Start Reiseführer Wandertouren

Wandern

Wandern_1

Zu Fuß in gemächlichem Tempo die Schönheiten der Natur entdecken, die Gedanken schweifen lassen, den Kopf frei bekommen – das sind nur einige der vielfältigen Gründe, zu einer Wandertour aufzubrechen. Zum Einstieg auf leichten Routen reicht es aus, ein Paar gute Bergschuhe zu schnüren und loszuziehen. Je anspruchsvoller die Touren werden und sobald es in alpines Gelände geht, müssen allerdings höhere Anforderungen an Ausrüstung, Kondition und Technik des Einzelnen gestellt werden.


Was ist Wandern? Allgemeine Definition

Foto: Heilbronner Land, www.flickr.com; CC BY-SA 2.0
Der Deutsche Wanderverband hat aus einer repräsentativen Umfrage die folgende Definition für den Begriff des Wanderns entwickelt: „Wandern ist Gehen in der Landschaft. Dabei handelt es sich um eine Freizeitaktivität mit unterschiedlich starker körperlicher Anforderung, die sowohl das mentale als auch das physische Wohlbefinden fördert. Charakteristisch für eine Wanderung sind eine Dauer von mehr als einer Stunde, eine entsprechende Planung, die Nutzung spezifischer Infrastruktur sowie eine angepasste Ausrüstung“.

Begriff des Wanderns auf Outdooractive

Auf Outdooractive haben wir uns dazu entschieden, unter dem Begriff des Wanderns folgende Aktivitäten zusammenzufassen: klassische Wanderungen, Themenwege (Wanderwege, die über eine bestimmte Thematik informieren), Pilgerwege (traditionelle Wanderwege, die zu Wallfahrts- und Pilgerorten führen) und Fernwanderwege (überregionale Weitwanderwege, die in der Regel länger als 300 km sind). Unter den genannten Rubriken findet Ihr bei uns zahlreiche Tourenvorschläge mit Beschreibungen, Fotos, Karten und vielem mehr.

Körperliche Voraussetzungen fürs Wandern

Foto: Bad Kleinkirchheim, www.flickr.com; CC BY 2.0
Für gemäßigtes Wandern in der Ebene braucht ein gesunder Mensch lediglich eine gewisse Grundkondition.
Werden die Touren jedoch länger, verlagern sich in alpines Gelände oder durchlaufen extreme Witterungsbedingungen, wird der Körper mehr beansprucht. Es werden dann vor allem Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gute Ausdauer verlangt. 

Wer sportlich unerfahren ist, mit Vorerkrankungen zu kämpfen hat oder eine besonders lange und anstrengende Unternehmung plant, sollte deshalb auch in Erwägung ziehen, seinen Gesundheitszustand vor dem Start von einem Arzt überprüfen zu lassen.

Schwierigkeitsgrade der Wanderwege – Gibt es eine offizielle Einteilung?

In Deutschland und Österreich gibt es für Wandertouren keine offizielle Schwierigkeitsskala. Anlehnung finden die Schwierigkeitseinteilungen jedoch gerne an der Schweizer SAC-Skala, die im Jahre 2002 durch den Schweizer Alpen-Club (SAC) eingeführt wurde. Hier reicht die Klassifizierung vom Grad T1 bis zum Grad T6. Die leichteste Stufe T1 bezeichnet Wandern auf gut gebahnten Wegen ohne Absturzgefahr. Der anspruchsvollste Grad T6 beschreibt schwieriges Alpinwandern in meist weglosem und häufig sehr exponiertem Gelände mit Kletterstellen.

Eigene Schwierigkeitsstufen auf outdooractive.com

Auf Outdooractive gibt es eine eigene Bewertungsskala für Wandertouren. Sie werden – je nach erforderlicher Kondition und Technik – vom System automatisch in die Kategorien leicht, mittel oder schwer eingeteilt. Die Schwierigkeit einer Route lässt sich bereits bei der Vorschau auf die Tour erkennen. Zur besseren Einschätzung der Anforderungen hier eine kurze Übersicht:

 

       blau: einfache Wandertouren mit der Kennzeichnung "leicht"

  • einfachere Wege, die schmal und steil sein können

       rot: mittelschwere Wandertouren mit der Kennzeichnung "mittel"

  • überwiegend schmal, oft steil angelegt und können absturzgefährliche Passagen aufweisen
  • kurze versicherte Passagen können vorkommen

       schwarz: schwierige Wandertouren mit der Kennzeichnung "schwer"

  • schmal, oft steil angelegt und absturzgefährlich
  • Es kommen zudem gehäuft versicherte Gehpassagen und/oder einfache Kletterstellen vor, die den Gebrauch der Hände erfordern
  • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich
  • Alpine Routen führen in das freie alpine bzw. hochalpine Gelände und sind keine Bergwege im vorangegangenen Sinne
  • Sie können exponierte, ausrutsch- und absturzgefährdete sowie ungesicherte Geh- und Kletterpassagen enthalten
  • Alpine Routen werden weder markiert noch gewartet

Beliebte Wanderziele

Wanderung Türle

Der Engeratsgundsee.
07.04.09
Wanderung Wanderung • Allgäu
schwer
13 km
6:00 Std.
1.144 m
965 m
(4)
von Julia Gebauer,  Outdooractive Redaktion

Wanderung Lichtsee von Nösslachjoch über Eggerberg und Leitnerberg

Links unten die Bergstation des 2er Sesselliftes.
29.07.15
Wanderung Wanderung • Wipptal
mittel
11,3 km
5:00 Std.
600 m
600 m
von Werner Flörl,  alpenvereinaktiv.com
Das Wandern kann grundsätzlich an jedem Ort der Welt ausgeübt werden. Trotzdem sind einige Länder und Regionen bei Wanderern besonders beliebt. Ob wegen besonders gut ausgebauter Wandernetze, vielseitiger Tourenmöglichkeiten, prädestinierter Wetterverhältnisse oder auffallend schöner Landschaft – Wanderer bevorzugen für ihren Wanderurlaub vor allem Deutschland, Österreich, die Schweiz, Mallorca und Südtirol. In Deutschland werden speziell das Allgäu, die Eifel, Nordrheinwestfalen und die Regionen Tegernsee und der Harz als Wanderziele auserkoren.

Auf Outdooractive könnt Ihr Euch regionsweise durch eine Vielzahl verschiedener Wandertouren klicken. Je nach Länge, Schwierigkeitsgrad, Wegverlauf, Karte und Fotos könnt Ihr Euch dann für Euren Favoriten entscheiden.

Wanderung Bergsee-Paradies am Stockhorn

23.10.13
Wanderung Wanderung • Berner Oberland
mittel
6,2 km
2:15 Std.
430 m
430 m
(7)
von Berner Wanderwege,  Berner Wanderwege

Wanderung Küstenwanderung vom Mirador de ses Barques zur Cala Tuent

Blick zum Torre de Can Palou.
15.06.09
Wanderung Wanderung • Mallorca
mittel
9,8 km
3:30 Std.
466 m
852 m
(3)
von Schmid,  Outdooractive Redaktion

Ausrüstung

Ausrüstung
Foto: airFreshing, www.flickr.com; CC BY-ND 2.0
Hat man die passende Route gewählt, gehört in jedem Fall auch die richtige Ausrüstung zu einer genussvollen Tour. Ansonsten wird der Wanderspaß nur allzu schnell aufgrund nasser Kleidung, ausgehendem Proviant oder Ähnlichem getrübt.

Folgende Ausrüstungsgegenstände sind beim Wandern empfehlenswert und leisten zum Gelingen einer schönen Tour einen wichtigen Beitrag.

 

       Bekleidung:

  • Gut sitzende Bergschuhe (je schwieriger das Gelände, desto stabiler muss das Schuhwerk sein)
  • Funktionsunterwäsche aus schweißtransportierendem Material
  • Fleecejacke oder Pulli
  • Lange Hose aus strapazierfähigem und elastischem Kunstfasermaterial
  • Wetterschutzjacke: wind- und wasserabweisendes Material, mit Kapuze
  • Mütze und Fingerhandschuhe
  • leichte Ersatzwäsche: zum Wechseln nach schweißtreibendem Anstieg oder nach Regen
  • Strümpfe: mit verstärktem Fußbett aus Mischgewebe oder Frottee

       Sonstiges:

  • Wanderrucksack, 20 bis 30 Liter, mit gepolstertem Tragesystem
  • Topographische Karten und Führer
  • Schutz gegen UV-Strahlung (Kopfbedeckung, Sonnenbrille und -creme)
  • Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke und Handy (für evtl. Notruf)
  • Trinkflasche, Tourenproviant
  • evtl. Tourenstöcke (die Trittsicherheit beim Gehen und Steigen wird dadurch vor allem auf rutschigem Untergrund erhöht; die Gelenke werden beim Bergabgehen geschont)

Gesundheitliche Vorteile des Wanderns

Gesundheitliche Vorteile des Wanderns
Foto: Tiberio Sorvillo (Tourismusverin Ritten) , www.flickr.com; CC BY-ND 2.0
Wer sich – gut verpflegt und ausgerüstet – für eine Wandertour entscheidet, kommt hierbei nicht nur in den Genuss der Natur, sondern tut gleichzeitig auch etwas für seine Gesundheit. Die schonende Bewegung beim Wandern wirkt sich vorteilhaft auf verschiedene Bereiche des Körpers aus:

       Stärkung des Herzens:
  • Durch das Wandern wird das Herz gestärkt. Die gemäßigte Bewegung führt zu regelmäßigeren Herzschlägen, die mehr sauerstoffangereichertes Blut durch den Organismus pumpen. Dadurch werden die Fließeigenschaften des Bluts verbessert und Blutgerinnseln wird dadurch vorgebeugt.

       Regulierung des Blutfettspiegels: 

  • Zusätzlich wird beim Wandern der Cholesterinspiegel gesenkt. Dadurch, dass sich das „schlechte“ LDL-Cholesterin reduziert und das „gute“ HDL-Cholesterin steigt, sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

       Senkung des Blutdrucks: 

  • Wer regelmäßig wandert, senkt, wie bei jedem anderen Ausdauertraining auch, sowohl den Ruhe- als auch den Belastungsblutdruck.

       Kräftigung der Lunge: 

  • Das verstärkte Atmen beim Wandern versorgt die Lunge bis in die letzten Winkel mit frischer Luft und erhöht dadurch deren Kapazität und Leistungsvermögen.

       Stärkung der Knochen:

  • Weil regelmäßiges Wandern den Aufbauprozess der Knochen fördert und den Abbau von Knochenmasse bremst, wird dem Auftreten von Osteoporose vorgebeugt.

       Anregung des gesamten Stoffwechsels:

  • Die unterschiedlichen Temperaturen beim Wandern sowie Wind und Wetter machen die Haut widerstandsfähiger, rosiger und durchbluten sie besser. Zudem regt Wandern die Verdauung an und dämpft den Appetit.

       Stärkung der Abwehrkräfte:

  • Das regelmäßige Wandern zu jeder Jahreszeit macht widerstandsfähiger und schützt somit vor diversen Krankheitskeimen.
Foto: Luca Guadagnini (Tourismusverein Ritten), www.flickr.com; CC BY-ND 2.0

Deutsches Wandersiegel

Manch einer stellt sich bei der Planung seiner Wandertour auch die Frage, ob es eine gesammelte Auflistung besonders schöner Wanderwege gibt.

Eine objektive Beurteilung ist hier natürlich besonders schwierig. Viel zu viele Faktoren beeinflussen das Schönheitsempfinden eines jeden Einzelnen. Der eine isst gerne seine mitgebrachte Jause und wird von einer mäßigen Wegführung nicht gleich abgeschreckt.
Der andere zieht erst gar nicht los, wenn die Wegmarkierung nicht niet- und nagelfest ist und eine schöne Hütte auf dem Weg zur Einkehr einlädt.

Trotzdem hat sich das Deutsche Wandersiegel zur Aufgabe gemacht, deutsche Wanderwege möglichst objektiv zu beurteilen. Anhand 34 unterschiedlicher Kriterien – wie beispielsweise die Aussicht auf einer Wanderung, historischer Bauwerke und Gasthäuser auf der Strecke und die Qualität der Wegmarkierung – werden Premiumwege in Deutschland ausgezeichnet.
Hierbei handelt es sich um ein sehr aufwendiges Verfahren, das nur von Fachleuten durchgeführt werden kann. Die Bestandsaufnahme wird in Bezug auf jeden Wegkilometer akribisch vorgenommen. Deshalb lohnt sie sich auch nur für Wege von besonders hoher Qualität, die als örtliche, regionale oder nationale Leitwege für eine bestimmte Destination werben sollen und die mit hohem Aufwand vermarktet werden.

Die Auflistung der Premiumwege hilft gewiss dem ein oder anderen bei der Auswahl seiner Wanderroute. Reizvolle Wege kleinerer Gemeinden mit geringem Vermarktungsbudget wird man in dieser Liste allerdings eher weniger finden.

Wandern mit Kindern

Wandern mit Kindern
Foto: Tiberio Sorvillo (Tourismusverein Ritten) , www.flickr.com; CC BY-ND 2.0
Besonders viel Spaß macht es, die Bergwelt mit Kindern zu erwandern und die entdeckungsfreudigen, begeisterungsfähigen Kleinen beim Erkunden ihrer neuen Umgebung zu beobachten. Damit eine Familienwanderung aber auch für alle Beteiligten zu einem ungetrübten Erlebnis wird, gilt es – je nach Alter der Kinder – einige Besonderheiten zu beachten.


        1-3 Jahre (Kleinkinder):

  • Schon die Kleinsten können, sobald sie stabil alleine sitzen können, in einer Kraxe zum Wandern mitgenommen werden. Da sie sich darin jedoch kaum bewegen können und dem Wetter voll ausgesetzt sind, ist hier besondere Vorsicht vor Auskühlung, Überhitzung und Sonnenstich geboten.
    Außerdem sollten regelmäßige Pausen (spätestens jede Stunde) eingelegt werden, damit sich die Kleinen in dieser Zeit frei bewegen können, und die Tour eine Gesamtdauer von drei bis vier Stunden nicht überschreiten.
    Der Kraxenträger muss den Gegebenheiten des Weges absolut gewachsen sein, um die Sicherheit des Kindes nicht zu gefährden.

        3-6 Jahre (Vorschulalter):

  • Sobald die Kinder etwas älter sind, wollen sie am liebsten selbständig ihre Umgebung erkunden. Bäume und Felsen auf dem Weg, die erklettert werden können, eignen sich hervorragend, um die Kleinen bei Laune zu halten. Wichtig ist es, regelmäßige Spiel- und Erholungspausen einzulegen. Ausgesetzte und absturzgefährdete Wege sind absolut zu vermeiden. Insgesamt sollte die Wandertour nicht länger als vier Stunden dauern.

    6-10 Jahre (frühes Schulkindalter):
  • Im Alter zwischen sechs und zehn Jahren steigern sich sowohl Ausdauer als auch Kondition der Kinder. Längere Wanderungen von bis zu fünf Stunden werden möglich und steilere Stellen und Kletterpassagen können bei entsprechender Übung und Hilfestellung überwunden werden.

    10-14 Jahre (spätes Schulkindalter):
  • Im späten Schulkindalter dann können schon anspruchsvollere Ziele anvisiert werden. Die Kinder verfügen oft schon über eine gute Ausdauer. Die Körperkraft nimmt zu und ihre Bewegungsharmonie ist verbessert. Bei entsprechender Wandererfahrung können sogar schon Mehrtagestouren mit Hüttenaufenthalt geplant werden. Aber auch hier sollte eine angemessene Gehzeit von sechs bis sieben Stunden nicht überschritten werden.

 

Foto: Bad Kleinkirchheim, www.flickr.com; CC BY 2.0
Ausrüstung beim Wandern mit Kindern

Auch und vor allem bei Kindern ist auf eine gute Verpflegung und die richtige Ausrüstung zu achten. Ein ausreichender Trinkvorrat (Kinder trinken etwa 1,5 bis 2 mal soviel wie Erwachsene), gute, kohlenhydratreiche Nahrung zur regelmäßigen Stärkung unterwegs, Wechsel(unter)wäsche, Regenschutz, Sonnenschutz und knöchelhohe Bergschuhe sind für eine Wanderung mit Kindern deshalb essentiell. Gerne tragen Kinder ihre Sachen auch in ihrem eigenen Rucksack mit. Dabei ist allerdings besonders darauf zu achten, dass dieser leicht und gut gepolstert ist.

 

Sicherheit beim Wandern mit Kindern

Beachtet werden muss auch, dass die Sicherheit der Unternehmung beim Wandern mit Kindern oberstes Gebot ist. Durch eine gute Tourenplanung (Wie ist der Wetterbericht, steht ein Gewitter an, gibt es auf der Tour kritische Stellen…?) lassen sich mögliche Gefahren schon im Vorfeld vermeiden. Beim Wandern selber gilt, dass Kinder nur in sicherem und überschaubarem Gelände vorausgehen sollten. So hat man sie immer im Blick und kann mögliche Ausrutscher abfangen oder Hilfestellungen geben. An Stellen mit Rutsch- oder Sturzgefahr sollte das Kind an die Hand genommen werden. Alternativ kann es auch mit Hilfe eines Brust- und Hüftsitzgurtes und „kurzem Seil“ gesichert werden.

Allgemein gilt, dass nur erfahrene Wanderer, die über die nötigen Kompetenzen verfügen, mit Kindern in den Bergen unterwegs sein sollten. Gefahren der Bergwelt müssen ihnen bekannt sein und Tourenplanung, Kartenkunde und Orientierung beherrscht werden.

Wandern mit Hund

Gerne werden auch die vierbeinigen Freunde zum Wandern mit auf Tour genommen. Beim gemeinsamen Bewegen und Austoben an der frischen Luft kommen Hund und Halter gleichermaßen auf ihre Kosten. Allerdings sollte man sich im Vorfeld der Unternehmung einige Gedanken machen – insbesondere in Bezug auf Kondition, Ausrüstung und Proviant des Hundes. 
Foto: austriatourism, www.flickr.com; CC BY 2.0
     Gesundheitliche Voraussetzungen:
  • Grundsätzlich ist jeder gesunde Hund in der Lage, eine Wanderung zu bestreiten. Wenn jedoch eine längere Tour geplant ist, macht es Sinn, den Hund sicherheitshalber vorher von einem Tierarzt durchchecken zu lassen. Zudem sollte man den Hund schon einige Zeit vor einer größeren Wanderung durch regelmäßiges Trainieren auf die bevorstehende Herausforderung vorbereiten und so seine Kondition nach und nach stärken.

       Angemessene Routenwahl:

  • Auch mit der Routenwahl sollte man sich früh genug beschäftigen und sich genau über die Gegebenheiten der geplanten Tour informieren. Gerade im alpinen Gelände steht man sonst gegebenenfalls plötzlich vor einer unüberwindbaren Eisenleiter oder einer Felsentreppe und kommt mit dem Hund nicht mehr weiter. Zusätzlich sollte man beachten, dass Hunde – obwohl sie ausdauernde Läufer und geschickt auf schmalen Wegen sind – nicht in jedes anspruchsvolle Gelände mitgenommen werden können. Hier kommt es darauf an, inwiefern der Hund trainiert ist und auch schwieriges – beispielsweise alpines – Terrain gewöhnt ist. Am besten tastet man sich an größere Herausforderungen langsam heran und achtet darauf, wie sich der Hund dabei verhält.

Ausrüstung für den Hund

Foto: Jamie Bender, www.flickr.com; CC BY 2.0
Gehen Mensch und Hund gemeinsam auf Tour, ist es essentiell, auch für den Hund einige ausgewählte Ausrüstungsgegenstände einzupacken, die dem Vierbeiner die Tour ermöglichen und erleichtern.


       Hundeschuhe:

  • Auch wenn es sich im ersten Moment etwas übertrieben anhören mag, sind Hundeschuhe ein wichtiger Ausrüstungsgegenstand für empfindliche Hundepfoten – vor allem bei Touren auf Schnee und Eis und in unwegsamem Gelände.

       Leine und Geschirr:

  • Auf Wanderungen in alpinem Gelände empfiehlt sich eine Leine mit einem gut sitzenden Hundegeschirr. Halsbänder oder -ketten sind hier gefährlich, weil bei Abstürzen Strangulierungsgefahr besteht. Aber auch auf Wanderungen im flachen Terrain kann sich der Hund mit der Leine in unwegsamem Gelände in Ästen o. ä. verheddern und sich durch das ruckartige Reißen am Halsband verletzen.
    Eine sehr lange Leine – eventuell auch eine flexible, aufrollbare – ist auf Wanderungen nicht zu empfehlen. Zwar erhöht sie den Aktionsradius des Hundes, kann aber im Wald oder in unwegsamem oder steilem Gelände auch einschränkend und behindernd sein.
    Eine Ersatzleine aus Reepschnur und Karabiner hilft im Falle einer gerissenen Leine aus.

       Erste Hilfe:

  • Verletzt sich der Vierbeiner während der Tour, hilft eine Erste-Hilfe-Set für den Hund aus. Dieses gibt es bereits fertig abgepackt zu kaufen. Genauso wie für den Wanderer selbst, gehört dieses auf jeder Tour in den Wanderrucksack. Es sollte zumindest Verbandsmaterial, Mullbinden, eine Pinzette, eine Schere, sterile Kochsalzlösung und eine Zeckenzange enthalten.

       Essen/Trinken:

  • Wichtig ist auch, dass der Hund während der Tour regelmäßig mit Nahrung und Wasser versorgt wird. Somit müssen ein entsprechender Wasservorrat und Leckerlis bzw. hochwertiges und kalorienreiches Zusatzfutter unbedingt mitgenommen werden. Hier gibt es in Plastik verpackte Probepackungen bzw. portionierte Dosen, die sich leicht transportieren lassen. Ansonsten eignen sich mit Reißverschlüssen wieder verschließbare kleine Plastiksäckchen hervorragend zum Abfüllen und Mitnehmen des Futters.
    Um dem Hund das Essen und Trinken während der Wanderung zu erleichtern, bieten sich praktische faltbare Wasser- und Futternäpfe an.

       Kleidung/Hundehandtuch:

  • Mindestens ebenso wichtig wie Wasser und Futter ist eine entsprechende Schutzbekleidung für den Hund. Ein Wind- und Regenschutz gehört bei extremen Wetterverhältnissen auf jeder Hundewanderung dazu und schützt den Hund vor Unterkühlung. Zusätzlich ist ein Hundehandtuch zum Abtrocknen für zwischendrin sinnvoll, gerade wenn der mitwandernde Vierbeiner gerne Wasser aufsucht.

 

Ein paar Ausrüstungsgegenstände sind somit auf einer Wanderung mit dem Hund unverzichtbar. Wenn man einige Tipps beherzigt, steht dem Wanderabenteuer für Mensch und Tier allerdings nichts mehr im Wege.

Egal, ob Ihr mit dem Hund loszieht oder lieber alleine, ob Ihr mit der Familie wandert oder mit Freunden, ob Ihr die unberührte Natur in Deutschland oder dem Rest der Welt erleben wollt...zahlreiche Wanderwege warten darauf, entdeckt zu werden!!! 

Stimmt Euch mit dem kurzen Video schon jetzt auf Eure nächste Wanderung ein:

Diese Aktivitäten stehen Dir zur Verfügung:

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