Die Tour
Diese Wanderung führt von Glurns, der kleinsten italienischen Stadt, deren Stadtmauern noch gänzlich erhalten sind, auf dem Mitterwaal nach Taufers im Münstertal. Waale sind
Jahrhunderte alte, von Menschen angelegte Kanäle und waren Teil eines
komplizierten Bewässerungssystems. In Nord- und Süd-Tirol gab es zahlreiche
Waale. Einige von Ihnen erfüllen immer noch ihre Aufgabe, wie der Mitterwaal,
der teilweise von April bis September noch Wasser führt. In Taufers lohnt sich ein Rundgang durch die engen Gassen, durch die sich uns immer wieder Ausblicke auf die Schweizer Berge eröffnen. Schmale idyllische Wege linkerhand des Rambaches führen uns durch lichte Lärchenwälder schließlich wieder auf den Mitterwaalweg. Dem leisen Gluckern des Wassers folgen wir dann zurück nach Glurns.
Start der Tour
Wegbeschreibung
Nach einer Besichtigung von Glurns, der kleinsten Stadt
Italien, dessen historische Stadtmauern heute noch gänzlich erhalten sind, orientieren
wir uns außerhalb des Tauferer Tors in Richtung Süden und passieren zunächst die
Kirche St. Pankratius. Diese wurde Ende des 15. Jh. errichtet und ihr
spätgotischer Bau besitzt einen barocken Zwiebelturm. Hinter der Kirche halten wir
uns auf der Fahrstraße kurz links, bevor wir nach rechts in den Feldweg
einbiegen. Gesäumt von Bäumen und Büschen laufen wir nun bis zu einem
Bildstock. Dort biegen wir nach rechts ab, kommen an dem Kirchlein St. Martin
vorbei und halten uns dahinter an der nächsten Kreuzung rechts. So gelangen wir
im Schatten der Bäume zum so genannten Mitterwaal. Waale sind
Jahrhunderte alte, von Menschen angelegte Kanäle und waren Teil eines
komplizierten Bewässerungssystems. In Nord- und Süd-Tirol gab es einige hundert
Waale. Viele von Ihnen erfüllen immer noch ihre Aufgabe, wie der Mitterwaal,
der teilweise von April bis September noch Wasser führt. Nun geht es stets auf
reizvollen Waldwegen am Kanal entlang, der teils offen, teils abgedeckt ist. Nicht
selten wird man auch mit dem Gluckern des Wassers begleitet. Wenig später passieren wir mittels eines exponierten
Holzsteges eine schroffe, senkrechte Felswand. Hier haben wir tolle Blicke in
die Tiefe. Nach einer Weile treffen wir auf eine Forststraße, die wir
geradewegs überqueren, um dann zu unserer Rechten wieder dem offen verlaufenden
Waal zu folgen. Dabei wandern wir durch Mischwald und den wunderschönen
Calvenwald mit seinen schlanken Lärchen. Sobald der Kanal zugedeckt ist, ist es
wichtig, sich nicht von anderen Wegen in die Irre führen zu lassen, sondern
sich stets am Verlauf des Mitterwaals zu orientieren. Bald erreichen wir den
Abazzasbach, von dem noch heute Wasser angezapft und in den Waal geleitet
wird. Nun geht es zu einem Fahrweg hinab, dem wir linkerhand entlang des
Rambaches bis in den Weiler Rifair folgen. In Unterrifiar überqueren wir eine
Brücke und wandern dann in den oberen Teil des Weilers Oberrifair. Diesen
verlassen wir linkerhand und setzen unsere Wanderung auf einem asphaltierten
Sträßchen über die Wiesen nach Taufers im Münstertal fort. Auf dieser
Wegstrecke genießen wir eine hervorragende Aussicht auf die Schweizer Berge. Die
Ortschaft Taufers im Münstertal ist die westlichste Gemeinde in Südtirol und liegt auf 1250 m. Hier lohnt es
sich, einen Blick in die romanische St. Johannkirche zu werfen, deren
Ursprünge bis auf das 9.Jh. zurückgehen sollen. Bekannt ist die Kirche durch
das Fresko des heiligen Christophorus, welches das älteste Christophorusbildnis
Südtirols ist. Wir folgen der Hauptstraße in nördlicher Richtung bis zu einem
Kreuz in einer spitzwinkligen Weggabelung, nehmen dort den linken Weg und
biegen anschließend nach rechts ab. Hier können wir die Kirche St. Martin
sehen, die sich vor uns etwas erhöhnt am Hang befindet. Wenige Minuten später
queren wir den Fassaabach und laufen auf einem schmalen Pfad in nordöstlicher
Richtung weiter. Nun eröffnet sich uns der Blick auf die Burgruine Reichenberg sowie
die alten Gemäuer von Rotund. Ein wunderschöner Höhenweg mit der Nr. 8 führt
uns anschließend am mittlerweile nicht mehr genutzten Turnaunawaal entlang. Wir
treffen kurz darauf auf einen Fahrweg, dem wir ein Stück bergauf folgen. Wir
ignorieren jegliche Abzweigungen, bleiben stets auf dem Hauptweg und gelangen
in einem Rechtsbogen auf einen Forstweg. Sobald wir auf einen weiteren Güterweg
stoßen, steuern wir zu unserer Linken eine große Lärche an. Dort weisen uns
Markierungen in Richtung Nordwesten und wir laufen anschließend durch einen
traumhaften Lärchenwald. Unser Weg beschreibt wenig später einen Rechtsbogen
und führt uns am Rande des Calvenwaldes zur Fahrstraße. Wir folgen dieser wenige
Meter nach rechts und im Anschluss einer Markierung zu unserer Linken, die uns
durch lichten Wald leitet. Gleich darauf geht es unter einer Stromleitung in
nördlicher Richtung bis zur Calvenbrücke. Hinter der Brücke verlassen wir
die Fahstraße nach rechts und wenden uns an der nächsten Verzweigung nach
links. Auf dem Weg Nr. 23 treffen wir so erneut auf den Mitterwaal. Nun geht es
auf bekanntem Wege wieder zurück. Hinter dem Holzsteg führt uns linkerhand ein
schmaler Waldsteig zu einem Parkplatz an der Fahrstraße hinab. Neben der Fahrstraße
laufen wir nun in Richtung Glurns zurück. Nach etwa 400 m überqueren wir die
Straße und gleich darauf den Rambach, um dann am Wohnmobilstellplatz in
westlicher Richtung zurück nach Glurns zu laufen.
Anfahrt
Parken
Parkplätze außerhalb des Tauferer Tors im Südwesten des Städtchens
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit dem Zug nach Schluderns oder Mals, von dort weiter mit dem Bus nach Glurns