Östlich von Langenrain liegt auf einer Sandsteinkuppe die Ruine Kargegg (13. Jh.). Sie wurde im Bauernkrieg 1525 niedergebrannt. Vom Palas steht noch die Südmauer.
In der Nähe befindet sich eine der größten Naturschönheiten des westlichen Bodenseeraums, die Marienschlucht. Wo der Bodanrück steil zum Überlinger See hin abfällt, hat sich ein kleiner Bach durch sein starkes Gefälle von 20 % bis zu 100 Meter tief in den Sandstein der Oberen Meeresmolasse eingeschnitten. Seit 1897 ist die nach der Braut eines Grafen von Bodman benannte Schlucht touristisch erschlossen. Bohlenwege und Holztreppen führen zwischen den teils nur einen Meter engen Felswänden hinunter zum Schiffsanleger am See. Von hier aus bestehen in den Sommermonaten Verbindungen der Motorbootgesellschaft Bodman nach Bodman, Ludwigshafen, Sipplingen und Überlingen.
Kurz vor Wallhausen markiert das bei Seglern bekannte Seezeichen 22 den Teufelstisch als Untiefe. Die Unterwasserfelswand mit einem Steilabfall in bis zu 90 Metern Tiefe war bei Tauchern beliebt, bis einige tödliche Unfälle zu einem Tauchverbot führten.
Nordwestlich davon erhebt sich über dem See der "Burghof". Die 1661 erbaute Burg Tettingen wurde jahrelang als Forsthaus genutzt. Heute lädt der Biergarten des Gasthauses Wanderer zur Rast ein. Von der benachbarten alten Burg aus dem 14. Jahrhundert sind nur noch Mauerreste erhalten.
Am Wegweiser „Burghofweg“ verlassen wir die befestigte Zufahrt und gehen auf dem naturbelassenen Höhenweg bis zur Ruine Kargegg. Unterwegs kommen wir durch drei Tobel und am Wasserfall des Katharinenbachs vorbei.
Vor der Ruine Kargegg biegen wir rechts ab und können einen kurzen Abstecher zur Besichtigung der Ruinenreste machen. Dann folgt der steile Abstieg durch die Marienschlucht zum See hinab. Neben und unter uns rauscht der kleine Bach, der seit Jahrtausenden die Felsen erodiert. Die Schlucht verengt sich von fünf auf bis zu einem Meter Breite zwischen 30 Meter hohen Felswänden. Schließlich erreichen wir auf Bohlenwegen und über Holztreppen den Landungssteg und einen Rastplatz am Überlinger See. Am gegenüberliegenden Ufer sehen wir die Molassefelsen der Überlinger Steiluferlandschaft.
Weiter geht es 2,5 km auf dem Bodenseerundweg (Markierung: blauer Kreis mit rechts umlaufendem Pfeil) am Ufer entlang in Richtung Wallhausen. Vor dem "Teufelstisch" steigen wir mit der gelben Raute zum „Burghof“ hinauf, bevor wir zum Ausgangspunkt der Wanderung zurückkehren.