Die Tour
Wir bewandern die Insel Herrenchiemsee und die Fraueninsel auch abseits der Besucherströme und passieren dabei die Rast- und Aussichtspunkte "Pauls Ruh" und "Ottos Ruh", das Neue Schloss Herrenchiemsee mit Parkanlage, eine keltische Ringanlage, die Seekapelle und die Klosterkirche auf der Fraueninsel.
Start der Tour
Parkplatz Anlegestelle in Gstadt
Wegbeschreibung
Vom Parkplatz aus gehen wir die Breitbrunner Straße bergab in Richtung See und erreichen bald die Anlegestelle Gstadt. Unsere Tickets lösen wir für die Strecke Gstadt – Herrenchiemsee – Fraueninsel – Gstadt. Eilige können ihre Tickets auch an Bord kaufen.
Nach der Ankunft auf Herrenchiemsee kann man sich am kleinen Platz vor der Anlegestelle über die Insel informieren. Wir starten unseren Rundweg in Richtung Südosten, umrunden die Insel also im Uhrzeigersinn. Zunächst bleibt man auf dem asphaltierten Weg, bis dieser nach rechts in Richtung Königsschloss abbiegt. Auf einem Forstweg geht es geradeaus in den Wald. Dort steht am Wegrand eine Informationstafel, die uns unseren Standort anzeigt. Kurz darauf sieht man rechts durch eine Schneise das Königsschloss. Dieser Zugang ist die Avenue (1), die historische Auffahrt zum Schloss, die König Ludwig II. nach dem Vorbild von Versailles ab 1878 errichten ließ. Als der König 1886 starb, war der Bau noch unvollendet. Auf Höhe der Schlossauffahrt befindet sich auch ein Wanderrundwegsschild, das den Standort anzeigt. Es geht weiter zur Südostspitze der Insel. Wir können hier an das Seeufer herangehen und finden einen schönen Rastplatz, der „Pauls Ruh“ (2) heißt. Von den aus Baumstämmen herausgehauenen Bänken genießen die Besucher einen herrlichen Blick auf den See. Natürlich werden wir neben unserer Rundwanderung auch das Schloss mit seinen zahlreichen Attraktionen erleben. Jetzt sollte man erst einmal die Ruhe fernab des Besucherstroms genießen und sich „königlich“ erholen. Hinter „Pauls Ruh“ führt uns der Weg leicht ansteigend durch den Wald zum Südwestende der Insel, wo es einen weiteren Rastplatz gibt, „Ottos Ruh“ (3). Rastbank und Überdachung sind rund um einen sehr großen Baumstamm angelegt und bieten einen großartigen Panoramablick. Wir folgen weiter dem Weg, der uns jetzt durch das Inselinnere führt, und sehen bald die Überreste einer keltischen Ringwallanlage, die rechts vom Weg gut zu erkennen ist. Der Weg führt nun nach Norden. Bald erreichen wir eine weitere Schneise, wo wir links über das unvollendete „Appollo Bassin“ und den dahinter liegenden „Grand Canal“ auf den Chiemsee und in Richtung Prien schauen können. Nach rechts schauen wir über den „tapis vert“, den Rasenteppich, auf das Königsschloss (4). Hier hat man die Möglichkeit zu einer Schlossbesichtigung oder zumindest zu einem Rundgang durch den herrlichen Park. Abschließend geht es durch den bewirtschafteten Teil der Insel an Viehweiden und Obstwiesen entlang zur Nordspitze. Dort befindet sich die „Seekapelle Hl. Kreuz“ (5), hinter der es auch eine gute Bademöglichkeit mit Rastplatz gibt. Von der Seekapelle wandern wir in südöstlicher Richtung zum Landungssteg zurück und fahren mit dem Schiff auf die Fraueninsel. Dort befindet sich direkt an einem Gebäude links vom Hauptsteg eine Informationstafel. Die Insel umrunden wir im Uhrzeigersinn auf dem Uferweg. Zu Beginn dieser zweiten Inselwanderung ist das Ufer frei zugänglich, weshalb wir uns in den warmen Jahreszeiten auch im See erfrischen können. Im weiteren Verlauf des Rundwegs sind die Liegewiesen und Badestege oftmals Privatgrund. Bald ist die Klosterkirche (6) mit der karolingischen Torhalle, dem ältesten erhaltenen Hochbau Süddeutschlands, erreicht.
Die Fraueninsel war schon in der jüngeren Steinzeit besiedelt und zählt zu den ältesten Kulturstätten im Chiemgau. Am Nordende führt der Rundweg direkt am Ufer entlang und wir genießen dabei den Blick auf Gstadt. Vom Hauptsteg aus fährt unser Schiff nach Gstadt zurück und zu unserem Startpunkt.
Weitere Infos / Links
Das Neue Schloss Herrenchiemsee ließ König Ludwig II. ab 1878 nach dem Vorbild von Versailles errichten ließ. Als der König 1886 starb, war der Bau noch unvollendet. Die Klosterkirche auf der Fraueninsel aus dem 11. Jahrhundert enthält Teile eines älteren Bauwerks, einer karolingischen Torhalle, dem ältesten erhaltenen Hochbau Süddeutschlands. Die Fraueninsel war schon in der jüngeren Steinzeit besiedelt und zählt zu den ältesten Kulturstätten im Chiemgau.
Anfahrt
A8 Abfahrt Bernau a. Chiemsee oder Felden, weiter über Prien nach Gstadt, Parkplatz am Ortsende Richtung Breitbrunn
Parken
Parkplatz Anlegestelle in Gstadt
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit dem Zug bis zum Bahnhof Prien a. Chiemsee, weiter mit dem Bus nach Gstadt a. Chiemsee Schiffsanleger