Skitour

Unabhängig und fernab vom Pistentrubel, in der Stille der Bergwelt, gemeinsam mit Freunden... Aber auch die sportliche Herausforderung, kombiniert mit (meistens) purem Fahrspaß reizt viele Wintersportler. Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb es Menschen mit Fellen an den Ski zum Gipfel zieht, fest steht, dass Skitouren ein neuer Trendsport ist.  kDas sind Gründe, weshalb Skitourengehen inzwischen zu einer Trendsportart geworden ist.

 

1 Abgrenzung: Zahlreiche Ausprägungen der Sportart „Skitour“

Charakteristisch für Skitouren sind einerseits die Felle, mit deren Hilfe sich die Wintersportler nach oben bewegen können. Normalerweise wird auf keine Bahnunterstützung zurückgegriffen, außer die Tour weist selbst mit Bergbahn noch über 500 Höhenmeter auf. Steht die Abfahrt im Mittelpunkt (Aufstieg aus eigener Kraft weniger als 500 Höhenmeter), zählt es für uns von outdooractive.com zu Ski-Freeride. Die Skitouren bei outdooractive.com sind natürlich auch für Snowboarder geeignet - für den Aufstieg empfiehlt sich dabei entweder ein Splitboard oder Schneeschuhe.

Es gibt viele verschiedene Ausprägungen des Skitourengehens. Unternehmungen, bei denen auf Tourenski zwischen 300 und 2.000 Höhenmeter zurückgelegt werden, sind am häufigsten. Viel Inspiration bietet hierzu outdooractive.com, denn in der Tourendatenbank befinden sich knapp 800 verschiedene Vorschläge, die nach unterschiedlichen Kriterien (Schwierigkeitsgrad, Länge, Dauer etc.) gefiltert werden können. Wer auf der Suche nach einer Tour ist, die nur einen kurzen Aufstieg, dafür aber viel Abfahrt im Tiefschnee bereithält, sollte die neue Kategorie „Ski-Freeride“ erkunden.

Ein neuer Trend innerhalb der Wintersportart ist das Skibergsteigen auf Pisten. Die alpinen Gefahren werden auf den planierten Strecken erheblich minimiert, die Planung vereinfacht und der Aufstieg erleichtert. Da es in den vergangenen Jahren teilweise zu Konflikten zwischen Pistenbetreibern und Skitourengehern gab, wurden vom DAV spezielle Regeln für das „Skitourengehen auf Pisten“ entwickelt:

  • Aufstiege und Abfahrten erfolgen auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung.
  • Aufstiege nur am Pistenrand vornehmen (FIS-Regel Nr. 7). Dabei hintereinander, nicht nebeneinander gehen. Auf den Skibetrieb achten.
  • Besondere Vorsicht vor Kuppen, in Eng­passagen, Steilhängen, bei Vereisung und beim Queren der Pisten. Keine Querungen in unübersichtlichen Bereichen.
  • Keinesfalls gesperrte Pisten begehen. Lokale Hinweise und Routenvorgaben beachten.
  • Größte Vorsicht und Rücksichtnahme bei Pistenarbeiten. Bei Einsatz von Seilwinden sind die Skipisten aus Sicherheitsgründen gesperrt. Es besteht Lebensgefahr.
  • Frisch präparierte Skipisten nur in den Randbereichen befahren. Bei Dunkelheit stets mit eingeschalteter Stirnlampe gehen, reflektierende Kleidung tragen.
  • Auf alpine Gefahren, insbesondere Lawinengefahr, achten. Keine Skitouren in Skigebieten durchführen, wenn Lawinensprengungen zu erwarten sind.
  • Skitouren nur bei genügend Schnee unter­nehmen. Schäden an der Pflanzen- und Bodendecke vermeiden.
  • Rücksicht auf Wildtiere nehmen. Bei Dämmerung und Dunkelheit werden Tiere empfindlich gestört. Hunde nicht auf Skipisten mitnehmen.
  • Regelungen an den Parkplätzen sowie Parkgebühren respektieren. Umweltfreundlich anreisen.

 Eine weitere Ausprägung des Skitourensports sind die Skidurchquerungen. Dabei geht es darum, ein bestimmtes Gebiet im Winter und mit Ski zu durchqueren. Ob dabei in Hütten oder autark im Zelt übernachtet und gegessen wird, hängt davon ab, wie anspruchsvoll die Tour sein soll. Bekannte Skidurchquerungen in den Alpen sind die Haute Route (F, CH) oder die Berchtesgadener Reibn.

 

2 Naturverträglich unterwegs

Die zwei Alpenvereinsprojekte „RespekTiere deine Grenzen“ und „Skibergsteigen umweltfreundlich“ haben zum Ziel, den Konflikt zwischen Mensch und Natur beim Skibergsteigen zu lösen. Im Rahmen dieser Projekte wurden bereits zahlreiche Wald-Wild-Schongebiete ausgewiesen, um einerseits  jungen Baumbestand und bedrohte Tierarten wie das Raufußhuhn zu schützen, andererseits aber auch den Skitourengehern und Freeridern die Möglichkeit zu geben, naturverträglich draußen unterwegs zu sein. Gemeinsam mit den Alpenvereinen setzt sich outdooractive.com dafür ein, Tourengeher richtig zu leiten: Ausgewiesene Schutz- und Schongebiete werden schon bald als zusätzliches Layer in den Karten angezeigt und unterstützen so die Wintersportler bei der Tourenplanung. Die wichtigsten Regeln zum naturverträglichen Skibergsteigen wurden vom DAV folgendermaßen zusammengefasst:

  • Markierungen, Hinweise und Routenempfehlungen des DAV-Projektes "Skibergsteigen umweltfreundlich" beachten.
  • Schutz- und Schongebiete für Pflanzen und Tiere respektieren, Lärm vermeiden.
  • Lebensräume erkennen: Wildtieren möglichst ausweichen, sie nur aus der Distanz beobachten, Futterstellen umgehen, Hunde anleinen.
  • Im Hochwinter Gipfel, Rücken und Grate vor 10 Uhr und nach 16 Uhr meiden.
  • In Waldgebieten und an der Waldgrenze auf üblichen Skirouten, Forst- und Wanderwegen bleiben, Abstand zu Baum- und Strauchgruppen halten.
  • Aufforstungen und Jungwald schonen.
  • Umweltschonend anreisen: mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren oder Fahrgemeinschaften bilden, ausgewiesene Parkplätze benutzen, keine Zufahrten blockieren.
  • Eher mehrtägige Aufenthalte als häufige Tagestouren planen, das gastronomische Angebot vor Ort nutzen.
  • Touren mit Führern und Karten planen, die das DAV-Gütesiegel "Naturverträgliche Skitouren/Wintertouren" tragen, sich über Natur und Kultur des Zielgebietes informieren.
  • Die Regeln für Skitouren auf Pisten beachten (siehe oben)

3 Interaktive Tourenplanung

Wie oben bereits erwähnt, bietet outdooractive.com einige Tools zur erleichterten Tourenplanung: Unter anderem zum Beispiel die Möglichkeit, Hänge anzuzeigen, die steiler als 30° sind. Diese bergen nur eine geringe Gefahr von Lawinenauslösungen und sind zudem leicht zu befahren. Wer sich den Aufstieg mit Bahnunterstützung oder Pistenbenutzung etwas erleichtern möchte, kann zudem den Layer „Skigebiete“ aktivieren und bekommt so sämtliche Pisten und Lifte angezeigt. In Kombination mit dem Layer für „Schon- und Schutzgebiete“ (siehe oben) und unserem interaktiven Tourenplaner kann sich jeder ganz individuell seine eigene Skitour zusammenstellen. Tourenlänge, Dauer und GPX-Track sind dabei ebenso verfügbar, wie die druckbare topografische Karte im Maßstab 1:25.000. Nach einer kostenlosen Registrierung steht jedem outdooractive.com-Nutzer dieses Tool bereit.

 

4 Worauf achten beim Skitourengehen?

Skitourengehen birgt grundsätzlich alpine Gefahren – allen voran die Bedrohung durch Lawinen. Unabdingbar ist daher fundierte Lawinenkunde, Routine im Umgang mit Piepser, Sonde und Schaufel sowie eine qualitativ hochwertige Lawinenausrüstung. Kurz vor der Tour sollte das Wetter sowie der lokale Lawinenlagebericht geprüft und die Tour ggf. angepasst werden. Im Gelände ist es wichtig, Warnsignale wahrzunehmen und wenn nötig eine (vorher bereits geplante) Alternativroute zu wählen. Wenn möglich sollten lichte Baumbestände und Jungwälder aus Naturschutzgründen gemieden werden.

 

5 Die Lawinenwarndienste im Überblick:

Lawinenwarndienst Deutschland

Lawinenwarndienste Österreich

Lawinenwarndienst Schweiz

Lawinenwarndienste Italien

Lawinenwarndienst Frankreich


6 Wie werden die Skitouren bei outdooractive.com bewertet?


Kondition

  • 1 Punkt: Die Tour verläuft im ebenen Gelände und weist eine geringe Länge auf. Sie ist sehr leicht zu bewältigen, nicht anspruchsvoll und auch ohne jegliche Trainingsvorbereitung gut zu schaffen.
  • 2 Punkte: Die Tour verläuft vorwiegend im ebenen Gelände. Sie ist leicht zu bewältigen und ist auch ohne längere Trainingsvorbereitung möglich.
  • 3 Punkte: Die Tour weist Steigungen und Gefälle auf und erfordert ein gewisses Maß an Grundkondition.
  • 4 Punkte: Die Tour ist durch längere Steigungen mittelschwer und erfordert eine gute Grundkondition.
  • 5 Punkte: Die Tour verläuft über längere Strecken bergauf, ist an einigen Stellen anstrengend und erfordert eine gute Kondition.
  • 6 Punkte: Die Tour verläuft über sehr lange Strecken bergauf, ist sehr anstrengend und erfordert eine sehr gute Kondition.

 
Technik

  • 1 Punkt: Das Gelände ist einfach und erfordert kein spezielles Können - weder im Aufstieg noch bei der Abfahrt.
  • 2 Punkte: Das Gelände ist weitgehend einfach und ist auch mit wenig Skitourenerfahrung möglich.
  • 3 Punkte: Das Gelände der Tour ist abwechslungsreich, erfordert das Beherrschen von Spitzkehren und/oder das sichere Fahren im Tiefschnee.
  • 4 Punkte: Das Gelände der Tour ist teils schwierig und erfordert etwas Erfahrung. Spitzkehren und/oder routiniertes Fahren im Tiefschnee sollten beherrscht werden.
  • 5 Punkte: Das Gelände der Tour ist anspruchsvoll und sollte nur von Sportlern begangen werden, die über ausreichende Erfahrung und ggf. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen. Spitzkehren müssen sicher und zuverlässig beherrscht werden, ebenso das sichere Fahren im Tiefschnee.
  • 6 Punkte: Das Gelände der Tour ist oft schwierig und erfordert von den Sportlern viel Erfahrung, ggf. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Spitzkehren müssen absolut zuverlässig beherrscht werden, ebenso das Gehen und Fahren in steilem Gelände.

 
Erlebniswert

  • 1 Punkt: Zusätzlich zu dem zurückzulegenden Weg bietet die Tour nur sehr wenige interessante Aussichts- oder schöne Rastpunkte. Die Abfahrt bietet kaum Variationsmöglichkeiten und keine besonderen Herausforderungen.
  • 2 Punkte: Die Tour bietet nur wenige interessante Punkte, die Abfahrt hält kaum Variationsmöglichkeiten und kaum besondere Herausforderungen bereit.
  • 3 Punkte: Die Tour bietet interessante Aussichts- oder Rastmöglichkeiten, die Abfahrt birgt spannende, kurze Herausforderungen.
  • 4 Punkte: Die Tour bietet viele interessante Aussichts- oder Rastmöglichkeiten. Die Abfahrt hält einige Varianten bereit und birgt auch für routinierte Fahrer interessante Herausforderungen.
  • 5 Punkte: Die Tour ist spannend und abwechslungsreich, sie führt an zahlreichen erlebnisreichen Höhepunkten vorbei. Die Abfahrt bietet auch guten Fahrern viele spannende Herausforderungen. 
  • 6 Punkte: Die Tour ist enorm abwechslungsreich und bietet auch routinierten Fahrern besondere Herausforderungen. 

  

Landschaft

  • 1 Punkt: Die Tour verläuft vorwiegend durch Wald und bietet keine naturräumlichen Highlights.
  • 2 Punkte: Die Tour verläuft an einigen Stellen durch dichten Wald oder Schluchten mit wenig Aussicht und bietet nur wenige naturräumliche Highlights.
  • 3 Punkte: Die Tour führt teilweise durch Wald, bietet jedoch einige naturräumliche Highlights
  • 4 Punkte: Die Tour verläuft zwar nicht ausschließlich in baumloser, aussichtsreicher Natur, bietet jedoch häufig schöne Ausblicke und naturräumliche Highlights
  • 5 Punkte: Die Tour verläuft vorwiegend in aussichtsreicher Natur und hält für die Besucher viele landschaftliche Highlights bereit.
  • 6 Punkte: Die Tour verläuft ausschließlich oberhalb der Baumgrenze und bietet dem Besucher neben herrlichen Ausblicken zahlreiche landschaftliche Highlights.


Zusätzlich zu diesen vier Kriterien, deren Einstufung vom Autor selbst vorgenommen werden kann, gibt es zudem eine generelle Bewertung der Tour. Diese basiert auf Einschätzungen von Community-Mitgliedern, die diese Tour bereits gegangen sind. Häufig finden sich hier auch aktuelle Bedingungen und weitere Tipps. 

 

7 Gefahrenpotenzial 

Die arabischen Ziffern 1-6 benennen das Gefahrenpotenzial bei  Skitouren und Freeride-Touren. Dieses wird aus Variablen wie  Hangneigung, Orientierung, Lawinengefahr, Schlüsselstellen und Spaltengefahr bestimmt. Die Variable mit der größten Gefahreneinstufung bestimmt die Höhe des Gefahrenpotenzials. In der Windrose für die Exposition wird die überwiegende Ausrichtung der Hänge, auf denen man sich bewegt, angezeigt.

  •  Gefahrenpotenzial 1:
    • Die Tour führt durch flaches, ebenes Gelände
    • der Wegverlauf ist eindeutig
    • es besteht keine Lawinengefahr
    • die Route hat keine Schlüsselstellen
    • es besteht keine Spaltengefahr

  • Gefahrenpotenzial 2:
    • Die Tour führt meist durch flaches, ebenes Gelände
    • der Wegverlauf ist leicht zu erkennenkeine Gefahren am Weg
    • es besteht kaum Lawinengefahr
    • die Route hat kaum Schlüsselstellen
    • auf Gletschern: es besteht kaum Spaltengefahr

  • Gefahrenpotenzial 3:
    • Die Tour führt manchmal durch steiles Gelände bis 30° Hangneigung
    • der Wegverlauf ist nicht immer leicht erkennbar, kaum Gefahren am Weg
    • es besteht teilweise Lawinengefahr
    • die Route hat einige Schlüsselstellen
    • auf Gletschern: es besteht teilweise Spaltengefahr

  • Gefahrenpotenzial 4:
    • Die Tour führt durch steiles Gelände bis 34° Hangneigung
    • der Wegverlauf ist nicht leicht erkennbar, zahlreiche Gefahren am Weg
    • es besteht Lawinengefahr
    • die Route hat zahlreiche Schlüsselstellen
    • auf Gletschern: es besteht erhöhte Spaltengefahr

  • Gefahrenpotenzial 5:
    • Die Tour führt durch steiles Gelände von 34° bis 40° Hangneigung
    • der Wegverlauf ist schwer erkennbar, viele Gefahren am Weg
    • es besteht große Lawinengefahr
    • die Route hat viele Schlüsselstellen
    • auf Gletschern: es besteht große Spaltengefahr

  • Gefahrenpotenzial 6:
    • Die Tour führt durch steiles Gelände bis über 40° Hangneigung
    • der Wegverlauf ist sehr schwer erkennbar, sehr viele Gefahren am Weg
    • es besteht sehr große Lawinengefahr
    • die Route hat sehr viele Schlüsselstellen
    • auf Gletschern: es besteht sehr große Spaltengefahr

 

8 Notrufnummern

  • Rettungsdienst in allen europäischen Ländern: 112
  • Deutschland - Rettungsdienst / Bergrettung: 19 222
  • Österreich - Bergrettungsdienst: 140
  • Schweiz - Rettungsdienst: 144
  • Schweizer REGA (Schweizer Rettungsflugwacht): 1414, aus dem Ausland: (+41) 333 333 333
  • Frankreich - zentraler Notruf: 15
  • Italien, Südtirol - Rettungsdienst / Bergrettung: 118


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Anstieg

von 0 m bis 2000+ m

Strecke

von 0 km bis 50+ km

Dauer

von 0 Std. bis 10+ Std.

Eigenschaften

Rundtour aussichtsreich
mit Einkehrmöglichkeit familiengerecht, Kinder rollstuhlgeeignet

Bewertung

nur Top-Touren

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