Wildspitze (3768 m) über Jubiläumsgrat (Ostgrat) - Hochtour - Ötztal

Start Touren Wildspitze (3768 m) über Jubiläumsgrat (Ostgrat)
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Hochtour

Wildspitze (3768 m) über Jubiläumsgrat (Ostgrat)

(5) Hochtour • Ötztal
  • Rofen ist der Ausgangspunkt unserer Hochtour.
    / Rofen ist der Ausgangspunkt unserer Hochtour.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Gleich hinter Rofen steigen wir rechterhand zum Kuhberg auf.
    / Gleich hinter Rofen steigen wir rechterhand zum Kuhberg auf.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • In zahlreichen Kehren führt Steig bergan.
    / In zahlreichen Kehren führt Steig bergan.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Weitläufig sind die Hänge. Hinten der V. Brochkogel.
    / Weitläufig sind die Hänge. Hinten der V. Brochkogel.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Die Talleitspitze - der Hausberg von Vent.
    / Die Talleitspitze - der Hausberg von Vent.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Die Breslauer Hütte bereits in Sichtweite.
    / Die Breslauer Hütte bereits in Sichtweite.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Die Breslauer Hütte - eine aus Stein erbaute Hütte.
    / Die Breslauer Hütte - eine aus Stein erbaute Hütte.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Vor der Hütte auf dem Steig in Richtung Wildes Mannle.
    / Vor der Hütte auf dem Steig in Richtung Wildes Mannle.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Die Gletscherzunge des Rofenkarferner ist bereits zu sehen.
    / Die Gletscherzunge des Rofenkarferner ist bereits zu sehen.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Nach gut 250 m zweigen wir linkerhand ab ...
    / Nach gut 250 m zweigen wir linkerhand ab ...
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Herrlicher Aufstieg zum Rofenkarferner.
    / Herrlicher Aufstieg zum Rofenkarferner.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Über glattpolierte Felsen erreichen wir das Gletschereis.
    / Über glattpolierte Felsen erreichen wir das Gletschereis.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Ein Stück noch über Felsblöcke bis man den Gletscher betritt.
    / Ein Stück noch über Felsblöcke bis man den Gletscher betritt.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Wildspitze und den Jubiläumsgrat hat man bereits im Blick.
    / Wildspitze und den Jubiläumsgrat hat man bereits im Blick.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Anseilen am Rofenkarferner ist Pflicht!
    / Anseilen am Rofenkarferner ist Pflicht!
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Noch sind keine Spalten zu sehen.
    / Noch sind keine Spalten zu sehen.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Die Felsrippe in der Bildmitte wird angesteuert.
    / Die Felsrippe in der Bildmitte wird angesteuert.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Der spaltenreiche Rofenkarferner.
    / Der spaltenreiche Rofenkarferner.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Die Randspalte ist bereits erkennbar.
    / Die Randspalte ist bereits erkennbar.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Diese Schneebrücke ist ein Nervenkitzel.
    / Diese Schneebrücke ist ein Nervenkitzel.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Anschließend spaltenfrei hinauf zum Grat.
    / Anschließend spaltenfrei hinauf zum Grat.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Blick zurück über den Rofenkarferner. Dahinter der Schalfkogel.
    / Blick zurück über den Rofenkarferner. Dahinter der Schalfkogel.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Über diesen Rücken folgt der weitere Anstieg.
    / Über diesen Rücken folgt der weitere Anstieg.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Blick über den Taschachferner zum Kaunergrat.
    / Blick über den Taschachferner zum Kaunergrat.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Welch ein Panorama - Mittelbergferner mit Linker Fernerkogel.
    / Welch ein Panorama - Mittelbergferner mit Linker Fernerkogel.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Am Beginn des Jubiläumsgrates. Achtung viele Spalten.
    / Am Beginn des Jubiläumsgrates. Achtung viele Spalten.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • In direkter Linie geht es hinauf, um den Spalten auszuweichen.
    / In direkter Linie geht es hinauf, um den Spalten auszuweichen.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Immer entlang des Schnee- und Eisgrates.
    / Immer entlang des Schnee- und Eisgrates.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Die Wildspitze bereits im Blickfeld.
    / Die Wildspitze bereits im Blickfeld.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Spalten bis zur Gratschneide. Dahinter der steile Aufschwung.
    / Spalten bis zur Gratschneide. Dahinter der steile Aufschwung.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Der sehr steile Anstieg direkt über der Nordwand.
    / Der sehr steile Anstieg direkt über der Nordwand.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Herrlicher Blick zurück über den Jubiläumsgrat.
    / Herrlicher Blick zurück über den Jubiläumsgrat.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Das Schwierigste ist geschafft.
    / Das Schwierigste ist geschafft.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Kurz vor dem Nordgipfel.
    / Kurz vor dem Nordgipfel.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Bis zum Südgipfel der Wildspitze ist es nicht mehr weit.
    / Bis zum Südgipfel der Wildspitze ist es nicht mehr weit.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Welche ein Panorama: Weißkugel und Weißseespitze grüßen herüber.
    / Welche ein Panorama: Weißkugel und Weißseespitze grüßen herüber.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Zuletzt eisfrei zum Gipfel der Wildspitze.
    / Zuletzt eisfrei zum Gipfel der Wildspitze.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Der ganz Blick über den einsamen Jubiläumsgrat.
    / Der ganz Blick über den einsamen Jubiläumsgrat.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Ruhe wird man auf der Wildspitze keine finden.
    / Ruhe wird man auf der Wildspitze keine finden.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Schlüsselstelle beim Abstieg zum Taschachferner.
    / Schlüsselstelle beim Abstieg zum Taschachferner.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Der Südwestgrat von der Wildspitze - Trittsicherheit ist gefragt.
    / Der Südwestgrat von der Wildspitze - Trittsicherheit ist gefragt.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Der gesamte Südwestgrat im Blickfeld.
    / Der gesamte Südwestgrat im Blickfeld.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Der spaltenreiche Taschachferner.
    / Der spaltenreiche Taschachferner.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Große Spalten säumen den Abstieg.
    / Große Spalten säumen den Abstieg.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Spaltenreicher Taschachferner.
    / Spaltenreicher Taschachferner.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Das Mitterkarjoch bereits im Blickfeld.
    / Das Mitterkarjoch bereits im Blickfeld.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Auch hier muss eine große Randspalte überwunden werden.
    / Auch hier muss eine große Randspalte überwunden werden.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Über den Klettersteig geht es hinunter zum Mitterkarferner.
    / Über den Klettersteig geht es hinunter zum Mitterkarferner.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Die Schwierigkeit dürfte zwischen B u. C liegen.
    / Die Schwierigkeit dürfte zwischen B u. C liegen.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Rechts der linken Felsrinne zieht der Klettersteig herunter.
    / Rechts der linken Felsrinne zieht der Klettersteig herunter.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Genussvoller Abstieg zur Breslauer Hütte.
    / Genussvoller Abstieg zur Breslauer Hütte.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Was für ein riesiger Steinmann ...
    / Was für ein riesiger Steinmann ...
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Ein besonderer Farbtupfer in einer kargen Landschaft.
    / Ein besonderer Farbtupfer in einer kargen Landschaft.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Die Breslauer Hütte genießt eine atemberaubende Aussicht.
    / Die Breslauer Hütte genießt eine atemberaubende Aussicht.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Von der Hütte folgt der Abstieg wieder nach Rofen.
    / Von der Hütte folgt der Abstieg wieder nach Rofen.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Die Schlucht des Rofenbaches mit dem Schalfkogel im Hintergrund.
    / Die Schlucht des Rofenbaches mit dem Schalfkogel im Hintergrund.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Rofen grüßt bereits herauf.
    / Rofen grüßt bereits herauf.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • Der Rofenhof ladet zu einer Einkehr und lässt den Tag Revue passieren.
    / Der Rofenhof ladet zu einer Einkehr und lässt den Tag Revue passieren.
    Foto: Josef Essl, ÖAV Alpenverein Innsbruck
Karte / Wildspitze (3768 m) über Jubiläumsgrat (Ostgrat)
2500 3000 3500 4000 4500 m km 2 4 6 8 10 12
Wetter

Der hochalpine Anstieg über den Rofenkarferner und dem Jubiläumsgrat (Ostgrat) zur Wildspitze, bietet Einsamkeit und ein grandioses Bergerlebnis.

Ötztal: Beliebte Hochtour

schwer
13,8 km
9:00 Std
1770 m
1770 m
alle Details
Von Rofen auf dem Steig über die weitläufigen Hänge des Kuhbergs in zahlreichen Kehren bis zur Breslauer Hütte. Direkt vor der Hütte ein kurzes Stück auf dem Steig in Richtung Wildes Mannle zweigt man linkerhand auf einem Steiglein zum Rofenkarferner ab. Über den Rofenkarferner in nordöstlicher Richtung bis zum Punkt 3459 m. Von dieser Gratschneide oberhalb des Rofenkarjochs auf einem Steiglein zwischen Rofenkarferner und Mittelbergferner hinauf zum Punkt 3552 m. Anschließend über den Schnee- und Eisgrat und oberhalb der Nordwand zum Nordgipfel (3765 m) und über Schotter zum Südgipfel der Wildspitze (3770 m). Der Abstieg erfolgt auf der Südwestseite zum Beginn des Taschachferner und weiter zum Mitterkarjoch. Hier erfolgt der Abstieg über den Klettersteig zum Mitterkarferner. Auf einem Steig mit Steinmännern und Markierungen ins Mitterkar und weiter zur Breslauer Hütte. Direkt von der Breslauer Hütte wieder über den Steig in zahlreichen Kehren zum Ausgangspunkt nach Rofen. 

Autorentipp

Im Frühsommer, wenn noch eine gute Schneeauflage auf den Gletschern gegeben ist, die Schneebrücken stabil und die Randspalten noch nicht vorhanden sind.
outdooractive.com User
Autor
Josef Essl
Aktualisierung: 04.04.2016

Schwierigkeit schwer
Technik I+, 45°
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höhenlage
3770 m
2014 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Rundtour Rundtour
Einkehrmöglichkeit Einkehrmöglichkeit
Etappentour
aussichtsreich
Geheimtipp
Gipfel-Tour
Grat

Exposition

NOSW
Ausrichtung der Tour

Erstbegehung

M. Umlauft, J. Falkner und C. Grüner (1880)

Sicherheitshinweise

Die Tour über den Jubiläumsgrat auf die Wildspitze ist hochalpin und führt nicht nur über spaltenreiche Gletscher (Rofenkarferner, Taschachferner), sondern erfordert insbesondere auch ein sicheres Gehen mit Steigeisen im bis zu knapp 50° steilen Schnee- und Eisgelände. Der Abstieg vom Mitterkarjoch führt über einen Klettersteig (Schwierigkeite B/C).

Ausrüstung

Hochalpine Ausrüstung mit Pickel, Steigeisen, Gurt, Seil, Bandschlingen, Erste Hilfe, Sonnenbrille, Sonnenschutz, Mütze, Handschuhe, Stöcke.

Weitere Infos und Links

Breslauer Hütte (2840 m, DAV): Tel. 43/(0)664/5300898, E-mail: info@breslauerhuette.at, www.breslauerhuette.at, geöffnet von Mitte Juni bis Ende September

Berggasthaus Rofenhof (2014 m, Privat): Tel. +43/(0)5254/8103, www.rofenhof.at, nahezu ganzjährig geöffnet

Start

Rofen (2014 m) (2017 m)
Koordinaten:
Geogr. 46.856215 N 10.892490 E
UTM 32T 644261 5190924

Ziel

Rofen (2014 m)

Wegbeschreibung

Wir starten vom kleinen Parkplatz in Rofen unterhalb der Talstation der Materialseilbahn auf die Breslauer Hütte zum Gh. Rofenhof. Wenige Meter anschließend zweigt rechterhand der Steig (Wegschilder) in Richtung Breslauer Hütte ab. In zahlreichen Kehren, jedoch durchwegs in angenehmer Steilheit, geht es über den Kuhberg am Rand der Schlucht des Rofenbaches hinauf bis zum Punkt 2640 m. Dort mündet auch der Wanderweg Nr. 919 ein, welcher von der Bergstation des Stablein Sesselliftes herüberführt. Nun auf dem Steig Nr. 919 über die Hänge „Am Zoagerle“ hinauf zur schön gelegenen Breslauer Hütte (2840 m). Direkt vor der Hütte zweigen wir rechterhand ab, gehen an der Bergstation der Materialseilbahn vorbei und folgen dem Steig in Richtung „Wildes Mannle“. Nach ca. 250 m zweigt linkerhand ein Steiglein ab, dem wir am südöstlichen Fuße des Urkundkolm folgen. In angenehmer Steilheit geht es hinauf zu den vom Gletscher blank polierten Felsen, die sich in den verschiedenen Rot- und Brauntönen präsentieren. Über die Felsen so hoch wie möglich, suchen wir uns einen guten Einstiegspunkt auf den imposanten und spaltenreichen Rofenkarferner. Steigeisen, Gurt, und Seil sind auf diesem Gletscher ein Muss. Vom Rand steigen wir in die Mitte des Gletschers auf, wo sich weniger Spalten befinden. Nun in direkter Linie und zuletzt leicht rechtshaltend hinauf bis auf ca. 3350 m, wo mittlerweile ein großer Felskopf den Rofenkarferner immer mehr zu trennen beginnt. Gerade im Hochsommer muss in diesem Bereich mittlerweile zumeist eine große Randspalte überwunden werden. Hier gilt es die Schneebrücken genau zu kontrollieren. Haben wir den Übergang zum Felsen geschafft, steigen wir ein Stück bergwärts und steigen in nordöstlicher Richtung den Gletscher querend zum Punkt 3459 m auf, wo wir wieder festen Boden unter den Steigeisen erreichen. Dieser Grat trennt den mächtigen Mittelbergferner und Rofenkarferner. Auf einem deutlichen Steig steigen wir in wenigen Minuten unschwierig bis auf knapp 3552 m auf, wo wir uns eine Rast gönnen und das unglaubliche Bergpanorama genießen. Nun wieder angeseilt, betreten wir den Taschachferner, der sich sogleich ziemlich spaltenreich präsentiert. Nach einem kurzen Flachstück (Achtung Spalten), zieht ein Osthang mit ca. 35° bis auf 3677 m hinauf. Nach einem kurzen Flachstück, wo wir direkt am Schnee- und Eisgrat auf Spalten aufpassen müssen, blicken wir anschließend auf die äußerst steile und bis knapp unter 50° steile Firnschneide. Hoch über der Nordwand rammen wir die Steigeisen sicher in das Eis, um schon bald die sanfte nördliche Erhebung der Wildspitze mit 3765 m zu erreichen. Der 3770 m hohe Südgipfel liegt direkt vor uns, den wir ohne Schwierigkeiten schneefrei erreichen. Es ist schon etwas Besonderes auf dem höchsten Berg Nordtirols zu stehen, doch die Einsamkeit, die man in den letzten knapp 3½ Stunden genossen hat, wird man hier nicht vorfinden. Nach einem grandiosen Rundumblick, folgt der Abstieg über den Südwestteil des Gipfels. Gleich zu Beginn erreichen wir eine Schlüsselstelle, wo wir einen unangenehmen Felssporn wenige Meter abklettern müssen. Hat man das geschafft, geht es im Folgenden unschwierig hinunter zum Beginn des Taschachferners. Auch wenn der Abstieg zum Mitterkarjoch zumeist auf einer ausgetretenen Spur erfolgt, darf man sich hier bzgl. Spalten nicht in Sicherheit wiegen. Ganz im Gegenteil durchziehen zumeist unter dünnen Schneebrücken gewaltigen Spalten. Zuletzt geht es flach in südwestlicher Richtung zum Mitterkarjoch (3468 m). Das Seil kommt nun in den Rucksack und da man zumeist kein Klettersteigset für diese Hochtour mitführt, sollte man sich eine Bandschlinge zurechtrichten, denn vom Mitterkarjoch führt ein nicht allzu langer Klettersteig (Schwierigkeit B/C) bis zum Fuß des Mitterkarferners. Der Abstieg erfolgt zur Gänze mit Steigeisen. Haben wir die steile emporführende Schneerinne erreicht, geht ca. 100 Höhenmeter durchwegs steil hinunter zu einem flachen von Schutt überdeckten Gletscherabschnitt des Mitterkarferners. Hier können wir uns des Gurtes entledigen, die Steigeisen entfernen und noch einmal ausgiebig rasten, denn die alpinen Herausforderungen sind hier zu Ende. Über Steinplatten, die das Gletschereis des Mitterkarferners bedecken wandern wir zu einem großen Steinmann und anschließend entlang des markierten Steiges etwas linkshaltend in Richtung Breslauer Hütte. Bevor wir die Schutzhütte erreichen, passieren noch einen wunderschönen kleinen Bergsee, der einen blau-türkisen Farbtupfer in die karge Landschaft malt. Nach wenigen Minuten ist die Breslauer Hütte (2840 m) erreicht, wo man sich mit Blick auf ein herrliches Bergpanorma stärken kann. Anschließend geht es auf dem Steig 919 bis auf 2640 m hinunter. Hier zweigen wir rechterhand ab und folgen dem Steig wieder in zahlreichen Kehren über den Kuhberg hinunter nach Rofen (2014 m).

Hinweis

Da die Hochtour über den Jubiläumsgrat auf die Wildspitze einen beträchtlichen Höhenunterschied und eine entsprechende Länge aufweist, kann diese auf 2 Tage aufgeteilt werden, indem man auf der Breslauer Hütte nächtigt.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Mit der Bahn von Westen bzw. Osten kommend bis zum Ötztal Bahnhof (www.oebb.at). Anschließend mit den Ötztaler Verkehrsunternehmen Nr. 9194 oder Nr. 8352 bis nach Sölden/Postamt (umsteigen). Weiter mit dem Bus Nr. 8400 bis nach Vent. Von Vent entweder über den Wanderweg 919 über Stablein (unterhalb der Sesselbahn) hinauf zur Breslauer Hütte. Will man jedoch von Rofen aufsteigen, folgt man auf der orographisch rechten Seite der Rofen Ache dem Fahrweg (ein Anstieg über die Straße Nr. 902 ist natürlich auch möglich, aber nicht besonders empfehlenswert).

Anfahrt:

Von Westen oder Osten kommend auf der A12 Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Ötztal (Vignettenpflicht). Anschließend auf der B186 bis Sölden bzw. Zwieselstein. Auf der L240 bis Vent und anschließend die letzten 2 km nach Rofen.

Variante 1 - Süden

Von Süden kommend entweder auf der A22 und A13 Brennerautobahn bis Innsbruck Süd und anschließend über Innsbruck West auf der A12 bis zur Ausfahrt Öztal. Weiter siehe oben.

Variante 2 - Süden

Von Süden kommend auf der A22 bis Bozen Süd (mautpflichtig). Anschließend auf der Schnellstraße Meran-Bozen SS38 bis Meran. Auf der Staatsstraße SS44 nach Moos im Passeier und weiter auf der Timmelsjochstraße zum Timmelsjoch. Auf der B186 nach Hochgurgl und weiter nach Zwieselstein. Auf der L240 bis Vent und zuletzt nach Rofen.

Parken:

Am Beginn der Häuser von Rofen im Bereich der Talstation der Materialseilbahn einige wenige Parkplätze (gebührenfrei).

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Klier, W. (2002): Ötztaler Alpen - Alpenvereinsführer. Bergverlag Rother (Hrsg.). 13., überarbeitete Auflage; München, 477 S.

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereins-Karte "Ötztaler Alpen - Wildspitze" Nr. 30/6, 1:25.000

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Thiemo Mildenberger
18.07.2017
Bewertung

Wolfgang Eggert
11.09.2016
Sehr schöne Hochalpine Tour. Aber auch viel loses Geröll und unter Neuschnee verbergen sich zuweilen doch imposante Spalten. Wird durch das gegrolle zahlreicher Felsstürze und dann nicht zuletzt durch das Gipfelerlebnis zu einer grandiosen Wanderung.
Bewertung

Klaus Liedl
30.08.2016
Bewertung
Gemacht am
28.08.2016

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Keine aktuellen Bedingungen in der Umgebung gefunden.
Schwierigkeit I+, 45° schwer
Strecke 13,8 km
Dauer 9:00 Std
Aufstieg 1770 m
Abstieg 1770 m

Eigenschaften

Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit

Wetter Heute

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