Die Tour
Diese Skihochtour führt uns – vorbei am Rifugio Vittorio
Emanuele – auf den Gran Paradiso, den höchsten Berg der Grajischen Alpen. Dort genießen wir auf einer Höhe von 4061 m
eine atemberaubende Aussicht.
Bei dieser Skihochtour auf den 4061 m hohen Gran Paradiso
überwinden wir rund 2100 Höhenmeter. Die Hänge sind meist in Richtung West bis
Nordwest geneigt. Vor allem im oberen Drittel ist aufgrund von Gletscherspalten
Vorsicht geboten. Darüber hinaus sind die überwiegend mäßig steilen Hänge als
unter Umständen lawinengefährdet einzuschätzen. Dies gilt insbesondere nach
Neuschneefällen mit Windverfrachtung. Nach langen Wärmeperioden sind vor allem
die Hänge unterhalb der Hütte aufgrund von Grundlawinen nicht ungefährlich. Aufgrund der Schneeverhältnisse kann diese Tour von Ende
März bis Anfang Mai begangen werden. Bei guter Sicht und vorhandenen
Aufstiegsspuren ist die Orientierung einfach, bei schlechter Sicht und
fehlenden Spuren kann sie zur Herausforderung werden. Die letzten Meter auf den
Gipfel erfolgen ohne Ski über Blockgelände und erfordern Trittsicherheit und
Schwindelfreiheit. Wer sich dieses Stück jedoch sparen möchte, wird auch etwas
unterhalb der Gipfel-Madonna mit einem großartigen Rundumblick belohnt. Die
Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsroute. Anzuraten ist es, diese Tour in
zwei Etappen zu gehen: Am ersten Tag bis zum Rifugio Vittorio Emanuele und am
nächsten Tag auf den Gipfel und zurück zum Ausgangspunkt.
Start der Tour
Wegbeschreibung
Bei dieser Skihochtour besteigen wir den höchsten Berg der
Grajischen Alpen, den 4061 m hohen Gran Paradiso, der sich inmitten des
Aostatals im Nordwesten Italiens befindet. Dabei starten wir am Parkplatz in
Pont am Talschluss des Valsavarenche Tales, überqueren den Bach Savara und laufen
anschließend auf der linken Talseite in Richtung Süden. Nach wenigen Minuten
zweigt der Weg zum Rifugio Vittorio Emanuele nach links ab, dem wir durch
lichten Lärchenwald bergauf folgen. Oberhalb der Waldgrenze passieren wir in
einigen Kehren eine etwas steilere Geländestufe, ehe wir uns in flacherem
Gelände in Richtung Osten halten. So erreichen wir nach einer Weile die aussichtsreiche
Schutzhütte Rifugio Vittorio Emanuelle, die sich auf einer Höhe von 2732 m
befindet. Anzuraten wäre hier eine Übernachtung, bevor es auf den Gipfel des
Gran Paradiso weitergeht. Hinter der Hütte orientieren wir uns anschließend in
Richtung Norden bis hin zu den Moränenrücken, an denen unsere Route einen Bogen
nach rechts beschreibt. Nun geht es durch das Zungenbecken des Gran
Paradiso-Gletschers stets leicht bergwärts. Anschließend passieren wir einen
steileren Hang im Rechtsbogen querend und orientieren uns dann auf dem
Geländerücken zu unserer Rechten stets ostwärts bergauf. Am Fuße der Becca di
Moncorvè kommen wir schließlich in spaltenreiches Gelände. Dort orientieren wir
uns in Richtung Norden und haben bereits den Gipfel des Gran Paradiso vor
Augen. Je nach Schneeverhältnissen passiert man den letzten recht steilen Südhang
auf Skiern und deponiert diese hinter der markanten Randspalte (im Winter oft
zugeschneit) unterhalb des Gipfels. Die andere Möglichkeit ist, den letzten
Hang mit Pickel und Steigeisen zu begehen. In diesem Falle bietet sich ein
Skidepot im flacheren Gelände unterhalb des letzten Hanges an. Um auf den
Gipfel mit der Madonna-Statue zu kommen, gilt es nun über einen Blockgrat zu klettern
(Kletterei UIAA I-II). Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
verlangt. Bei Vereisung sollte man auf die letzten Meter bis zum Gipfel besser
verzichten und die Aussicht etwas unterhalb der Gipfel-Madonna genießen. Die
Abfahrt von insgesamt rund 2100 Höhenmetern erfolgt über die weiten Hänge entlang
der Aufstiegsroute. Wer im unteren Teil nicht dem schmalen Aufstiegsweg im Wald
folgen will, kann etwas nördlich desselben in einer Rinne bis zum Savara-Bach abfahren.
Entlang des Baches geht es schließlich wieder zum Parkplatz zurück.
Ausrüstung
Skitourenausrüstung mit
Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel und Sonde; Harscheisen, Steigeisen,
Pickel, komplette Hochtourenausrüstung inklusive aller notwendigen Sicherungs-
und Aufstiegsmittel für kombiniertes Gelände.
Sicherheitshinweise
Lawinenlagebericht
berücksichtigen! Zur Beachtung: Beim angegebenen GPS-Track handelt es sich
lediglich um einen Vorschlag. Abhängig vom eigenen Risikomanagement können
entsprechende Witterungsverhältnisse und Schneekonditionen Änderungen am
Routenverlauf notwendig machen! Nur für sehr erfahrene Tourengänger mit Grundkenntnissen
in Steig-, Seil- und Sicherungstechnik in Fels und Eis!
Weitere Infos / Links
Anfahrt
A5 (Aosta-Monte Bianco) bis Villeneuve (zwischen Aosta und Courmayeur), dann durch das Valsavarenche Tal bis nach Pont
Parken
Parkplatz in Pont (Talschluss des Valsavarenche Tales)