Dieser sehr beliebte Rundwanderweg führt in seinem ersten Teilstück durch das blumengeschmückte Dorf ( Berdorf hat bereits mehrere nationale und einen internationalen Preis als Blumendorf erhalten ), zieht hinaus durch Wiesen und Felder mit herrlichem Blick weit hinein in die Südeifel, fällt in einen Waldweg ein, wo er mit dem E1- Rundweg, von Echternach kommend, verschmilzt. Ein gut begehbarer, sandiger Waldweg führt zuerst in den schmalen Pfad des romantischen Felsentals des Halsbach, eigentlich nur ein Rinnsal. Nach Überqueren der Strasse ( aufpassen! ) erreicht man das Aesbachtal. Bachaufwärts führt der Weg gemeinsam mit mehreren anderen lokalen, nationalen und internationalen Routen durch das wohl schönste Felsental der Kleinen Luxemburger Schweiz nach Berdorf zurück.
Start: Dorfmitte, man folgt der Echternacherstraße, km 0,0
- Abzweigung Straße "op Kisécker", km 0,7 - Wëlkeschkummer , ( Wildkornkammer) km 2,0 :Hier versteckten die Berdorfer Bauern in der französischen Revolution ihr Getreide, das Heide- oder Wildkorn, vor den plündernden Soldaten Napoleons.
- Halsbach , Wasserlauf, km 2,9 - Zigeunerlay , km 3,4 : Unterstand mit Ruhebank - Perekop , km 3,9 - Tour Malakoff , km 4,0 - Chipkapass , km 5.2 : Diese drei Bezeichnungen sind die Namen von strategischen Punkten aus dem Krimkrieg, Mitte des 19. Jh. Holländische Soldaten, die dort im Einsatz waren und später in Echternach kaserniert waren, als das Grossherzogtum dem König der Niederlande auf dem Wiener Kongress zuerkannt worden war, verliehen diesen Felsformationen die ungewöhnlichen Namen in Erinnerung an eben diese strategischen Punkte. - Hohllay , km 5.4 :Hier haben die Römer bereits Steine gebrochen, der berühmte Viergötteraltar der Berdorfer Pfarrkirche stammt ganz aus der Nähe. Im Mittelalter wurden hier die Mühlsteine für die Bannmühlen des Klosters Oeren bei Trier gewonnen. Der Felsbrock wurde regelrecht "ausgehöhlt", daher der Name. - Amphitheater "Breechkaul" , km 5,5 : In der "Breechkaul" verarbeiteten die Berdorfer Bauern noch bis zum ersten Weltkrieg das Flachsreisig, weil die Höhle sich durch ihren sehr hohen Feuchtigkeitsgehalt sehr gut dafür eignete. Das Amphitheater wurde 1979 angelegt.
Zurück zum Start, km 6.7
Dieser herrliche Rundwanderweg ist mit 10 Ruhebänken ausgestattet.
Markierung: blauer Pfeil auf weißem Hintergrund, wie alle nationalen"Autopédestres" des Großherzogtums.
© Text: Edm. Steyer
© Fond de carte: Origine Administration du Cadastre et de la Topographie Luxembourg (ACT) Autorisation de publication du 19 mai 2005