Durch die historische Altstadt führt ein Fachwerkpfad, der die Besonderheiten des alemannischen und fränkischen Fachwerks an 23 Stationen erläutert. Dazu sind kleine Informationstafeln an charakteristischen Gebäuden angebracht.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind z.B. die Stiftskirche und die Skulptur „Pendelschlag 2000: Jerg Ratgeb, Köche und ein Mops“ der Künstler Hellmut Ehrath und Peter Lenk.
In der Schulstrasse 8 treffen wir auf ein gut erhaltenes Haus mit Zierfachwerk um 1700.
Links in die Bronngasse, kommt man zum Bebenhäuser Klosterhof (1484) an der Ecke zur Badgasse. Von dieser zweigt das Badstubengässle nach links ab zum Pendelschlag. Die Brunnenskulptur zeigt die Vierteilung des Herrenberger Malers Jerg Ratgeb wegen seiner aktiven Teilnahme am Bauernkrieg von 1526. Daneben marschieren sieben neuzeitliche Köche hinter einem Mops her.
Zurück auf der Badgasse und Froschgasse, gehen wir entlang der alten Stadtmauer mit ihrem Wehrgang.
In der Hirschgasse 16 sehen wir ein Fachwerkhaus mit dem charakteristischen Fenstererker.
Ein Wahrzeichen Herrenbergs sind die vielen Staffeln, so die Löwenstaffel in der Stuttgarter Straße 11. Aus Sparsamkeitsgründen wurden die ausgetretenen Sandsteinstaffeln umgedreht.
Die enge Stuttgarter Straße führt zum Marktplatz. Auf dem Weg dorthin kommen wir an Giebelhäusern vorbei, die Konstruktionselemente des alemannischen Fachwerks aufweisen (Verblattung, Schwertung). Verzapfung und formenreiche Darstellungen kennzeichnen das jüngere fränkische Fachwerk.
Der Marktplatz von Herrenberg ist einer der schönsten in Württemberg. Nach dem verheerenden Stadtbrand von 1635 wurden die Fachwerkhäuser um ihn herum neu erbaut. Dagegen stammt das klassizistische Rathaus aus dem Jahr 1806.
Über die Kirchgasse steigen wir hoch zur Stiftskirche, einem weiteren Wahrzeichen von Herrenberg.
Letzte Stationen auf dem Fachwerkpfad befinden sich in der Tübinger Straße und Spitalgasse.
Spaziergang durch den Landkreis Böblingen: http://www.zeitreise-bb.de/