Die Tour
In der Oktoberfestzeit ist dies für viele Menschen die wichtigste Tour überhaupt. Wir erleben die Festzelte, die Bavaria und können bis zu sechs Millionen neue Freunde oder auch die Liebe unseres Lebens finden.
Diese fröhliche Tour führt uns über das Oktoberfest. Wir laufen an den beeindruckenden Festzelten vorbei und sollten uns schon früh für das eine oder andere entscheiden. Die "Einkehr" wird an Wochendende bereits ab 11 Uhr morgens problematisch. Wir sollten auch nicht versuchen, von einem Zelt zum nächsten zu ziehen und überall ein Bier zu trinken. Erstens verträgt kein Mensch eine Maß pro Zelt und zweitens kann sich so auch keine gemütliche Gesellschaft entwickeln. Die ist wichtig. Das merkt man spätestens wenn man nach der vierten Maß dem Herrn/der Dame zu seiner linken im Arm liegt und ewige Freundschaftsschwüre oder ein Eheversprechen leistet.
Fahrgeschäfte sind gefährlich. Für manche werden sie aber leider erst nach ein paar Bier interessant. Doch das kann übel - im wahrsten Sinne des Wortes - enden. Wir fahren am besten vor dem Besuch eines Bierzelts ein paar Runden Karussell und können uns dann in Ruhe auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren: Bier, Stimmung, Hendl. Letzteres ist jedes Jahr wieder Stein des Anstoßes, denn auf der einen Seite ist ein halbes Hendl in den Zelten meist immens teuer, auf der anderen Seite gibt es wohl niergends sonst ein so perfektes Brathendl wie auf der Wiesn. Gleiches gilt für das Bier. Egal für welche Brauerei wir uns entscheiden - das Festbier ist überall gut. Es ist übrigens ein wenig stärker als das sonst erhältliche Bier, was schon viele Neulinge und noch mehr Italiener bitter büßen mussten.
Wiesnbekanntschaften sind schnell gemacht und noch schneller vergessen. Manchmal enden sie auf den Hängen der Theresienhöhe vor dem Anlitz der Bavaria und machmal mit dem Rauswurf aus dem Festzelt. Das passiert meist dann, wenn man annimmt, die Bedienung habe einem "aber eindeutige Signale" gegeben und sie "sieht doch echt super" aus. Niemals, wirklich niemals darf die Bedieung für mehr gehalten werden als sie ist: die Bringerin des Bieres. Alles andere führt zu nichts. Sie ist nicht die Festzeltleitung, nicht die Security, nicht der Zigarettenautomat und auf gar keinen Fall eine Flirtgelegenheit.
Zusammenfassung: Früh ins Zelt, viel Bier, Finger weg von der Bedienung. Und dann ein Prosit der Gemütlichkeit.
Start der Tour
U-Bahn-Haltestelle Theresienwiese
Wegbeschreibung
Wir starten unsere Tour an der U-Bahn-Haltestelle Theresienwiese. Von hier laufen wir über den Sankt-Pauls-Platz und den Bavariaring zum Einganstor des Festgeländes. Nun folgen wir der Straße, die uns inmitten der Hauptzelte bis zur Matthias-Pschorr-Straße führt, wo wir rechts zur Bavaria und zur Ruhmeshalle abbiegen. Wir gehen nun auf die Bavaria zu und umrunden diese nach rechts über die Theresienhöhe und vorbei an der Ruhmeshalle. Nun laufen wir die Matthias-Pschorr-Straße zurück und biegen hinter dem "Weinzelt "nach links ab. Durch die Fahrgeschäfte hindurch gelangen wir bis auf die Rückseite der "Fischer Vroni", wo wir nach links abbiegen und dann bei der nächsten Möglichkeit rechts gehen. So gelangen wir wieder durch den Haupteingang und über den Bavariaring und den Sankt-Pauls-Platz zurück zu unserem Ausgangspunkt, der U-Bahn-Haltestelle Theresienwiese.
Ausrüstung
Absolut wasserdichte Schuhe (ist zwar irgendwann auch egal, aber am Anfang sehr wichtig); Klamotten, die zum einen warm sind (wenn man die Nacht am Sockel der Bavaria verbringt, kann es kalt werden) und die nach der Wiesn entsorgt werden können (Bier, Soße und andere Flüssigkeiten gehen oft schwerer raus als man denkt); Feuerzeug (in den Zelten dürfen zwar keine Zigaretten mehr verkauft werden, geraucht werden darf aber nach wie vor); Riesen-Lebkuchenherz (man fällt damit einfach weniger auf)
Sicherheitshinweise
Achtung: Maßkrüge sollten bei Nicht-Benutzung immer abgestellt werden. Leere Krüge sollten auf keinen Fall durch die Luft geschmissen werden. Oft fliegt man hinterher.
Anfahrt
Zur Wiesn sollten wir lieber nicht versuchen, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Das führt zu nix.
Parken
Weit, weit außerhalb der Innenstadt lassen sich vielleicht noch freie Parkplätze finden.
Öffentliche Verkehrsmittel
Mit dem Zug nach München, weiter mit der U4/U5 bis zur Theresienweise. Aufgepasst: Wir sollten nicht versuche, mit eigener Kraft aus der U-Bahn-Station zu gelangen. Vielmehr muss man sich hier einfach nur treiben lassen.