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  • Themenwege im Brudertal
  • Die stilisierte "Venus vom Petersfels" weist den Weg zum Eiszeitpark  Engen
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Schwierigkeit:
leicht
Strecke:
3,6 km
Aufstieg:
89 m
Abstieg:
89 m
Dauer:
1:30 h
Niedrigster Punkt:
522 m
 
Höchster Punkt:
556 m
 
Bewertungen:
(0)
 
 
Kondition:
Technik:
Erlebnis:
Landschaft:

Die Tour

Der Petersfels zählt zu den bedeutendsten steinzeitlichen Fundstätten in Europa. 2003 wurde der Eiszeitpark angelegt, um seine Besucher über das Leben der Rentierjäger vor ca. 15 500 - 13 500 Jahren zu informieren.

Im Osten von Engen erstreckt sich ein weites Trockental: das Brudertal ist in der letzten Eiszeit vor ca. 22 000 Jahren entstanden. Durch dieses auf beiden Seiten von Kalkfelsen begrenzte Tal zogen damals regelmäßig im Herbst große Rentierherden auf ihrm Weg in die nördlicheren Winterquartiere. An den Engstellen beim heutigen Petersfels und der Gnirshöhle wurden sie bereits sehnsüchtig von eiszeitlichen Jägern erwartet.

Bei der systematischen Untersuchung des Brudertals stieß der pensionierte Oberpostrat Eduard Peters 1927 auf zwei Höhlen: die nach ihrem Besitzer benannte Gnirshöhle und die später nach ihm selbst benannte Höhle im Petersfels. Umfangreiche Grabungen in dieser ließen schnell die Schlußfolgerung zu, daß im Brudertal ein reges steinzeitliches Leben stattgefunden haben muß. Neben Werkzeugen und 1,5 Tonnen Tierknochen förderte Peters auch künstlerische Werke zutage, wie die berühmte "Venus vom Petersfels": die stilisierte Frauenfigur aus Gagat ist nur 3 cm groß!

Neben dem Kesslerloch im Schweizerischen Thayingen wurde damit der Petersfels zum bedeutendsten Fundort des Magdalénien.

Wissenschaftliche Grabungen in den 1970er-Jahren verfeinerten das Bild der Archäologen vom Leben der Steinzeitjäger, die regelmäßig im Herbst an dieser Engstelle auf die durchziehenden Rentiere warteten.

Den Archäologen der Universität Tübingen folgten Archäobotaniker aus Tübingen und Hohenheim: der Wald über dem Petersfels wurde gerodet. An seiner Stelle und in einem künstlich angelegten Moor vor dem Petersfels wurde die Vegetation der späteiszeitlichen Landschaft (Steppentundra) rekonstruiert.

Mit dem 2003 eingeweihten "Eiszeitpark Engen" wurde so die "späteiszeitliche Landschaft zum Erleben" geschaffen. Der Park ist das ganze Jahr über frei und kostenlos zugänglich.

Die nahegelegene Gnirshöhle ist durch ein Gitter verschlossen. Sie kann nur im Rahmen einer kostenpflichtigen Führung besichtigt werden.

Start der Tour

P&R-Parkplatz an der Brudertalbrücke

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz aus führt der Wanderweg unterhalb der Brudertalbrücke und gleich nach links parallel zur Autobahn. Eine Informationstafel am Beginn des 3,5 km langen Rundweges weist auf die geologische Entstehung des Brudertals hin. Weitere Informationen begleiten den Erlebnispfad "Urgeschichte".

Nach ca. 1 km thront eine überdimensionale Nachbildung der "Venus vom Petersfels" auf einem Felsen beim Pavillon des Eiszeitparks. Text- und Bildinformationen erläutern das Leben der Eiszeitbewohner und ihre Verbindung zur Pflanzenwelt des Brudertals: "Speisekammer Moor“, "Vitamine der Eiszeit“, "Aspirin, Alleskleber“, "Arznei und Werkstoffe der Eiszeitjäger", etc. Die Arbeit der Archäologen dokumentieren weitere Tafeln: "Entdeckung des Petersfels und erste Ausgrabungen“, "Neue Grabungen im Brudertal“.

Literatur

Albrecht, Gerd / Hahn, Andrea: Rentierjäger im Brudertal. Die jungpaläolithischen Fundstellen um den Petersfels und das Städtische Museum Engen im Hegau. Führer zu arch. Denkm. in Baden-Württ. 15, Theiss Verlag Stuttgart 1991. ISBN: 3-8062-1002-0

Weitere Infos / Links

Kulturamt Engen
Hauptstr. 11
78234 Engen
Tel. 07733 502-211
Fax 07733 502-299
rathaus@engen.de
www.engen.de

 

Städtisches Museum Engen + Galerie
Klostergasse 19
78234 Engen
Tel. 07733 501 400
Fax 07733 502-299
www.engen.de/petersfels/index.html

Anfahrt

Autobahn A 81 Stuttgart - Singen, Ausfahrt Engen (Nr. 39), auf der B 31 in Richtung Engen, nach ca. 500 m rechts auf den P&R-Parkplatz an der Brudertalbrücke

Parken

P&R-Parkplatz an der Brudertalbrücke nahe der Autobahnausfahrt Engen

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Bahnhof Engen ist Haltepunkt der Schwarzwaldbahn Offenburg - Konstanz und des Regionalexpresses Stuttgart - Singen sowie Endstation der Regionalbahn "Seehas" aus Konstanz. Vom Bahnhof Engen aus liegt der Eiszeitpark ca. 2,5 km östlich. Als Alternative zum Fußweg fährt man mit dem Bus 7366 Richtung Stockach bis zur Haltestelle "Grub McDonalds" und überquert dort die Straße zum P&R-Parkplatz an der Brudertalbrücke.

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Startpunkt:

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Weitere Regionen der Tour:

Engen
Konstanz
Baden-Württemberg
Deutschland

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