Start der Tour
Wegbeschreibung
Nagelfluh und Sandstein schufen unweit von Isny ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Seit Urzeiten tosen durch den Eistobel Wasserfälle. Sie gaben den Felsen bizarre Formen und lassen im Winter seltsame Eisgebilde entstehen. Der Name Eistobel kommt von den Eiszapfen, die an den Felsen entstehen. Im Winter benötigt man oft Steigeisen an den Schuhen und die Tour ist dann nur erfahrenen Wanderern zu empfehlen.
Der größte Teil des Tobels ist seit September 1970 Naturschutzgebiet, die Fläche umfasst etwa 70 Hektar.
Nachdem die Gletscher der letzten Eiszeit abgeschmolzen waren, blieb im Alpenvorland ein riesiger Moränenbelag liegen. Das Schmelzwasser sammelte sich in großen Seen. Ein solcher bildete sich auch im Becken von Ebratshofen.
Als das Schmelzwasser erst im Osten bei Bischlecht und dann im Westen bei Harbatshofen zu hoch stand, schufen sich die Wassermassen eine Abflussrinne gen Süden.
Es entstand der Eistobel zwischen Iberg und Laubenberg. So wie die Schmelzwasser am Ende der Eiszeit den Eistobel geschaffen haben, so arbeitet sich das Wasser heute genau auf dieselbe Art in die Tiefe.
Die Kaskadenwasserfälle entstanden durch die Gesteinsschichten, die gegen die Flussrichtung der Argen anstehen. Im Laufe der Zeit schwemmt das Wasser die Sandstein- und Mergelschichten aus und die Nagelfluhschichten bleiben wie Staumauern stehen. Es bilden sich immer wieder neue Felsbrücken und kleine Tümpel.
Unsere Tour beginnt an der Kasse zum Eistobel (geringe Gebühr, die der Erhaltung und Pflege des Tobels dient). Uns führt ein gut angelegter Waldweg steil hinab an den Flusslauf der Oberen Argen.
Von hier geht es auf einem bequemen Fußweg der blauen Kreis-Markierung folgend, weiter bis zum „Zwinger“ 1, einer Ansammlung gewaltiger Nagelfluhblöcke. Ab hier verengt sich der Weg, teilweise wurde er in den Felsen hineingesprengt. Schachtelhalm, Steinbrech, Alpenheckenkirsche und Frauenschuh entdeckt der Wanderer im Sommer entlang der 3 km langen Schlucht.
Ebenso machen steil aufragende Felsformationen dieses Naturschauspiel zu einem imposanten Erlebnis. Schon bald erreichen wir die ersten Wasserfälle. Weiter flussaufwärts wandernd, geht es an idyllischen Tümpeln vorbei zum Wasserfall am Eistobelsteg 2. Eine Rastmöglichkeit lädt zum Verweilen ein.
Direkt hinter der Brücke leitet uns in luftiger Höhe ein Steg auf die andere Seite des Flusses und lässt uns die Großartigkeit der Szenerie genießen.
Hier halten wir uns rechts, verlassen die Obere Argen und folgen der Beschilderung über Hohenegg zur Kugel. Ein Waldweg führt über ein Geflecht aus Wurzeln stetig hinauf, vorbei an einer kleinen Kapelle am Wegrand. Sie beherbergt eine übergroße Christusfigur aus dem Jahre 1810, die aus nur einem einzigen Holzblock geschnitzt wurde.
Nach ca. 30 Minuten erreichen wir den Ort Hohenegg und folgen weiterhin der Beschilderung „Kugel – Feriendorf“. Oberhalb des Ortes hat man eine herrliche Aussicht auf die Allgäuer und Schweizer Bergketten. An einer Weggabelung halten wir uns links und erreichen nach einigen Minuten den höchsten Berg im Westallgäu, die Iberger Kugel 3 auf 1069 m mit fantastischen Ausblicken.
Nach einer kleinen Erholungspause folgen wir über einen romantischen Wald- und Wiesenpfad der Wegmarkierung des blauen Punktes und der Beschilderung „Riedholz - Maierhöfen“.
In Riedholz 4 halten wir uns links und gehen am Gasthof vorbei über die Tobelbachbrücke wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt am Parkplatz an der Eistobelbrücke.
Anfahrt
Zwischen Isny und Grünenbach abbiegen zum Parkplatz an der Eistobelbrücke
Parken
Parkplatz an der Eistobelbrücke