Keltenweg Kirn - Treis-Karden - Wanderung - Naheland

 
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Keltenweg Kirn - Treis-Karden

Wanderung • Naheland
Karte / Keltenweg Kirn - Treis-Karden
150 300 450 600 750 m km 10 20 30 40 50 60
Wetter

Auf dem Keltenweg von Kirn an der Nahe über Kirchberg im Hunsrück nach Treis-Karden an der  Mosel (mit einer Variante über Senheim)
Streckenwanderung in 3 Tagesetappen
Der Keltenweg geht auf alte Wegeverbindungen aus römischer und sogar keltischer Zeit zurück. Die Höhenzüge des rheinischen Schiefergebirges zu beiden Seiten der Mosel sind seit jeher von Menschen besiedelte und genutzte Kulturlandschaften gewesen.Zahlreiche Funde aus keltisch-römischer Zeit wurden nahe dieses Wanderweges gemacht. Anhand von Hügelgräbern, Grabstätten aus der letzten Hälfte des vorchristlichen Jahrtausends, können diese Funde noch heute bekräftigt werden. Dort sind Bewohner der Region aus der Zeit der „Hunsrück-Eifel Kultur“ (ab 500 v. Chr.) beerdigt, die zur keltischen Bevölkerung der Treverer gehörten. Die Kelten nutzten Verkehrswege, deren Entstehung teilweise bis in die Steinzeit zu datieren sind. Finden kann man jedoch nur noch römische Straßenzüge. Denn mit den römischen Eroberungszügen um die Mitte des 1 Jh. kommt der Hunsrück auch in den Einflussbereich der römischen Kultur. Der Ausbau römischer Fernstrassen und weiterer Nebenstrassen erschloss die gesamte Landschaft. Römische Strassen sind erstmals feste Strassen, die bis ins späte Mittelalter (auch als Handelsstrassen) genutzt wurden. Heute sind diese antiken Strassen teilweise überbaut und Informationstafeln weisen nur noch auf das Vorhandensein verschiedener römischer Straßen hin.

Naheland: Wanderung

mittel
ä 61,6 km
P18:45
â1173 m
à1274 m
Alle Details ö
Start der Wanderung ist die Stadt Kirn an der Nahe, deren Name bereits auf keltische Wurzeln hinweist ( Kyr = Wasser ). Nach Aufstieg aus dem Nahetal durchqueren wir das ausgedehnte Waldgebiet des Lützelsoons. Vom Aussichtsturm am Teufelsfels erwartet uns ein herrlicher Rundblick: im Nordwesten bis zur Keltensiedlung Altburg auf einem Plateau hoch über dem Hahnenbachtal, im Südosten bis zum Donnersberg in der Nordpfalz – hier weist eine keltische Wallanlage auf ein bedeutendes Oppidum aus der Latène-Zeit hin. Nächstes Ziel ist Woppenroth, bekannt geworden als fiktiver Ort „Schabbach“ in der Serie HEIMAT.  Im Staatswald Bannholz in der Gemarkung Hecken befindet sich eines der größten Hügelgrabfelder Westdeutschlands mit über 130 Grabhügeln, Zeugnis einer Besiedlung um 1200 v. Chr.. Nach wenigen Kilometern erreichen wir Kirchberg, die älteste Stadt des Hunsrücks. Hier an der ehemaligen römischen Straßenstation Dumnissum schneidet der Keltenweg den Ausoniusweg, eine römische Fernstraße. Nach Verlassen des Kirchberger Stadtwaldes führt der Wanderweg meist über die römische Originaltrasse östlich von Kappel. In der Nähe von Reidenhausen finden wir mit dem „Thonhügel“ (tumulus) den mächtigsten Grabhügel am Keltenweg. Tagesziel ist das Gasthaus zur Buche vor Mittelstrimmig. Hier hat man Reste einer römischen Niederlassung (burgus) sowie einen keltisch-römischen Weihestein, der heute im Landesmuseum in Bonn besichtigt werden kann, gefunden. Der Stein, den kaiserlichen Hausgöttern und dem Gott Mars Smertius geweiht, ist genau datiert auf den 23. Mai 268 bzw.269 n. Chr.. Als nächsten Ort erreichen wir Mittelstrimmig. Lohnenswert ist eine Besichtigung des Heimatmuseums in der alten Mühle, das auf anschauliche Weise die Hunsrücker Kultur von der keltischen Zeit bis heute dokumentiert. Der Flaumbach wird bei der Weißmühle überschritten, Drehort des Filmes „Der Schinderhannes“   mit Curd Jürgens und Maria Schell von. Nach dem Aufstieg aus dem Flaumbachtal gelangen wir zum Moselhöhenweg und wandern auf dem „Archäologischen Wanderweg“ von Bruttig-Fankel. Gute Beschilderungen weisen auf Zeugnisse aus den wichtigsten Epochen der Vorzeit hin. Nach Überschreiten der Mosel endet unsere Wanderung im Ortsteil Karden. Im Ortsteil Karden (Vicus cardena) sollten wir das Stiftsmuseum und den „Dom St. Castor“ besichtigen. Um das Wissen zu den Spuren der Kelten abzurunden, lohnt sich ein Ausflug hinauf auf den Martberg. Dort befand sich einst ein großes Oppidum. Heute besichtigt man   eine rekonstruierte gallo-romanische Tempelanlage.

Variante Senheim: Bei Haserich verlassen wir die oben beschriebene Route des Keltenweges. Über Blankenrath und Grenderich geht es über einen alten steilen Abstieg hinunter in den Moselort Senheim. In Senheim ist ein Weinmuseum mit über 10 000 Expobonaten zu besichtigen. Von dort geht es zunächst steil bergauf zum Moselhöhenweg. Über das idyllische Beilstein, auch als „Dornröschen der Mosel“ bezeichnet, erreichen wir den „ Archäologischen Wanderweg“ Bruttig-Fankel, hier treffen  beide Wegevarianten des Keltenweges wieder aufeinander. Weiter geht es nun in Richtung Treis-Karden, wo auch diese längere Wanderung endet.

outdooractive.com User
Autor
Hunsrück-Touristk GmbH
Aktualisierung: 11.07.2011

Schwierigkeit mittel
Technik ¥¥¥¥¥¥
Kondition ¥¥¥¥¥¥
Erlebnis ¥¥¥¥¥¥
Landschaft ¥¥¥¥¥¥
Höhenlage
565 m
79 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mrz
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Streckentour
Etappentour
aussichtsreich
kulturell / historisch
geologische Highlights

Ausrüstung

Lunchpaktete empfohlen

Start

Kirn Zentrum (186 m)
Koordinaten: 49.786500, 7.460300

Ziel

Treis-Karden OT Karden

Wegkennzeichen

K

Anfahrt:

Anreise B 41 nach Kirn

Anreise B 49 nach Treis-Karden

Öffentliche Verkehrsmittel:

Anreise DB Hauptbahnhof Kirn

Anreise DB Bahnhof Karden

Kartenempfehlungen

Topographische Karte Naturpark Soonwald-Nahe Blatt 2 Kirn 1:25000 Herausgeber Lverm Geo ISBN 978-3-89637-373-1 Topographische Karte Naturpark Soonwald-Nahe Blatt 1 Simmern/Kirchberg 1:25000 Herausgeber LvermGeo ISBN 3-89637-372-2 Topographische Karte Ferienregion Zeller Land 1:25000 Herausgeber LvermGeo ISBN 978-3-89637-407-3 Topographische Karte Ferienland Cochem und Treis-Karden 1:25000 Herausgeber LvermGeo ISBN 978-3-89637-256-7

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Weitere Infos und Links

Info unter www.hunsruecktouristik.de

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Monika Hildebrand ö
09.10.11
Unsere Familie (56, 55, 16, 12, 3 Hunde) sind den Kelten weg Anfang der Woche von Kirn aus gegangen. Hier ein paar Tipps. 1) die Gehzeit und Weglänge unbedingt überprüfen, uns kam die Strecke Kirn-Kirchberg länger vor und wir haben sie auch nicht ganz geschafft. V.a. wenn man mit Gepäck geht sollte man mehr Zeit und Kondition einplanen 2) der Weg ist nicht immer ausreichend beschildert, und auch die Beschreibung ist nicht immer hilfreich. Wir waren hinter Mittelstrimmig im Flaumbachtal (nach dem Überqueren der Brücke von 1850) verwirrt, da die Ruine der Weißmühle nicht aufzufunden war. Wir sind dann nach rechts abgebeogen, war leider falsch. 3) unbedingt in Mittelstrimmig im Gasthof zur Buche einkehren, das sind super nette Wirtsleute, die wissen, was müde und hungrige Wanderer benötigen. Es ist eine schöne Strecke für eine 3-Tage-Tour und man ist größtensteils allein auf weiter Flur.
Gemacht am
03.10.2011

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Schwierigkeit mittel
Strecke ä 61,6 km
Dauer P 18:45 h
Aufstieg â 1173 m
Abstieg à 1274 m

Eigenschaften

aussichtsreich

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