Die Tour
Ein Schloss, eine Burg und eine wilde Klamm gehören zu dieser schönen Wanderung am nördlichen Rand des Hunsrücks.
Die Ehrbachklamm, ein Seitental der Mosel, zählt zu den reizvollsten Schluchten im Süd-Westen Deutschlands. Sie wurde bereits 1909 von dem Apotheker Georg Frank aus Boppard erschlossen. Die Rauschenburg, heute nur noch eine Ruine, wurde 1332 von Erzbischof Balduin von Trier als Gegengewicht zur Ehrenburg im unteren Ehrbachtal, zur Burg Waldeck im Baybachtal und dem Schloss Schöneck errichtet. Letzteres wurde bereits 1222 als Reichsburg erstmals urkundlich erwähnt und im 19. Jahrhundert zum Schloss ausgebaut. Heute befindet es sich im Familienbesitz des Malers W. Steinhausen.
Start der Tour
Niederkirchspielhalle in Oppenhausen
Wegbeschreibung
Startpunkt unserer Wanderung ist die Niederkirchspielhalle in Oppenhausen. Wir wenden uns nach links und folgen der Pastor-Wiegand-Straße ein kurzes Stück in Richtung Zentrum, bis links in spitzem Winkel ein Wiesenpfad abzweigt. Auf diesem geht es durch die Felder in den kleinen Ort Windhausen mit seiner schönen Wallfahrtskirche (1) „Zur schwarzen Mutter Gottes“. Immer der Schönecker Straße folgend, wandern wir durch den Ort und weiter geradeaus ins Tal.
Kurz bevor das Gelände zum Schloss Schöneck wieder ansteigt, verlässt man die Straße und biegt schräg links ab. Schloss Schöneck (2) befindet sich im Familienbesitz des Malers W. Steinhausen und kann leider nicht besichtigt werden. Trotzdem folgen wir dem Weg, der um das Schloss herum führt, und genießen den schönen Blick ins Tal. Wieder zurück an der Abzweigung biegt man schräg rechts und kurze Zeit später wieder rechts ab. Steil bergab führt uns nun ein mit „WW Ehrbachklamm“ markierter Pfad hinunter zur Schönecker Mühle (3), wo es rechts auf einem breiteren Weg mit dem Wegzeichen „H“ weiter bergab geht. Nun befindet man sich im Ehrbachtal und folgt dem wilden Bach auf den nächsten Kilometern, immer dicht am Ufer entlang. So gelangt man zur Daubisberger Mühle (4), die zu einer Einkehr einlädt. Hier wird der Ehrbach überquert, man wandert weiter geradeaus an der Rauschenmühle vorbei, bis die Enge unterhalb der Ruine Rauschenburg erreicht ist. Ein Pfad führt uns links hinauf zur Rauschenburg (5) aus dem Jahr 1332. Nach diesem Abstecher steigen wir wieder hinab zum Ehrbach, dessen Tal hier zur wilden Klamm (6) wird.
Der abwechslungsreiche Weg führt nun über Holzbrücken und Stege vorbei an kleinen Wasserfällen und Strudeln.
Kurz vor der Eckmühle kommt man an eine steinerne Brücke, biegt dort rechts ab und wandert auf einem breiten Forstweg aufwärts. Durch die Felder geht es zurück nach Oppenhausen, wo wir durch die Mittelstraße und dann immer geradeaus unseren Startpunkt erreichen.
Anfahrt
A61 bis Ausfahrt Boppard, weiter über Buchholz nach Oppenhausen
Parken
An der Niederkirchspielhalle in Oppenhausen
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit dem Zug nach Boppard, weiter mit dem Bus zur Haltestelle Pastor-Wiegand-Straße, Oppenhausen