Die Tour
Erlebnisreiche und historisch interessante
Wanderung durch den Rupertiwinkel: Neben dem ehemaligen
Kloster Höglwörth am schönen gleichnamigen See können wir auch noch einen kleinen Abstecher zu den sehenswerten Filialkirchen in Steinhögl und Vachenlueg machen.
Wir wandern von Anger durch den Rupertiwinkel zum Höglwörther See und passieren dabei einige kulturhistorische Sehenswürdigkeiten:
Der Dorfplatz von Anger ist sehr schön angelegt, seine Pracht veranlasste König Ludwig I. seinerzeit, Anger als „schönstes Dorf Bayerns“ zu bezeichnen. In der Mitte des Platzes steht eine hohe Säule mit Marienfigur und Jesukind. Am anderen Ende des Platzes ragt die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt empor. Sie stammt aus dem 15. Jh. und ist die älteste spätgotische Landkirche der Region.
Von der Filialkirche in Steinhögl können wir die herrliche Aussicht über die Landschaft des Rupertiwinkels genießen.
Die Kapelle in Vachenlueg steht in engem Zusammenhang mit dem 1414 durch die Herren von Haunsperg in Vachenlueg errichteten Schloss. Nachdem das Schloss samt seiner Kapelle 1824 einstürzte, baute man zuerst eine Notkapelle aus Holz und ersetzte diese 1848 durch die heutige Steinkapelle. Sie beherbergt unter anderem ein dem Altöttinger nachempfundenes Gnadenbild von 1742, das den Einsturz des Schlosses heil überstanden hat, sowie etwa 30 Votivbilder aus den Jahren 1834-1899.
Schon im frühen Mittelalter befand sich in Höglwörth eine benediktinische Missionsstation, die im 10. Jahrhundert dem Ungarnsturm zum Opfer gefallen sein dürfte. Durch reiche Schenkungen der Grafen von Plain lebte das Kloster im 12. Jahrhundert in Gestalt des Chorherrenstiftes wieder auf. Mehr als 600 Jahre und 41 Pröbste später wurde das Kloster 1817 auf Antrag des letzten Probstes durch den König von Bayern aufgehoben. Die Anlage ist aber auch heute noch ein kultureller Höhepunkt im Rupertiwinkel. Seit 1820 befinden sich die Konventgebäude im Besitz der Privatbrauerei Wieninger in Teisendorf. Die Stiftskirche aus dem Jahre 1689 ist heute eine Filialkirche der Pfarrei Anger. Hier können wir uns den sehr sehenswerten Hochaltar anschauen.
Start der Tour
Wegbeschreibung
Der Dorfplatz in Anger ist der Startpunkt unserer Wanderung zum ehemaligen Kloster Höglwörth. Wir verlassen ihn am südlichen Ende auf der Pfaffendorfstraße und passieren die Kirche von Anger. Dahinter beschreibt die Straße eine Linkskurve, der wir folgen und so Anger in Richtung Hainham verlassen. Nach dem Überqueren der Salzstraße gelangen wir geradewegs über einen schmalen Asphaltweg nach Hainham, das wir rechts liegen lassen, um bei der zweiten Gelegenheit am alten Högler Feuerhaus nach links in den Ringlbachweg einzubiegen. Durch ein Waldstück erreichen wir den auf einer Lichtung gelegenen Weiler Ringlbach, folgen an dem Gehöft dem Weg nach rechts und treten am Waldrand nach links in den Wald ein. Dabei folgen wir der Beschilderung „Steinhögl-Wildgehege“. Im Schatten der Bäume geht es nun an der Aussichtskanzel am Wildgehege vorbei in nördliche Richtung, bevor unser Weg nach links abknickt und uns wieder an den Waldrand heran führt. Hier sehen wir bereits den Ort Steinhögl vor uns liegen, auf den wir nun zuwandern. An den ersten Häusern können wir entweder einen Abstecher in den Ort mit seiner schön gelegenen Kirche St. Georg machen und den herrlichen Blick über den Rupertiwinkel genießen oder über die linkerhand gelegene Vachenlueger Straße in den gleichnamigen Ort wandern, um die dortige Kapelle zu besichtigen. Direkt neben der Kapelle befindet sich ein schöner Rastplatz. Wer möchte, kann natürlich auch direkt weiter zum Höglwörther See wandern. Um dorthin zu gelangen, queren wir am Ortseingang von Steinhögl die Vachenlueger Straße und gelangen durch Wiesen und Wälder über den Weiler Praxenthal nach Eggenholz, wo wir uns rechts halten. Wir folgen der Thalstraße, queren an der Bushaltestelle die Salzstraße und gelangen über ein Gehöft und entlang einer Baumreihe nach Höglwörth. Hier können wir im Gasthaus Klosterwirt einkehren und dem ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift einen Besuch abstatten. Nun umwandern wir mit Blick auf das ehemalige Kloster im Uhrzeigersinn den schönen Höglwörther See und stoßen danach auf den Klosterweg, der uns rechterhand auf direktem Weg zurück an den Dorfplatz in Anger bringt. Dabei passieren wir neben dem Weiler Grub und dem kleinen Ort Holzhausen auch eine Kneippanlage, in der wir unsere müden Füße erfrischen können.
Weitere Infos / Links
Anfahrt
Von der A8 München-Salzburg, Behelfsausfahrt Anger (Vorsicht nicht beschildert!) zwischen Kilometerbezeichnung 116,5 und 117, nach 100 Meter links Richtung Anger-Dorfplatz
Parken
Zwei Parkplätze 100 m bzw. 200 m vor dem Dorfplatz oder direkt am Dorfplatz (zum Teil Kurzparkzone)
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit dem Zug nach Teisendorf, weiter mit dem Bus bis Haltestelle "Höglwörther See, Abzweigung Anger". Beginn der Tour hier möglich.