Via Jutlandica - von Krusau nach Glückstadt - Pilgerweg - Binnenland Schleswig-Holstein

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Pilgerweg

Via Jutlandica - von Krusau nach Glückstadt

Pilgerweg • Binnenland Schleswig-Holstein
  • Zugang zum Handewitter Forst
    / Zugang zum Handewitter Forst
    Foto: Moonwalker74, cc-by-sa 3.0, GNUFDL, Outdooractive Redaktion
  • Sankelmarker See
    / Sankelmarker See
    Foto: BlackDataF, Wikimedia Commons
  • St. Georg in Oeversee
    / St. Georg in Oeversee
    Foto: Bernd Jatzwauk Pommes104, GFDL, Creative Commons Attribution Creative Commons Share Alike, Outdooractive Redaktion
  • Moor in den Fröruper Bergen
    / Moor in den Fröruper Bergen
    Foto: Christian Knoll, Wikimedia Commons
  • Schloß Gottorf in Schleswig
    / Schloß Gottorf in Schleswig
    Foto: Frank Maahs, GFDL, CC-BY-SA-3.0, 2.5, 2.0 und 1.0, Outdooractive Redaktion
  • Räuberhöhle Idstedt
    / Räuberhöhle Idstedt
    Foto: Holger rix, Wikimedia Commons
  • Blick über die Schlei zum Dom
    / Blick über die Schlei zum Dom
    Foto: Frank Schlinzig, Outdooractive Redaktion
  • Wikingerturm in Schleswig
    / Wikingerturm in Schleswig
    Foto: VollwertBIT, Wikimedia Commons
  • Die rekonstruierten Wikingerhäuser des Museums Haithabu
    / Die rekonstruierten Wikingerhäuser des Museums Haithabu
    Foto: Frank Baldus (Ökologix), Outdooractive Redaktion
  • Rendsburger Hochbrücke
    / Rendsburger Hochbrücke
    Foto: Malte Hübner, Outdooractive Redaktion
  • Hohenwestedt (Schleswig-Holstein),Kirche
    / Hohenwestedt (Schleswig-Holstein),Kirche
    Foto: Uwe Barghaan, GNU-Lizenz für freie Dokumentation, Creative Commons–Lizenz „Attribution 3.0 Unported“, Outdooractive Redaktion
  • /
    Foto: Hochschwarzwald Tourismus
Karte / Via Jutlandica - von Krusau nach Glückstadt
0 150 300 m km 20 40 60 80 100 120 140 160 180 Handewitter Forst St. Georg Schloss Gottorf Schleswiger Dom Wikingermuseum Hochbrücke
Wetter

Mehrtägige Wanderung auf der Via Jutlandica

Binnenland Schleswig-Holstein: Aussichtsreicher Pilgerweg

mittel
185,5km
47:25
683 m
685 m
alle Details
Jeder Weg, der nach Santiago de Compostela zum Grab des Heiligen Jakobus führt, ist ein Jakobsweg – das ist eine weithin bekannte Pilgerweisheit. Aber einige Wege haben sich als typische Jakobswege im Bewusstsein der Öffentlichkeit festgesetzt, während andere – und es gab Hunderte von ihnen – unbekannt blieben.

Unter den Jakobswegen gibt es eine ganze Reihe kleinerer, abseitig gelegener Wege, die in der heutigen Zeit wiederentdeckt werden und so dazu beitragen, Europas „Erste Kulturstraße“ wirklich als europäisches Wegenetz mit immer engeren Maschen zu etablieren. Der Jakobsweg durch Schleswig-Holstein, von Flensburg nach Glückstadt an der Elbe führend, ist ein solcher Weg, der neu zugänglich gemacht und ausgewiesen wurde.

Es ist ein flaches Land, durch das wir von der Ostsee zu Nordsee wandern. Felder, Wiesen, und wenige Bäume bestimmen die in der Steinzeit entstandene Endmoränenlandschaft – die Hügel und teilweise riesigen Felsbrocken sind von Gletschern angehäuft bzw. hergerollt worden.

Der erste und längere Teil führt uns über die Geest, den langgezogenen Sandrücken, der die Nord- von der Ostsee scheidet. Dann treffen wir auf das Marschland im weiteren Vorfeld der Elbe, wo der Geruch des Meeres dominant wird und sich das Leben schon an den Gezeiten zu orientieren beginnt.

Dörfer und Gehöfte bestimmen die Siedlungsgegebenheiten, kleine Städte wie Schleswig, Rendsburg und Itzehoe sind das Bevölkerungsreichste, auf das wir treffen werden. Trotzdem sind aber auf dem ganzen Weg gute Einkehr und Unterkunft sowie angemessene Versorgung gewährleistet.

Schwierigkeit mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
76 m
-1 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit Einkehrmöglichkeit
Streckentour
Etappentour
aussichtsreich
kulturell / historisch
geologische Highlights
botanische Highlights

Start

Krusau (18 m)
Koordinaten:
Geogr. 54.840350 N 9.402570 E
UTM 32U 525853 6077100

Ziel

Glückstadt

Wegbeschreibung

1. Etappe: Von Krusau/Flensburg nach Handewitt

Unser Pilgerweg durch den hohen Norden beginnt in Krusau. Das dänische Städtchen liegt unmittelbar hinter der Grenze und ist von Flensburg aus mit dem Bus zu erreichen. Westlich der Hauptstraße befindet sich die Wassermühle, eines der wichtigsten Bauwerke des Ortes. 1920 wurde Krusau durch die Grenzziehung vom Nachbarort Kupfermühle und dem südlichen Umland getrennt und entwickelte sich fortan zu einem Einkaufsort. Ein Museum erinnert an die industrielle Geschichte Krusaus. Wir verlassen Krusau auf einem Weg, der uns durch das Tunneltal des gleichnamigen Grenzflüsschens führt, heute ein Interregio-Naturschutzprojekt. Anschließend erreichen wir auf dem Krummen Weg die Grenze und wandern nach Deutschland hinein. Der Krumme Weg ist einer der ältesten Wege der Region und auf dänischer Seite im originalen gepflasterten Zustand erhalten. An der Grenze finden wir das erste Muschelzeichen, das uns bis Glückstadt begleiten wird. Auf einem Waldweg gelangen wir nach Niehuus, wo wir die Überreste der dortigen Burg passieren. Von dieser sind lediglich noch ein Burghügel und zu erahnende Befestigungsanlagen übrig geblieben. Die Route führt nun am Niehuuser See entlang und durch Harrislee hindurch bis in das Naturschutzgebiet Schäferhaus, eines der schönsten Schleswig-Holsteins. Vorbei an zwei Hügelgräbern, die von der frühen Besiedlung dieser Gegend zeugen, erreichen wir Handewitt. Die südschleswigsche Gemeinde liegt unmittelbar an der dänischen Grenze.

2. Etappe: Von Handewitt nach Süderschmedeby

Diese Tagesetappe beginnt mit einem Marsch durch den Handewitter Forst. Nachdem sich die Bäume wieder gelichtet haben, wandern wir parallel zur Autobahn durch eine Teichlandschaft bis Barderup. Hier unterqueren wir die Autobahn und gehen in Richtung Sankelmark sowie zum gleichnamigen See, der seine Entstehung der letzten Eiszeit verdankt. Im Sommer ist er ein beliebter Badesee. An seinem Ufer gelangen wir nun nach Oeversee. Das Wahrzeichen des Ortes ist die aus Feldsteinen erbaute Kirche St. Georg, die seit dem 12. Jh. Anlaufpunkt für Pilger auf der Via Jutlandica war.
In der Ortsmitte queren wir die Treene sowie die Landstraße und gelangen über die Fröruper Berge, ein Naturschutzgebiet, nach Süderschmedeby. Der Name weist auf die Geschichte als Schmiededorf und die Eisenverhüttung mit den Hochöfen und Schmiedewerkstätten hin, die hier schon während der römischen Kaiserzeit eine große Bedeutung hatte. Grund für die Ansiedlung dieser frühen Schwerindustrie war das bedeutendste Raseneisenerzvorkommen Angelns. Der Schmiedeplatz am Auberg ist wohl die älteste Waldschmiede Schleswig-Holsteins.

3. Etappe: Von Süderschmedeby nach Schleswig

Durch Felder wandern wir nach Sieverstedt. Hier erwartet uns die St. Petri-Kirche, ein fast tausend Jahre altes Gebäude, an der Kreuzung zweier Handelswege. Über Stenderup und Stolkerfeld erreichen wir schließlich Idstedt, einen der ältesten Orte im alten Herzogtum Schleswig. In frühgeschichtlicher Zeit muss der Ort große Bedeutung gehabt haben, denn nach ihm war der Idstedtsyssel benannt. Die Einteilung in Syssel ist die älteste bekannte Form der Distrikteinteilung in Jütland und im damit verbundenen späteren Herzogtum Schleswig. Südlich des Ortes können wir die Idstedter Räuberhöhle, ein historisches Ganggrab, besichtigen. Weiter geht es zum Schloss Gottorf am Stadtrand von Schleswig. Schloss Gottorf ist eines der bedeutendsten profanen Bauwerke Schleswig-Holsteins. In seiner über 800-jährigen Geschichte wurde es mehrfach umgebaut und erweitert, so dass es sich von einer mittelalterlichen Burg über eine Renaissancefestung bis hin zu einem Barockschloss wandelte. Heute beherbergt es zwei schleswig-holsteinische Landesmuseen sowie die Stiftung "Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf". Wer möchte, kann anschließend noch einen Rundgang durch Schleswig mit seinem Dom und der Altstadt machen.

4. Etappe: Von Schleswig nach Kropp

Auf der Schlossinsel von Gottorf hat die deutsche Jakobusgesellschaft eine Stele aufgestellt: 3 199 Kilometer oder gut 4,25 Millionen Schritte sind es ab hier bis nach Santiago de Compostela. Unsere nächsten Schritte führen uns aber nach Kropp. Entlang der Bundesstraße geht es aus der Stadt hinaus, am Winkingerturm vorbei, nach Friedrichsberg. Nach einer weiteren Überquerung der Bundesstraße erreichen wir das Ufer der Ostsee und kommen nach Haithabu. Die bedeutende Wikingersiedlung war ein wichtiger Handelsplatz bis zur ersten Zerstörung des Ortes 1050. Die Wallanlagen der Siedlung sind immer noch gut erkennbar. Darin befindet sich eine der wichtigsten Fundstätten aus der Wikingerzeit. Einige Wikingerhäuser wurden originalgetreu wieder aufgebaut und können besichtigt werden. Anschließend wandern wir über Wedelspang und Niederselk zur Autobahn. Nachdem wir diese überquert haben, gelangen wir nach Kropp, unserem Etappenziel. 

5. Etappe: Von Kropp nach Rendsburg

Von der sehenswerten Dorfkirche aus verlassen wir den Ort und gelangen wieder zu unserem gestrigen Endpunkt jenseits der Bundesstraße. Die Tagesetappe führt die ganze Zeit entlang der Originalstrecke des Ochsenweges. Am Kropperbusch, einem Waldstück, entlang, kommen wir zu einer Schäferei und kreuzen die Bundesstraße. Durch Wald und Wiesen wandern wir über Fockbeck nach Rendsburg. In der ältesten Grenzstadt befindet sich eine beeindruckende Hochbrücke für den Bahnverkehr und die Schwebefähre. Ein Rundgang durch die Innenstadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten lohnt sich ebenfalls.

6. Etappe: Von Rendsburg nach Stafstedt

Unter dem Nord-Ostsee-Kanal hindurch geht es nun über Westerrönfeld und Jevenstedt durch Felder bis nach Spannan. Die ehemals ausgedehnten Waldgebiete südlich von Rendsburg wurden schon im 17. Jh. abgeholzt, aber dahinter passieren wir noch einige Waldstücke, bis wir Stafstedt, eines der holsteinischen Urdörfer, erreichen. 

7. Etappe: Von Stafstedt nach Jahrsdorf

Auf dem Jakobsweg wandern wir weiter durch historische Dörfer wie Nindorf, Tappendorf, Vaasbüttel und Hohenwestedt. Hünengräber und andere Spuren deuten darauf hin, dass die Vorläufer der dieser Dörfer schon vor Jahrtausenden bestanden. In Hohenwestedt trifft der Ochsenweg auf die ebenso historische „Lübesche Trade“, die Ost-West-Verbindung von Lübeck nach Dithmarschen. Durch die Lage an den Handelswegen wurde die Stadt recht schnell zu wirtschaftlicher Blüte geführt, aber auch oft von plündernden Truppen heimgesucht wurde. Bei einem Rundgang können wir die Peter-Pauls-Kirche mit ihrem Kirchspiel und der Klostervogtei bewundern. Ebenfalls sehenswert ist auch das Muschelhaus, ein mit unzähligen Muscheln verziertes Gebäude. Kurz darauf erreichen wir Jahrsdorf, ein weiteres der holsteinischen Urdörfer auf uraltem Siedlungsgrund.

8. Etappe: Von Jahrsdorf nach Itzehoe

Über gut ausgebaute Feld- und Wirtschaftswege geht es aus Jahrsdorf hinaus nach Hohenlockstedt. Nachdem wir den Mühlenteich passiert haben, können wir entweder einen Abstecher in die Stadtmitte machen und das historische Rathaus betrachten, oder uns nach rechts wenden und weiter auf dem Jakobsweg wandern.
Von Hohenlockstedt aus geht es an Schlotfeld vorbei, entlang des Itzehoer Forstes und über zwei Bundesstraßen, bis wir Itzehoe erreichen. Erstmalig im 11. Jahrhundert als „Ekehoe“ erwähnt, bestanden hier schon vorher eine sächsische Ansiedlung und eine auf Geheiß Karls des Großen errichtete Wallburg auf dem anderen Ufer der Stör. Heute verfügt Itzehoe über eine schöne Einkaufszone, die von einer Menge alter Bausubstanz gesäumt ist. Den Pilger werden aber vor allem die Kirche Sankt Laurentiis und das „Adelige Kloster Itzehoe“, ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster, das die Reformation überdauerte interessieren. Wenig außerhalb der Innenstadt lockt dann noch einer der größten Grabhügel Schleswig-Holsteins, das Germanengrab am Galgenberg.

9. Etappe: Von Itzehoe nach Glückstadt

Der größte Teil dieser letzten Etappe auf der Via Jutlandica führt Sie über den Stördeich nach Glückstadt. So gut wie nichts wird den Seewind davon abhalten, Sie kräftig durchzupusten, weshalb Sie bei stürmischem Wetter vorsichtig sein sollten. Im schlimmsten Fall kann man am Deichfuß entlang der Straße laufen. Das sollte jedoch nur ganz selten der Fall sein, genießen Sie die steife Brise! Der Weg führt Sie zunächst an der wohl ältesten Kirche Schleswig-Holsteins vorbei, der Marienkirche zu Itzehoe. Der heutige Bau stammt aus dem 13. Jahrhundert, aber die erste Kirche stand hier schon 831. Aufgrund der Ausstattung der Kirche ist übrigens unbedingt auch eine Besichtigung des Innenraumes empfehlenswert.
Der weitere Weg entlang der Stör führt Sie über den Deich flussabwärts. Nach kurzer Zeit streifen Sie Schloss Heiligenstedten, ein Werk des Architekten Nicolas Henri Jardin, das allerdings nicht besichtigt werden kann. Auch der weitere Weg nach Glückstadt führt über den Deich. Weite Blicke schweifen über die Geest- und Marschlandschaft, einige der Störschleifen werden abgeschnitten, doch der Eindruck bleibt unverfälscht. Neuenkirchen und Ivenfleth werden passiert, dann mündet die Stör in die Elbe, und Sie wandern auf dem Elbdeich zum Fähranleger von Glückstadt.
Glückstadt an der Unterelbe gehört schon zur Metropolregion Hamburg. Ursprünglich gründeten die Dänen Glückstadt als Gegenpol zum prosperierenden Hamburg, jetzt ist es beinahe schon eingemeindet. Die Stadt wurde am Reißbrett entworfen, was Sie heute noch nachvollziehen können, wenn Sie auf dem Marktplatz stehen und die strenge sechseckige Form beachten, die von hier aus durch die Altstadt läuft. Villen und schöne Palais bestimmen bis heute den Charakter des Stadtkernes, Ihre Pilgerschaft auf der Via Jutlandica aber beenden Sie am schönsten in der Stadtkirche.

 

Öffentliche Verkehrsmittel:

Mit dem Bus von Flensburg nach Krusau

Anfahrt:

Parken:

In Krusau

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit mittel
Strecke 185,5 km
Dauer 47:25 Std.
Aufstieg 683 m
Abstieg 685 m

Eigenschaften

aussichtsreich Einkehrmöglichkeit

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