Ski-Freeride

Kann Pulverschnee süchtig machen? Absolut! Wir haben für Euch die schönsten Runs in den besten Freeride-Revieren zusammengestellt. Tief verschneite Hänge in einer unberührten Winterlandschaft werden bei perfekter Witterung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Weite Turns im frischen Powder abseits präparierter Pisten lassen die Herzen aller Freerider höher schlagen. Mit der passenden Ausrüstung kann’s losgehen – egal, ob auf Ski oder Snowboard. Und zum Glück gibt es meistens eine Gondel, die einen zweiten, dritten, vierten, fünften … Ride durch unverspurte Pulverschnee-Hänge möglich macht.

1 Abgrenzung

Die Abgrenzung zu Skitouren ist häufig nicht ganz einfach. Wir bei outdooractive.com haben uns darauf geeinigt, dass Freeride all das ist, was vor allem die Abfahrt im Tiefschnee beinhaltet. Wenn man also einen kurzen Aufstieg von 100 Höhenmetern zurücklegen muss, um anschließend 1.000 Höhenmeter puren Fahrspaß zu haben, ist das Freeride. 1.000 Höhenmeter aufzusteigen, nur um danach 100 Meter im Tiefschnee abzufahren, ist für uns eine Skitour. Folglich ist zum Ski-Freeride normalerweise externe Unterstützung nötig - also entweder eine Bergbahn oder ein Helikopter.

 

2 Naturverträglich unterwegs

Die zwei Alpenvereinsprojekte „RespekTiere deine Grenzen“ und „Skibergsteigen umweltfreundlich“ haben zum Ziel, den Konflikt zwischen Mensch und Natur beim Skibergsteigen zu lösen. Im Rahmen dieser Projekte wurden bereits zahlreiche Wald-Wild-Schongebiete ausgewiesen, um einerseits bedrohte Tierarten wie das Raufußhuhn und jungen Baumbestand zu schützen, andererseits aber auch den Skitourengehern und Freeridern die Möglichkeit zu geben, naturverträglich draußen unterwegs zu sein. Gemeinsam mit den Alpenvereinen setzt sich outdooractive.com dafür ein, Tourengeher richtig zu leiten: Ausgewiesene Schutz- und Schongebiete werden schon bald als zusätzliches Layer in den Karten angezeigt und unterstützen so die Wintersportler bei der Tourenplanung. Die wichtigsten Regeln zum naturverträglichen Skibergsteigen wurden vom DAV folgendermaßen zusammengefasst:

  • Markierungen, Hinweise und Routenempfehlungen des DAV-Projektes "Skibergsteigen umweltfreundlich" beachten.
  • Schutz- und Schongebiete für Pflanzen und Tiere respektieren, Lärm vermeiden.
  • Lebensräume erkennen: Wildtieren möglichst ausweichen, sie nur aus der Distanz beobachten, Futterstellen umgehen, Hunde anleinen.
  • Im Hochwinter Gipfel, Rücken und Grate vor 10 Uhr und nach 16 Uhr meiden.
  • In Waldgebieten und an der Waldgrenze auf üblichen Skirouten, Forst- und Wanderwegen bleiben, Abstand zu Baum- und Strauchgruppen halten.
  • Aufforstungen und Jungwald schonen.
  • Umweltschonend anreisen: mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren oder Fahrgemeinschaften bilden, ausgewiesene Parkplätze benutzen, keine Zufahrten blockieren.
  • Eher mehrtägige Aufenthalte als häufige Tagestouren planen, das gastronomische Angebot vor Ort nutzen.
  • Touren mit Führern und Karten planen, die das DAV-Gütesiegel "Naturverträgliche Skitouren/Wintertouren" tragen, sich über Natur und Kultur des Zielgebietes informieren.
  • Die Regeln für Skitouren auf Pisten beachten (siehe oben)

3 Interaktive Tourenplanung

Wie oben bereits erwähnt, bietet outdooractive.com einige Tools zur vereinfachten Tourenplanung: Unter anderem zum Beispiel die Möglichkeit, Hänge anzuzeigen, die steiler als 30° sind. Diese bergen nur eine geringe Gefahr von Lawinenauslösungen und sind zudem leicht zu befahren. Wer sich den Aufstieg mit Bahnunterstützung etwas erleichtern will, kann zudem den Layer „Skigebiete“ aktivieren und bekommt so sämtliche Pisten und Lifte angezeigt. In Kombination mit dem Layer für „Schon- und Schutzgebiete“ (siehe oben) und unserem interaktiven Tourenplaner kann sich jeder ganz individuell seine eigene Freeride-Tour zusammenstellen. Tourenlänge, Dauer und GPX-Track sind dabei ebenso verfügbar, wie die druckbare topografische Karte im Maßstab 1:25.000. Nach einer kostenlosen Registrierung steht jedem outdooractive.com-Nutzer dieses Tool bereit.

 

4 Worauf achten beim Freeriden?

Freeriden birgt grundsätzlich alpine Gefahren – allen voran die Bedrohung durch Lawinen. Unabdingbar ist daher fundierte Lawinenkunde, Routine im Umgang mit Piepser, Sonde und Schaufel sowie eine qualitativ hochwertige Lawinenausrüstung. Kurz vor der Tour sollte das Wetter sowie der lokale Lawinenlagebericht geprüft und die Tour ggf. angepasst werden. Im Gelände ist es wichtig, Warnsignale wahrzunehmen und wenn nötig eine (vorher bereits geplante) Alternativroute zu wählen. Wenn möglich sollten lichte Baumbestände und Jungwälder aus Naturschutzgründen gemieden werden.

 

4.1 Die Lawinenwarndienste im Überblick:

Lawinenwarndienst Deutschland

Lawinenwarndienste Österreich

Lawinenwarndienst Schweiz

Lawinenwarndienste Italien

Lawinenwarndienst Frankreich


5 Wie werden die Freeride-Touren bei outdooractive.com bewertet?

Die vergebenen Punkte (1 bis 6) sind Richtwerte, die jeweils an die Region angepasst sind. So unterscheiden sich die Maßstäbe insgesamt zwar, bieten aber innerhalb einer Region letztendlich einen guten Anhaltspunkt.


5.1 Kondition

  • 1 Punkt: Die Tour verläuft im flachen Gelände und weist eine geringe Länge auf. Sie ist sehr leicht zu befahren und auch ohne jegliche Trainingsvorbereitung gut zu schaffen. Es gibt keinerlei Ziehwege.
  • 2 Punkte: Die Tour verläuft vorwiegend im flachen Gelände. Sie ist leicht zu bewältigen und ist auch ohne längere Trainingsvorbereitung möglich.
  • 3 Punkte: Die Tour weist Steigungen auf und erfordert ein gewisses Maß an Grundkondition. Gegebenenfalls gibt es kurze Ziehstrecken.
  • 4 Punkte: Die Tour ist aufgrund steilerer Teilstücke mittelschwer und erfordert eine gute Grundkondition. Nennenswerte Ziehstrecken oder Gegenanstiege sind möglich.
  • 5 Punkte: Die Tour ist lang, ist an einigen Stellen anstrengend und erfordert eine gute Kondition. Gegebenenfalls lange Ziehwege oder Gegenanstiege.
  • 6 Punkte: Die Tour ist ausgesprochen lang, ist sehr anstrengend und erfordert eine sehr gute Kondition. Gegebenenfalls sehr lange, anstrengende Ziehwege oder Gegenanstiege.

 
5.2 Technik

  • 1 Punkt: Das Gelände ist einfach und auch ohne Erfahrung im Tiefschnee gut befahrbar.
  • 2 Punkte: Das Gelände ist weitgehend einfach und erfordert nur wenig Erfahrung im Tiefschnee.
  • 3 Punkte: Das Gelände der Tour ist abwechslungsreich und erfordert das sichere Fahren im Tiefschnee.
  • 4 Punkte: Das Gelände der Tour ist teils schwierig und erfordert routiniertes Fahren im Tiefschnee. 
  • 5 Punkte: Das Gelände der Tour ist anspruchsvoll und sollte nur von Sportlern befahren werden, die über ausreichende Erfahrung und ggf. Schwindelfreiheit verfügen. Das sichere Fahren im Tiefschnee ist notwendig.
  • 6 Punkte: Das Gelände der Tour ist oft schwierig und erfordert von den Sportlern absolut sicheres Fahren im Tiefschnee. Die Hänge sind teilweise extrem steil, ein Sturz kann schwere Verletzungen nach sich ziehen.

 
5.3 Erlebniswert

  • 1 Punkt: Die Abfahrt bietet kaum Variationsmöglichkeiten und keine besonderen Herausforderungen.
  • 2 Punkte: Die Abfahrt bietet nur wenige Variationsmöglichkeiten und kaum abwechslungsreiche Herausforderungen.
  • 3 Punkte: Die Abfahrt ist variantenreich und birgt spannende, kurze Herausforderungen.
  • 4 Punkte: Die Abfahrt bietet einige Varianten und hält auch für routinierte Fahrer einige Herausforderungen bereit. 
  • 5 Punkte: Die Abfahrt ist abwechslungsreich und fordert auch gute Fahrer. Enge Rinnen oder steile Teilstücke sowie ggf. Sprünge sind möglich.
  • 6 Punkte: Die Tour ist enorm abwechslungsreich und bietet zahlreiche Herausforderungen. Den Sportler erwarten enge oder sehr steile Rinnen, sehr steile Teilstücke und ggf. unumfahrbare Sprünge.

 
5.4 Landschaft

  • 1 Punkt: Die Tour verläuft vorwiegend durch Wald und bietet keine naturräumlichen Highlights.
  • 2 Punkte: Die Tour verläuft an einigen Stellen durch dichten Wald oder Schluchten mit wenig Aussicht und bietet nur wenige naturräumliche Highlights.
  • 3 Punkte: Die Tour führt teilweise durch Wald, bietet jedoch einige naturräumliche Highlights
  • 4 Punkte: Die Tour verläuft zwar nicht ausschließlich in baumloser, aussichtsreicher Natur, bietet jedoch häufig schöne Ausblicke und naturräumliche Highlights
  • 5 Punkte: Die Tour verläuft vorwiegend in aussichtsreicher Natur und hält für die Besucher viele landschaftliche Highlights bereit.
  • 6 Punkte: Die Tour verläuft ausschließlich oberhalb der Baumgrenze und bietet dem Besucher neben herrlichen Ausblicken zahlreiche landschaftliche Highlights.

 

Zusätzlich zu diesen vier Kriterien, deren Einstufung vom Autor selbst vorgenommen wird, gibt es zudem eine generelle Bewertung der Tour. Diese basiert auf Einschätzungen von Community-Mitgliedern, die diese Tour bereits gefahren sind. Häufig finden sich hier auch aktuelle Bedingungen und weitere Tipps. 

 

6 Gefahrenpotenzial 

Die arabischen Ziffern 1-6 benennen das Gefahrenpotenzial bei Skitouren und Freeride-Touren . Dieses wird aus Variablen wie Hangneigung, Orientierung, Lawinengefahr, Schlüsselstellen und Spaltengefahr bestimmt. Die Variable mit der größten Gefahreneinstufung bestimmt die Höhe des Gefahrenpotenzials. In der Windrose für die Exposition wird die überwiegende Ausrichtung der Hänge, auf denen man sich bewegt, angezeigt.

  •  Gefahrenpotenzial 1:
    • Die Tour führt durch flaches, ebenes Gelände
    • der Wegverlauf ist eindeutig
    • es besteht keine Lawinengefahr
    • die Route hat keine Schlüsselstellen
    • es besteht keine Spaltengefahr

  • Gefahrenpotenzial 2:
    • Die Tour führt meist durch flaches, ebenes Gelände
    • der Wegverlauf ist leicht zu erkennenkeine Gefahren am Weg (Bäume, Felsen)
    • es besteht kaum Lawinengefahr
    • die Route hat kaum Schlüsselstellen
    • auf Gletschern: es besteht kaum Spaltengefahr

  • Gefahrenpotenzial 3:
    • Die Tour führt manchmal durch steiles Gelände bis 30° Hangneigung
    • der Wegverlauf ist nicht immer leicht erkennbar, kaum Gefahren am Weg (Bäume, Felsen)
    • es besteht teilweise Lawinengefahr
    • die Route hat einige Schlüsselstellen
    • auf Gletschern: es besteht teilweise Spaltengefahr

  • Gefahrenpotenzial 4:
    • Die Tour führt durch steiles Gelände bis 34° Hangneigung
    • der Wegverlauf ist nicht leicht erkennbar, zahlreiche Gefahren am Weg (Bäume, Felsen)
    • es besteht Lawinengefahr
    • die Route hat zahlreiche Schlüsselstellen
    • auf Gletschern: es besteht erhöhte Spaltengefahr

  • Gefahrenpotenzial 5:
    • Die Tour führt durch steiles Gelände von 34° bis 40° Hangneigung
    • der Wegverlauf ist schwer erkennbar, viele Gefahren am Weg (Bäume, Felsen)
    • es besteht große Lawinengefahr
    • die Route hat viele Schlüsselstellen
    • auf Gletschern: es besteht große Spaltengefahr

  • Gefahrenpotenzial 6:
    • Die Tour führt durch steiles Gelände   bis über 40° Hangneigung
    • der Wegverlauf ist sehr schwer erkennbar, sehr viele Gefahren am Weg (Bäume, Felsen)
    • es besteht sehr große Lawinengefahr
    • die Route hat sehr viele Schlüsselstellen
    • auf Gletschern: es besteht sehr große Spaltengefahr

 

7 Notrufnummern

  • Rettungsdienst in allen europäischen Ländern: 112
  • Deutschland - Rettungsdienst / Bergrettung: 19 222
  • Österreich - Bergrettungsdienst: 140
  • Schweiz - Rettungsdienst: 144
  • Schweizer REGA (Schweizer Rettungsflugwacht): 1414, aus dem Ausland: (+41) 333 333 333
  • Frankreich - zentraler Notruf: 15
  • Italien, Südtirol - Rettungsdienst / Bergrettung: 118


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Anstieg

von 0 m bis 2000+ m

Strecke

von 0 km bis 50+ km

Dauer

von 0 Std. bis 10+ Std.

Eigenschaften

Rundtour aussichtsreich
mit Einkehrmöglichkeit familiengerecht, Kinder

Bewertung

nur Top-Touren

Schwierigkeit

leicht
mittel
schwer
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shadow
- Ergebnisse
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Top Etappentour Etappe

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