Schloss(-gärten)
Hoch über Wernigerode thront das Schloss als ein Wahrzeichen der Stadt. Es wurde im 12. Jahrhundert von den Wernigeröder Grafen als mittelalterliche Burg gebaut, um den Weg deutscher Kaiser auf ihren Jagdausflügen in den Harz zu sichern. Im Laufe der Zeit wurde das Schloss mehrfach zu verschiedenen Stilepochen aus- und umgebaut. Die heutige Gestalt erhielt es in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zwischen 1858 und 1885 wurde das ehemals barocke Schlossensemble durch die berühmten Baumeister Carl Frühling und Friedrich Schmidt zu einem Repräsentationsschloss im Stil des Historismus umgebaut. Damals erhielten die Terrassengärten am Schloss den Charakter eines Höhengartens, der in seinen Grundstrukturen bis heute zu erkennen ist.
Zu den Terrassengärten gehören die Anlagen auf der 1.260 Quadratmeter großen Freiterrasse sowie die Weinterrassen. Von der großen Freiterrasse haben wir die Möglichkeit, auf den Harz und die Stadt Wernigerode zu blicken. Bei schönem Wetter kann man sogar den Blick auf den Brocken genießen, welcher bis 1945 Privatbesitz der Familie zu Stolberg war. Die Freiterrasse war schon früher durch Teppichbeete gestaltet und mit einer Brunnenanlage ausgestattet.
Seit 1520 gibt es die unterhalb der Freiterrasse gelegenen Weinterrassen. Charakteristisch sind vor allem die Grotte mit dem wilden Mann sowie das von Blumenbeeten und Eisenlaubengängen umrahmte Wasserbecken.
Und wer sich über die Gärten hinaus für das Schloss interessiert: fast 50 Räume des Schlosses sind heute mehrheitlich wieder im Originalzustand zu besichtigen.
Autor
Sabrina Schneider | veröffentlicht: 19.11.2010 | geändert: 24.11.11