Die Tour
Zwei bezaubernde Bergseen sowie zwei gemütliche Hütten entdecken wir bei dieser geologisch und botanisch interessanten Wanderung.
Auf dieser Wanderrunde entdecken wir stille, vergessene Bergwinkel hoch über dem transitgeplagten Alpental der Leventina. Eine Seilbahn bringt uns hinauf zum sagenumwobenen Lago Tremorgio auf 1848 m. Mit Blick auf die felsige Kulisse des Pizzo Prevat wandern wir über die Alpe Campolungo und die Capanna Leit hinauf zum Leit-Bergsee. Weiter geht es zum Passo Vanit, wo der höchste Tessiner Gipfel, das Rheinwaldhorn, ins Blickfeld rückt. Von hier steigen wir wieder hinab zum Lago Tremorgio und kehren zur Bergstation der Seilbahn zurück.
Start der Tour
Talstation der Seilbahn in Rodi
Wegbeschreibung
Vor dem Start der Tour schweben wir zunächst mit der Seilbahn von Rodi knapp 900 Höhenmeter hinauf zur Bergstation oberhalb des Lago Tremorgio. Zahlreiche Legenden ranken sich um den fast kreisrunden See, dessen Wasser in Rodi-Fiesso zur Stromerzeugung genutzt wird. Einer Theorie zufolge soll der beeindruckende Seetrichter durch einen Meteoriteneinschlag entstanden sein. Unweit der Seilbahnstation liegt auf 1848 m das Bergrestaurant „Capanna Tremorgio“ (1), von dessen Terrasse man einen herrlichen Blick auf den 60 m tiefen, malerisch von Fichten- und Lärchenwäldern umrahmten See hat. Hinter der Hütte folgen wir dem Wegweiser in Richtung Capanna Leit und steigen unterhalb der Cima di Filo (2265 m) auf der Ostseite des Sees durch den lichten Wald und über verstrauchte Hänge aufwärts. Eine reiche Alpenflora aus Enzian, Anemone, Alpenrose und vielen anderen Arten begleitet uns. Vor allem im Hochsommer blüht hier die blaue Akelei an den Hängen rund um den Tremorgiosee. Mit zunehmender Höhe wird der Blick auf den kreisrunden, tiefblauen See unter uns eindrucksvoller. An der Wegverzweigung auf der Ebene der Alpe Campolungo biegt man nach rechts in Richtung Passo Campolungo/Fusio ab und überquert den flachen Almboden. Über der 2141 m hochgelegenen Alpe (2), auf der im Sommer gekäst wird, steht der spitze Zahn des Pizzo del Prévat (2558 m), ein beliebter Klettergipfel. Am Ende dieser herrlichen Hochebene, zwischen deren sattgrünen Almmatten sich ein klarer Gebirgsbach in zahlreichen Schleifen dahinwindet, schlagen wir an einer Weggabelung den linken Weg in südlicher Richtung ein. Über einen guten Bergpfad, der oberhalb eines Tälchens ansteigt, erreicht man die Capanna Leit. Unweit der Hütte mit Brunnen und gemütlichem Rastplatz liegt der größte der sieben Leit-Seen, der Lago Leit (TopTipp/ 3). Der in 2260 m Höhe gelegene längliche Bergsee bezaubert nicht nur durch seine idyllische Lage inmitten einer herrlichen Bergwelt, sondern auch auf Grund seines großartigen Farbenspieles. Je nach Sonneneinstrahlung erscheint er in eiskaltem Blau, in Brauntönen oder in schimmerndem Smaragdgrün. Wir lassen die Capanna Leit und den gleichnamigen See hinter uns und setzen unsere Wanderung in nordöstliche Richtung zum 2138 m hohen Passo Vanit (4) fort. Neben der Aussicht auf den höchsten Tessiner Gipfel, das 3402 m hohe Rheinwaldhorn, zieht in der Scharte eine „Ader“ aus schneeweißen Sedimenten mitten in dieser Landschaft aus dunklem Gneis die Blicke auf sich. Auch am Gegenhang verläuft ein helles Band aus Zuckerdolomit. Nachdem wir den stimmungsvollen Ausblick über die Leventina und die umliegenden Berge genossen haben, machen wir uns an den Abstieg. Über eine steile Wegspur erreicht man in westliche Richtung wieder die Ebene von Campolungo und kehrt auf dem Aufstiegsweg zurück zur Bergstation der Seilbahn.
Ausrüstung
Feste Bergschuhe, Regenbekleidung, Getränk und Proviant
Anfahrt
Gotthardautobahn A2 Ausfahrt Quinto, auf der Kantonsstraße 2 nach Rodi-Fiesso
Parken
An der Talstation der Seilbahn in Rodi
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit dem Postbus von Airolo nach Rodi