Die Tour
Immenstadt ist die einzige Stadt im Oberallgäu mit historischem Ortskern. Daher finden sich hier viele alte, oft liebevoll restaurierte Häuser. Eine Seltenheit ist auch das Stadtschloss am Marienplatz.
In den frühen Morgenstunden des 22. März 2006 lösten sich vom Osthang des Immenstädter Horns in kurzer Zeit 2000 Kubikmeter Gestein, Geröll und Schlamm und setzten sich in Richtung Steigbachtal in Bewegung.
Das Immenstädter Horn besteht wie die imposante Nagelfluhkette zu einem Großteil aus Nagelfluhgestein. Nagelfluh ist rundes Gestein, welches mit Sand oder Kalk unter hohem Druck verkittet wurde. Bei Verwitterung entstehen an der Oberfläche die charakteristischen nagelkopfartigen Ausformungen.
Da Bühl von der Lage her mit Loreto bei Ancona in Italien verglichen werden kann, beschlossen Graf Leopold Wilhelm und sein Vater Graf Hugo die dortige Kapelle maßstabsgetreu am Standort der alten Kirche nachzubilden und daneben die neue Stephanskirche zu bauen.
In der Grabeskirche unterhalb der Stephanskirche kann das heilige Grab Jesu besichtigt werden.
Noch heute pilgern Wallfahrer zu Wahlfartsgottesdiensten nach Bühl am Alpsee.
Die Anlage Hugofels bildete offensichtlich zusammen mit Rothenfels eine Gesamtanlage (Doppelburg). 1440 ließ sich Graf Hugo XIII. nieder. Er war Namensgeber, aber nicht Gründer. Erste Reste stammen bereits aus dem 13. Jahrhundert. Hugofels war ein vier- oder fünf-geschossiger Wohnturm mit ca. 21 m Seitenlänge.
Die Mauerstärke betrug fünf Meter. 1600 wurde mit dem Abbruch begonnen, 1626 das Dach abgetragen.
Start der Tour
Wegbeschreibung
Wir überqueren den Marienplatz und laufen an der Nikolauskirche vorbei zum Kreisverkehr. Am Hotel Lamm entlang gelangen wir zum Jugendzentrum Rainbow. Hier überqueren wir auf einer Brücke die Eisenbahnlinie und folgen der Mittagstraße hinauf zur Talstation der Mittagbahn. Entlang der Gebäude der ehemaligen mechanischen Bindfadenfabrik kommen wir in westlicher Richtung zum Steigbachtal und betreten am anderen Ufer den unteren Rand des Erdrutsches. Wir folgen dem Weg kurz bergab und gelangen dann aufwärts auf dem Teersträßchen zum Anfang des Hornweges. Bis nach Bühl begleiten uns der Nagelfluh, die hier typische Felsformation und der Buchenwald. Der Weg schlängelt sich durch unzählige Einschnitte, sogenannte Tobel. In Bühl wandern wir hinunter zur Bundesstraße und queren diese durch den Tunnel. Anschließend lohnt sich der Besuch der Stephanskirche, der Grabeskirche und der Loretokapelle. Das Grab Jesu kann besichtigt werden. Wir folgen der Kirchsteige hinab. Nach der Achquerung halten wir uns nach Westen, am Hafen entlang, zum Alpsee. Am Ufer laufen wir bis zum Badestrand. Hier geht es nach rechts hinauf zur Bahnbrücke. Durch den Orsteil Hub erreichen wir die Unterführung unter der Staatsstraße beim Hotel Rothenfels. Auf der anderen Seite geht es hinauf zum Weihergut. Kurz darauf erreichen wir einen Hof mit folgendem Spruch an der Fassade: "Schöne Pferde, edle Frauen, sich zu halten ist sehr teuer, kannst du wählen zwischen beiden, wähle Pferde sie sind treuer." Hier machen wir einen Abstecher zur Ruine Hugofels und erfahren etwas über deren Geschichte. Von oben haben wir noch einmal einen herrlichen Blick über den Alpsee. Über saftige Alpwiesen und durch ein kleines Waldstück erreichen wir den Aussichtspunkt oberhalb der Alpe hinter der Schießstätte. Bei gutem Wetter kann man über das Illertal bis zu den Bergen rund um Bad Hindelang blicken. Wir folgen dem Grählweg nach Osten und erreichen an dessen Ende - über ein kleine Anhöhe nach Norden - die Rothenfels-Alpe. Hier warten eine kleine Brotzeit und kühle Getränke auf hungrige Wanderer. Mittwochs ist jedoch Ruhetag. Über das Dackseck und den Ortsrand von Stein gelangen wir zur Zollbrücke über die Iller. Unterwegs erhaschen wir einen Blick auf den Turm der Ruine Laubenbergerstein. Wir steigen hier die Treppe hinunter zum Weg am Illerufer, gelangen stadtwärts zum Auwald und queren diesen bis zum Sportzentrum. Nun müssen wir nur noch unter der Bahnlinie hindurch und an ihr entlang zur Salzstraße. Nach wenigen Metern ist der Ausgangspunkt erreicht.
Sicherheitshinweise
Auf Grund der Länge ist gute Kondition notwendig.
Weitere Infos / Links
Anfahrt
Von Kempten auf der B19 oder von Lindau auf der B308 nach Immenstadt
Parken
Es gibt verschiedene Parkplätze in der Stadt. Bitte folgen Sie der Beschilderung.
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit den Regionalzügen zum Bahnhof Immenstadt