Schneeschuh

Schneeschuhgehen ist neben den Skitouren ein neuer Trendsport. Mit den vergrößerten Fußunterlagen kann man sich auch im Tiefschnee problemlos fortbewegen und – ähnlich wie mit Tourenski – Gipfel erklimmen oder Strecken zurücklegen. Je nach Schwierigkeitsgrad bergen diese Touren wenig bis viele alpine Gefahren. Sobald Anstiege von über 30° zu bewältigen sind, ist fundierte Lawinenkunde und der routinierte Umgang mit Piepser, Sonde und Schaufel nötig.

Naturverträglich unterwegs

Die zwei AV-Projekte „RespekTiere deine Grenzen“ und „Skibergsteigen umweltfreundlich“ haben zum Ziel, den Konflikt zwischen Mensch und Natur beim Skibergsteigen und Schneeschuhgenen zu lösen. Im Rahmen dieser Projekte wurden bereits zahlreiche Wald-Wild-Schongebiete ausgewiesen, um einerseits bedrohte Tierarten wie das Raufußhuhn und jungen Baumbestand zu schützen, andererseits aber auch den Wintersportlern die Möglichkeit zu geben, naturverträglich draußen unterwegs zu sein. Gemeinsam mit den Alpenvereinen setzt sich outdooractive.com dafür ein, Tourengeher richtig zu leiten: Ausgewiesene Schutz- und Schongebiete werden schon bald als zusätzliches Layer in den Karten angezeigt und unterstützen so die Wintersportler bei der Tourenplanung. Die wichtigsten Regeln zum naturverträglichen Skibergsteigen (und Schneeschuhgehen) wurden vom DAV folgendermaßen zusammengefasst:

  • Markierungen, Hinweise und Routenempfehlungen des DAV-Projektes "Skibergsteigen umweltfreundlich" beachten.
  • Schutz- und Schongebiete für Pflanzen und Tiere respektieren, Lärm vermeiden.
  • Lebensräume erkennen: Wildtieren möglichst ausweichen, sie nur aus der Distanz beobachten, Futterstellen umgehen, Hunde anleinen.
  • Im Hochwinter Gipfel, Rücken und Grate vor 10 Uhr und nach 16 Uhr meiden.
  • In Waldgebieten und an der Waldgrenze auf üblichen Skirouten, Forst- und Wanderwegen bleiben, Abstand zu Baum- und Strauchgruppen halten.
  • Aufforstungen und Jungwald schonen.
  • Umweltschonend anreisen: mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren oder Fahrgemeinschaften bilden, ausgewiesene Parkplätze benutzen, keine Zufahrten blockieren.
  • Eher mehrtägige Aufenthalte als häufige Tagestouren planen, das gastronomische Angebot vor Ort nutzen.
  • Touren mit Führern und Karten planen, die das DAV-Gütesiegel "Naturverträgliche Skitouren/Wintertouren" tragen, sich über Natur und Kultur des Zielgebietes informieren.
  • Die Regeln für Skitouren auf Pisten beachten 

Interaktive Tourenplanung

Wie oben bereits erwähnt, bietet outdooractive.com einige Tools zur vereinfachten Tourenplanung: Unter anderem zum Beispiel die Möglichkeit, Hänge anzuzeigen, die steiler als 30° sind. Diese bergen nur eine geringe Gefahr von Lawinenauslösungen und sind zudem leicht zu begehen. Wer sich den Aufstieg mit Bahnunterstützung oder Pistenbenutzung etwas erleichtern will, kann zudem den Layer „Skigebiete“ aktivieren und bekommt so sämtliche Pisten und Lifte angezeigt. In Kombination mit dem Layer für „Schon- und Schutzgebiete“ (siehe oben) und unserem interaktiven Tourenplaner kann sich jeder ganz individuell seine eigene Schneeschuhtour zusammenstellen. Tourenlänge, Dauer und GPX-Track sind dabei ebenso verfügbar, wie die druckbare topografische Karte im Maßstab 1:25.000. Nach einer kostenlosen Registrierung steht jedem outdooractive.com-Nutzer dieses Tool bereit.

 

Worauf achten beim Schneeschuhgehen?

Handelt es sich um alpinere Schneeschuhtouren, sollte kurz vor der Tour das Wetter sowie der lokale Lawinenlagebericht geprüft und die Tour ggf. angepasst werden. Im Gelände ist es wichtig, Warnsignale wahrzunehmen und wenn nötig eine (vorher bereits geplante) Alternativroute zu wählen. Wenn möglich sollten lichte Baumbestände aus Naturschutzgründen gemieden werden.

Die Lawinenwarndienste im Überblick:

Lawinenwarndienst Deutschland

Lawinenwarndienste Österreich

Lawinenwarndienst Schweiz

Lawinenwarndienste Italien

Lawinenwarndienst Frankreich

 

Wie werden die Schneeschuh-Touren bei outdooractive.com bewertet?

Die vergebenen Punkte (1 bis 6) sind Richtwerte, die jeweils an die Region angepasst sind. So unterscheiden sich die Maßstäbe zum Beispiel in Landschaften in Küstenregionen deutlich von denen in einer Alpinlandschaft, bieten aber letztendlich einen guten Anhaltspunkt.


Kondition

  • 1 Punkt: Die Tour verläuft im ebenen Gelände und weist eine geringe Länge auf. Sie ist sehr leicht zu bewältigen, nicht anspruchsvoll und auch ohne jegliche Trainingsvorbereitung gut zu schaffen.
  • 2 Punkte: Die Tour verläuft vorwiegend im ebenen Gelände. Sie ist leicht zu bewältigen und ist auch ohne längere Trainingsvorbereitung möglich.
  • 3 Punkte: Die Tour weist Steigungen und Gefälle auf und erfordert ein gewisses Maß an Grundkondition.
  • 4 Punkte: Die Tour ist durch längere Steigungen größtenteils mittelschwer und erfordert eine gute Grundkondition.
  • 5 Punkte: Die Tour verläuft über längere Strecken bergauf, ist an einigen Stellen anspruchsvoll und erfordert eine gute Kondition.
  • 6 Punkte: Die Tour verläuft über sehr lange Strecken bergauf, ist sehr anspruchsvoll und erfordert eine sehr gute Kondition.

 
Technik

  • 1 Punkt: Das Gelände ist einfach und erfordert kein spezielles Können.
  • 2 Punkte: Das Gelände ist weitgehend einfach und erfordert nur wenig Erfahrung mit Schneeschuhen.
  • 3 Punkte: Das Gelände der Tour ist abwechslungsreich und erfordert Erfahrung im Ungang mit Schneeschuhen.
  • 4 Punkte: Das Gelände der Tour ist teils schwierig und erfordert Erfahrung. Das Gehen im steilen Gelände sollte beherrscht werden.
  • 5 Punkte: Das Gelände der Tour ist anspruchsvoll und sollte nur von Sportlern begangen werden, die über ausreichende Erfahrung und ggf. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen. 
  • 6 Punkte: Das Gelände der Tour ist oft schwierig und erfordert von den Sportlern sehr viel Erfahrung, ggf. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. 

 
Erlebniswert

  • 1 Punkt: Zusätzlich zu dem zurückzulegenden Weg bietet die Tour nur sehr wenige interessante Aussichts- oder schöne Rastpunkte. 
  • 2 Punkte: Die Tour bietet nur wenige interessante Punkte und hält so nur einen geringen Erlebniswert bereit.
  • 3 Punkte: Die Tour bietet interessante Aussichts- oder Rastmöglichkeiten, der Abstieg birgt spannende, kurze Herausforderungen.
  • 4 Punkte: Die Tour bietet viele interessante Aussichts- oder Rastmöglichkeiten. Der Abstieg hält einige Varianten bereit und birgt auch für routinierte Schneeschuhgeher interessante Herausforderungen.
  • 5 Punkte: Die Tour ist spannend und abwechslungsreich, sie führt an zahlreichen erlebnisreichen Höhepunkten vorbei. Der Abstieg bietet auch guten Schneeschuhgehern viele spannende Herausforderungen. 
  • 6 Punkte: Die Tour ist enorm abwechslungsreich und bietet auch routinierten Schneeschuhgehern besondere Herausforderungen. 

  

Landschaft

  • 1 Punkt: Die Tour verläuft vorwiegend durch Wald und bietet keine naturräumlichen Highlights.
  • 2 Punkte: Die Tour verläuft an einigen Stellen durch dichten Wald oder Schluchten mit wenig Aussicht und bietet nur wenige naturräumliche Highlights.
  • 3 Punkte: Die Tour führt teilweise durch Wald, bietet jedoch einige naturräumliche Highlights
  • 4 Punkte: Die Tour verläuft zwar nicht ausschließlich in baumloser, aussichtsreicher Natur, bietet jedoch häufig schöne Ausblicke und naturräumliche Highlights
  • 5 Punkte: Die Tour verläuft vorwiegend in aussichtsreicher Natur und hält für die Besucher viele landschaftliche Highlights bereit.
  • 6 Punkte: Die Tour verläuft ausschließlich oberhalb der Baumgrenze und bietet dem Besucher neben herrlichen Ausblicken zahlreiche landschaftliche Highlights.


Zusätzlich zu diesen vier Kriterien, deren Einstufung vom Autor selbst vorgenommen werden kann, gibt es zudem eine generelle Bewertung der Tour. Diese basiert auf Einschätzungen von Community-Mitgliedern, die diese Tour bereits gegangen sind. Häufig finden sich hier auch aktuelle Bedingungen und weitere Tipps. 

 

Gefahrenpotenzial 

Die arabischen Ziffern 1-6 benennen das Gefahrenpotenzial bei  Skitouren und Freeride-Touren. Dieses wird aus Variablen wie Hangneigung, Orientierung, Lawinengefahr, Schlüsselstellen und Spaltengefahr bestimmt. Die Variable mit der größten Gefahreneinstufung bestimmt die Höhe des Gefahrenpotenzials. In der Windrose für die Exposition wird die überwiegende Ausrichtung der Hänge, auf denen man sich bewegt, angezeigt.

  •  Gefahrenpotenzial 1:
    • Die Tour führt durch flaches, ebenes Gelände
    • der Wegverlauf ist eindeutig
    • es besteht keine Lawinengefahr
    • die Route hat keine Schlüsselstellen
    • es besteht keine Spaltengefahr

  • Gefahrenpotenzial 2:
    • Die Tour führt meist durch flaches, ebenes Gelände
    • der Wegverlauf ist leicht zu erkennenkeine Gefahren am Weg (Bäume, Felsen)
    • es besteht kaum Lawinengefahr
    • die Route hat kaum Schlüsselstellen

  • Gefahrenpotenzial 3:
    • Die Tour führt manchmal durch steiles Gelände bis 30° Hangneigung
    • der Wegverlauf ist nicht immer leicht erkennbar, kaum Gefahren am Weg (Bäume, Felsen)
    • es besteht teilweise Lawinengefahr
    • die Route hat einige Schlüsselstellen

  • Gefahrenpotenzial 4:
    • Die Tour führt durch steiles Gelände bis 30° Hangneigung
    • der Wegverlauf ist nicht leicht erkennbar, zahlreiche Gefahren am Weg (Bäume, Felsen)
    • es besteht Lawinengefahr
    • die Route hat zahlreiche Schlüsselstellen

  • Gefahrenpotenzial 5:
    • Die Tour führt durch steiles Gelände von 30° bis 40° Hangneigung
    • der Wegverlauf ist schwer erkennbar, viele Gefahren am Weg (Bäume, Felsen)
    • es besteht große Lawinengefahr
    • die Route hat viele Schlüsselstellen

  • Gefahrenpotenzial 6:
    • Die Tour führt durch steiles Gelände von   bis über 40° Hangneigung
    • der Wegverlauf ist sehr schwer erkennbar, sehr viele Gefahren am Weg (Bäume, Felsen)
    • es besteht sehr große Lawinengefahr
    • die Route hat sehr viele Schlüsselstellen

 

Notrufnummern

  • Rettungsdienst in allen europäischen Ländern: 112
  • Deutschland - Rettungsdienst / Bergrettung: 19 222
  • Österreich - Bergrettungsdienst: 140
  • Schweiz - Rettungsdienst: 144
  • Schweizer REGA (Schweizer Rettungsflugwacht): 1414, aus dem Ausland: (+41) 333 333 333
  • Frankreich - zentraler Notruf: 15
  • Italien, Südtirol - Rettungsdienst / Bergrettung: 118


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Anstieg

von 0 m bis 2000+ m

Strecke

von 0 km bis 50+ km

Dauer

von 0 Std. bis 10+ Std.

Eigenschaften

Rundtour aussichtsreich
mit Einkehrmöglichkeit familiengerecht, Kinder rollstuhlgeeignet

Bewertung

nur Top-Touren

Status

nur geöffnete anzeigen

Schwierigkeit

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