gekreuzten Pilgerstäben markierte Strecke der Deutschen Jakobusgesellschaft zum Bodensee über. Von dort kommt der Pilger in Richtung Einsiedeln um dann schlussendlich Santiago de Compostela zu erreichen: "Ultreja"!

Frankenhöhe: Aussichtsreicher Pilgerweg

mittel
202 km
57:58 Std
2100 m
1966 m
alle Details

Jeder, der den mittelalterlichen Weg nach Santiago de Compostela in religiöser Gesinnung vollzogen und erlebt hat, wird die tiefen Gefühle der Pilger seit dem 9. Jahrhundert nachempfinden können. Den Weg geht man nicht nur mit den Beinen, sondern zunächst mit Kopf und Verstand, bis man ihn demütig einfach „werden“ lässt. Vielleicht ist es auch immer wieder die ruhige Möglichkeit, unterwegs seine Existenz in Zeit, Raum und Ewigkeit einzuordnen und wieder eigene Orientierung in den tiefen Quellen des Christentums zu finden. Gleichwohl wird man diesen Weg auch touristisch mit freundlichen geöffneten Augen in diesen oft wenig bevölkerten Landstrichen erleben dürfen. Immer wieder wird der Jakobsweg zum Lebensweg oder zum geschichtlichen Erinnerungsweg.

Unsere 200 Kilometer lange Strecke ist Teil des Fernwallfahrtsnetzes, das in Richtung Südwesten, immer stärker werdend in den Strom der Pilger mündet, um dann in Spanien zum internationalen Wege- und Begegnungs-Höhepunkt zu werden. Die gelbe Strahlenmuschel im blauen Feld, mit den Farben der europäischen Idee, geleitet uns auf bestehenden Wanderwegen, weil das danebenliegende traditionelle Altwegenetz heute meist vom rollenden Verkehr benutzt wird. Die hier beschriebene mittelfränkisch-ostwürttembergische Nord-Süd-Verbindung bietet den durchziehenden Weitpilgern oder hiesigen Neueinsteigern die kulturelle und geistliche Gelegenheit zu erkennen, dass wir auf Erden keine bleibende Statt haben. Wenn nicht hier, wo sollte unser Weg denn beginnen. Ob Sie diesen Weg zu Fuß oder auf kleinen alternativen Landstraßen mit dem Fahrrad erleben wollen, das bleibt ganz Ihnen überlassen. Jeder Wanderer oder Pilger hat sein Gepäck zu (er)tragen - oder, falls Sie krank oder älter sind, warum sollten Sie nicht getreu dem Wort "ein jeder trage des anderen Last" Ihren Wirt oder einen Taxifahrer bitten, das Gepäck weiter zu transportieren? Besser, Sie sind leichten Mutes als überhaupt nicht unterwegs.

Wir wollen im Dreieck der Pilgerwege zwischen Nürnberg, Rothenburg und Ulm bzw. Oberdischingen auf Spuren gehen, wo historische Wegsamkeiten von früheren Menschen benutzt wurden, deren Ziel Lebens- oder Pilgerorte und Wallfahrtsstätten waren. Unser Weg beginnt in Ansbach, wo die alte Pilgerfamilie der Freiherren v. Eyb ihre Wurzeln hat. Der Weg strebt in südlicher Richtung über Feuchtwangen, Dinkelsbühl nach Ellwangen. Dort bietet er auch mehrere Übergänge zu bestehenden Pilgerwegen, beispielsweise ab Dinkelsbühl ins Nördlinger Ries oder ab Ellwangen in Richtung Hohenberg. Von Unterkochen durchschreitet der Pilger ohne größere Erhebungen die Schwäbische Alb im Kocher- und Brenztal zu den Klöstern Königsbronn, Anhausen und Herbrechtingen zur ehemaligen Wallfahrtsstätte Lindenau, um dort auf den bestehenden Hauptweg (von Nürnberg) nach Ulm zu treffen. Nächste erreichbare Pilgerherberge von dort ist dann das „Cursillohaus“ Oberdischingen, Sitz der Schwäbischen Jakobusgesellschaft. Weiter geht es dann auf den klassischen Routen zum westlichen Bodensee nach Konstanz bzw. Nonnenhorn. Dem „Schwabenweg“ folgend pilgert man weiter nach Maria Einsiedeln, dem Treffpunkt der früheren und heutigen aus Schwaben kommenden Pilger. Le Puy, die Pyrenäen und das Ziel Santiago de Compostela werden dann auch gedanklich und ganz handfest planbar und vielleicht, wenn Sie wollen, in einem oder mehreren Schritten erlebbar.

Michael Dillmann, Rudolf Hagmann, Martin Kreder

outdooractive.com User
Autor
Schwäbische Jakobusgesellschaft Haus St. Jakobus Oberdischingen

Martin Kreder, Michael Dillmann

Aktualisierung: 30.12.2016

Schwierigkeit mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
674 m
402 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit Einkehrmöglichkeit
familienfreundlich familienfreundlich
Etappentour
aussichtsreich
kulturell / historisch
geologische Highlights
botanische Highlights
faunistische Highlights

Ausrüstung

gutes Schuhwerk, Regenkleidung, Wanderausrüstung


Weitere Infos und Links

Schwäbische Jakobusgesellschaft Oberdischingen

 

Informationen zum ersten Teil des Jakobusweges unter www.romantisches-franken.de

Start

Ansbach St. Gumbertus (406 m)
Koordinaten:
Geogr. 49.299088 N 10.578769 E
UTM 32U 614780 5461903

Ziel

Ulm / Oberdischingen Cursillo-Haus St.Jakobus

Anfahrt:

DB Stuttgart - Nürnberg

A6 Ausfahrt Ansbach


Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Pilgerführer und Faltblatt

Kartenempfehlungen des Autors

Freizeitkarte des Landesvermessungsamts Baden-Württemberg 1:50.000 Blatt Nr. 519 (Crailsheim, Oberes Jagsttal). Wanderkarte des Schwäbischen Albvereins 1:35.000 Blatt 10 (Ellwangen, Dinkelsbühl).

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Fritz Alfke
24.09.2014
Ich bin diesen Jakobsweg nur von Ansbach bis Langenau gegangen. Dort habe ich wegen schlechten Wetters aufgegeben. Auf meiner Tour war ich der einzige Wanderer. Der Weg besteht aus einer Aneinanderfügung regionaler Wanderwege. Dem entsprechend wechselt die Beschilderung. Die gewohnte gelbe Jakobsmuschel auf blauem Grund sucht man vergeblich. Ohne die für jede einzelne Etappe ausführliche Wegbeschreibung und den entsprechenden Track , verläuft man sich sehr leicht. Eine zusätzliche Karte mag hier nützlich sein, ist aber bei Regen nicht leicht handzuhaben. In den Wäldern ist die Markierung oft sehr lückenhaft und die Wege sind zum Teil ungepflegt. Hier hilft der Track weiter. Allerdings führt auch dieser einen oft auf verwachsene Wege. Wenn man sich dann durch vom Tau oder Regen nasse, schulterhohe Gräser, Brombeeren und Büsche hindurch kämpft, ist das kein Vergnügen. Am besten ist der "Aalener Panoramaweg" markiert. Die Etappe von Heidenheim nach Langenau ist ziemlich lange und nur bei gutem Wetter in der angegebenen Zeit zu schaffen.
Bewertung
Gemacht am
16.09.2014

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Keine aktuellen Bedingungen in der Umgebung gefunden.
Schwierigkeit mittel
Strecke 202 km
Dauer 57:58 Std
Aufstieg 2100 m
Abstieg 1966 m

Eigenschaften

aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich

Wetter Heute

Statistik

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